befindlichkeiten

draussen genießen die menschen wahrscheinlich den sommertag, während ich hier in der bude sitze und nachdenke. ich bin mit meiner wohnsituation und meinem job unzufrieden. der job an sich ist okay, nur macht mir das zusammensitzen mit meinen kollegen zu schaffen. die mehrheit steht auf zugluft und dauerhaft geöffnete fenster. im winter und an kühlen tagen friere ich dann und sitze in der zugluft. habe kopfweh und nackenverspannungen und fühle mich ausgegrenzt. es wird keinerlei rücksicht genommen. hauptsache fenster auf! an heißen tagen wie die letzten ist es zwar nicht kalt, aber es zieht trotzdem und manchmal noch viel mehr. da werden noch dazu die türen offengelassen, damit der heiße wind schön ins großraumbüro dringen kann … und als unser teamleiter, der mit in unserem raum sitzt, neulich meinte, nun wäre es doch langsam an der zeit, die wärme auszusperren, kamen nur kommentare von den frischluftfanatikern á la: aber es ist besser, wenn die luft wenigstens etwas zirkuliert … dass diese luft dann noch wärmer ist als vorher, ist den kollegen egal, hauptsache, sie spüren einen luftzug.

und die kollegin, die neben mir sitzt, hatte auf meine frage hin, ob es nicht sinnvoller wäre, mal die jalousien (die direkt am fenster montiert sind) runterzulassen, nur wie immer leicht angenervt gemeint, dass es dann ja dunkel sei, und sich dann die luft stauen würde. aha, und die sonne soll also schön durch die fenster knallen und die wärme im raum unerträglich machen??? hauptsache tageslicht???

das alles und offene türen und dann auch noch standventilatoren an, das war mir dann doch zuviel. in meiner reihe wird kein ventilator angemacht. da bleibe ich hart. eher gehe ich nach hause. ernsthaft! ich hätte es getan.

die kollegin neben mir ist nun drei wochen im urlaub, vielleicht besteht eine chance, dass das ganze nicht irgendwann eskaliert. so oder so ist es aber fast untragbar für mich. ich fühle mich so unwohl jeden tag, ich könnte oft heulen. was ist das für ein leben?

aber egal wo ich sonst arbeiten würde, es gäbe immer irgendwas. ich wünschte, ich könnte home office machen. zwar wäre es sehr langweilig, aber ich müsste nicht so viel ertragen. es ist gesundheitlich ohnehin schon schwer genug für mich. aber ich setze mich ja nie durch. es gibt nur wenige kollegen, die da nicht so egoistisch sind und auf andere achten.

der raum ist auch oft nicht richtig ausgeleuchtet. viele wollen kein licht anhaben, sitzen lieber im dunkeln. und ich muss meine augen eh schon immer anstrengen. das kann doch nicht sein, dass man so arbeiten muss … ich finde es zum kotzen. und durch dieses unwohlsein kann ich mich oft schlecht konzentrieren und bin langsam. muss oftmals das, was ich prüfe, mehrmals durchgehen. man muss sich doch einigermaßen wohlfühlen auf der arbeit? warum ist es so schwer, meine bedürfnisse mitzuteilen?

ich möchte gerne fragen, ob es nicht eine möglichkeit gibt, mich und eventuell ein paar andere in einen kleinen raum für die frostbeulen und zugluftempfindlichen zu stecken. aber die sitzordnung wird regelmäßig geändert, da bin ich nicht sicher, ob man dann dauerhaft in dieser konstellation sitzen kann.

ich werde mich darauf einstellen, eventuell bald nicht mehr dort zu arbeiten. und wer weiß, wo ich dann überhaupt arbeiten kann. es gibt ja fast nur noch großraumbüros. und wenn es kein bürojob ist, schaffe ich es wahrscheinlich körperlich nicht. hallo hartz4! ich freue mich schon.

die wohnsitaution ist ja soweit bekannt. die quietschetür hört nicht auf zu quietschen. unter mir wohnen starke raucher. ekelhaft. das ist insbesondere jetzt an den warmen tagen schwierig. ich muss ja abends viel lüften, damit sich die räume wieder etwas abkühlen. wirklich kühl wird es hier aber nicht, ich habe ja eine tolle wohnung mit sonne von mittags bis abends. bäh. wäre wenigstens ein zimmer nach hinten raus. aber das haben nur die anderen, die einen balkon haben. meine mittelwohnung ist sehr sonnig.

