herbstspaziergang

den sonnigen und noch recht milden herbsttag heute habe ich genutzt, um einen spaziergang zu machen. eigentlich wollte ich mal zu meiner zukünftigen arbeitsstelle fahren, aber da gerade eine bahn kam und ich noch ein tagesticket lösen musste, hatte ich mich in der eile verguckt und war in die falsche linie eingestiegen, die richtung garbsen. eine frau hatte sich extra in die tür gestellt und sie blockiert, damit ich noch zusteigen konnte. so hatte ich nicht mehr darauf geachtet, welche linie das war, einen teil der strecke fahren beide in die gleiche richtung. zuerst wollte ich zurückfahren, aber dann dachte ich mir, steigste halt in marienwerder aus und gehst in den klosterwald, denn da wollte ich ja eh mal hin. zwar hatte ich keinen stadtplan dabei, aber auf einer karte an der haltestelle konnte ich erfahren, dass ich noch zwei stationen mit dem bus fahren muss. und da der wald nicht sehr gross ist, habe ich es riskiert, ohne plan herumzulaufen.

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misc 228ruhiges plätzchen zum rasten

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nach einer runde durch den klosterforst ging ich über die strasse richtung kloster marienwerder, das ausgeschildert war.

misc 235kloster marienwerder

dort beginnt auch der hinübersche garten. eine hübsche, im englischen stil angelegte historische parkanlage, die im grundkern nie verändert wurde.

misc 237 misc 239tafel mit sinnspruch

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misc 243entlang der leineaue

misc 253ah, der hexenturm! den hatte ich gesucht

misc 255die ruine kann man sogar besteigen

misc 256schöner ausblick 🙂

misc 257mal näher ran…

misc 259gucklöcher

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misc 263der teich

misc 266wohnt hier etwa jemand?

misc 267wie es sich für einen teich gehört: enten

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misc 273ein baumgeist?

ein schöner spaziergang war das. leider musste ich meinen ausflug dann abbrechen, da ich mal… pipi musste. und ins gebüsch wollte ich nicht machen 😉

nun sitze ich zu hause und höre den hörspaziergang.

sprechen

weisheit

diesen spruch schrieb einst meine deutsch-lehrerein in mein tagebuch. da war ich in der 2. klasse. ich war ein sehr stilles kind und habe nie geredet. sie war eine gute pädagogin, denn sie wusste, was mit mir los ist.

bis heute versuche ich mir diesen spruch zu herzen zu nehmen und versuche, mit menschen zu kommunizieren. ich spreche selten etwas aus, und ich mein halbes bisheriges leben dafür gebraucht, bis ich mich endlich mal getraut habe, mich zu irgendwas zu äussern.

seit ein paar jahren bemühe ich mich, mich anderen mitzuteilen, aber leider klappt es nicht besonders gut. im grunde würde ich auch besser damit fahren, wenn ich weiterhin meine klappe halte und nichts sage. ich ecke zu oft an und weiss nicht mal, warum. und mir werden dann im eifer des gefechts immer dinge an den kopf geknallt… ich weiss dann gar nicht mehr, wie ich das noch geradebiegen soll… dann schlucke ich ich es meist einfach runter und heule mir im stillen die augen aus. und mit jedem mal wächst die unsicherheit und ich traue mich immer weniger, auf meine mitmenschen zuzugehen… ich bin kein dummchen, das keine ahnung hat… auch ich weiss, was schmerz ist, denn der sitzt so tief, dass ich mich jeden morgen frage, ob ich überhaupt noch weiterleben möchte.

es fiel mir immer schwer, mich auszudrücken, und manchmal sage ich sicher dinge, die nicht ganz angebracht sind. aber mir deswegen boshaftgkeit, dummheit oder fehlendes mitgefühl zu unterstellen… dann behalte ich meine gedanken lieber wieder für mich. ich überlege schon immer sehr lange, bis ich einen satz sage oder schreibe… am ende ist es dann doch das richtige.

und bloggen macht dann ja auch keinen sinn mehr, wenn ich immer wieder falsch verstanden werde… ich glaub, ich lasse es bald ganz, öffentlich tagebuch zu führen.

don’t look back in anger

an manchen tagen ärgert man sich über verlorengegangene nie dagewesene freundschaften besonders… ich frage mich manchmal wirklich, wieso es mich so wurmt, wenn sich ein x oder y nicht mehr bei mir meldet.. jemand, der sich nicht für mich interessiert, kann mir doch egal sein? wozu überhaupt einen gedanken an diese person(en) verschwenden… was genau will ich von diesen menschen, die nichts mit mir zu tun haben wollen? und warum tun diese menschen bei kontaktaufnahme immer so, als ob sie einen gern haben? wie definieren die das, wenn man sich alle jubeljahre mal unterhält oder trifft…???

es haben schon so viele menschen aus meinem bekannten- oder freundeskreis verschissen, die wissen es oft nicht mal, wie ich über sie denke. aber selbst das scheint denen ja egal zu sein, ändern wird sich eh nie mehr was.

es muss sich jetzt niemand angesprochen fühlen, denn die leute, die ich meine, lesen meinen blog gar nicht. glaube ich jedenfalls 😉

wann höre ich endlich auf, meine vergangenheit wichtiger zu finden als die gegenwart… sich an alte, schöne erinnerungen zu klammern macht immer so traurig…

glücklich?

ich weiss ja, ich klinge hier oft sehr traurig und mürrisch und unzufrieden, und natürlich ist es auch so, dass ich mich dann ganz klein und wertlos fühle und nicht weiss, wo mein platz ist auf dieser welt…

aber ich glaube, so bescheiden mein leben auch ist, ich bin doch irgendwie glücklich. so innerlich. nach aussen hin wirke ich sicher wie ein trauerkloss, bedauernswert, unglücklich und feige. aber niemand sieht, was in mir ist, wie ich die dinge sehe und was ich sehe. und ich glaube, das ist das, was inneres glück ausmacht. und ich glaube, mehr geht gar nicht. denn ich habe dieses glück schon lange gefunden, es ist… irgendwas spiruituelles, was man nicht erfassen kann, was andere nicht sehen können. vielleicht ist das ja glück?

ich glaube ich bin glücklich. nicht nach aussen hin, aber in meinem herzen bin ich es. so im stillen, wenn ich in mich hineinhorche, bin ich zufrieden mit dem was ich habe, was ich bin, und dann denke ich, dass man auch nicht glücklicher wäre, wenn man dieses oder jenes hätte. denn egal wieviel man hat, man will immer mehr. mehr liebe, mehr geld, mehr freunde, mehr glück… und man wird nie zufrieden sein mit dem, was man hat. und so sehr ich ständig irgendwas vermisse in meinem leben, was oder wer auch immer, es wird mich nicht glücklicher machen. das glück kommt nicht von aussen.