nordsee – wremen

bevor der sommer nun wirklich zu ende geht, noch ein kleiner bericht über meinen letzten ausflug nach wremen. das ist kein tippfehler, sondern ein badeort an der nordsee, zwischen cuxhafen und bremerhaven. ich hatte mal gelesen, dass es ein geheimtipp sei. nun ja … also ich war doch sehr enttäuscht. für knapp drei stunden anfahrt war es leider nicht, was ich gesucht hatte. dass es dort keinen sandstrand gibt, wusste ich, aber auf diesen alptraum aus beton war ich nicht vorbereitet … keine ahnung, was ich mir vorgestellt habe, aber nicht sowas. ich wollte direkt wieder wegfahren. ich wäre so gerne am wasser entlang gelaufen, mit den füßen im wasser (es war verdammt warm). nichts dergleichen konnte ich. und dann wollten die dafür auch noch kurtaxe … nee, ich bin da gleich wieder weg aus der gruselzone.

wenigstens einen niedlichen leuchtturm gab es dort. da habe ich mich auch die meiste zeit aufgehalten. man konnte ihn auch kostenlos besichtigen, und die paar stufen schaffte man selbst bei der hitze mühelos. bin dann noch ein stück entlang einen weg entlang gelaufen, aber mehr war da nicht zu erleben. das spannendste neben dem leuchtturm war der bücherschrank (eher eine bücherbude) auf halber strecke zum strand. und die belgischen (vegetarischen) pommes mit joppie sauce, die ich mir kurz vor meinem rückweg gegönnt habe.

naja, ich habe das beste draus gemacht, habe aber nicht lange dort verweilt. bin dann wieder die knapp drei stunden zurück nach hamburg.

also wremen abgehakt, auch gut. dann weiß ich wenigstens, dass ich da nicht wieder hin will.

botanischer garten in klein flottbek

mensch kinners, es wird herbst … heute fielen schon die blätter von den bäumen, und die temperaturen sanken (endlich) auf eine angenehme, milde wärme mit etwas sonnenschein. solche tage habe ich am liebsten. der sommer ist für mich immer eine qual, ich weiß auch nicht, ob es vielen menschen so geht, aber ich schwitze immer wie verrückt, fühle mich schwach und müde, und mag mich nicht bewegen. seit dem regen gestern fühle ich mich wieder fitter.

aber noch ist der august nicht ganz vorbei, und es soll noch mal blumen „regnen“ 😉 im juli war ich das erste mal im botanischen garten in klein flottbek – im loki schmidt garten – und hatte einen schönen – aber auch sehr warmen – spaziergang. ein sehr hübsch angelegter und abwechslungsreicher garten ist das, kostet keinen eintritt und ist leicht zu erreichen.

hier nun ein paar impressionen aus dem garten.

und hier noch ein paar spielereien mit invertierten farben.

urlaubsflair in flensburg

am wochenende war ich in flensburg. das 9€ ticket macht’s möglich, dass ich nun öfters unterwegs bin … am liebsten hätte ich ja drei monate durchweg das ticket genutzt und wäre quer durch deutschland gereist, aber nun kam ja der neue job dazwischen (was ja auch gut ist, bin froh, dass ich ihn bekommen habe). so versuche ich wenigstens an den wochenenden ab und zu mal kleine fahrten zu machen. vielleicht sogar mal nach feierabend unter der woche, ich habe ja in der regel um 12 uhr feierabend, und manchmal kann ich sogar früher gehen. ich versuche jedenfalls, hier im norden so einige ecken abzuklappern, und natürlich viele strände zu sehen.

in flensburg war ich mal als teenager, mit meiner mutter. ich habe da wenig bis keine erinnerung daran, außer, dass wir von zwei dubiosen männern zu einem getränk in ein lokal eingeladen wurden.

als ich in flensburg aus dem bahnhof kam und richtung altstadt lief, erkannte ich aber tatsählich etwas, was mir bekannt vorkam: ein brunnen mit einer frosch-figur! das war es aber auch schon.

