harburger stadtpark

der frühling naht 🙂 heute war schönes wetter, schon milder und vor allem trocken. hier regnet es ja in dieser jahreszeit ständig, da muss man jeden guten tag nutzen, um spazieren zu gehen.  so war ich heute im harbuger stadtpark, in dem ein großer see ist. wasser ist immer ein anziehungspunkt für mich.

unter einem „stadtpark“ stelle ich mir zwar etwas anderes vor, mehr wiesen, vielleicht blumenbeete und auch zetraler gelegen. für mich wirkt der park eher waldartig. aber das ist ja ohnehin schöner, auch weil er recht natürlich gehalten ist. mir hat der spaziergang dort gut gefallen. ich frage mich nur, wie es dort im sommer zugeht, da heute schon einige leute dort waren. wahrscheinlich ist der park an warmen tagen sehr überlaufen. aber das werde ich noch herausfinden, ich war heute auch nur ein einem teil unterwegs und möchte dort bald wieder mal herumlaufen.

noch ist es sehr kahl und nicht sehr grün, aber hier und da kommen schon die ersten farbtupfer zum vorschein. in wenigen wochen wird es schon ganz anders aussehen.

blüht bei euch auch schon was?

hamburg 2019 (3)

als ich am freitag vormittag aufwachte und aus dem fenster blickte, regnete es bereits. mist. also gucken, was man in hamburg machen kann bei schietwedder. museum wäre gut, allerdings sind viele museen in hamburg teuer. ich sah mich nach einem kostenlosen museum um, viel auswahl gibt es aber nicht. also fuhr ich zum zoologischen museum der universität. dort gibt es hauptsächlich präparierte tiere. lebend sind sie mir zwar um einiges lieber, aber ich fand die ausstellung teilweise ganz interessant. und irgendwie musste ich ja den tag rumbringen.

kurz bevor ich das museum verließ, guckte ich mir noch einen infostand mit broschüren und flyern an. und dort gab es einen flyer mit vier gutscheinen, einer davon war vom meßmer momentum. für eine tasse tee 🙂 hach, das ist ja nett, da wollte ich nämlich schon immer mal rein und tee trinken. also nach hamburg hafen city gefahren und zum kaiserkai. im café habe ich mir einen first flush schwarztee ausgesucht und habe mir den regen draussen angeguckt.

wieder draussen bin ich am sandtorkai entlang gegangen und habe fotografiert. es hatte aufgehört zu regnen, und ich lief durch die speicherstadt und knipste und knipste. ich kann gar nicht aufhören zu fotografieren, weil ich hamburg so wunderschön finde! und ich habe sogar noch fachwerhäuser entdeckt, wow! ich hatte mal gelesen, dass es nur ganz wenige davon noch in hamburg gibt, und ich meinte, es wäre etwas außerhalb gewesen. aber an der deichstraße stehen welche. komisch, denn ich war schon mal dort, bloss hatte ich die rückseite nicht gesehen, und da fielen sie mir auf. es gibt wohl noch ein paar, aber insgesamt sind in hamburg kaum fachwerkhäuser stehengeblieben.

nach dem langen spaziergang war ich erschöpft, und ich fuhr erst mal ins hostel, um mich etwas auszuruhen und etwas zu essen. gegen 21 uhr ging ich dann aber wieder los, denn ich wollte noch zu planten un blomen. dort finden im sommer über jeden tag wasserlichtkonzerte statt. und das wollte ich gerne sehen. der eintritt ist frei. ich lief erst etwas orientierungslos durch den garten, da ich nicht wusste, wo genau das stattfindet, aber ich lief einfach anderen leuten nach, und erreichte ich den großen teich, wo die wasserfontänen bunt auf dem wasser tanzten. dazu gab es livemusik mit tango-stücken. das war ein tolles finale für meinen hamburg-besuch.

