botanischer garten in klein flottbek

mensch kinners, es wird herbst … heute fielen schon die blätter von den bäumen, und die temperaturen sanken (endlich) auf eine angenehme, milde wärme mit etwas sonnenschein. solche tage habe ich am liebsten. der sommer ist für mich immer eine qual, ich weiß auch nicht, ob es vielen menschen so geht, aber ich schwitze immer wie verrückt, fühle mich schwach und müde, und mag mich nicht bewegen. seit dem regen gestern fühle ich mich wieder fitter.

aber noch ist der august nicht ganz vorbei, und es soll noch mal blumen „regnen“ 😉 im juli war ich das erste mal im botanischen garten in klein flottbek – im loki schmidt garten – und hatte einen schönen – aber auch sehr warmen – spaziergang. ein sehr hübsch angelegter und abwechslungsreicher garten ist das, kostet keinen eintritt und ist leicht zu erreichen.

hier nun ein paar impressionen aus dem garten.

und hier noch ein paar spielereien mit invertierten farben.

urlaubsflair in flensburg

am wochenende war ich in flensburg. das 9€ ticket macht’s möglich, dass ich nun öfters unterwegs bin … am liebsten hätte ich ja drei monate durchweg das ticket genutzt und wäre quer durch deutschland gereist, aber nun kam ja der neue job dazwischen (was ja auch gut ist, bin froh, dass ich ihn bekommen habe). so versuche ich wenigstens an den wochenenden ab und zu mal kleine fahrten zu machen. vielleicht sogar mal nach feierabend unter der woche, ich habe ja in der regel um 12 uhr feierabend, und manchmal kann ich sogar früher gehen. ich versuche jedenfalls, hier im norden so einige ecken abzuklappern, und natürlich viele strände zu sehen.

in flensburg war ich mal als teenager, mit meiner mutter. ich habe da wenig bis keine erinnerung daran, außer, dass wir von zwei dubiosen männern zu einem getränk in ein lokal eingeladen wurden.

als ich in flensburg aus dem bahnhof kam und richtung altstadt lief, erkannte ich aber tatsählich etwas, was mir bekannt vorkam: ein brunnen mit einer frosch-figur! das war es aber auch schon.

die altstadt ist sehr nett, gemütlich mit den vielen kleinen lädchen und boutiquen, der typische charme einer kleinen stadt. aber nichts weltbewegendes, sowas gibt es vielerorts, ich habe schon genug davon gesehen. hübsche hausfassaden und eine lebhafte, freundliche fussgängerzone. ein großer pluspunkt war schon mal der tolle pommesladen im südergraben, ich habe leider den namen vergessen, aber der hatte echt leckere, frische und dicke pommes, eine riesentüte für 3€, und die sauce gratis dazu – ich habe ein zitronenmayonaise gewählt, die ist ja saulecker! noch nie gegessen vorher. ist das dänisch??? überhaupt laufen dort viele dänen rum. ich hätte ja noch lust gehabt nach dänemark zu fahren, aber es war schon etwas später und mir war das dann doch zu kurzfristig, ich hätte ja auch nicht mal ein paar dänische kronen gehabt. mann kann wohl auch nach tønder oder auch nach sønderborg mit dem ticket fahren, das wäre vielleicht noch eine reise wert. dann wäre ich endlich mal in dänemark bzw. das erste mal in skandinavien gewesen 🙂

aber zurück zu flensburg. nach der leckeren stärkung kam ich zum hafen – und war total verzückt! so ein hübscher hafen, mit ganz vielen kleinen segelbooten, die sofort urlaubsfeeling verbreiteten. so schön war das. ich wusste gar nicht, das flensburg so schön ist! kann ich also nur empfehlen. die möwen dort sind übrigens riesig! vielleicht dänische, hab sie nicht verstanden 😉

gut, auf den (recht kurzen) strand (das ostseebad) kann man verzichten, der ist wirklich nichts besonderes, aber es ist ja eben auch die flensburger förde und man hat kein richtiges meer-feeling, weil es ja eine bucht ist. man kann da mal hingehen, aber erwartet nicht zuviel, falls ihr lange und breite sandstrände mit endlosblick auf’s meer gewohnt seid. immerhin war der strand aber recht leer, da es nicht so sonnig und warm war. an heißen sommertagen ist es da bestimmt total voll.

also flensburg war echt schön 🙂 und von hamburg aus ist man in zwei stunden da, ohne umstieg.

