rückblick: heiligendamm pt. 3

am sonntag machten wir nochmal einen spaziergang am strand, diesmal zur anderen seite. zu gerne wäre ich ja bis zum gespensterwald in nienhagen gelaufen, aber das war dann doch zu weit, leider. wir kehrten also auf halber strecke zurück. wieder zurück im hotel entspannten wir uns dann im spa. ich fand es toll, mal wieder zu schwimmen, ich war so lange nicht mehr im schwimmbad. den whirlpool fand ich besonders angenehm, so warm und das geblubbere! sowas hätte ich gerne zu hause! ich habe mich sogar einmal in die sauna getraut. das war mein erstes mal, es war ein dampfbad, und ich war dort ganz alleine, was gut war, denn ich hätte mich eventuell blamiert (abgesehen davon, dass ich es nicht gewohnt bin, splitterfasernackt unter anderen zu sein), denn ich hielt es immer nur ganz kurz da drin aus, vielleicht eine minute – puh, ist das heiß! ich hatte irgendwie angst dass ich umkippen könnte, deshalb blieb ich direkt an der tür stehen und ging dann immer wieder kurz raus, um mich wieder abzukühlen. das habe ich dann aber immerhin ein paar mal gemacht, und ich fand es dann auch irgendwie angenehmer, je öfter ich da drin war. ob aus mir noch der große saunagänger wird bezweifle ich, aber es war ein schöne erfahrung.

den abend haben wir noch ein bisschen UNO gespielt und dann bin ich ins bett, ein bisschen schlaf nachholen (das schnarchen … ), während simon noch mal alleine rausgegangen ist.

hier noch ein paar bilder vom strand und vom hotel.

am montag war dann auch schon der schöne kurzurlaub vorbei. simons zug ging recht früh, ich hatte dagegen keine zugbindung, wollte aber auch nicht alleine dort bleiben, also fuhren wir gemeinsam nach rostock. simon hatte außerdem abends einen herpes-ausbruch an der lippe bemerkt und hatte keine salbe mit, sodass er dringend eine apotheke aufsuchen musste. die gab es aber vor ort nicht. in rostock liefen wir noch kurz in der stadt herum, aber dann hieß es auch schon abschied nehmen.

schön war es! so eine luxusunterkunft hat schon was, es ist sehr entspannend und erholsam. ich hätte nichts dagegen, nochmal so was zu gewinnen.

über die rechnung des hotels musste ich übrigens herzlich lachen: 6 € 😂 für die kurtaxe. das war mal ein günstiger luxus-spaß!

rückblick: heiligendamm – pt. 2

am samstag kam dann gegen mittag simon an. ich hatte vormittags im restaurant gefrühstückt, es gab ein recht großes buffet, von dem man sich holen konnte, was man wollte. da blieben kaum wünsche übrig, selbst räucherlachs und sekt (igitt!) gab es, wie man es von einem luxusfrühstück wohl erwarten darf 😉

mit simon bin ich dann erstmal runter an den strand. wir hatten echt glück dass es fast nie geregnet hat in der zeit unsers aufenthalts. das war klasse. nur ein paar grad mehr hätten wir gerne gehabt, es war schon arg kalt und windig. aber dafür waren kaum menschen am strand. wir sind nach kühlungsborn gelaufen, mittlerweile wusste ich ja, wie man runter zum strand gelangt 😉

in kühlungsborn haben wir uns erstmal eine portion pommes gegönnt. endlich mal was warmes! dann sind wir nochmal zu aldi, da simon sich auch noch ein paar snacks und wein holen wollte. zurück sind wir dann ganz gemütlich mit dem „molli“, der historischen dampfeisenbahn, gefahren. die ruckelte und fuhr echt langsam, die fahrt war aber dennoch ganz schnell vorbei.