es war ein toller urlaub. nur die rückfahrt wurde getrübt durch eine extreme verspätung des flixtrains am samstag morgen. satte 70 minunten verspätung! ich dachte schon, der kommt gar nicht mehr … aber sonst hat alles super geklappt. ich hoffe, ich kann bald wieder in meine lieblingsstadt, dort gibt es sooo viel zu sehen 🙂

sonntags im witthausbusch

sonntag. zeit, um die akkus wieder aufzuladen. ab morgen muss ich ja wieder funktionieren wie eine maschine. guten tag, guten tag, ich will mein leben zurück …

claudy geht dann immer ins grüne und dorthin, wo tiere sind. das ist meine heile welt. vogelgezwitscher und wasserplätschern, das knacken der zweige unter den füssen und tief einatmen, was die bäume einem schenken.

leider konnte ich meinen alltag und sorgen nicht ganz ausblenden, aber wenigstens ein bisschen besser ertragen. auch wenn ich auf dem nachhausewg in der tram wieder hätte heulen könne. nach hause … zu hause ist eigentlich, wo jemand auf mich wartet, der mich schätzt und sich freut, wenn ich wieder da bin. sowas hab ich ja gar nicht mehr. neulich bin ich mal mit einer arbeitskollegin zusammen ein stück in der tram gefahren, und ich erzählte ihr, dass ich hier wegziehen möchte. sie fragte, ob ich denn hier keine freunde hätte, die ich dann ja nicht mehr sehen würde … mir fiel auf, wie komisch das für andere klingt, sagen zu müssen, dass ich hier überhaupt niemanden habe. wenn man fünf jahre lang niemanden trifft, der zum freund geworden ist. und mir wurde bewusst, dass ich eigentlich gar keine freunde mehr habe. freunde, waren das nicht menschen, die sich gerne mit einem treffen und zeit mit dir verbringen? mit dir lachen und weinen und mit einem reden, wenn man etwas auf dem herzen hat. wenn ich jemals so etwas hatte, ist das schon verdammt lange her. vielleicht habe ich es mir auch nur eingebildet dun es waren schon immer keine echten freunde, und ich war nur zufällig da und hatte zeit. warum bekomme ich eigentlich immer das gefühl, nur ein zufall zu sein im leben anderer? ich bin für vieles gut. zum zuhören, wenn es anderen schlecht geht. als informationsquelle. zum wichsen und ausleben irgendwelcher phantasien. oder um einfach die zeit totzuschlagen, wenn es anderen langweilig ist. dann ist ja immer noch die claudy da. sie ist so nett und hilfsbereit, hat immer ein offenes ohr und kochen kann sie auch, sie sorgt also auch noch für ihre mitmenschen. aber wehe, sie möchte einmal zeit mit diesen verbringen. öhm, sorry, keine zeit. wir haben schon ein ausgefülltes leben, da hast du keinen platz.

das leben macht mich so müde. und ich habe mir schon lange nicht mehr vorgestellt, wie es wäre, wenn mich ein auto über ein zug überrollen würde … manchmal stehe ich da am bahnsteig und denke an sowas. das schlimme ist, dass es mich nicht sonderlich erschreckt.

zum glück gibt es bäume. und laufenten. ziegen und hühner. und schafe. die kommen zwar auch nur zu einem, um futter zu erbetteln oder sich den pelz kraulen zu lassen, weil es am rücken juckt. aber wenigstens darf ich sie anfassen und streicheln. etwas nähe zu anderen lebwesen braucht der mensch einfach. und wenn kein mensch etwas mit mir zu tun haben will, dann muss es eben eine ziege sein, oder ein baum. die beurteilen mich wenigstens nicht.