die altstadt ist sehr nett, gemütlich mit den vielen kleinen lädchen und boutiquen, der typische charme einer kleinen stadt. aber nichts weltbewegendes, sowas gibt es vielerorts, ich habe schon genug davon gesehen. hübsche hausfassaden und eine lebhafte, freundliche fussgängerzone. ein großer pluspunkt war schon mal der tolle pommesladen im südergraben, ich habe leider den namen vergessen, aber der hatte echt leckere, frische und dicke pommes, eine riesentüte für 3€, und die sauce gratis dazu – ich habe ein zitronenmayonaise gewählt, die ist ja saulecker! noch nie gegessen vorher. ist das dänisch??? überhaupt laufen dort viele dänen rum. ich hätte ja noch lust gehabt nach dänemark zu fahren, aber es war schon etwas später und mir war das dann doch zu kurzfristig, ich hätte ja auch nicht mal ein paar dänische kronen gehabt. mann kann wohl auch nach tønder oder auch nach sønderborg mit dem ticket fahren, das wäre vielleicht noch eine reise wert. dann wäre ich endlich mal in dänemark bzw. das erste mal in skandinavien gewesen 🙂

aber zurück zu flensburg. nach der leckeren stärkung kam ich zum hafen – und war total verzückt! so ein hübscher hafen, mit ganz vielen kleinen segelbooten, die sofort urlaubsfeeling verbreiteten. so schön war das. ich wusste gar nicht, das flensburg so schön ist! kann ich also nur empfehlen. die möwen dort sind übrigens riesig! vielleicht dänische, hab sie nicht verstanden 😉

gut, auf den (recht kurzen) strand (das ostseebad) kann man verzichten, der ist wirklich nichts besonderes, aber es ist ja eben auch die flensburger förde und man hat kein richtiges meer-feeling, weil es ja eine bucht ist. man kann da mal hingehen, aber erwartet nicht zuviel, falls ihr lange und breite sandstrände mit endlosblick auf’s meer gewohnt seid. immerhin war der strand aber recht leer, da es nicht so sonnig und warm war. an heißen sommertagen ist es da bestimmt total voll.

also flensburg war echt schön 🙂 und von hamburg aus ist man in zwei stunden da, ohne umstieg.

und hier kommt wie immer eine bilderflut 🙂

london my love – tag 2

vormittags hoffte ich, dass meine füße wieder halbwegs in ordnung sein würden, aber sie taten noch genauso weh wie am vortag. solche blasen verschwinden ja nicht gleich wieder, das dauert tage (die hornhaut löst sich jetzt noch ab von den stellen, wo die blasen waren), bis sich die haut regeneriert hat. ich hatte morgens mal versucht, die blasen aufzustechen, aber wie, denn eine nadel hatte ich natürlich nicht mit. die aufgeplatze blase hatte sich teilweise schon wieder geschlossen und es bildete sich wieder flüssikeit darunter, die andere blase war ja noch komplett zu. beides schmerzte wie verrückt beim auftreten. wie also die blasen öffnen, damit wenigstens der druck etwas weggeht? tja, not macht erfinderisch. ich guckte durch, was ich denn im spärlichen gepäck hatte, ob man da irgendetwas zweckentfremden könne. und ich fand etwas: meine beiden kugelschreiber. einen davon öffnete ich, holte die feder heraus und bog mir den metallstrang so zurecht, dass ich quasi eine „nadel“ hatte. damit konnte ich dann die blasen öffnen und hatte ein klein wenig erleichterung, aber es fühlte sich immer noch übelst an. dennoch, ich war ja urlaub und wollte nicht die ganze zeit nur irgendwo sitzen. ich zog mich also an und versuchte den schmerz zu ertragen.