nach dem abendessen auf dem zimmer sind wir runter in die nelson bar. dort spielte ein ganz furchtbare band, ein duo, jedesmal, wenn die pause machten, habe ich mich gefreut. ber in einer hotelbar sitzen hat auch was. ich hatte übrigens eine tonkabohne vanille limo, hausgemacht 🙂 war lecker! da ich dann noch kurz nach mitternacht meinem ex zum geburtstag gratulieren wollte, ging ich schon etwas früher hoch, simon blieb noch in der bar.

als ich dann mit meiner kleinen videokonferenz fertig war, ging ich ins bett und guckte fern, simon wollte noch raus und ging spazieren. er kam ewig nicht wieder und ich machte mir schon sorgen, dass er sich verlaufen haben könnte oder ins meer gefallen ist – er war nämlich ganz schön angetüddelt 😀 aber irgendwann kam er dann doch wieder. und schnachte! ach diese männer immer! ich hatte ziemlich probleme zu schlafen, aber zwischendurch nickte ich wohl ein.

rückblick: heiligendamm – pt. 1

so, nun will ich aber endlich mal über meinen schönen urlaub von heiligendamm berichten!

anfang april war es also soweit: mein luxusurlaub an der ostsee nahte! ich fuhr mit der bahn nach rostock und von dort aus mit dem bus na heiligendamm – bis vor die tür des hotels 🙂 allerdings musste ich erst zur orangerie, um einen corona-test machen zu lassen, das war pflicht als hotelgast. zum glück war die dame beim abstrich sehr vorsichtig, genau wie auf der website beschrieben. so mag ich das.

dann checkte ich ein. ich war am diesem freitag ja noch allein, da simon erst am samstag anreisen konnte. ein bisschen underdressed fühlte ich mich anfangs noch, aber da ich ein gutes benehmen habe, fiel das hoffentlich nicht zu sehr ins gewicht. 5 sterne-hotelmitarbeiter sind ja am ende auch nur menschen.

das zimmer war sehr hübsch eingerichtet, das bad war super, und der ausblick aus dem fenster einfach nur traumhaft! ich blickte direkt auf den strand. und wenn man das fenster öffnet, hat man den besten soundtrack: wellenrauschen! das war wirklich was besonderes. ich hatte noch nie ein zimmer direkt am strand.

nach einer kurzen pause auf dem zimmer wollte ich erstmal für meine verpflegung sorgen. im hotel essen oder gar zimmerservice zu nutzen ist viel zu teuer. irgendwie gab es dort auch gar keinen imbiss oder sonst etwas, einen supermarkt, nicht mal einen tante emma-laden. ich musste also entweder nach bad doberan landeinwärts oder ins nächstgelegene seebad kühlungsborn. und da ich ohnehin ja am wasser langgehen und nicht erst wieder den bus nehmen wollte, hatte ich vor, zu fuss am strand entlang zu gehen. irgendwie war aber der strandabschnitt abgesperrt, und ich hatte keinen plan, wie man da runterkommt … ich hielt mich links, dort war ein kurpark, auch wieder mit einer pforte verschlossen. aber hier sah ich dann, dass man seine zimmerkarte als eintrittskarte braucht, um zugang zu dem park zu haben. ich scannte also meine karte und lief dann durch den park, der ja ganz nett war. als ich dann aber am ende des parks angekommen war, war dort zwar ein ausgang, aber ich kam nicht raus, da war nichts zum scannen der karte oder ich hatte es übersehen … ich fühlte mich wie im goldenen käfig! das ist ja furchtbar. wieso ist da überall was eingezäunt? das fand ich albern. auch am hotel konnte man qausi nur auf das gelände, wenn man gast ist, die straßenseite auf der hotelseite konnte man gar nicht begehen. ich lief also wieder zurück und wollte erst auf der straße dorthin laufen, wusste aber gar nicht, wie lange das wohl dauert, da ich mich immer weiter vom strand entfernte. und dann fing es auch noch an zu regnen … da hatte ich genug, lief zurück zur bushaltestelle und nahm den bus. kaufte bei aldi allerhand ein, was ich für das wochenende gebrauchen könnte, getränke und snacks. frühstück war ja inklusive, aber für den rest musste ich vorsorgen. wenn es nichts warmes gibt, dann eben veggie-würstchen und brötchen dazu!

