ruhestörung

morgens um halb 5 in hamburg. die nacht ist vorbei. wurde ich schon mal mitten in der nacht wach, aber ohne den grund zu wissen, ich kann es nur ahnen, war es dann später soweit. diese gottverdammte tür quietscht unf reisst mich aus meinen schlaf. ich könnte das haus anzünden. es ist so schrecklich, nicht zu wissen, wie man sich helfen kann. nicht zu wissen, an wen man sich wenden kann. und zu wissen, dass einem eh nicht geholfen wird.

um 7 uhr muss ich aufstehen. zur arbeit gehen. warum gehe ich eigentlich noch zur arbeit??? lasse mich nicht krankschreiben? am besten dauerhaft. wegen gesundheitlicher folgen. ist mein gutes recht. meine psyche geht durch diesen schlafmangel kaputt.

nur wäre ich dann zu hause und würde dieses beschissene quietschen noch öfter hören. und irgendwann durchdrehen.

soll ich wirklich der vermieterin schreiben? sie wird es nicht interessieren. es wird nichts geschehen. und ich werde noch wütender und aggressiver. gibt es irgendwo auf dieser welt eine stelle, an die ich mich wenden kann? die sich um sowas kümmert? wenn man nicht selber mit menschen reden kann. ich möchte auch gar nicht wissen, welcher mieter dahinterstreckt. das wäre zuviel für mich.

umziehen ist die einzige möglichkeit. aber ich habe niemanden, der mir hilft. meinen ex kann ich nicht nochmal bitten, mir beim umzug zu helfen. und die einzigen, die ich bitten könnte, sind zu weit weg. mein bruder, simon. ich habe doch hier niemanden. und ich mag kein umzugsunternehmen bestellen. ich kann doch nicht alle meine möbel verschenken und neu kaufen. und was wird in der nächsten wohnung sein? wieder irgendein lärm. es ist doch überall gleich. es wird immer jemand da sein, der stört. ich habe nicht genug geld, um mir ein haus zu kaufen oder zu mieten. für eine person gibt es auch kaum häuser. wo soll ich also wohnen?

so geht es nicht weiter. eigentlich möchte ich noch leben, aber ich habe immer weniger lust, mir das noch weiter anzutun. ich wünschte, ich könnte diese leute dafür bestrafen, wenn sie mir das antun. für jedes quietschen soll ihnen einen schmerz durch den leib fahren.

so, es ist 6 uhr, ich muss in einer stunde aufstehen. und dann kommt die nächste belastung auf mich zu. ich sitze dann 6 stunden in der zugluft, kriege kopfweh und friere.

ich habe langsam keinen bock mehr.

druck

komme gerade wieder von meinem bewerbungstraining. heute war internetrecherche angesagt. was eher nach gemütlichem suchen nach jobs klingt, stellte sich als horrortermin heraus.

es reicht ja nicht, dass ich mittlerweile einen sehr anhänglichen „fan“ habe, der fliesenleger attila aus ungarn, der jede gelegenheit nutzt, mir mir zu reden. heute setzte er sich direkt neben mich an den rechnerplätzen. fragte noch, ob es ok sei. was soll ich da schon sagen – nein??? wohl gefühlt habe ich mich aber nicht, denn ich mag es nicht, wenn jemand mir zusieht, nach welchen jobs ich suche, oder wenn er die möglichkeit hat, auf meine bewerbungsunterlagen zu gucken. am ende sieht er noch meine adresse und besucht mich!

ich dachte mir auch schon die ganze zeit, dass man nach jobs genauso gut zuhause gucken kann, mache ich ja eh. aber dann kam irgendwann eine frau zu uns und fragte, ob wir uns schon auf stellen beworben hätten. sie meinte heute. also jetzt, bei diesem recherchetermin. hatten wir beide noch nicht, denn wir wusste ja gar nicht, dass wir direkt was losschicken sollten. ich mache sowas auch lieber zuhause, hatte mein email-passwort nicht parat und mache sowas auch gerne in ruhe. die frau klärte uns auf, wozu das hier gut sei, das wäre ja sinn des termins, und was sie denn dem herrn m. dann geben solle. irgendwie war ihr tonfall schnippisch. und dann hielt sie mir zwei angebotszettel (aus der offenenen pinnwand) hin, ob ich die gesehen hätte. ich las direkt was von 6 uhr morgens anfangen … und sagte, dass sei mir zu früh, ich könne so früh morgens nicht arbeiten. sie so: „gibt’s da gesundheitliche grünede?“ (ja was denn sonst, du dumme pute!) – „ja, ich bekomme schlafstörungen.“ und ich versuchte noch, ihr zu erklären, dass ich nachmittags oder ab spätem vormittag arbeiten möchte. ihrem spitzen kommentar dazu kann ich leider nicht mehr wiedergeben, da ich vor lauter panik nicht mehr richtig zuhören konnte. so in dem sinne von, sowas könne man sich nicht aussuchen, das seien „blumen im feld“ oder sowas, sprich, ich hätte wohl zu hohe ansprüche. ich war total eingeschüchtert und wollte nur noch heulen 😦 😦 😦  und ich war kurz davor zu gehen, was sind denn das für methoden, zwangsarbeit? mir war zwar klar, dass man sich nicht alles aussuchen kann, aber dass man überhaupt keine rücksicht nimmt auf meine bedürfnisse und einschränkungen, mir einfach was hinknallt und sagt, so, das machst du jetzt, das ist schon echt krass.

