telephone-phobia

ich telefoniere seit über einem jahr jeden tag beruflich 6 stunden lang ununterbrochen mit fremden menschen! und nun, wenn ich einmal privat telefonieren muss, werde ich wieder nervös wie sonst auch immer früher … isn’t it strange?

(ich versuche gerade beim notar durchzukommen, wegen der erbausschlagung).

meine sozialphobie ist noch da. die treue seele, die. juchu.

vogel-attacke

ich mag vögel. und ich mag krähen. aber heute hatte ich eine unliebsame begegnung mit einer aggro-krähe. auf dem weg zur arbeit, ich war schon am musical-theater und bog gerade in den musikweg ein, dort waren zwei krähen auf der wiese nebenan. ich will gerade über die strasse gehen und sehe, wie die eine krähe sich total aufplustert und mich ankrächzt, dann fliegt sie plötzlich auf und attackiert mich! ich habe noch versucht meine hände schützend über den kopf zu halten, aber sie hat mich doch mit dem  schnabel in den kopf gehackt. dann flog sie erst kurz weg und ich dachte schon, sie nimmt anlauf flug für eine neue attacke, und ich bin losgerannt. sie ist zum glück nicht nochmal auf mich losgegangen. wow. sowas ist mir noch nie passiert. ich habe dann meinen kopf gefühlt, und meine hand war ganz blutig.  das ist ja wie in hitchcocks „die vögel“ …

oben in der firma habe ich meiner teamleiterin bescheid gegeben und gefragt, ob sie was zum desinfizieren habe. mein kollege stefan hat sich dann um mich gekümmert, aber sie hatten keine desinfektion da, er hat mir aber eine wundauflage auf den kopf gelegt. er meinte, ich solle damit lieber zum arzt, und ich bin dann ins krankenhaus gefahren. dort wurde ich dann versorgt und ich habe noch eine tetanus-impfung bekommen, da die schon ziemlich lange überfällig war. die wunde ist überschaubar, meinte die ärztin, aber sie musste erstmal die stelle säubern, da die wunde doch etwas geblutet hatte. die wunde ist mit spühpflaster verschlossen worden. morgen soll ich noch zum hausarzt und die wunde noch einmal kontrollieren lassen. und dann könnte ich mir auch im nachhinein einen krankenschein für den heutigen tag geben lassen.

ich hab dann noch bei der teamleitung angerufen und gefgragt, ob ich den rest des tages noch arbeiten kommen soll. bis 20 uhr wäre heute schicht gewesen. simone meinte aber, ich solle mich ruhig von der attacke erholen. mir geht’s ja soweit gut, habe keine schmerzen oder so. ich merke natürlich die wunde etwas, aber sonst alles paletti.

die schwester in der notaufnahme hatte allerdings vorab meinen blutdruck und meine temperatur gemessen. wahrscheinlich, weil ich so rot im gesicht war. ist ja wieder so warm heute, ich hab so geschwitzt. blutdruck 170/100, glaube ich. mäh. hätte sie auch gemessen, wenn ich nicht so geschwitzt hätte? naja, mein puls war anscheinend ok. und meine temperatur auch.

ich hoffe, ich muss jetzt nicht jeden tag aufpassen, was die krähen machen, wenn ich zur arbeit gehe. die brüten da wohl, und ich war gerade im falschen moment an der falschen stelle.

ich mag vögel trotzdem noch. auch krähen.

übernachten …

das leben ist so teuer. ich möchte gerne mal am wochenende nach hamburg, lübeck oder sonstwohin fahren und mir eine einzige übernachtung gönnen, aber bei meinen recherchen sehe ich immer derart horrende preise, dass ich mich frage, wozu es überhaupt sowas wie hostels gibt. früher konnte man sich in ein mehrbettzimmer für 12-19€ einnisten, und das ist ja schon genug, dafür, dass man kaum ein auge zukriegt und von schnarchern oder sonstigen geräuschen wachgehalten oder gestört wird und ohnehin eher nur ruht als schläft. aber heute werden mir selbst auf hostelseiten preise zu 180€ angezeigt – was hat das bitteschön noch mit der ursprünglichen idee eines hostels zu tun? es ging doch mal darum, dass man für wenig geld einfache unterkünfte bekommt? das regt mich echt auf, sowas. aber selbst auf einem zeltplatz muss man ja heutzutage schon einiges hinblättern, und ich möchte nicht für eine nacht soviel gepäck mitnehmen und dann noch außerhalb der stadt fahren müssen, um zu meinem feuchten nachtlager zu gelangen.

