empathie

wenn man sich unter menschen einsam und unverstanden fühlt, und immer wider das gefühl bekommt, man werde nicht akzeptiert mit seiner einstellung, sondern nur geduldet … sollte man wohl den bekanntenkreis wechseln? aber ich habe solche angst davor, immer wieder zu erfahren, dass man mich nicht wirklich mag oder versteht. ich merke immer mehr, dass ich jemanden brauche, der mich so nimmt wie ich bin, und ich weiß nicht, wie ich diese person(en) finden soll … bin ich wirklich so komisch, oder sind es die anderen?

gibt es noch irgendwo leute, die es okay finden, oder sich vorstellen können, dass man etwas anders sieht als sie selbst? empfinden die menschen zu wenig empathie?

ich hatte früher weniger probleme damit, neue kontakte zu haben. solange ich meine meinung nicht gesagt habe, klappte das ganz gut. ich weiß zwar nicht, was die anderen dann an mir interessant fanden, aber wahrscheinlich nur die tatsache, dass ich immer zeit hatte und eine unkomplizierte begleitung war. ich könnte es wieder so machen und nicht meine einstellung zu dingen äußern. aber ich bin keine 20 mehr und möchte meinen charakter zum ausdruck bringen. und dafür auch angenommen, bestenfalls sogar geschätzt werden.

ich flüchte mich schon wieder in eine traumwelt, wie immer, wenn ich mit der einsamkeit nicht klarkomme. da kann ich sein, wie ich sein möchte, und werde geliebt für das, was ich bin, und für das, was ich denke, und fühle.

würde es mir nur nicht so schwer fallen, auf andere zuzugehen. ich brauche mal wieder einen seelenverwandten. vielleicht irgendeine verschrobene künsterseele, die nicht ganz von dieser welt ist, aber sich in andere hineinfühlen kann. ich würde gerne mal wieder tiefsinnige gespräche führen, ohne immer gleich anzuecken. wo findet man so jemanden?

ich werde endlich aktiver werden müssen, um unter leute zu kommen. vielleicht suche ich mir ein neues hobby, eine theatergruppe für laien oder irgendwas in der art. vielleicht darf ich mich dort ausdrücken, ohne schief angeguckt zu werden, wenn ich etwas von mir gebe. und finde dort das, wonach ich suche …

fallende blätter

nun ist schon oktober. die zeit vergeht ganz schön schnell. wäre dieses doofe virus nicht, wäre dieses jahr wesentlich schöner. ich kann es nicht so recht genießen, endlich in hamburg zu sein. ich wollte hier so vieles machen. auf konzerte gehen, ins kino, ins museum. ich wollte ganz oft ans meer fahren, wo ich nun so dicht dran wohne. bisher war ich nirgends davon. ich war natürlich schon viel unterwegs in der stadt. aber irgendwie läuft das jahr bisher mit angezogener handbremse. ich hoffe, corona wird uns nicht noch jahrelang so ausbremsen. das macht alles keinen spass.

im job gibt es auch keine veränderung. ich friere immer noch. wandere von einem raum zum nächsten, um zu testen, ob ich da sitzen kann. mein teamleiter hat keine lösung für mich. und ich bin bald am ende, mir geht die situation so auf die psyche. was ist das für ein arbeitsplatz, wo man nicht mal einen festen und warmen platz hat??? letzte woche saß ich in dem kleinen raum mit nur vier arbeitsplätzen für drei tage alleine. war das schön. ich hatte wieder richtig lust, zur arbeit zu kommen. am donnerstag kamen dann zwei frauen aus einer anderen etage zu mir. aus dem beschwerde-team. klare ansage der einen: das fenster ist auf, die heizung bleibt aus. tja, was soll ich da noch entgegnen, wenn ich sowas höre.

