kurzarbeit

seit heute bin ich in kurzarbeit. gestern hatte ich meinen vorerst letzten tag bei der tkgesundheit. heute habe ich mit randstad telefoniert, meine sachbearbeiterin sagte mir dann, dass es dort auch nicht viel besser aussähe. somit hat sie wie für alle anderen, die auch nicht vermittelt werden können, kurzarbeit für mich beantragt. sie hat mich noch bei einer versicherung vorgeschlagen, aber viele möglichkeiten hat randstad wohl nicht momentan. die lage hat sich ganz schön zugespitzt.

mir soll’s recht sein, dann habe ich eben erstmal frei. wobei ich auch zu blöd bin, mir den kurzarbeiterlohn auszurechnen. eigentlich sollte es nicht schwer sein, aber ich kann das irgendwie nicht. mit den kurzarbeiter-rechnern die man im netz findet, komme ich auf komische zahlen. die passen nicht zu dem, was ich mir selber ausrechnen würde.

und was echt blöd ist, man kann nicht mal einen minijob machen, um die kürzung des lohns wieder reinzuholen. denn das verdiente geld wird wieder abgezogen. das ist ja doof. wenn man nun finanziell in not gerät, darf man sich nicht mal einen aushilfsjob suchen? lediglich bei systemrelevanten jobs wie z.b. im gesundheitswesen wird der betrag nicht mit dem geld verrechnet. das ist ja wie bei hartz4. aber dieses kurzarbeitergeld ist sowieso nichts anderes als arbeitslosengeld 1, oder? da kriegt man ja auch 60% vom lohn. nur, dass man es nicht selber beantragen muss, und man auch keine bewerbungen schreiben muss. alles jacke wie hose.

positiv ist, dass ich nicht soviel mit den öffentlichen fahren muss. wobei ich auch ein bisschen andere viertel entdecken möchte. neulich war ich mal unterwegs. zuerst in hammerbrook, aber dort lief ich fast nur durch stark befahrene straßen, das hat mir nicht so gefallen, auch wenn man dort durchaus nette fotomotive von den riesigen modernen bürogebäuden und so findet. ich wollte es aber gerne etwas grüner und ruhiger. so fuhr ich dann bis zur haltestelle hagenbecks tierpark. tierpark klingt ja immer grün. es war auch etwas grüner, aber ich bin dann auch nicht in richtung tierpark gegangen, sondern an der u-bahn-trasse einen weg entlang, der begrünt war. dort gibt es ein kleines eisstadion und einen sportplatz, und dahinter eine kleingartenanlage. dort lief ich dann durch. als ich dort wieder rauskam, stand ich wieder in einer langweiligen gegend. ich kann mit dem norden von hamburg bisher nicht wirklich was anfangen, ich finde es dort alles hässlich und es gibt keine schönen altbauten dort, eher hochhäuser und viel zu breite straßen mit viel autolärm. ich verstehe bisher nicht, warum man den süden immer so schlecht redet. aber vielleicht habe ich die guten ecken dort noch nicht entdeckt 😉 was ich noch sehr nett fand war eine ruhige kleinere straße, in der vor zwei häusern jeweils ein kleiner karton mit büchern zum verschenken auf einer mauer standen. sowas mag ich 🙂

mal sehen, was mein nächstes ziel sein wird. das wetter ist gerade super, frühling at its best. ich wünschte, ich könnte schon ans meer fahren. aber derzeit darf ich leider nur davon träumen, so nah die küste nun auch ist.

corona-krise

leider werden wir nun doch noch nicht übernommen. es gibt derzeit einfach zu wenig zu tun, und die TKgesundheit kann uns nicht einstellen und andererseits schon festangestellte in kurzarbeit schicken. sie wollen uns aber trotzdem haben, hat man uns gesagt. hoffentlich zum 1. juni, aber man muss einfach abwarten, wie sich das mit dem virus weiterentwickelt.