und hier kommt wie immer eine bilderflut 🙂

london my love – tag 3

der dritte und leider schon letzte tag meines london-besuchs … ein bisschen mehr geschlafen hatte ich, aber meine füße taten immer noch weh. ich brach vormittags auf, erster station: leicester square. an diesen ort habe ich prägende erinnerungen. die lasse ich jetzt mal weg, da sie nicht sehr schön sind. aber ich wollte diesen ort mal wieder sehen. tagsüber sieht er auch ganz unspektakuär aus, aber nachts war da immer die hölle los. auch chinatown wollte ich mal wieder sehen. in einem laden kaufte ich mir zwei sachen zum naschen, und da ich in der straße sitzgelegenheiten fand, setze ich mich hin und ruhte mal wieder. meine füße … so machte es doch keinen Spaß, eine stadt zu erkunden. ich beschloss, nun doch noch einen primark aufzusuchen und ein paar billige schuhe anzuprobieren, in der hoffnung, dass ich dann besser laufen kann. ich ging also in die oxford street (oder regent street?) und guckte mich in der schuhabteilung um. und ich fand schuhe – eine art saunalatschen etwa, haha! und die verschafften mir sofort linderung beim gehen, dass ich die gar nicht wieder ausziehen wollte! hätte ich sie doch gleich gekauft und nicht erst am montag … aber immerhin noch ein tag lang konnte ich meine london-walks noch genießen. wäre da nur nicht schon der abschiedsschmerz gewesen … ich wusste ja, es geht bald nach hause. ich lief wieder einfach durch die gegend und fand mich irgendwann in der savile row wieder – da musste ich schmunzeln! ein plenty of fish-kontakt hatte mir geschrieben, dass es wohl kaum noch richtige britische gentlemen gäbe, wie ich sie in meinem profil erwähne. und wenn dann höchstens noch in einem der läden in der savile row, wo noch maßanzüge für herren gefertigt werden – von eben solchen gentlemen 😀 und ich guckte auch einem schneider bei der arbeit zu, da konnte ich durchs fenster im keller zugucken, wie er gerade an einem kleidungsstück nähte. er schaute nach oben, und lächelte, und ich war etwas peinlich berührt, dass ich ihn beobachtete. naja, ein mann für mich war das nicht, aber ein netter älterer herr war das. ganz bestimmt ein gentleman!

ich lief dann noch ein wenig durch die bonzengegend mayfair und machte es mir dann im green park auf einer bank gemütlich. ich war richtig traurig, dass mein urlaubsende näherrückte. ich liebe diese stadt einfach. und ich dachte über meine eindrücke nach und über mein treffen mit chris, der mir zwar am abend nach unserem treffen noch eine nachricht schickte und fragte, wie mein tag war. aber danach hörte ich erstmal nichts mehr von ihm. tja, ich bin eben keine, die man unbedingt wiedersehen will nach einem treffen … damit muss ich mich abfinden. ich würde gerne wissen ob ich jemanden finden würde, wenn ich in england lebte … ich fühle mich zu diesen menschen männern einfach mehr hingezogen 😦

naja, ich lief dann weiter richtung st. james’s park und lief am buckingham palace vorbei. dort war allerdings noch alles rundherum abgesperrt, wohl von der jubilee week der queen vor einer woche.

an der victoria station holte ich mir ein mcdoof menü, da es noch relativ günstig ist für warmes essen. im bahnhof saß ich eine ganz weile und guckte nach meinen verbindungen für die nachtbusse und dem zug. die beiden nachtbusse machten mir schon ein wenig sorgen, da ich so unsicher war, wo und wann die genau abfahren, ob ich mich eventuell verirren könnte und dann meinen anschluss und damit meinen flug verpasse.

im hostel unterhielt ich mich noch mit den mädels, und dann musste ich auch meinen rucksack vorbereiten, um für den flug alles fertig und parat zu haben und um die mädels nicht zu lange stören zu müssen, wenn ich mitten in der nacht aufstehe. um 3 uhr musste ich raus! schnappte mir meine sachen und schlich leise aus dem zimmer.