klar, früher hatte ich diese probleme auch schon, und ich erinnere mich noch an die zeiten, in denen ich die nacht durchgemacht habe oder mich irgendwo kurz hingelegt habe, um zu pennen. im park, auf einer bank oder sonstwo, wie ein penner. diese zeiten sind vorbei, dazu bin ich zu alt. ich brauche wirklich nicht viel, nur ein bett und etwas ruhe, von mir aus mit toilette und dusche auf dem gang, aber halt nicht für 80 oder sogar 180€ .

das ist auch genau der grund, weshalb ich näher an der küste wohnen will, so nah, dass an einem tag hin und wieder zurück kommen kann. ohne diese krassen unterkunftspreise. und jetzt, wo ich hier wegziehen muss, möchte ich erstmal wissen, wo es mir auch wirklich gefällt und dort leben kann. verdammt. ich hoffe, ich finde doch noch eine möglichkeit, mir meinen zukünftigen wohnorte anzuschauen.

frau heiermann

frau heiermann arbeitet für eine reinigungsfirma in mülheim. sie ist mindestens 50 jahre alt, eher 55. und sie arbeitet schon seit über 10 jahren in der firma als reinigungskraft. unglaublich.

und sie hat mich vergrault, in den ersten sekunden, in denen ich mit ihr sprach. sie hat eine richtige ruhrpottschnauze, ist frech und schroff. haut mir die worte um die ohren, dass ich am liebsten sofort wieder gehen möchte. und wie ich es hasse, wenn fremde menschen zu nahe an mich herantreten, wenn sie mit mir sprechen … bitte abstand halten, 1 meter ist höflich! ihr geruch ist auch nicht gerade angenehm. und es vergingen keine drei minuten, als sie anfing, über ihre kollegin, die nun aufhört, und deren stelle annehmen möchte, auf das übelste abzulästern und herzuziehen. „manchmal könnte ich die anne wand klatschen!“. o-ton frau heiermann. ich schlucke und lächle verständnisvoll. möchte mich mit der revolverschnauze lieber nicht anlegen. und hauptsache, wir verstehen uns! dat muss nämlich passen!“ ich nicke tapfer und hoffe, dass sich das noch legt. aber frau heiermann redet gerne und viel, und die lästereien hören nicht auf. „die“ macht nichts richtig, kapiert nichts, etc. warum die kollegin wohl aufhört, frage ich mich.

frau heiermann ist selbst nicht gerade organisiert, zeigt mir erstmal nur die toiletten und was da zu tun ist. einen putzwagen gibt es nicht, und in der mickrigen putzkammer müffelt es nach dreckigen wischmöppen. aufgeräumt wirkt die kammer auch nicht. willste wissen, ob ’ne reinigungsfirma gut, ist, schnupper mal in die putzkammer, dann weisste gleich, wie sauber die putztruppe ist. der eimer, den sie mir gibt, hat innen einen schönen dreckrand am boden. den eimer nach benutzung ausspülen wird auch überberwertet.

ich mache mich an die arbeit, laufe immer wieder in die putzkammer und zurück, da ja kein wagen vorhanden ist und ich alles mühsam einzeln mitnehmen muss. mülltüten, eimer, wischmopp, stiel, putzklappen. es gibt auch nur zwei sorten lappen, blau und rosa. rosa ist ja für die toiletten. und der blaue? wohl für alles andere. igitt.

fünf minuten später trudelt die andere kollegin ein. die, die aufhört. sie ist schon pflegeleichter, redet nicht so viel und laut, nimmt alles gelassen. vielleicht zu gelassen. auch sie hat wenig konzept und erklärt wenig. nur gut, dass ich schon einige jahre erfahrung habe, ich hätte sonst nix kapiert. „lass dich von der ja nicht aus dem konzept bringen!“ warnte mich frau heiermann vorher noch.