ich habe dann doch noch ein anderes email-passwort probiert und habe mich in aller eile auf vier stellen beworben, die ich mir zumindest gespeichert habe. ich war nciht mehr in der lage zu prüfen, ob die stellen wirklich was für mich sind, und habe bei einer mail auch noch vergessen, meinen lebenslauf anzufügen. das macht ja schon mal super eindruck, wenn man das in einer seperaten mail einreicht … und wer weiß, was ich noch für fehler gemacht habe, denn ich brauche dafür wirklich ruhe und meine vier wände, irgendwo unterwegs kann ich das nicht. wenn jetzt jemand anruft, weiß ich nicht mal, welche stelle das ist … sollte man sich nicht vorbereiten auf sowas? was verlangen die von mir? und wenn das stellen sind, die mich überfordern, alleine von der arbeitszeit, werde ich doch nur heulen und alles verkehrt machen … zuhause hatte ich erstmal einen heulkrampf, habe schon hyperventiliert und musste baldrain nehmen, ich war ähnlich fertig wie meine mama damals, als sie angstattacken hatte. ich habe mich gar nicht wieder eingekriegt. will das jobcenter mich zum psychowrack machen??? diesen druck halte ich nicht aus : ‚( wahrscheinlich bin ich gar nicht in der lage zu arbeiten, und ich versuche es doch irgendwie … ich bin ja auch unfähig, mal mit einem arzt zu sprechen!

neulich arbeiteten wir noch am anschreiben, und herr m. hatte uns nach angabe ein paar stärken (haha, sowas besitze ich nicht wirklich) einen entwurf gemacht. in meinem stand was von „handwerklich begabt“, da meinte ich noch, ich wüsste nicht so genau, ob ich das bin, aber man könnte es ja drin lassen. da sagte er selber, lassen wir es weg, denn wenn etwas in der bewerbung steht, mit dem man sich nicht sicher und wohl fühlt, sollte man es lieber nicht nennen. man achtete also hier auf solche kleinigkeiten, aber wenn man schichtarbeit und frühen arbeitsbeginn total ablehnt, dann kann man es trotzdem machen??? ich verstehe nicht, wie solche dinge einfach ignorieren kann. ich bringe keine leistung, wenn ich total unausgeschlafen arbeiten muss, und werde zum psycho, weil ich immer gleich weinen muss, wenn ich in stress-situtionen komme. und das ist puper stress für mich. ich fühle mich total überfordert.

schade dass es nun wieder so verlaufen muss, wie ich es nicht wollte. wenn ich nicht ganz schnell selbst einen job finde und mir so ein job vermittelt wird, mit dem ich überhaupt nicht zurecht komme, wird es wieder tränen und psychokram geben.

ich setze mich schon mit dem gedanken auseinander, demnächst obdachlos zu werden. menschen wie ich können passen einfach nicht ins system. eine wohnung kriege ich wahrscheinlich auch nicht, jedenfalls keine, die ich zumutbar finde.

und manchmal glaube ich, dass ich mir unbewusst wünsche, dass mein herz, dass mir in letzter zeit sorgen macht, irgendwann einfach aufhört zu schlagen.

