waldbaden

heute war tollstes wetter. 24° c und leicht bedeckt, daher keine pralle sonne und somit angenehmst zum spazierengehen und wandern.

eigentlich wollte ich ja einen stadtbummel durch buxtehude machen, aber ich war doch etwas verunsichert, ob das überhaupt erlaubt ist. ist ja ein anderes bundesland und so tourimäßig mit kamera durch die altstadt bummeln, das war mir dann doch zu unangenehm. dabei brauche ich dorthin von hier aus genauso lange wie zum hamburger hauptbahnhof.

so fuhr ich dann mit dem bus ein paar haltestellen bis zum forstweg, von dort aus nur noch wenige meter ins heimfelder holz. ein toller, uriger wald! ich war direkt entzückt, der gefällt mir sehr 🙂 und wie intensiv es nach wald roch!

wie immer lief ich einfach drauflos und wusste daher nicht, wohin ich eigentlich ging. zum glück hatte ich ja mein navi dabei, und nachdem ich durch einen tunnel auf die andere seite der autobahn gewandert war, guckte ich dann doch mal, wo ich überhaupt bin, da sich das waldgebiet dort bis nach niedersachsen ausstreckt, und das dauert dann recht lange, bis man wieder in der zivilisation ist 😉 und da ich schon wieder weder wasser noch was zu essen mithatte, wollte ich nicht allzu tief in den wald hineinlaufen. aber es war alles noch im grünen bereich. es ging mal berauf, bergab. ein paar wenige wanderer und mountainbiker kamen mir entgegen, oft war ich aber auch allein, immer vorbei an den baumriesen und kleinen waldbewohnern. immer wieder raschelte und knackste es in den büschen. ich habe mein waldbad sehr genossen!

hamburg 2019 (2)

am donnerstag kaufte ich mir ein schleswig-holstein-ticket und fuhr nach kiel, und von dort aus weiter mit dem bus 30 S nach strande. das liegt an der kieler außenförde richtung eckernförder bucht. leider war das wetter nicht gut, der himmel war komplett wolkenverhangen, und schon auf dem weg im bus fing es an zu regnen. mist. zum glück hatte ich mein plastik-regencape mit. allerdings war es auch nicht sehr warm und ich wollte meine aquaschuhe anziehen, damit meine sneaker trocken- und sandfrei bleiben.

am hafen von strande angekommen, stärkte ich mich erst mal mit einem leckeren fischbrötchen. dann lief ich richtung bülker leuchtturm los. ich hoffte die ganze zeit darauf, dass sich die sonne mal blicken ließe und die wolken vertreibe. manchmal machte der regen eine kurze pause, dann kamen aber doch wieder tropfen runter. ich hätte lieber einen regenschirm gehabt, als dieses regencape, das ständig raschelte und mich schwitzen ließ, zudem musste ich es jedesmal umständlich wieder ausziehen, wenn ich an meinen rucksack wollte. aber ich dachte an der sonst oft stürmischen see kommt man mit einem schirm nicht weit. hier war es aber nicht windig. und die wenigen anderen spaziergänger hatten, wenn überhaupt, einen schirm dabei.

es war sehr wenig los, am strand lag natürlich niemand herum bei dem wetter, ein paar wenige leute kamen mir entgegen oder liefen auch in die richtung zum leuchtturm. den konnte ich erst gar nicht sehen und wurde immer unsicherer, ob ich das denn vorab richtig gesehen hatte im internet. ich bin ja oft verpeilt, aber an der küste kann man sich ja eigentlich kaum irren mit der richtung. ich sah immer nur in der bucht gegenüber einen leuchtturm, aber der gehörte wohl zu laboe. der bülker leuchtturm steht eigentlich an einer landspitze, und ich guckte und guckte, sah aber nichts. erst als ich fast schon da war, entdeckte ich den kleinen leuchtturm 🙂

strande hat einen schönen naturstrand. zwar steinig, aber urig, landschaftlich recht idyllisch. man läuft besser auf dem weg entlang als direkt am wasser, da die steine einem das laufen erschweren. so kam mir der etwa halbstündige weg doch wesentlich länger vor.

außer steinen gab es nicht viel am strand zu finden, nur wenige muscheln lagen herum. bei dem wetter hatte ich aber ohnehin wenig lust auf muscheln sammeln.