so bin ich dann erstmal nur noch bis mittwoch dort. ob mir randstad nun kündigen muss oder ob die mich bis dahin noch irgendwo unterbringen, ist die frage. ich kann vielleicht erstmal überstunden abbauen und etwas urlaub nehmen, um die zeit zu überbrücken. vielleicht gucke ich auch selber mal, was der arbeitsmarkt gerade bietet. obwohl das sicher nicht so einfach ist in der situation.

ich bin gespannt, ob ich später wirklich noch eingestellt werde. es war ja eh seltsam, dass wir in so einer unsicheren zeit eine übernahme angeboten bekommen haben. im mai soll ich dann kontaktiert werden, ob es klappt.

traurig bin ich darüber nicht. ich kann auch gut zu hause bleiben, arbeitslosengeld bekomme ich eh, falls ich nun arbeitslos werde. dann hätte ich etwas zeit um mich zu erholen, ich fühle mich schon so erschöpft. und auf die täglichen fahrten mit dem ÖPNV kann ich auch verzichten. die s-bahn ist schon wieder so voll, da kriegt man bestimmt irgendwann corona. wie ich es hasse, wenn sich menschen einfach unterhalten ohne mundschutz. insbesondere die schnorrer, junkies und obdachlosen, die ja immer durch den zug laufen und sich auch noch zu den leuten hinunterbeugen, um geld zu erfragen. bei allem verständnis für deren lage, die es wirklich machen müssen (und das ist nur bruchteil, die meisten sind echt nur junkies und brauchen einen schuss), sollten die auch den abstand wahren. und wenn sie einem schon ihre ganze lebensgeschichte erzählen wollen, dann bitte mit mundschutz. mich macht das wütend. aber auch alle anderen, die so tun, als ob es kein corona gäbe und labern und telefonieren, oder herumalbern. manche könnte ich echt anbrüllen. aber ich habe einfach nicht den mut dazu, denen meine meinung zu sagen. genauso wenig wie den musik-hörern, deren verdammte beats durch den kopfhörer dringt. ich könnte echt ausrasten. ich wechsle schon den sitzplatz oder gleich den ganzen waggon, je nachdem, wie laut es durch den kopfhörer dröhnt. meine nerven machen das nicht mit. aber was soll ich machen, ich kann den menschen nicht entkommen. ich werde den sommer hassen. kann hier jetzt schon kaum das fenster öffnen, ohne von den leuten da draußen gestört zu werden. es ist grauenhaft.

letzte woche war ich auf der suche nach klopapier. montags drei läden, dienstag drei läden. überall fehlanzeige. morgens, wenn die läden öffnen, sitze ich schon in der s-bahn auf dem weg zur arbeit, abends ist es zu spät. dann schrieb ich an den edeka, der in meiner nähe ist, ob die mir wohl eine packung reservieren könnten. der filialleiter selbst schrieb mir zurück, dass das offiziell nicht möglich sei. aber wenn ich ihm verspräche, es nicht weiterzutragen, soll ich einen mitarbeiter darauf ansprechen und mich auf ihn beziehen. oh gott, was passiert hier, dachte ich nur. ich fühlte mich, wie jemand, der unsaubere geschäfte abwickelt und nicht ertappt werden will. furchtbar. und dann war ich im lade und lief da mit meinem leeren einkaufswagen hin und her, in der hoffnung, einen mitarbeiter ansprechen zu können, ohne, dass andere kunden mithören.  irgendwann fragte ich dann eine. sie verwies mich an eine andere mitarbeiterin aus der gemüseabteilung. sie sagte, wenn der chef das so sagt … ich zeigte ihr noch meine e-mail dazu. sie erklärte mir dann allerdings, dass sie selbst nicht genau wüssten, wann und wieviel kloppaier käme. und das man auch nicht sagen kann, welches da kommt. die müssten schon gucken, dass sie von irgendwoher was geliefert bekämen. hm. wird nicht ständig betont, es gäbe keine engpässe in der lieferung, es gäbe genug klopapier? ich weiß auch nicht, was gerade gesagt wurde, aber ich fing plötzlich an zu weinen. nicht, weil ich so dringend klopapier brauchte, denn ich hatte noch fünf rollen zu hause. dennoch schien es ja so, also ob man eventuell noch wochenlang keins bekommen wird. und ich fand die situation einfach so deprimierend. wie im krieg. und dass ich überhaupt danach fragen muss 😦 ich wollte da dann auch nicht nochmal hin, weil die mir ja eh nicht versprechen konnten, mir eine packung zurückzulegen.