und dann die lauten autofahrer. diese blöden poser, die viel zu schnell auf dieser verkehrsberuhigten straße fahren und die musik dabei laut aufdrehen, natürlich bei offenen fenstern. und dann auch noch der gemeine pöbel, der ständig vorbeikommt und gelaber von sich gibt, dass ich nur noch traurig in die zukunft blicke. das ist doch akustische folter, was ich da höre. wo sind die gebildeten und gesitteten menschen hin? ich wünsche mir mehr menschen mit benehmen und achtsamkeit. die ein bewusstsein haben für das, was um sie herum geschiet. wissen die denn nicht, dass hier ein wohngebiet ist und man hier alles mithören kann? aber das interessiert diesen abschaum ja nicht. ich wünschte, ich könnte nachts im sommer mein fenster offenlassen, aber ich muss bei 28 grad und mehr im aufgeheizten zimmer versuchen zu schlafen. nur weil menschen so rücksichtslos sind und sich lautstark unterhalten, wenn sie an meinem haus vorbeilaufen.

ach, was ist das leben anstregend. manchmal habe ich keine lust mehr auf diesem ganzen scheiß. aber ich möchte doch weiterleben. nur nicht so. ich bin so glücklich, in hamburg zu sein. aber die leute regen mich auf … leider fehlt mir für einen vornehmeren stadtteil das nötige kleingeld. ich muss hier weg, nur wie? wohin? menschen sind überall, und man weiß nie, wen man als nächstes als nachbarn hat …

ps: hier gab es ja schon mal das gleiche problem mit kopfweh und zugluft … eben drübergestolpert.

kurzarbeit

seit heute bin ich in kurzarbeit. gestern hatte ich meinen vorerst letzten tag bei der tkgesundheit. heute habe ich mit randstad telefoniert, meine sachbearbeiterin sagte mir dann, dass es dort auch nicht viel besser aussähe. somit hat sie wie für alle anderen, die auch nicht vermittelt werden können, kurzarbeit für mich beantragt. sie hat mich noch bei einer versicherung vorgeschlagen, aber viele möglichkeiten hat randstad wohl nicht momentan. die lage hat sich ganz schön zugespitzt.

mir soll’s recht sein, dann habe ich eben erstmal frei. wobei ich auch zu blöd bin, mir den kurzarbeiterlohn auszurechnen. eigentlich sollte es nicht schwer sein, aber ich kann das irgendwie nicht. mit den kurzarbeiter-rechnern die man im netz findet, komme ich auf komische zahlen. die passen nicht zu dem, was ich mir selber ausrechnen würde.

und was echt blöd ist, man kann nicht mal einen minijob machen, um die kürzung des lohns wieder reinzuholen. denn das verdiente geld wird wieder abgezogen. das ist ja doof. wenn man nun finanziell in not gerät, darf man sich nicht mal einen aushilfsjob suchen? lediglich bei systemrelevanten jobs wie z.b. im gesundheitswesen wird der betrag nicht mit dem geld verrechnet. das ist ja wie bei hartz4. aber dieses kurzarbeitergeld ist sowieso nichts anderes als arbeitslosengeld 1, oder? da kriegt man ja auch 60% vom lohn. nur, dass man es nicht selber beantragen muss, und man auch keine bewerbungen schreiben muss. alles jacke wie hose.