die bushaltestelle, die ich suchte (und die näher am hostel lag), fand ich natürlich nicht, und ich bekam panik und lief dann doch zur south kensington station, denn diese haltestelle hatte ich mir vorher schon angeguckt. aus platzgründen im rucksack musste ich nochmal die blöden schuhe anziehen, und das tat natürlich wieder weh. ich fuhr einmal zum trafalger square und von dort aus musste ich eie anderen bus zur liverpool street station nehmen. diese haltestelle zu finden war gar nicht so einfach, denn in allen himmelsrichtungen gibt es dort bushaltestellen. ich stand sogar einmal schon an der richtigen, aber da mir einer typ so komisch auf meine frage antwortete, dachte ich, ich müsse woanders hin. irgendwie habe ich dann aber doch noch meinen bus bekommen, der auch direkt zum bahnhof fuhr. und ich schaffte dann auch meinen zug nach stansted. puh ist das alles aufregend!

auch durch die sicherheitskontrolle kam ich schneller durch als erwartet. ich musste allerdings meine schuhe ausziehen, als ich durch den scanner lief. und dann hatte ich noch ewig zeit, da ich erst nach einer stunde erfuhr, zu welchem gate ich muss. ich war also viel zu früh dran! aber besser als zu spät 😉 ich saß also eine weile, zum glück gab es sitzplätze, und dann holte ich mir noch ein sandwich und ein irn bru – als energy drink. endlich irn bru! ich hatte die ganze zeit gehofft das zuckerhaltige „original taste“ zu bekommen, aber das hatte ich nirgends gesehen. und überall ist süßstoff drinne, das kann man ja nicht trinken. aber der energy drink war sooo lecker!

der rückflug war dann auch in ordnung. ich hatte glück – zwar hatte ich einen mittelplatz zugewiesen bekommen, aber der fensterplatz neben mir bleib leer, und ich konnte nach dem start auf den leeren platz rücken, sodass der mann und ich mehr platz hatten. das war toll. das einzige, was mir nicht gefile, war, dass ich diesmal doch mehr druck hatte auf einem ohr, und das tat richtig weh. bin aber gut angekommen in hamburg.

eine schöne reise war das! nur leider viel zu kurz. näschtes mal bleibe ich eine woche. und außerdem muss ich ja auch mal den rest von england kennelnernen. und ach ja, glasgow … ich muss da auch endlich hin. habe schon geguckt wie teuer mich ein brit rail pass kosten würde, um damit dann eine rundreise machen zu können. da bin ich aber noch etwas unsicher, wie lange man abends noch mit der bahn fahren kann ohne aufpreis, da ich gelesen habe, dass man nach 19 uhr schon den nächsten tag eintragen müsse, uind das macht ja wenig sinn, wenn ich vielleicht zwei orte an einem tag erreichen möchte, um möglichst viel zu sehen. da muss ich mich mal schlau machen, ob das wirklich stimmt. solange man keinen „sleeper“ train nutzt, kann das eigentlich doch nicht sein? wie auch immer, next stop glasgow, würde ich sagen. muss doch meinen schotten treffen 🙂 ich hoffe, er will dann auch … immerhin meinte er neulich „one day“, und das ist bei ihm schon eine halbe bis dreiviertel zusage.

so, zum abschluss aber noch ein paar fotos aus london – ich bin so froh, dass ich mal wieder dort war ❤️

london my love – tag 2

vormittags hoffte ich, dass meine füße wieder halbwegs in ordnung sein würden, aber sie taten noch genauso weh wie am vortag. solche blasen verschwinden ja nicht gleich wieder, das dauert tage (die hornhaut löst sich jetzt noch ab von den stellen, wo die blasen waren), bis sich die haut regeneriert hat. ich hatte morgens mal versucht, die blasen aufzustechen, aber wie, denn eine nadel hatte ich natürlich nicht mit. die aufgeplatze blase hatte sich teilweise schon wieder geschlossen und es bildete sich wieder flüssikeit darunter, die andere blase war ja noch komplett zu. beides schmerzte wie verrückt beim auftreten. wie also die blasen öffnen, damit wenigstens der druck etwas weggeht? tja, not macht erfinderisch. ich guckte durch, was ich denn im spärlichen gepäck hatte, ob man da irgendetwas zweckentfremden könne. und ich fand etwas: meine beiden kugelschreiber. einen davon öffnete ich, holte die feder heraus und bog mir den metallstrang so zurecht, dass ich quasi eine „nadel“ hatte. damit konnte ich dann die blasen öffnen und hatte ein klein wenig erleichterung, aber es fühlte sich immer noch übelst an. dennoch, ich war ja urlaub und wollte nicht die ganze zeit nur irgendwo sitzen. ich zog mich also an und versuchte den schmerz zu ertragen.