paar tage vorher gab es mit einer eigentlich ganz lieben kollegin auch einen krassen vorfall. ich kam um kurz vor 9 ins büro, wo wie immer die anderen schon eine weile am arbeiten waren. erstmal war es dunkel, kein licht war an. und ich merkte sofort die kälte im büro. draußen nur 11°c grad, fenster geöffnet. ich habe erstmal die heizung bei mir angemacht. aber bei der größe des raumes bringt das nicht viel. also ging ich mal durchs zimmer und guckte, ob die anderen die heizung wenigstens anhatten. natürlich nicht. ich fragte diese kollegin, ob sie denn die heizung anhätte, und wollte eine schon etwas aufdrehen. da meinte die kollegin: „wir wollen das nicht“. und ich könne nicht bestimmen, ob die heizung angemacht wird, das könne ich bei mir machen, aber nicht bei denen. wow. ich war platt. mein argument, dass der raum viel zu groß sei, um mit einer heizung den raum zu erwärmen, brachte nichts. und auch meine entgegnung, dass sie da mit dicker decke und dickem schal säße, stieß nur auf weiteren unmut. ich sagte, ok, alles klar, packte meine sachen und setze mich nach rücksprache mit der teamkoordinatorin, da mein teamleiter noch nicht da war, in den kleinen raum, der ja leer war. heulte erstmal eine runde. bald kam der teamleiter zu mir, ich erzählte ihm unter tränen von dem vorfall und sagte, für mich sei der raum passé, ich werde mich da nicht mehr reinsetzen. er meinte, er werde mal mit der kollegin sprechen. später sie dann in mein zimmer und hat sich mit mir ausgesprochen, sich entschuldigt. sie war ganz lieb, so wie ich sie kenne. das ändert aber nichts an der tatsache, dass ich in diesem raum nicht die fenster zu- und die heizung anmachen darf.

ich bin für großraumbüros anscheinend nicht gemacht. wen wundert’s, bin ja eh so eine einzelgängerin. auch wenn ich es mag, mit kollegen zusammen zu sein. aber eben nicht mit jedem. ich fühle mich am wohlsten allein.

was mache ich nun ab montag? es wird noch kühler, und dann werde ich wohl auch aus dem kleinen raum flüchten müssen. ich kann mich noch vorübergehend auf einen platz in einem anderem raum setzen, weil ein kollege länger weg ist. aber auch dort ist es wohl zu kühl für mich. ich mache schon freiwillig spätschicht, damit ich wenigstens ab nachmittag hoffentlich den raum etwas wärmer kriege. aber das ist auch keine lösung. ich weiß echt nicht weiter. kündigen? und dann kriege ich kein geld vom amt … ist doch scheiße! aber mir wird schlecht, wenn ich an die arbeit denke. krank schreiben lassen? auch keine option. oder doch? bald bin ich eh reif für den seelenklempner …

tja, und die wohnung … ist zwar momentan eher ruhig, was zumindest eine erleichterung ist, aber die angst ist immer da, dass es plötzlich wieder schlimmer wird. das sitzt schon so fest , ich habe ein trauma. und ich möchte so gerne meine wäsche in der waschmaschine waschen können. es ist so mühsam. meine handtücher werden nicht richtig sauber, die riechen schon nach kurzer zeit wieder muffig, oder sogar schon, wenn sie trocken sind. im nassen zustand riechen sie eigentlich frisch. manchmal riechen auch andere wäschestücke nicht ganz neutral, dann habe ich sie wohl nicht heiß genug gewaschen oder nicht lange genug ausgespült. oder es dauert einfach zu lange, die sachen zu trocknen. ich hätte so gerne wenigstens eine wäscheschleuder, aber ich will mir keine kaufen, denn wenn ich dann vielleicht doch noch eine neue wohnung finde, brauche ich die dann bald nicht mehr. ob sich eine anschaffung noch lohnt? gebrauchte mag ich nicht kaufen, die sehen alle schon so schäbig aus, und ich habe damit ja generell ein problem. dann könnte ich ja gleich in den waschsalon gehen.

hach, alles nicht so einfach.

grrrrr!!!!

ich möchte nicht mehr arbeiten gehen. tagtäglich treffe ich auf menschen, die ich nicht sehen will. es kotzt mich so an. nicht nur meine kollegen, aber auch die.

(übrigens irritiert mich der neue WP-editor. ich weiß noch nicht, ob ich zurück zu meinem alten wechseln kann, oder ob ich mit diesem neuen hier klarkomme.)

schon morgens regen mich die menschen auf. der weg zur arbeit ist grauenhaft. ich will niemanden sehen! oder hören!!

dann komme ich ins büro. meine „lieblings“-kollegin hat zwei fenster sperrangelweit offen. es ist viel zu kühl, ich friere jeden tag. muss da mit mantel, mütze und schal sitzen. und ’ne leggins unter der hose tragen. und trotzdem friere ich noch. auf dem weg nach hause schwitze ich dann wie blöde, weil ich, wenn ich mich bewege, ja gar nicht so viele klamotten brauche. aber während der arbeit sitze ich halt nur auf einem stuhl und bewege mich nicht. und die meisten leute da wollen alle kälte und am besten zugluft. warum stehen die da so drauf? wollen die krank werden? ein paar sind schon krank diese woche. die spinnen ja. wehe, ich werde krank!