als die ruhige kollegin mich darauf anspricht, dass ich wohl meine eigenen handschuhe mitgebracht hätte, meinte ich, ja, hier gibt es wohl keine. sie nimmt sich einen gebrauchten handschuh und guckt ihn sich argwöhnisch an, riecht dran, meint aber ganz gelassen: „ja die frau heiermann hat eine hautkrankheit an den händen, und die riecht man auch“. HILFE!!!! denke ich und überlege, was ich hier schon angefasst und ob ich mich eventuell schon angesteckt haben könnte. hatte ich nicht vorhin ihre hand geschüttelt??? wenigstens bietet mir die frau keinen dieser benutzen handschuhe an (gott sei dank hatte ich meine eingepackt!) ich putze angeekelt weiter meine toiletten.

plötzlich schaut frau heiermann wieder vorbei. „kommste klar?“ ja logo! alles super … außer … na ja. ich bleibe tapfer und wenn sie mich fragt, ob ich morgen wiederkomme, sage ich ja. hoffe, sie bemerkt mein leises zögern. nach fünf minuten hatte sie das erste mal gefragt, ob ich den job nehme. da hatte ich gesagt, ich gucke mir das hier ja erstmal an, so hatte das ja auch die chefin vorgeschlagen. „ach so! ja klar!!!“ sie wunderte sich, dass ich nicht direkt geschrien habe, dass ich den job UUUNBEDINGT haben will, und mir die nächsten 10 jahre die stimmung vermiesen lassen will. sie zog mich regelrecht runter mit ihrer art. diese frau macht mich fertig.

sie zeigt mir später noch die erste etage, wo ich zweimal die woche dran bin. redet wieder so laut, obwohl da noch leute im büro sitzen. „wenn da noch leute drin sind, nicht reingehen! machste später!“ – „aber den mülleimer darf ich schon rausholen, oder?“ frage ich. ist ja eigentlich üblich. „nee, das machste dann später! nich, dass de die leute störst“, guckt in ein zimmer und schreit dem mitarbeiter zu: „na, ich dachte, du biss in urlaub?“ und textet ihn zu. er reagiert kaum. das bedeutet also „nicht stören“. alles paletti. „und nich zu viel auf einmal machen, sonst schaffste dat nich. die andere, die macht ja immer zuviel, aber nie das, was sie soll …“ sie lässt keine gelegenheit aus, sich über ihre noch-kollegin auszulassen. schönes betriebsklima. bald wird sie über mich so reden. da macht das arbeiten gleich doppelt spaß.

wieder unten, erledigen die eine und ich noch den rest, der ja so schwer zu schaffen ist … ich habe genau zwei toiletten geputzt, eine küche, und ein stück boden gewischt. die andere hatte noch den müll aus den zimmern geholt und auch ein wenig gewischt. was genau sie eigentlich gemacht hat, weiß ich nicht. dafür bekommt man dann 2 std. 15 min. bezahlt. hui, da muss man ja aufpassen, dass man sich nicht überarbeitet.

„hömma, und wenn mal einer von uns fehlt, kann man sich ja auch super aushelfen. also ich sach mal, wenn einer von uns was wichtiges zu erledigen hat, dann springt der andere halt ein, das braucht ja auch die chefin nicht zu wissen, das können wir auch so unter uns ausmachen.“ hmhm. „und hier brauchste keine angst haben, dat dich einer kündigt, hier wirste nicht gekündigt, außer, du machst den hier“ – und sie macht eine „was heimlich einstecken“-handbewegung. „oh, wird hier auch geklaut?“ wundere ich mich. „na klar, auch die kollegin hat schon so einiges mitgehen lassen. aber ich sach ja nix, außer, wenn ich dann angeschissen werde, dann aber …!“ sagt sie fast drohend.

frau heiermann verabschiedet sich. „und, kommste morgen?! bis morgen!!!“ und ich nicke und sage „bis morgen“ und rufe in gedanken schon die chefin an, um abzusagen.

was für ein horrortag. ich hoffe, ich träume heute nacht nicht von frau heiermann.

job, geld usw.

die sache mit dem fehlenden lohn hab ich jetzt geklärt. also hoffentlich. hab da doch noch angerufen und bescheid gegeben. das lief auch ohne drama ab. chefin war mal wieder im auto und ihre freisprechanlage spinnt ja immer, da kann man nicht viel verstehen. sie meinte aber, sie guckt mal nach. ein paar tage später kam sie dann vorbei und ließ mich noch was unterschreiben, was neulich vergessen wurde. irgendwas von der rentenversicherung. und sie gab mir meinen vertrag. sie fragte nochmal nach wegen der abrechnung, und sie hatte statt 9 wohl nur 7 tage verrechnet. das fehlende geld will sie mit der nächsten lohnabrechnung überweisen. wieso nicht gleich??? menno. sie hätte aber die abrechnung an mich geschickt. die kam dann am folgetag. jetzt weiß ich auch, wieso der lohn so ein krummer betrag ist. seit wann muss man denn eine kleine pauschale an die rentenversicherung abtreten beim minijob? ich kenne das gar nicht. und bei mir lohnt sich das auch nicht, denn ich werde niemals rente bekommen, also zahle ich ja umsonst ein. blöd.