zuerst fuhr ich zur victoria station, dort wechselte ich geld, und dann setze ich mich in einen bus richtung archway, die route klang ganz nett, und ich konnte so ein bisschen sightseeing machen, ohne laufen zu müssen. ich wollte ohnehin mal wieder mit dem doppeldeckerbus fahren und ganz vorne auf dem oberen deck sitzen und sie stadt aus dieser tollen perspektive sehen. an einer haltestelle sah ich einen kanal, und ich stieg schnell aus, denn einen canal walk wollte ich sowieso machen. es war der regent’s canal, ein sehr netter kleiner spaziergang war das. ich genoss die ruhe, auch wenn dort viele leute ebenfalls spazierten. aber wenigstens konnte man mal abseits vom lauten autoverkehr laufen. die kleinen boote, die dort anlagen, waren sehr hübsch anzusehen, auf einem boot war sogar eine schwimmende (gebraucht-)buchhandlung. ich lief so langsam wie eine 90-jährige frau, aber ich lief! und ich schaffte es bis zum camden market, dort machte ich eine kleine pause, und dann dann hatte ich hunger. am camden lock gibt es viele imbissbuden, und ein gedränge war dort, dass ich ein bisschen sorge wegen corona hatte. es trägt dort fast niemand mehr eine maske und selbst sich habe darauf verzichtet, weil es so warm war. ich holte mir ein leckeres indisches gericht für £5, was ja für london noch sehr günstig ist. eine schale mit teigtaschen, kichererbsen, kleinen nudeln und einer würzigen tomatensoße. und man konnte sich noch verschiedene toppings nehmen, wie zwiebeln und koriander. nach der stärkung und rast lief ich zur camden town station, die sagenhafte 96 stufen bis zum bahnsteig hat, stand extra groß da, für menschen, die nicht gut laufen können … haha! aber ich habe es geschafft. in london muss man eben gut zu fuß sein.

ich fuhr dann aber erstmal ins hostel, um mich etwas auszuruhen, denn ich hatte ja kaum geschlafen und wollte meinen füßen etwas ruhe gönnen. eine australierin, die noch mit auf dem zimmer wohnte, war ziemlich gesprächig und hat sich viel mit mir unterhalten, sie hat sogar mal in deutschland gewohnt und konnte ein paar brocken deutsch. sie fragte mich ob ich schottin sei, wegen meiner rötliche haare! 😀

ich schlief ein wneig, abends gegen 21 uhr zog ich aber noch mal los. ich hatte lust auf „london by night“. fuhr zur haltestelle monument und lief an der themse entlang richtung tower bridge. das war schön, auch sehr ruhig, und die stimmung mit der beleuchteten brücke war toll. als ich dort ankam war es schon recht spät, und ich hatte vergessen, mir vorher anzugucken, wo die nachtbusse fahren und wie ich nach south kensington komme … daher beschloss ich, auf die andere seite der tower bridge zu gehen und dort zu versuchen, noch eine u-bahn zu erwischen … lief also entlang des tower of london und fand dort auch die station … wahnsinns glück hatte ich, die allerletzte bahn kam gerade!!! so konnte ich noch gemütlich ins hostel fahren. und diese nacht war doch wesentlich ruhiger, auch wenn die australierin auch ein wenig schnarchte, aber zum glück nicht die ganze nacht.

und schon war der zweite tag vorbei …

jork – malerischer ort im alten land

es ist schon sommer und für den beitrag eigentlich etwas zu spät, aber ich möchte dennoch meine bilder aus dem alten land bloggen. dort war ich ende april, und zwar im beschaulichen und schnuckeligen jork. die blütenpracht war wirklich bezaubernd. ich war fast ein wenig zu früh da, aber es blühte dennoch schon ganz dolle.

ich war schon einmal in jork, 1989, da wohnte eine ehemalige freundin von mir, die ich damals besucht hatte. daher war mir dieser ort noch sehr gut in erinnerung geblieben. dieser ort wirkt wie ein gemälde mit seinen charmanten und süßen reetdach- und fachwerkhäusern, die von den vielen obstbaumblühten eingerahmt werden.

nächstes jahr werde ich bestimmt wiederkommen, vielleicht auch schon im spätsommer, zur apfelernte!