heute hatte ich mir, obwohl ich total dagegen bin, eine wolldecke mitgenommen. hab sie mir über die beine gelegt. bloss bringt mir das wenig, wenn die füsse kalt sind. und ich sitze da total verkrampft und hoffe, dass die decke nicht runterruscht. lenkt mich ab vom arbeiten. was soll das eigentlich? dass man da mit decke sitzen muss, wie ein alte frau im schaukelstuhl? das war schon immer der vorschlag der leute, die gerne dauerlüften. total gaga. ich habe schon so viele büros geputzt und NIE, niemals nie jemanden da sitzen sehen sehen mit einer decke auf dem schoß.

wenn ich meine „lieblings“-kollegin anspreche, ignoriert sie mich. guckt mich nicht an. grüßt nicht. ich gebe es auf. heute hatte ich sie kurz was gefragt, und sie reagierte erst gar nicht auf ihren namen, starrte weiter auf ihrem bildschirm. erst als steffi ihr sagte, dass ich was von ihr will, guckte sie gestört in meine richtung. und gab mir auf meine frage muffelig eine antwort und meinte, ich könne ja auch die multi-line anrufen. wäre ich nicht drauf gekommen! nur war da niemand zu erreichen, oder hätte ich sonst etwa dieses unsympatische wesen gefragt??? ich war kurz davor, mich sarkastisch dafür zu entschuldigen, dass ich sie angesprochen habe … ab jetzt werde ich nichts mehr zu ihr sagen, ich hab die schnauze voll von dieser komischen tante! sie hat mich auch von anfang an nicht gegrüßt, guckt immer an mir vorbei und unterhält sich nicht mit mir. keine ahnung, was die hat, ich habe ihr nichts getan. und die andere, die zum glück noch krank ist (vielleicht kommt sie ja morgen wieder), ist genauso unsympatisch unfreundlich. tolle kolleginnen. und leider sitzen die in meiner nähe. ich habe bisher immer so’n glück, solche kotzbrocken neben oder vor mir zu haben. es ist noch keinem eine zacke aus der krone gebrochen, wenn man jemanden nett grüßt oder anlächelt! puh.

und dann heute der rückweg. ich sitze in der s-bahn. total voll. ein mann will sich auf den noch freien platz mir gegenüber setzen. er ist auffällig, sehr dünn und wirkt irgendwie leicht nervös. hat die maske nicht richtig auf, die nase guckt noch raus. erst nestelt er an seinem stoffbeutel herum. dann nimmt er seine brille ab und putzt diese, reibt sich xmal die augen und wischt sich im gesicht herum. setzt dann die maske wieder für eine sekunde auf. ich bin schon total genervt von seinem tun, da nimmt er sein smartphone, zieht die maske wieder unter die nase und beugt sich mit den ellbogen auf seinen knien nach vorne. ich wollte ihn schon fragen, ob er vorhat, seinen kopf in meinen schritt zu stecken. ich sage: „ziehen sie bitte die maske über die nase!?“ er reagiert gar nicht, und ich sage: „hallo!“ keine reaktion. dann nehme ich eben den fuss. stoße gegen seinen und sage wieder „hallo!?“ dann endlich taucht er aus den untiefen der s-bahn auf und ich wiederhole meine bitte. er kann nich richtig reden, vielleicht ist er ja taubstumm und hat deshalb nicht reagiert … nuschelt was davon, das er dann nichts sehen könne, seine brille würde beschlagen … WHAT!????? ich sagte, das wäre bei mir nicht anders, und er müsse halt mal darauf verzichten, auf sein handy zu gucken. geht’s noch???

mann, sind die leute egoistisch. ich bin entnervt aufgestanden und habe mich dann in den gang gestellt, wo ich auch umzingelt war von menschen, die ebenfalls ihre maske nicht richtig aufhatten. ich wusste nicht, wohin. arschlöcher! irgendwann werde ich mal ausrasten.

schön übrigens, dass nun 80 statt 40€ fällig sind beim nicht tragen der maske. blöd nur, dass das niemand kontrolliert …

ich wünschte, ich müsste nicht jeden tag aus dem haus gehen. es ist so anstrengend. ich will das nicht mehr.

should i stay or should i go?

kündigen oder nicht kündigen? ich bin hin- und hergerissen. ich ringe jeden tag im büro wieder mit mir selbst: soll ich mir das weiterhin antun? warum? bin ich nichts besseres wert? muss ich mich ständig für irgendwas rechtfertigen oder tolerieren, dass andere machen, was sie wollen???