zuerst fuhr ich zur victoria station, dort wechselte ich geld, und dann setze ich mich in einen bus richtung archway, die route klang ganz nett, und ich konnte so ein bisschen sightseeing machen, ohne laufen zu müssen. ich wollte ohnehin mal wieder mit dem doppeldeckerbus fahren und ganz vorne auf dem oberen deck sitzen und sie stadt aus dieser tollen perspektive sehen. an einer haltestelle sah ich einen kanal, und ich stieg schnell aus, denn einen canal walk wollte ich sowieso machen. es war der regent’s canal, ein sehr netter kleiner spaziergang war das. ich genoss die ruhe, auch wenn dort viele leute ebenfalls spazierten. aber wenigstens konnte man mal abseits vom lauten autoverkehr laufen. die kleinen boote, die dort anlagen, waren sehr hübsch anzusehen, auf einem boot war sogar eine schwimmende (gebraucht-)buchhandlung. ich lief so langsam wie eine 90-jährige frau, aber ich lief! und ich schaffte es bis zum camden market, dort machte ich eine kleine pause, und dann dann hatte ich hunger. am camden lock gibt es viele imbissbuden, und ein gedränge war dort, dass ich ein bisschen sorge wegen corona hatte. es trägt dort fast niemand mehr eine maske und selbst sich habe darauf verzichtet, weil es so warm war. ich holte mir ein leckeres indisches gericht für £5, was ja für london noch sehr günstig ist. eine schale mit teigtaschen, kichererbsen, kleinen nudeln und einer würzigen tomatensoße. und man konnte sich noch verschiedene toppings nehmen, wie zwiebeln und koriander. nach der stärkung und rast lief ich zur camden town station, die sagenhafte 96 stufen bis zum bahnsteig hat, stand extra groß da, für menschen, die nicht gut laufen können … haha! aber ich habe es geschafft. in london muss man eben gut zu fuß sein.

ich fuhr dann aber erstmal ins hostel, um mich etwas auszuruhen, denn ich hatte ja kaum geschlafen und wollte meinen füßen etwas ruhe gönnen. eine australierin, die noch mit auf dem zimmer wohnte, war ziemlich gesprächig und hat sich viel mit mir unterhalten, sie hat sogar mal in deutschland gewohnt und konnte ein paar brocken deutsch. sie fragte mich ob ich schottin sei, wegen meiner rötliche haare! 😀

ich schlief ein wneig, abends gegen 21 uhr zog ich aber noch mal los. ich hatte lust auf „london by night“. fuhr zur haltestelle monument und lief an der themse entlang richtung tower bridge. das war schön, auch sehr ruhig, und die stimmung mit der beleuchteten brücke war toll. als ich dort ankam war es schon recht spät, und ich hatte vergessen, mir vorher anzugucken, wo die nachtbusse fahren und wie ich nach south kensington komme … daher beschloss ich, auf die andere seite der tower bridge zu gehen und dort zu versuchen, noch eine u-bahn zu erwischen … lief also entlang des tower of london und fand dort auch die station … wahnsinns glück hatte ich, die allerletzte bahn kam gerade!!! so konnte ich noch gemütlich ins hostel fahren. und diese nacht war doch wesentlich ruhiger, auch wenn die australierin auch ein wenig schnarchte, aber zum glück nicht die ganze nacht.

und schon war der zweite tag vorbei …

jork – malerischer ort im alten land

es ist schon sommer und für den beitrag eigentlich etwas zu spät, aber ich möchte dennoch meine bilder aus dem alten land bloggen. dort war ich ende april, und zwar im beschaulichen und schnuckeligen jork. die blütenpracht war wirklich bezaubernd. ich war fast ein wenig zu früh da, aber es blühte dennoch schon ganz dolle.

ich war schon einmal in jork, 1989, da wohnte eine ehemalige freundin von mir, die ich damals besucht hatte. daher war mir dieser ort noch sehr gut in erinnerung geblieben. dieser ort wirkt wie ein gemälde mit seinen charmanten und süßen reetdach- und fachwerkhäusern, die von den vielen obstbaumblühten eingerahmt werden.

nächstes jahr werde ich bestimmt wiederkommen, vielleicht auch schon im spätsommer, zur apfelernte!