dank sanne bin ich nun doch noch zu meinem kloppaier gekommen 😀 sie gab mir den tipp, mir im dm-online-shop welches zu bestellen und in den den liefern zu lassen. zwar ist das derzeit aufgrund der lage gar nicht möglich, aber so fand ich heraus, welche filialen noch vorräte haben. die genaue stückzahl wird da angezeigt. und in altona gab es noch über 750 stück. selbst nach feierabend waren es noch über 700. als ich da ankam, war alles voll 🙂 juchu!!!

ich hoffe, ihr habt noch keinen corona-koller und könnt die ostertage auch ein wenig genießen. ich wünsche euch schöne feiertage 🙂

good news

nö, die corona-krise ist noch nicht vorbei. das wäre ja auch zu schön. wobei ich die zeit sogar etwas genieße, da die menschenmassen nicht da sind, die mich ja bekanntlich sehr stören. auch hat corona sicherlich noch mehr vorteile. die natur z.b. hat was davon, unser klima freut sich bestimmt über den stillstand … und die tiere haben auch mal wieder mehr ruhe. sogar die möwen kommen nun schon nach heimfeld geflogen.

und irgendwie ist auch corona dafür verantwortlich, dass ich heute – zusammen mit meiner kollegin steffi – ins teamleiterbüro gerufen wurde. ich war bereits „vorgewarnt“ durch eine e-mail von randstad. wir würden beide, sofern wir auch wollen, von der TKgesundheit ab 1. mai übernommen. das ist ja toll! ich weiß zwar noch gar nicht, ob ich das denn möchte, da ich noch bedenkzeit brauche. aber allein das angebot finde ich natürlich super. nicht nur, dass man in dieser ungewissen zeit überhaupt einen job für vorerst 12 monate angeboten bekommt. es ist vor allem auch so wichtig für mein selbstbewusstsein. zu wissen, dass man offenbar doch gute leistung bringt, oder weshalb auch immer die uns dort noch haben wollen. denn fünf anderen aus unserem büro wurde im anschluss mitgeteilt, dass ihr einsatz dort am 10.4. vorzeitig beendet ist. da sie nicht mehr gebraucht werden. die anträge sind merklich weniger geworden wegen corona. das ist schon krass, dass diese fünf nun alle gehen müssen. und da sind auch wesentlich schnellere dabei. z.b. jan, der „lieblings“-kollege mit dem abartigen verhalten. wat bin ich froh, dass ich den nicht mehr den ganzen april ertragen muss! fehlen wird mir alexander, weil ich mit ihm auch in letzter zeit viel rede und wir oft gemeinsam einen teil der rückfahrt zurücklegen. ich hätte gerne noch bestätigt bekommen, dass er schwul ist, weil ich da total von überzeugt bin. ich denke aber, dass wir nach seinem weggang keinen weiteren kontakt haben werden. dafür haben wir uns zu wenig angefreundet. vielleicht tauschen wir ja noch irgendwelche kontaktdaten aus, aber ich glaube eher nicht.

morgen werde ich noch mit randstad telefonieren, vielleicht haben die ja auch noch was anderes nettes für mich, ich höre mir das dann mal an.

ich bin immer wieder überrascht, wie gut es bei mir jobmäßig läuft. was mir vor allem in der vergangenheit immer wieder solche angst machte und noch macht, läuft seit einger zeit einfach. es ist so einfach. irgendwie surreal. entweder ist das wahnsinniges glück, oder ich bin wirklich so … gut … gott, wie das klingt 😀 ich fühle mich wertvoll. und das ist echt schön.