vogel-attacke

ich mag vögel. und ich mag krähen. aber heute hatte ich eine unliebsame begegnung mit einer aggro-krähe. auf dem weg zur arbeit, ich war schon am musical-theater und bog gerade in den musikweg ein, dort waren zwei krähen auf der wiese nebenan. ich will gerade über die strasse gehen und sehe, wie die eine krähe sich total aufplustert und mich ankrächzt, dann fliegt sie plötzlich auf und attackiert mich! ich habe noch versucht meine hände schützend über den kopf zu halten, aber sie hat mich doch mit dem  schnabel in den kopf gehackt. dann flog sie erst kurz weg und ich dachte schon, sie nimmt anlauf flug für eine neue attacke, und ich bin losgerannt. sie ist zum glück nicht nochmal auf mich losgegangen. wow. sowas ist mir noch nie passiert. ich habe dann meinen kopf gefühlt, und meine hand war ganz blutig.  das ist ja wie in hitchcocks „die vögel“ …

oben in der firma habe ich meiner teamleiterin bescheid gegeben und gefragt, ob sie was zum desinfizieren habe. mein kollege stefan hat sich dann um mich gekümmert, aber sie hatten keine desinfektion da, er hat mir aber eine wundauflage auf den kopf gelegt. er meinte, ich solle damit lieber zum arzt, und ich bin dann ins krankenhaus gefahren. dort wurde ich dann versorgt und ich habe noch eine tetanus-impfung bekommen, da die schon ziemlich lange überfällig war. die wunde ist überschaubar, meinte die ärztin, aber sie musste erstmal die stelle säubern, da die wunde doch etwas geblutet hatte. die wunde ist mit spühpflaster verschlossen worden. morgen soll ich noch zum hausarzt und die wunde noch einmal kontrollieren lassen. und dann könnte ich mir auch im nachhinein einen krankenschein für den heutigen tag geben lassen.

ich hab dann noch bei der teamleitung angerufen und gefgragt, ob ich den rest des tages noch arbeiten kommen soll. bis 20 uhr wäre heute schicht gewesen. simone meinte aber, ich solle mich ruhig von der attacke erholen. mir geht’s ja soweit gut, habe keine schmerzen oder so. ich merke natürlich die wunde etwas, aber sonst alles paletti.

die schwester in der notaufnahme hatte allerdings vorab meinen blutdruck und meine temperatur gemessen. wahrscheinlich, weil ich so rot im gesicht war. ist ja wieder so warm heute, ich hab so geschwitzt. blutdruck 170/100, glaube ich. mäh. hätte sie auch gemessen, wenn ich nicht so geschwitzt hätte? naja, mein puls war anscheinend ok. und meine temperatur auch.

ich hoffe, ich muss jetzt nicht jeden tag aufpassen, was die krähen machen, wenn ich zur arbeit gehe. die brüten da wohl, und ich war gerade im falschen moment an der falschen stelle.

ich mag vögel trotzdem noch. auch krähen.

tiergehege im kaisergarten

den besuch im bochumer bergbaumuseum mit meinem bruder lasse ich mal ausfallen, da ich ja letztes jahr schon darüber berichtet und einige fotos gepostet habe. wir hatten wieder eine führung mitgemacht, meinem bruder hat es gut gefallen „unter tage“. danach fuhren wir weiter nach dortmund, wo gerade das fest „dortbunt“ stattfand. es gab einige bühnen in der city mit livemusik. wir liefen da immer von einer bühne zur anderen, die bands sagten mir jetzt nichts, es war auch nicht wirklich was dabei für mich. da ich schon recht müde war, sind wir dann auch schon am frühen abend wieder nach mülheim gefahren. mein bruder hat sich dann meist nochmal allein auf den weg gemacht.

tags darauf waren wir im tiergehege kaisergarten in oberhausen. eigentlich wäre ich gerne nach krefeld in den zoo gegangen, aber mein bruder hatte keine lust. mangels ideen landeten wir dann aber doch in einem, wenn auch dem kleinen im kaisergarten, der ja immerhin nichts kostet. es gab einigen nachwuchs zu sehen bei den tieren, leider konnte ich nicht alle fotografieren oder die bilder sind nichts geworden (z.b bei den nutrias).

als wir den tiergarten durchhatten, liefen wir noch durch die lustige hängebrücke „slinky springs to fame“ und gönnten uns einen blick über den rhein-herne-kanal.

der urlaub von meinem bruder war dann auch schon vorbei. dass ich ausgerechnet schon einen job haben würde, konnten wir ja nicht ahnen, aber wir haben ja doch ein paar sachen zusammen gemacht.