nachdem es diese woche ja sehr warm ist, und ich am montag meinem teamleiter mein problem geschildert und gefragt hatte, ob es eine möglichkeit gäbe, nicht in der zugluft zu arbeiten, kam er kurz nachdem er meine E-Mail bekommen hatte auf mich zu. zuerst schlug er vor, dass ich mich in die mitte des raumes setze. aber da ja dort auch noch der ventilator hinwehte, war das keine lösung. dann meinte er zu den anderen, die tür müsse halt zu bleiben. zuerst war kurz ruhe, aber schon bald schlichen die zwei kolleginnen, die die tür gerne offen haben wollen, zu mir heran. während die eine mich nicht mal ansah und lieber den boden begutachtete, versuche die andere, mir zu erklären, dass ihnen warm sei. wie die beiden vor mir standen … als ob sie angst vor mir hätten. seltsam. ich versuchte auch mein problem noch einmal zu erklären, und wir einigten uns darauf, dass wir abwechselnd die tür auf- und zumachen. schön.

die nächsten stunden schloss und öffnete ich die tür also im halb-stundentakt, das machte ich freiwillig, da ich den beiden auch zeigen wollte, dass ich kein unmensch bin (ich hatte immer noch dieses gespräch vor augen …). alles klar soweit, kein gemecker.

heute stand die tür bereits offen, als ich kam. und obwohl ich mich nicht sehr wohlfühlte, habe ich die tür vier stunden offengelassen. als es dann mal heftig zog, machte ich die tür zu. keine viertelstunde und sie wurde wieder geöffnet … und das blieb sie dann auch für den rest des tages. auf die idee, für mich mal die tür eine weile zu schließen, kommen die beiden natürlich nicht, obwohl es so vereinbart war. denn solange ich mich nicht beschwere, haben die das schon vergessen oder denken, ich finde es okay. aber ich habe keine lust, so etwas immer und immer wieder sagen zu müssen, jedesmal fragen müssen, ob die tür mal einen halbe stunde zugemacht werden kann.

ich habe es satt, so satt. ich würde am liebsten kündigen. aber ich mag den job. ich will nur nicht in der zugluft sitzen 😦  ich sitze da oft und weine still vor mich hin. stelle mich dann auf „nicht bereit“, damit keine anrufe reinkommen. mein teamleiter wird mich bestimmt bald fragen, warum ich nicht die ganze zeit auf „bereit“ stehe. aber ich kann ja schlecht weinend mit den versicherten telefonieren.

andere hätten sich schon längst krank schreiben lassen. oder hätten sich was anderes gesucht. aber das fällt mir doch so schwer … warum gibt es diese beknackten großraumbüros??? verdammter mist. ob es was bringt, mit dem betriebsrat zu sprechen? wenn kein platz für mich ist, dann nützt es wahrscheinlich wenig. es wird anscheinend überall gelüftet und durchzug gemacht.

ich fühle mich so beschissen!

befindlichkeiten

draussen genießen die menschen wahrscheinlich den sommertag, während ich hier in der bude sitze und nachdenke. ich bin mit meiner wohnsituation und meinem job unzufrieden. der job an sich ist okay, nur macht mir das zusammensitzen mit meinen kollegen zu schaffen. die mehrheit steht auf zugluft und dauerhaft geöffnete fenster. im winter und an kühlen tagen friere ich dann und sitze in der zugluft. habe kopfweh und nackenverspannungen und fühle mich ausgegrenzt. es wird keinerlei rücksicht genommen. hauptsache fenster auf! an heißen tagen wie die letzten ist es zwar nicht kalt, aber es zieht trotzdem und manchmal noch viel mehr. da werden noch dazu die türen offengelassen, damit der heiße wind schön ins großraumbüro dringen kann … und als unser teamleiter, der mit in unserem raum sitzt, neulich meinte, nun wäre es doch langsam an der zeit, die wärme auszusperren, kamen nur kommentare von den frischluftfanatikern á la: aber es ist besser, wenn die luft wenigstens etwas zirkuliert … dass diese luft dann noch wärmer ist als vorher, ist den kollegen egal, hauptsache, sie spüren einen luftzug.

und die kollegin, die neben mir sitzt, hatte auf meine frage hin, ob es nicht sinnvoller wäre, mal die jalousien (die direkt am fenster montiert sind) runterzulassen, nur wie immer leicht angenervt gemeint, dass es dann ja dunkel sei, und sich dann die luft stauen würde. aha, und die sonne soll also schön durch die fenster knallen und die wärme im raum unerträglich machen??? hauptsache tageslicht???