positiv ist, dass ich nicht soviel mit den öffentlichen fahren muss. wobei ich auch ein bisschen andere viertel entdecken möchte. neulich war ich mal unterwegs. zuerst in hammerbrook, aber dort lief ich fast nur durch stark befahrene straßen, das hat mir nicht so gefallen, auch wenn man dort durchaus nette fotomotive von den riesigen modernen bürogebäuden und so findet. ich wollte es aber gerne etwas grüner und ruhiger. so fuhr ich dann bis zur haltestelle hagenbecks tierpark. tierpark klingt ja immer grün. es war auch etwas grüner, aber ich bin dann auch nicht in richtung tierpark gegangen, sondern an der u-bahn-trasse einen weg entlang, der begrünt war. dort gibt es ein kleines eisstadion und einen sportplatz, und dahinter eine kleingartenanlage. dort lief ich dann durch. als ich dort wieder rauskam, stand ich wieder in einer langweiligen gegend. ich kann mit dem norden von hamburg bisher nicht wirklich was anfangen, ich finde es dort alles hässlich und es gibt keine schönen altbauten dort, eher hochhäuser und viel zu breite straßen mit viel autolärm. ich verstehe bisher nicht, warum man den süden immer so schlecht redet. aber vielleicht habe ich die guten ecken dort noch nicht entdeckt 😉 was ich noch sehr nett fand war eine ruhige kleinere straße, in der vor zwei häusern jeweils ein kleiner karton mit büchern zum verschenken auf einer mauer standen. sowas mag ich 🙂

mal sehen, was mein nächstes ziel sein wird. das wetter ist gerade super, frühling at its best. ich wünschte, ich könnte schon ans meer fahren. aber derzeit darf ich leider nur davon träumen, so nah die küste nun auch ist.

corona-krise

leider werden wir nun doch noch nicht übernommen. es gibt derzeit einfach zu wenig zu tun, und die TKgesundheit kann uns nicht einstellen und andererseits schon festangestellte in kurzarbeit schicken. sie wollen uns aber trotzdem haben, hat man uns gesagt. hoffentlich zum 1. juni, aber man muss einfach abwarten, wie sich das mit dem virus weiterentwickelt.

so bin ich dann erstmal nur noch bis mittwoch dort. ob mir randstad nun kündigen muss oder ob die mich bis dahin noch irgendwo unterbringen, ist die frage. ich kann vielleicht erstmal überstunden abbauen und etwas urlaub nehmen, um die zeit zu überbrücken. vielleicht gucke ich auch selber mal, was der arbeitsmarkt gerade bietet. obwohl das sicher nicht so einfach ist in der situation.

ich bin gespannt, ob ich später wirklich noch eingestellt werde. es war ja eh seltsam, dass wir in so einer unsicheren zeit eine übernahme angeboten bekommen haben. im mai soll ich dann kontaktiert werden, ob es klappt.

traurig bin ich darüber nicht. ich kann auch gut zu hause bleiben, arbeitslosengeld bekomme ich eh, falls ich nun arbeitslos werde. dann hätte ich etwas zeit um mich zu erholen, ich fühle mich schon so erschöpft. und auf die täglichen fahrten mit dem ÖPNV kann ich auch verzichten. die s-bahn ist schon wieder so voll, da kriegt man bestimmt irgendwann corona. wie ich es hasse, wenn sich menschen einfach unterhalten ohne mundschutz. insbesondere die schnorrer, junkies und obdachlosen, die ja immer durch den zug laufen und sich auch noch zu den leuten hinunterbeugen, um geld zu erfragen. bei allem verständnis für deren lage, die es wirklich machen müssen (und das ist nur bruchteil, die meisten sind echt nur junkies und brauchen einen schuss), sollten die auch den abstand wahren. und wenn sie einem schon ihre ganze lebensgeschichte erzählen wollen, dann bitte mit mundschutz. mich macht das wütend. aber auch alle anderen, die so tun, als ob es kein corona gäbe und labern und telefonieren, oder herumalbern. manche könnte ich echt anbrüllen. aber ich habe einfach nicht den mut dazu, denen meine meinung zu sagen. genauso wenig wie den musik-hörern, deren verdammte beats durch den kopfhörer dringt. ich könnte echt ausrasten. ich wechsle schon den sitzplatz oder gleich den ganzen waggon, je nachdem, wie laut es durch den kopfhörer dröhnt. meine nerven machen das nicht mit. aber was soll ich machen, ich kann den menschen nicht entkommen. ich werde den sommer hassen. kann hier jetzt schon kaum das fenster öffnen, ohne von den leuten da draußen gestört zu werden. es ist grauenhaft.