das wetter wurde tatsächlich besser, als ich am leuchtturm ankam, es blieb trocken. eigentlich wollte ich mich gerne in das café dort setzen und eine tasse tee trinken, aber ich konnte keine preise sehen, und ich mag dann nicht fragen oder mich einfach hinsetzen und hoffen, dass mir die preise gefallen. also nuckelte ich weiter an meiner wasserflasche und trat den rückweg an. es war zwar windiger als vorher, aber es kam kein regen mehr … hätte ich das mal vorher gewusst, dann wäre ich später losgefahren 😉 als ich wieder fast am hafen war und mich auf einer bank erholte, blinzelte sogar mal die sonne ganz kurz durch die dicken wolkenschichten. tja, nun war ich aber schon müde vom laufen.

die strandgebühr kostet übrigens 1 euro. ich war brav und habe mir ein ticket am automaten gezogen. auch wenn ich ja kaum am strand war. strande ist wirklich sehr nett und schön ruhig, jedenfalls bei diesem wetter. bei 30° c sieht das hier sicher anders aus 😉

so, und nun gibt es fotoos 🙂

 

in kiel war ich nur noch kurz am kai direkt am bahnhof und habe zwei, drei fotos geschossen. ich brauchte eine pause und konnte kiel nicht auch noch erkunden. es soll ja urlaub sein und kein marathon werden. also fuhr ich erst einmal zurück nach hamburg und ruhte mich in meinem hostelzimmer etwas aus. allerdings war der abend noch nicht rum, und es zog mich noch raus. ich dachte an hamburg bei nacht fotografieren oder sowas … und dann fiel mir die plaza der elbphilharmonie ein und guckte nach dem öffnungszeiten. tatsache, die hat bis mitternacht geöffnet! cool, da raffte ich mich dann doch noch auf, um dort oben fotos zu machen. zwar sind die fotos nicht besonders gut geworden, aber es war trotzdem toll, mal im dunkeln den hafen von oben zu sehen.

ein toller tag ging zu ende. aber einen hatte ich ja noch …

auf der suche nach dem botanischen garten

sonntag nachmittag wollte ich noch raus. für eine etwas weitere fahrt war es schon zu spät, da ich ja schlaf nachholen musste (bauch-aua), deshalb suchte ich nach einem näheren ziel. im netz las ich was von einem botanischen garten am kaiserberg in duisburg. der sagte mir bisher nichts, ich kannte nur den „offiziellen“, der aber sehr klein und wenig attraktiv ist. der kaiserberg ist ja schnell erreichbar mit meiner stadtbahnlinie, und so stieg ich am zoo/uni aus und ging in den wald. im dezember war ich schon mal da, mit hasi und seiner schwester, als es endlich mal richtig geschneit hatte. das war sooo schön! ich hatte glaub ich gar nicht darüber gebloggt, nur aus facebook ein paar bilder gepostet. das kann ich ja eben nachholen 😉

 

aber nun ist märz, und ich suchte besagten botanischen garten. gefunden habe ich ihn leider nicht, ich hätte mich wohl weiter links halten müssen. vielleicht fahre ich in den nächsten wochen nochmal hin. der wald ist eh noch sehr kahl, aber er wirkt so schön luftig. die vögel zwitschern schon ganz dolle 🙂

auf dem rückweg lief ich entlang des zoos, der ja nebenan liegt. und durch den zaun sah ich plötzlich ein paar luchse. die würden bestimmt gerne mal ausbüchsen und durch den anliegenden wald stomern …

 

 

am mittelrhein

am wochenende habe ich mit meinem freund simon aus münchen eine kleine reise am mittelrhein gemacht. er hatte noch urlaub und mich spontan eingeladen auf eine rhein-schifffahrt mit übernachtung in oberwesel. los ging es ab koblenz, dort fuhr ich am samstag vormittag mit dem zug hin, und er holte mich mittags bei meiner ankunft vom bahnhof ab. von dort schlenderten wir durch die altstadt richtung schiffsablegestelle. kurz davor kamen wir am deutschen eck an, wo die mosel in den rhein mündet.