it’s oh …

… so quiet …. it’s oh so still …

hier passiert nicht viel. und ich habe auch immer mehr das gefühl, dass meine kleine bloggerwelt auch immer kleiner wird … mal hier, mal dort hört jemand auf zu bloggen, und es wird immer stiller, weil keine neuen leser dazukommen. und ich finde auch selten neue blogs, die ich verfolgen möchte … wie habe ich das nur früher gemacht? ich sehe immer nur hobby-blogs, oder semi-professionelle blogs. die sind mir zu unpersönlich. ich möchte gener was von den menschen, die bloggen, wissen. was sie beschäftigt und wie sie denken und fühlen. die meisten bloggen ja nur noch über ihre bastel-, näh-, koch- oder sonstigen arbeiten. das ist schön, mal so zwischendurch, aber ich bekomme keinen bezug zu diesen bloggern. meist haben die dann auch noch hunderte von lesern und antworten nicht mal persönlich auf kommentare. deshalb finde ich keine neuen bloggermenschen, obwohl es da draussen bestimmt welche gibt, die interessant sein könnten. ich habe ja auch damals einige gefunden. ein bischen frischer wind wäre ganz gut, bevor hier alles einschläft. das private bloggen ist da natürlich auch ein nachteil, weil man keine neuen leser bekommt.

wahrscheinlich bin ich aber einfach momentan so langweilig oder ziehe mich zurück, dass mir so wenig einfällt. oder was ich nicht mehr teilen möchte oder denke, es interessiert eh keinen, was ich „aufschreibe“. manchmal wird mir schmerzlich bewusst, dass ich gar keine kontakte mehr habe, abseits von meinem freund, meiner mutter und meinem bruder. zweimal die woche habe ich das „vergnügen“ mit meinem kollegen und ab und zu mit meinen vermietern, wobei die sich momentan kaum blicken lassen, weil es ja zu kalt ist, um im garten rumzulungern.

mehr als diese oberflächlichen begegnungen habe ich nicht mehr. und auch virtuelle freundschaften sind ja so gut wie kaum noch vorhanden. vielleicht habe ich sie mir immer nur eingebildet, und ich hatte nie welche. will ich überhaupt noch welche? ich kann mich ja selbst nicht leiden, wie sollen es dann andere tun …

ich bin nicht unglücklich, es geht mir gut, aber ab und zu wird mir mein einsames leben bewusst und ich fange an zu grübeln.

naja, wenigstens hatte ich so mal wieder ein thema zum bloggen.

wie man es dreht und wendet

die letzten tage – oder waren es schon wochen? – frage ich mich, wie mein leben weitergehen soll. ich bin unzufrieden mit meiner wohn- und lebensituation. war ich das nicht schon immer … aber ich hatte ja gehofft, es gehe mal bergauf. nun sitze ich oft frustiert herum und denke, ich habe vielleicht einiges falsch gemacht. meine beziehung wünsche ich mir manchmal fort. wenn hasi auf mein offenbar zu forsches verhalten dementsprechend reagiert, wenn er meine bedürfnisse nicht wahrnimmt oder sie ignoriert … was mache ich eigentlich falsch? ok, ich habe keine erfahrung mit beziehungen, aber man sollte doch miteinander leben und nicht nebeneinander oder an einander vorbei. das denke ich mittlerweile zu oft.

vielleicht wäre es besser, wieder getrennte wohnungen zu haben. aber ich müsste wieder zum jobcenter, der alptraum mit lauten nachbarn ginge weiter, ich hätte wieder diesen druck, den anforderungen des jobcenters gerecht werden zu müssen. naja, ich habe ja nun sowieso nicht genug einkommen und bin mal wieder finaziell von jemandem abhängig. damals war meine mutter, jetzt ist es eben hasi … ich finde diese situation zum kotzen. der wohnraum ist eh zu klein, ich weiss nicht, wie ich es mir hier schön machen soll. und egal was ich vorschlage, um mehr stauraum zu bekommen, hasi hört es nicht oder findet es nicht gut. überm tv im wohnzimmer wäre noch platz für einen wandschrank oder regale … nein, der platz soll freibleiben. warum? wir können uns so eine platzverschwendung doch gar nicht leisten. es wären noch einige wände frei, wo man irgendwas hinbauen kann. aber ich glaube, hasi gefällt das nicht. mir auch nicht, ich will noch atmen können in der bude. geht aber nicht anders. oder doch – ich muss nur ausziehen 😦 dann hätte hasi wieder mehr platz und ich würde nicht mehr stören.

nun haben wir eine wohung zusammen genommen und ich empfinde es trotzdem nicht wirklich als meine wohnung. ich habe lediglich ein zimmer im obergeschoss, das ist mein reich. 11qm gross. alles andere ist eher hasis. ich lasse mein sachen nur ungern in anderen räumen liegen. es riecht nicht gut. aber vor allem riecht es nicht nach mir. ich versuche schon, mit duftkerzen und duftlampe „meinen“ geruch in die wohnung zu bekommen. hasi sagte neulich, es würde hier stinken. er meinte damit meine duftlampe. 100% ätherisches öl, kein synthetikscheiss. aber er hasst sowas. ich würde sogar noch räucherstäbchen anzünden, aber dann würde er wohl ausrasten.