letzte woche war ich auf der suche nach klopapier. montags drei läden, dienstag drei läden. überall fehlanzeige. morgens, wenn die läden öffnen, sitze ich schon in der s-bahn auf dem weg zur arbeit, abends ist es zu spät. dann schrieb ich an den edeka, der in meiner nähe ist, ob die mir wohl eine packung reservieren könnten. der filialleiter selbst schrieb mir zurück, dass das offiziell nicht möglich sei. aber wenn ich ihm verspräche, es nicht weiterzutragen, soll ich einen mitarbeiter darauf ansprechen und mich auf ihn beziehen. oh gott, was passiert hier, dachte ich nur. ich fühlte mich, wie jemand, der unsaubere geschäfte abwickelt und nicht ertappt werden will. furchtbar. und dann war ich im lade und lief da mit meinem leeren einkaufswagen hin und her, in der hoffnung, einen mitarbeiter ansprechen zu können, ohne, dass andere kunden mithören.  irgendwann fragte ich dann eine. sie verwies mich an eine andere mitarbeiterin aus der gemüseabteilung. sie sagte, wenn der chef das so sagt … ich zeigte ihr noch meine e-mail dazu. sie erklärte mir dann allerdings, dass sie selbst nicht genau wüssten, wann und wieviel kloppaier käme. und das man auch nicht sagen kann, welches da kommt. die müssten schon gucken, dass sie von irgendwoher was geliefert bekämen. hm. wird nicht ständig betont, es gäbe keine engpässe in der lieferung, es gäbe genug klopapier? ich weiß auch nicht, was gerade gesagt wurde, aber ich fing plötzlich an zu weinen. nicht, weil ich so dringend klopapier brauchte, denn ich hatte noch fünf rollen zu hause. dennoch schien es ja so, also ob man eventuell noch wochenlang keins bekommen wird. und ich fand die situation einfach so deprimierend. wie im krieg. und dass ich überhaupt danach fragen muss 😦 ich wollte da dann auch nicht nochmal hin, weil die mir ja eh nicht versprechen konnten, mir eine packung zurückzulegen.

dank sanne bin ich nun doch noch zu meinem kloppaier gekommen 😀 sie gab mir den tipp, mir im dm-online-shop welches zu bestellen und in den den liefern zu lassen. zwar ist das derzeit aufgrund der lage gar nicht möglich, aber so fand ich heraus, welche filialen noch vorräte haben. die genaue stückzahl wird da angezeigt. und in altona gab es noch über 750 stück. selbst nach feierabend waren es noch über 700. als ich da ankam, war alles voll 🙂 juchu!!!

ich hoffe, ihr habt noch keinen corona-koller und könnt die ostertage auch ein wenig genießen. ich wünsche euch schöne feiertage 🙂

good news

nö, die corona-krise ist noch nicht vorbei. das wäre ja auch zu schön. wobei ich die zeit sogar etwas genieße, da die menschenmassen nicht da sind, die mich ja bekanntlich sehr stören. auch hat corona sicherlich noch mehr vorteile. die natur z.b. hat was davon, unser klima freut sich bestimmt über den stillstand … und die tiere haben auch mal wieder mehr ruhe. sogar die möwen kommen nun schon nach heimfeld geflogen.

und irgendwie ist auch corona dafür verantwortlich, dass ich heute – zusammen mit meiner kollegin steffi – ins teamleiterbüro gerufen wurde. ich war bereits „vorgewarnt“ durch eine e-mail von randstad. wir würden beide, sofern wir auch wollen, von der TKgesundheit ab 1. mai übernommen. das ist ja toll! ich weiß zwar noch gar nicht, ob ich das denn möchte, da ich noch bedenkzeit brauche. aber allein das angebot finde ich natürlich super. nicht nur, dass man in dieser ungewissen zeit überhaupt einen job für vorerst 12 monate angeboten bekommt. es ist vor allem auch so wichtig für mein selbstbewusstsein. zu wissen, dass man offenbar doch gute leistung bringt, oder weshalb auch immer die uns dort noch haben wollen. denn fünf anderen aus unserem büro wurde im anschluss mitgeteilt, dass ihr einsatz dort am 10.4. vorzeitig beendet ist. da sie nicht mehr gebraucht werden. die anträge sind merklich weniger geworden wegen corona. das ist schon krass, dass diese fünf nun alle gehen müssen. und da sind auch wesentlich schnellere dabei. z.b. jan, der „lieblings“-kollege mit dem abartigen verhalten. wat bin ich froh, dass ich den nicht mehr den ganzen april ertragen muss! fehlen wird mir alexander, weil ich mit ihm auch in letzter zeit viel rede und wir oft gemeinsam einen teil der rückfahrt zurücklegen. ich hätte gerne noch bestätigt bekommen, dass er schwul ist, weil ich da total von überzeugt bin. ich denke aber, dass wir nach seinem weggang keinen weiteren kontakt haben werden. dafür haben wir uns zu wenig angefreundet. vielleicht tauschen wir ja noch irgendwelche kontaktdaten aus, aber ich glaube eher nicht.