nach dem einkauf ging ich aber noch zum strand runter, da der sonnenuntergang so toll war … es war noch recht frisch und auf der seebrücke verdammt kalt, aber der anblick war einfach zu schön ☺️

abends machte ich es mir dann in der tollen marmor-badewanne gemütlich – und chattete mit „meinem“ polizisten 😜 war echt nett, er war sogar recht gesprächig. naja, wenn ich in der wanne sitze … hehe.

ein minuspunkt auf dem zimmer war der fernseher: der war in einem schrank, den man zwar öffnen, aber deren schranktüren nicht zur seite, sondern nur nach vorne aufgingen. man hatte also nur dann eine halbwegs gute sicht, wenn man mittig auf oder im bett lag. und der tv war nun auch nicht gerade groß … naja, im urlaub fernsehen ist ja eh nicht so wichtig, aber für ein 5 sterne hotel fand ich das ein wenig dürftig. aber was soll ich meckern, ich hatte das alles ja kostenlos.

ich schlief dann auch bald ein. im schönen bett, ganz für mich allein.

vorbereitungen

ich habe nun endlich meine london-unterkunft gebucht. war gar nicht einfach, was halbwegs passendes zu finden. die meisten unterkünfte sind sauteuer, ausgebucht oder – wenn erschwinglich – irgendwo zu weit außerhalb. ich bin ja nur drei tage dort, und da ist zeit kostbar. ich hätte gerne ein einzelzimmer gehabt, da ich ja bekanntlich kaum schlaf abkriege, wenn ich mit mehreren zusammen in einem zimmer schlafe. aber es half nichts, ich bin nun in einem hostelzimmer untergekommen: mit immerhin nur 4 betten und für frauen (in der großen hoffnung, dass keine von denen schnarcht!), und das hostel liegt in south kensington, was ja super schön von der lage ist, und sehr zentral. mit 75 pfund (inkl. umrechungsgebühren bei paypal sind das 92 euro) für die drei nächte auch noch halbwegs okay, auch wenn ich ja davon ausgehen kann, dass ich wohl kaum ein auge zubekommen werde. aber mal abwarten. und falls ich noch was besseres finden sollte, kann ich noch bis zwei tage vorher stornieren.

nun sammele ich noch informationen zusammen, die ich für meinen kurzurlaub brauche. überlegen und testen, was in mein handgepäck passt (ein rucksack mit maximal 40 x 20 x 25 cm), da ich auf gepäckgebühren verzichte. so einen durchsichtigen zipbeutel für die flüssigkeiten habe ich mir bereits besorgt, auch mini shampoo etc. man muss ja auf vieles achten bei fliegen. aber ich hoffe, das klappt alles gut.

ich freue mich schon riesig. ich hatte sogar vor, mich mit einem neuen bekannten von plenty of fish zu treffen, aber ich habe den eindruck, er interessiert sich nicht sonderlich für mich. gut, er ist brite, was will ich erwarten … andrew habe ich auch bescheid gegeben, in der hoffnung, dass er vielleicht einem realen treffen zustimmen wird, und ich endlich erfahre, was dieser kerl für eine type ist. aber er sagte bisher nichts. habe wohl die falschen aktivitäten vorgeschlagen (was trinken/spazieren gehen). ich werde also wohl alleine sein während meines aufenhalts, aber das ist ja auch okay und gut so, ich kenne es nicht anders. wer will mich schon treffen? mich überfällt ohnehin jedesmal leichte panik bei dem gedanken, mich mit einer fremden person treffen zu „müssen“. zu groß ist die angst, dass mein gegenüber nicht mag, was er sieht. und ich mich dann so unwohl und unsicher fühle, dass ich mich auch noch blamiere und mich wie ein dussel benehme …

es lebe die einsamkeit …