dauernd sage ich irgendwas, was hasi auf die palme bringt. tja, wenn er es selbst nicht sieht, muss ich es eben tun. wie bei einem kleinkind. tu dies, tu dies nicht, wasch dir die hände, das geschirrtuch ist für’s geschirr, das andere für die hände … räum auf, blabla. das allein ertrage ich noch, auch wenn’s keinen spass macht. aber seine reaktionen darauf … immer so aggressiv und lustlos. ein wunder, dass er nicht anfängt zu brüllen und zu weinen wie ein fünfjähriger.

vielleicht liegt es an mir, vielleicht bin ich ja unausstehlich. neulich reagierte er auf meine bitte, eine kopie meines personalausweises in der arbeit auszudrucken, mal wieder so wie ich es gewohnt bin. und ich ging sauer, ohne gute nacht zu sagen, nach oben, ins bett. irgendwann kam er rein und setze sich. merkte zwar, dass ich stinkig war, und sagte, so kann es doch nicht weitergehen. ich meinte, ja, das würde ich auch oft denken. er meint aber ganz was anderes als ich. ich dachte an unsere beziehung, nicht an irgendwelche dinge, die er erledigen soll. wenn es dicke luft gibt, geht es immer nur um seine unlust, dinge zu erledigen. am nächsten tag war alles wie immer. er fragte nicht mehr nach und wollte auch nicht darüber reden. und ich? ich frage sowieso nicht mehr nach, ob wir was bereden, und mal ausprechen, denn sowas kann hasi gar nicht. wir unterhalten uns nie über unsere beziehug oder über probleme. sich einfach mal zusammensetzen und reden … dafür hat hasi gar keine zeit. und auch keine lust. das wäre zuviel konfrontation, und konfrontationen kann hasi bestens mit internet, schokolade essen und fernsehen verdrängen. während ich neben ihm sitze und ihn ansehe und mich frage, ob er überhaupt noch lust auf unsere beziehung hat, starrt er auf den bildschirm in seinem laptop, auf sein handy oder im tv. langweile dich.net ist das grösste. irgendwelche nervtötenden, semi-lustigen videos gucken ist natürlich angenehmer als sich mit der frustrierten partnerin auseinanderzusetzen.

es ist ja mein fehler. ich bin eben nicht die richtige. der typische fehler und beziehungskiller, seinen partner irgendwie ändern zu wollen. ich will ja nur, dass er sich auf die beziehung erinlässt, und dazu gehören eben auch pflichten und kompromisse. vielleicht kann ich die auch nicht eingehen. vielleicht bin ich nicht genügsam genug. er zahlt seit monaten meinen mietanteil, den warmwasser-anteil, meine krankenkasse, fährt mich immer zum supermarkt und lädt mich oft ein. ich darf seine bio-lebensmittel essen und bestimmt noch mehr. ich muss wirklich undankbar sein. aber ich fühle mich oft so unverstanden und alleingelassen mit dingen, die mir auf dem herzen liegen 😦

egal, ich kann es momentan nicht ändern. ich hoffe ich finde bald mehr arbeit, damit ich finanziell nicht mehr so abhängig bin. vielleicht hilft mir auch nur noch ein sprung von der autbahnbrücke. aber ich habe keine lust, zu springen.

eingeengt

seit gestern abend bin ich wieder depri. meine pms-phase läuft wohl immer etwas länger. oder liegt’s daran, dasshasi gestern bei den vermietern geklingelt hatte, und mir danach erzählte, sie hätten uns gesagt, wir mögen doch bitte das fensterbrett im zwischenraum wohnzimmer/küche mal leerräumen? da lagen noch lauter werkzeuge und so kram herum. hasi hat das dann sofort weggeräumt. sonst räumt er ja eher selten sachen weg, die MICH stören. aber vor mir hat er ja keinen respekt.

ich weiss ja, dass so ein fenster nich gerade schön aussieht, aber hier ist sowieso totales chaos, immer noch. und sie können ja auch so in unsere wohnung gucken und das ganze disaster sehen. wenn die sich schon an dem fenster stören, oh weia … frau v. guckt auch immer so seltsam zu unserem anbau rüber. eben auch wieder dieser prüfende blick zu meinen blumentöpfen. ich mag da schon gar nichts mehr hinstellen, auf UNSERE terrasse. und dauernd latscht jemand an unserem haus vorbei, bzw. ist das ja gleichzeitig unsere terrasse. ich laufe doch auch nicht auf ihrer terrasse oder in ihrem garten herum 😦 dann müssen sie eben endlich den weg bauen, den sie schon seit märz legen wollen.