morgen werde ich noch mit randstad telefonieren, vielleicht haben die ja auch noch was anderes nettes für mich, ich höre mir das dann mal an.

ich bin immer wieder überrascht, wie gut es bei mir jobmäßig läuft. was mir vor allem in der vergangenheit immer wieder solche angst machte und noch macht, läuft seit einger zeit einfach. es ist so einfach. irgendwie surreal. entweder ist das wahnsinniges glück, oder ich bin wirklich so … gut … gott, wie das klingt 😀 ich fühle mich wertvoll. und das ist echt schön.

ich fühle mich auch wesentlich entspannter, was corona betrifft, seit ich wieder arbeiten gehe. man beschäftigt sich nicht den ganzen tag mit diesen news und der krankheit. das hatte mir in der woche, in der ich krankgeschrieben war, echt angst gemacht. man fokussiert sich so darauf, dass das virus viel mehr platz und größe einnimmt. nun ist es alltag. klar, vorsichtig bin ich dennoch, ich halte abstand, so gut es geht. und halte die üblichen hygiene-vorschriften ein. mehr kann man nicht tun. und das beste hoffen. ich mache mir mehr sorgen um meine mutter und meinen bruder, als um mich. auch wenn ich vielleicht auch zur riskogruppe gehöre. bluthochdruck und so.

ich hoffe, bei euch sind noch alle gesund! passt auf euch auf!

 

hammaburg

ich bin da. ich wohne in hamburg. meine neue heimat. wow. es war so schwer und doch so einfach. man muss es nur tun.

am 01.11. war der umzug. es war sehr anstrengend, die ganze schlepperei. und wir hatten sogar noch hilfe von schnuppis papa, der hat rangeklotzt, und das in seinem alter! das war echt super, dass er mitkam, denn ich hatte so wenig kraft. die kartons und möbel waren so abartig schwer. wir hätten ewig gebraucht. das einladen hat lange gedauert. etwa fünf stunden. um halb 1 uhr nachts waren wir fertig, um 3.30 klingelte bereits wieder der wecker. ich hatte gar nicht geschlafen, denn die zeit um überhaupt zur ruhe zu kommen, war zu knapp. also durchgemacht. um kurz nach 4 uhr fuhren wir los. halb 9 uhr waren wir da. es war arschkalt, um die 0°c. aber wenigstens trocken. um viertel nach 9 kam der hausmeister und liess uns in die wohnung, da sich die maklerin etwas verspätete. als sie kam, machten wir uns direkt ans übernahmeprotokoll. das dauerte schon fast bis 10. und wir mussten doch schnell ausladen … als ich endlich die schlüsselübergabe durchhatte, waren die beiden schon halb fertig mit ausladen. alles in den zweiten stock. puh. ich konnte kaum was tragen, nur leichte sachen. ohne schlaf hatte ich noch weniger energie. wir waren gut in der zeit, dass schnuppi und sein paps rechtzeitig wieder loskamen. der sprinter musste noch am gleichen tag bis 18:00 uhr zurück. das haben sie auch geschafft.