der job ist ansonsten noch ok. manchmal kommen reklamationen, neulich meinte der hausmeister zu mir, es hätte sich eine frau beschwert, und ich müsse die küche jeden tag machen. was ich auch mache. keine ahnung ob überhaupt „meine“ küche gemeint war, denn es gibt noch eine zweite auf der etage. jedenfalls kommt es oft vor, dass ich die küche reinige, und anschließend kommen mehrere mitarbeiter, die feierabend machen und ihre tassen und sonstiges geschirr noch eben in die küche bringen und ausspülen. tja, dann isses da halt wieder schmutzig. was eigentlich praktisch ist, wenn man mal was vergisst/übersieht. dann waren es halt die büroleute. ich bin da inzwischen recht gelassen. früher habe ich mir das immer zu herzen genommen.

übrigens gibt es solche und solche in den büros. man merkt schnell, wer ordentlich und wer eher chaotisch veranlagt ist. da gibt es so eine frau … die grüsst immer nett und so, aber die ist etwas chaotisch. da liegen dauernd wieder papierschnipsel und büroklammern und so’n gedöns auf dem boden. und gesaugt wird eigentlich nur einmal pro woche. bei der könnte ich fast täglich saugen. wieso liegen eigentlich immer die heftklammern lose überall herum? müssen die von den papieren gelöst werden, bevor sie in den schredder wandern? oder ist das eher ein zeitvertreib, und das passiert aus reiner langeweile? ständig liegen die auf dem boden in fast allen büros (und ich bücke mich ja sooo gerne).

interessant ist auch, was die leute so in ihren papierkörben haben. mit der zeit kriegt man mit, wer was isst oder trinkt. die bunte schale vom täglichen, hartgekochten ei oder der teebautel. obst wird auch viel gegessen. und ein paar leute werfen ihre pausenbrote regelmäßig weg. das wird wohl nur gegessen, wenn es nichts gescheites in der kantine gibt?

was anderes: inzwischen kamen wieder anfragen bezüglich komparsenjobs. einmal zum film „wendy 2“, da wurden gleich mehrere anfragen verschickt. leider war das unter der woche und die anfahrt war wieder zu weit. zudem hätte ich als zuschauer bei einer pferdeveranstaltung „etwas schickere sommerbekleidung“ mitbringen müssen. ich fürchte, sowas besitze ich gar nicht. und gestern kam endlich eine anfrage zum film „der junge muss an die frische luft“. drehort essen, wäre also erreichbar. nur leider schon wieder unter der woche. drehen die überhaupt auch am wochenende? sonst wird das nie was. ich kann ja schlecht bei meiner chefin anrufen und fragen, ob ich am 15. august einen tag freimachen kann, um einen komparsenjob anzunehmen. dabei würde ich dafür ja viel mehr geld bekommen. 89€. das wäre schon toll. und die erfahrung beim film noch besser … aber daraus wird also jetzt nichts. schade. dieses mal hätte ich auch passende kleidung gehabt, als kneipengast braucht man ja nichts besonderes anziehen. naja. mal sehen, ob noch andere anfragen zu dem film kommen. aber bitte bitte am samstag oder sonntag! sonst werde ich höchstens mal mitmachen können, wenn ich gerade ohne job bin. oder urlaub habe. (wenn meine urlaubssperre erstmal vorüber ist, kann ich das ja machen und mir freinehmen).

bald ist der juli um, und dann noch august, und der sommer ist vorbei. ist ja ekelhaft, diese wärme. und dann kann ich endlich wieder jammern, dass es zu kalt ist 😉 auf stickige heizungsluft und frieren hab ich natürlich auch keine lust – warum kann es nicht einfach immer zwischen 18 und 22°c mild sein? das wäre perfekt. mal etwas höher oder niedriger wäre ja auch ok. am besten so, dass man niemals die heizung anstellen muss. dann würde man auch noch heizkosten sparen.