die versprochenen neuen fenster sind auch noch nicht da. obwohl ich sowieso keine lust auf handwerker und noch mehr dreck habe. hier steht ja alles voll, da kann eh keiner arbeiten. mich stören nur die blinden fensterscheiben. die sicherheit ist mir eher weniger wichtig. wer kommt hier schon rein? die v.’s sind doch eh die ganze zeit hier und bewachen das haus.

frau v. fragte auch noch, wo wir denn unsere wäsche trocknen würden. im schlafzimmer. gefällt ihr wohl nicht, sie hat bedenken, dass die wände davon feucht werden. ich hatte noch nie probleme damit, in er wohnung wäsche zu trocknen. wir könnten ja unsere wäsche auf der leine draussen aufhängen, tja, da hängt aber auch oft genug was, wenn ich gewaschen habe. und ausserdem habe ich heuschnupfen und möchte keine pollen in der wäsche haben. ich werde nun jedesmal daran denken, dass ich was falsch mache, wenn ich meine wäsche im zimmer aufhänge. einen trockner hier auch noch hinstellen geht aus platzgründen nicht, ausserdem mag ich das nicht. verbraucht doch unnötig strom.

lange werde ich hier wohl nicht wohnen, denn auch diese leise kritik reicht mir schon, um mich unwohl zu fühlen. ist ja was ganz normales, aber für mich schon zuviel. ich fühle mich eingeengt. wer weiss, was in zukunft noch kommt. vielleicht gefallen den v.’s irgendwann unsere vorhänge nicht mehr, oder sonst was.

dass mich der fernseher der v.’s stört, das gequalme der frau auf der terrasse, der rauch zieht nämlich in die bude rein, wenn die fenster offen sind .. das habe ich natürlich noch nicht gesagt. ich möchte die leute ja nicht einschränken in ihrrem eigenen heim. das krakelen der frau, wenn sie ihren mann ruft, sich unterhält, oder die enkel, die hier eben mehrmals „opa, essen!“ riefen.. ja, alles so schön ruhig hier.

lang werde ich es hier wohl nicht aushalten. schade, ich dachte, ich hätte ein ruhiges plätzchen gefunden. aber menschen stören überall.

die tage, wochen und monate rennen so dahin. irgendwie ist noch gar nichts richtig fertig. ich warte immer, dass mal was passiert. aber das wird noch lange so aussehen.

ich warte auch immer noch auf meine kaution. meine mutter hatte gestern schon meinen alten vermieter gefragt, was damit ist. und er sagte, er brauche eine bestätigung vom jobcenter. wusste ich schon, aber das jobcenter meldet sich ja nicht. meine mutter wird da mal anrufen, vielleicht erreicht ja sie was.  ich würde auf die kohle scheissen, wenn die sich nicht von sich aus melden. ich renne doch nicht dauernd allem nach!

krankenversichert bin ich auch seit mai nicht mehr. oder seit april? keine ahnung. jedenfalls müsste ich mich da nun mal freiwllig versichern. beziehe ja kein hartz4 mehr. ich schaffe es nicht mehr, dorthin zu gehen und mich dort mit den sachbearbeitern zu treffen und meine lebensgeschichte erzählen zu müssen. und die frage, wie ich mir meine berufliche zukuft vorstelle, mit einem schulterzucken zu kommentieren. sowas kann man zwei, dreimal machen, aber mir ist das zu anstrengend. jedesmal werde ich mit meinen schwächen konfrontiert. ich mag nicht mehr.

jedenfalls muss ich mal meine KK-beiträge bezahlen. sonst habe ich bald einen haufen auf einmal zu zahlen. und geld habe ich bald eh keins mehr, mein gespartes schwindet dahin …

immerhin macht mir der job noch spass. wenn nicht gerade jemand nervt. es sind immer die menschen, die mich stressen. ich versuche mein bestes, mit ihnen auszukommen, ohne mich zu sehr aufzuregen. klappt nicht immer, aber zur zeit ja erstaunlich gut. solange nichts vorfällt, was mich aus der bahn wirft. so wie das mit den v.’s. das belastet mich nun schon. ich mag schon gar nicht mehr aus dem haus gehen, die könntne mich ja sehen. und ansprechen.

da hab ich nun wieder einen knacks weg. mann …mir ist heute nur zum heulen zumute. hoffentlich ist es nur hormonbedingt.