und ich musste um 15 uhr bei der tk-gesundheit sein. vorstellungsgespräch. mir war alles so egal, dass ich sehr entspannt blieb. wollte wegen der langen fahrtzeit eh nicht unbedingt dort anfangen. aber ich wurde genommen … ich finde es irgendwie komisch, dass ich so leicht an jobs komme. ausgerechnet ich. ohne ausbildung und schulabbruch. hatten auch danach gefragt, das war aber wohl nicht abschreckend genug *lach* naja, nun hab ich einen job und muss mir vorerst keine gedanken machen, ist doch gut. und die fahrzeit – das ist nicht für ewig, ca. 4 monate. wenn ich mich gut mache, kann ich auch übernmommen werden. aber randstad sagt, die HDi versicherung will mich auch immer noch haben, ich könne da z.b. ab februar einsteigen … das wäre wesentlich näher, weil in hammerbrook, der weg würde nur etwa 30 min. dauern und ich müsste nicht einmal umsteigen. aber will ich denn dort anfangen??? ich habe keinen bock auf versicherungen. ich möchte irgendwas cooles machen. in hamburg gibt es viel arbeit. ich werde mich die nächsten wochen und monate mal umsehen. vielleicht kann ich auch was anderes machen. jetzt erstmal das.

hamburg ist stressig. ich habe derzeit keine große energie, ausser meine wohnung einzurichten und wichtige dinge einzukaufen, noch irgendwas in hamburg zu machen. hat ja auch noch zeit, ich wohne ja nun hier. den ersten weihnachtsmarktbesuuch werde ich schon noch schaffen 😉

die wohnung wird langsam. vieles ist noch nicht an seinem platz, aber ich richte mich, so gut es geh, ein. ich brauche noch ein paar möbel. kleiderschrank, sofa, schränke, regale. einen waschmaschinenstellplatz habe ich nicht, ich mag auch nicht in den waschsalon gehen, obwohl der nur wenige meter von haus entfernt ist. werde wohl vorerst versuchen, per hand zu waschen. ich finde die vorstellung, in einer öffentlichen waschmaschine meine wäsche zu waschen, eklig. da waschen bestimmt auch obdachlose oder weniger gepflegte menschen ihre wäsche. brr. ist bestimmt nicht gefährlich, aber ich mag das nicht. es gibt miniwaschmaschinen, vielleicht hole ich mir eine solche. mal sehen.

der aktuelle stand meiner wohnung. im wohn-und schlafzimmer gibt es noch kahle stellen, aber da müssen wie gesagt noch schränke und regale hin. ich habe übrigens noch nicht alles hier, es gibt noch in paar wenige möbel und nochmal die gleiche menge an kartons, ca. 20-25 stück geschätzt. muss mal schnuppi fragen, wieviele da noch sind.

was mir fehlt, sind vorhänge. da sind so gardinenschienen angebracht, und ich habe null ahnung, was da dran muss. hatte mir so rollaufhänger gekauft und an meine vorhangschals gemacht, aber die passen gar nicht in die schiene. mit sowas kenne ich mich überhaupt nicht aus. vorhangstange, schlaufenschal, fertig. das waren meine bisherigen erfahrungen. nun muss ich zwar keine löcher bohren, um die stangen anzubringen, aber dafür brauche ich erstmal einen kurs, was das für eine vorrichtung ist. zum glück haben viele der menschen gegenüber auch keine vorhänge und man kann da toll in die wohnungen gucken 😀 sind alles große altbauten mit großen fenstern. ich bin endlich wieder in einer großen großstadt. fühlt sich toll an.

übrigens: hier ist es ruhig. ich kann schlafen! das war ja das allerwichtigste. ich höre hier nur wenig, und nachts gar nichts. somit habe ich hier wohl das richtige haus erwischt. bloss die heizung will nachts nicht mehr so recht, da friere ich dann immer. husche dann schnell ins bett und mummle mich ein.

montag geht es mit dem job los. internet und telefon habe ich schon, umgemeldet bin ich auch, und bald geht es los mit dem alltag. alltag in hamburg. bin gespannt, wie es sich hier so lebt. und wann ich dann mal einen wochenendausflug ans meer machen kann. ist ja gerade etwas frisch, aber bis zum frühjahr oder sommer möchte ich ungern warten. vielleicht wird es ein winterlicher strandspaziergang 🙂