das alles und offene türen und dann auch noch standventilatoren an, das war mir dann doch zuviel. in meiner reihe wird kein ventilator angemacht. da bleibe ich hart. eher gehe ich nach hause. ernsthaft! ich hätte es getan.

die kollegin neben mir ist nun drei wochen im urlaub, vielleicht besteht eine chance, dass das ganze nicht irgendwann eskaliert. so oder so ist es aber fast untragbar für mich. ich fühle mich so unwohl jeden tag, ich könnte oft heulen. was ist das für ein leben?

aber egal wo ich sonst arbeiten würde, es gäbe immer irgendwas. ich wünschte, ich könnte home office machen. zwar wäre es sehr langweilig, aber ich müsste nicht so viel ertragen. es ist gesundheitlich ohnehin schon schwer genug für mich. aber ich setze mich ja nie durch. es gibt nur wenige kollegen, die da nicht so egoistisch sind und auf andere achten.

der raum ist auch oft nicht richtig ausgeleuchtet. viele wollen kein licht anhaben, sitzen lieber im dunkeln. und ich muss meine augen eh schon immer anstrengen. das kann doch nicht sein, dass man so arbeiten muss … ich finde es zum kotzen. und durch dieses unwohlsein kann ich mich oft schlecht konzentrieren und bin langsam. muss oftmals das, was ich prüfe, mehrmals durchgehen. man muss sich doch einigermaßen wohlfühlen auf der arbeit? warum ist es so schwer, meine bedürfnisse mitzuteilen?

ich möchte gerne fragen, ob es nicht eine möglichkeit gibt, mich und eventuell ein paar andere in einen kleinen raum für die frostbeulen und zugluftempfindlichen zu stecken. aber die sitzordnung wird regelmäßig geändert, da bin ich nicht sicher, ob man dann dauerhaft in dieser konstellation sitzen kann.

ich werde mich darauf einstellen, eventuell bald nicht mehr dort zu arbeiten. und wer weiß, wo ich dann überhaupt arbeiten kann. es gibt ja fast nur noch großraumbüros. und wenn es kein bürojob ist, schaffe ich es wahrscheinlich körperlich nicht. hallo hartz4! ich freue mich schon.

die wohnsitaution ist ja soweit bekannt. die quietschetür hört nicht auf zu quietschen. unter mir wohnen starke raucher. ekelhaft. das ist insbesondere jetzt an den warmen tagen schwierig. ich muss ja abends viel lüften, damit sich die räume wieder etwas abkühlen. wirklich kühl wird es hier aber nicht, ich habe ja eine tolle wohnung mit sonne von mittags bis abends. bäh. wäre wenigstens ein zimmer nach hinten raus. aber das haben nur die anderen, die einen balkon haben. meine mittelwohnung ist sehr sonnig.

und dann die lauten autofahrer. diese blöden poser, die viel zu schnell auf dieser verkehrsberuhigten straße fahren und die musik dabei laut aufdrehen, natürlich bei offenen fenstern. und dann auch noch der gemeine pöbel, der ständig vorbeikommt und gelaber von sich gibt, dass ich nur noch traurig in die zukunft blicke. das ist doch akustische folter, was ich da höre. wo sind die gebildeten und gesitteten menschen hin? ich wünsche mir mehr menschen mit benehmen und achtsamkeit. die ein bewusstsein haben für das, was um sie herum geschiet. wissen die denn nicht, dass hier ein wohngebiet ist und man hier alles mithören kann? aber das interessiert diesen abschaum ja nicht. ich wünschte, ich könnte nachts im sommer mein fenster offenlassen, aber ich muss bei 28 grad und mehr im aufgeheizten zimmer versuchen zu schlafen. nur weil menschen so rücksichtslos sind und sich lautstark unterhalten, wenn sie an meinem haus vorbeilaufen.

ach, was ist das leben anstregend. manchmal habe ich keine lust mehr auf diesem ganzen scheiß. aber ich möchte doch weiterleben. nur nicht so. ich bin so glücklich, in hamburg zu sein. aber die leute regen mich auf … leider fehlt mir für einen vornehmeren stadtteil das nötige kleingeld. ich muss hier weg, nur wie? wohin? menschen sind überall, und man weiß nie, wen man als nächstes als nachbarn hat …

ps: hier gab es ja schon mal das gleiche problem mit kopfweh und zugluft … eben drübergestolpert.