um 14 uhr ging es los auf der KD (köln-düsseldorfer rheinschifffahrt). da es zwar bewölkt, aber noch trocken war, blieben wir vorerst am oberdeck sitzen. es war erstaunlich wenig los, nur eine handvoll gäste waren an bord. der fahrtwind wurde uns dann doch etwas frisch, da die temperaturen kaum mehr als 12° hatten, und wir saßen mal unten im subway, mal im inneren seitenbereich des oberdecks, von wo aus wir auch eine gute aussicht hatten. wir schipperten an vielen burgen und weinbergen vorbei, auch an städtchen wie boppard oder st. goarshausen. wir unterhielten uns und genossen die landschaft. die gegend war wirklich schön, und das gemächliche dahintreiben des schiffes war sehr beruhigend.

die fahrt dauerte knapp vier stunden, kurz vor unserem ziel oberwesel kamen wir an der loreley vorbei. und über lautsprecher lauschten wir den klängen des loreley-liedes. das war echt romantisch 😀 wir mussten ganz schön schmunzeln.

in oberwesel gingen wir an land und von dort in unsere unterkunft, zum weinhaus weiler. ein wunderschönes hotel mit fachwerk und urigem charme. die dame am empfang war sehr freundlich uns führte uns zu unseren zimmern im ersten stock. ui, wie laut der boden knarzte! simon nahm das kleinere zimmer, ich bekam ein doppelzimmer für mich allein. wow. was für ein luxus, mit alten möbeln und einem großen bad, mit aussicht auf den marktplatz, und wenn ich nach rechts aus dem fenster guckte, konnte ich auf den rhein sehen 🙂

wir gingen noch ein wenig spazieren. leider fing es abends doch etwas zu tröpfeln an, aber wir fanden bald ein restaurant, eine weinschänke, auch ganz urig und gut bürgerlich. als simon nach einem tisch für zwei personen fragte, meinte die wirtin, gleich wäre einer frei, es würden gerade welche bezahlen. ob wir solange warten wollen … wir könnten auch unten im raucherkeller warten. raucherkeller? örks! aber die frau versicherte mir, der sei nicht verraucht, und zeigte uns, wo es in besagtes zimmer gehe. eine mittelalterliche holztür, die wir öffneten, und dann ging es eine treppe hinunter. „die stecken uns ins verlies“, meinte ich zu simon, und genauso sah es dort aus, ein uraltes kellergewölbe ohne fenster, ziemlich düster. aber ich mochte es, und es roch auch nicht sehr nach rauch. es war gemütlich eingerichtet mit sesseln, tischchen und einem buffetschrank. bald wurden wir nach oben gebeten und konnten unser essen bestellen. simon nahm die käsespätzle mit salat, ich hatte forelle mit kartoffeln und buttersauce mit salat. simon wollte natürlich auch weine probieren, ich aber wollte nicht, da ich wein ja nicht mag (außer im essen). ich nippte bei seinen beiden rotweinen und fand den lieblicheren etwas besser.

bei einer weiteren runde durch die stadt (die nur knapp 3000 einwohner hat, aber immerhin schon als stadt gilt) kehrten wir noch in eine andere weinschänke ein. dort empfahl mir simon ein kleines glas (100 ml) eines gewürztraminers, den seine mutter gerne mal trinkt. dieser wein ist ein recht süßer weißwein, der eher nach traubensaft als nach wein schmeckt, also ganz mild ist, und der mir auch sehr gut gemundet hat. es gibt also doch wein, der mir schmeckt 🙂

als die schänke feierabend machte, gingen auch wir zurück ins hotel, verabredeten uns für 8 uhr zum frühstück und gingen auch bald schlafen. ich konnte erstaunlich leicht einschlafen, dafür, dass ich in fremden betten ja oft probleme damit habe. mein bett knarzte fast so laut wie der boden auf dem flur, und ich befürchtete, dass davon und von den anderen gästen, die vielleicht später auf ihr zimmer gingen, ich bestimmt gestört werden würde. aber ich schlief bis 6 uhr durch, obwohl mir simon später erzählte, dass er gegen 4 uhr von treppen/gang-geräuschen wach geworden war, da kamen wohl ein paar hochzeits-gäste von der feier zurück. ich hatte davon nichts mitgekriegt, mein zimmer lag aber auch weniger nah an der treppe als seins. nach den sechs stunden konnte ich leider nicht wieder einschlafen, aber es hat gereicht. um 8 uhr klopfte ich an simons tür, und wir gingen zum frühstücken runter. wir waren die ersten 😀 und die auswahl war riesig. es gab ein buffet mit müsli und joghurt, obst und säften. und an unserem tisch gab es brötchen, brot, ein croissant, eier (meins war leider zu weich, so dass ich es stehenlassen musste), wurst, käse, frischkäse, zwei sorten konfitüre, butter, kaffee für simon und eine kanne tee für mich. und wir ließen es uns schmecken und waren bald schön satt. besonders lecker fand ich den traubensaft, der auch aus der region stammte und total mild schmeckte. ich habe noch nie so köstlichen traubensaft getrunken! sonst trinke ich den selten, weil der aus dem supermarkt soviel säure enthält.  immer wieder fragte die gastgeberin, ob wir noch was bräuchten. wir durften uns auch eine lunchtüte für unterwegs zusammenstellen, und ich nahm das croissant, ein käsebrötchen und zwei mandarinen mit. toller service 🙂 außerdem konnten wir unser gepäck nach dem auschecken noch im hotel lassen und später abholen. so wurde unsere stadtbesichtigung über die teilweise begehbare stadtmauer und der aufstieg zum günderodehaus etwas weniger mühsam. geflucht und geschwitzt habe ich dennoch, bergauf ist bekanntlich nicht meins. aber der weg hat sich echt gelohnt, die aussicht auf das rheintal war wunderschön. ich wollte schon immer mal an einem weinhang stehen 🙂 ich habe sogar noch eine winzige weintraube an den ansonsten schon abgeernteten und sonst vertrockneten trauben gefunden und gekostet. schmeckte gar nicht übel.

überhaupt wächst überall wein, auch in der stadt, an hauswänden oder überall, wo sich eine pflanze ihren weg bahnen kann. im günderodehaus wärmten wir uns bei einer tasse tee bzw. kaffee auf, und ruhten uns vom anstregenden aufstieg aus. am sonntag war es noch kühler geworden, und während wir vorm muckelig warmen kamin saßen, sahen wir, dass es draussen regnete. ach schade. den rückweg mussten wir mit simons mini-regenschirm laufen, aber der hielt uns wenigstens etwas trockener.

da wir noch reichlich zeit bis zur abfahrt hatten, liefen wir noch zu einer kirche, die auch zum UNESCO-weltkulturerbe gehört. da die kirche erst um 14 uhr geöffnet war, vertrieben wir uns mal wieder in einem café, dass auf dem weg lag, die zeit, bei tee und baumkuchen (für mich) und zwiebelkuchen mit federweißer (für simon). nach der besichtigung der kirche musten wir nochmal die gleiche straße runter zum hotel, um unser gepäck zu holen. dann ging es zum bahnhof, und gegen halb drei fuhren dann auch unsere züge ab. es war ein wunderschönes wochenende mit simon, trotz regen und wolken. eine echt tolle gegend, die ich mir bestimmt mal wieder angucken werde.

und falls ihr wirlich bis zum ende durchgehalten habt mit lesen: respekt! nun gibt es noch die obligatorischen fotos, viel spaß beim gucken 🙂

sechs-seen-platte

letztes wochenende war es zwar etwas bedeckt und wolkig, aber ich wollte dennoch gerne noch raus, bevor die hitzewelle in der folgenden woche anfing. ich suchte mir als ziel die sechs-seen-platte im duisburger süden aus. das ist ein naherholungsgebiet mit aneinanderhängenden baggerseen, umgeben von wald, wo man gut wandern kann. wir umrundeten einen (groß)teil der seenplatte. die wege liefen zwar nicht die ganze zeit direkt am wasser entlang, aber zumindest konnte man sehr häufig durch lichtungen ans wasser treten und die aussicht genießen.

manchmal spürten wir einzelne tropfen regen, aber es blieb doch noch trocken. es gab auch einige unterstellplätze verteilt um die seen-platte, so dass man bei aufkommendem regen schutz suchen kann.

 

dank des wetters war nicht viel los, ich kann mir vorstellen, dass es an sehr warmen und sonnigen tagen sehr voll ist. es gibt auch ein strandbad, da ist es dann sicher sehr belebt. so hatten wir aber eine schöne ruhige wanderung 🙂