ich fühle mich auch wesentlich entspannter, was corona betrifft, seit ich wieder arbeiten gehe. man beschäftigt sich nicht den ganzen tag mit diesen news und der krankheit. das hatte mir in der woche, in der ich krankgeschrieben war, echt angst gemacht. man fokussiert sich so darauf, dass das virus viel mehr platz und größe einnimmt. nun ist es alltag. klar, vorsichtig bin ich dennoch, ich halte abstand, so gut es geht. und halte die üblichen hygiene-vorschriften ein. mehr kann man nicht tun. und das beste hoffen. ich mache mir mehr sorgen um meine mutter und meinen bruder, als um mich. auch wenn ich vielleicht auch zur riskogruppe gehöre. bluthochdruck und so.

ich hoffe, bei euch sind noch alle gesund! passt auf euch auf!

 

andere kollegen …

… schenken mir sogar was zum geburtstag! oder besser gesagt, meine lieblingskollegin 🙂

ich habe mich sehr gefreut, die „büro“-tasse mit dem witzigen spruch ist super 😀 dazu noch was zum schlabbern und naschen und eine geburtstagskerze.

arbeiten gehen macht spass, wenn man so liebe kollegen hat 🙂

 

kollegen …

es braucht nur einen einzigen kollegen auf der arbeit, den man nicht leiden kann, und schon ist der tag versaut …

gestatten: jan, ca. 20 jahre alt, knapp 2 meter gross. war beim bund und will wieder hin. und genauso redet er auch mit uns. wobei man einen feldwebel sicher besser versteht als diesen typen. er redet so abgehackt und unverständlich, dass unsere coaches immer nachfragen mussten, wenn er was gefragt hat. und so emotionslos. wenn der einem einen schönen feierabend wünscht, kommt das so richtig vom herzen *augenroll*  und wenn wir uns z.b. auf dem gang begegnen, guckt er mich nicht an, sondern guckt irgendwo an die decke. wie freundlich. kein lächeln, kein nicken, irgendwas höfliches, nichts. und ich scheine ihn immer wieder aufzuregen. einmal fuhr er mich an, ich würde schmatzen oder mit vollen mund reden, es sei eklig. heute waren meine geräusche – ich habe vor mich hingeqiekt – nervig. das kann ja durchaus sein, dass ich mal nerve. aber man kann einem kollegen doch auch halbwegs höflich sagen, dass man damit aufhören soll. nicht wie er. „kannst du das mal lassen“ in einem tonfall, ohne respekt oder taktgefühl. oder es irgendwie abmildern, indem man noch was nettes sagt. nichts. kein ton der freundlichkeit. und selbst wenn er nichts direkt zu mir sagt, hört man, wenn er sich gestört fühlt. dann seufzt er. oder wenn ich zum xten mal sagen muss, bitte mach das fenster zu, dann springt er genervt auf und knallt es zu. es ist zum kotzen.

und dieser mensch sitzt nun, wie anfangs bei uns im büro, wieder mir gegenüber. zum glück gibt es eine trennwand, sonst hätte ich schon gekündigt. zwischenzeitlich mussten wir umziehen, und er sass dann hinter mir. schon viel besser. seltsamerweise sass neben ihm ein anderer junge, der immer schnell fror, und dort hatte jan kein einziges mal das fenster auch nur berührt. komisch, was? aber nun, da der weg ist und wir wieder auf hawaii sitzen, reisst er munter das fenster auf. nimmt keinerlei rücksicht. unser coach sandro sagte uns allen erst am dienstag, wir sollen doch einfach stosslüften statt die ganze zeit die fenster auf kipp zu stellen, damit eben die frostbeulen nicht immer so frieren müssen. die meisten halten sich mehr oder weniger dran, aber jan ist das egal. wenn es nach ihm ginge, wäre das fenster stundenlang komplett auf, denn ihm ist immer warm und er findet die luft stickig und miefig. tja, grossrausmbüro halt. geh doch zurück in die kaserne. was macht er überhaupt in einem büro?

ich kriege jedesmal schlechte laune, wenn er kommt. wir können uns echt überhaupt nicht ab. ich hasse seine taktlosigkeit und dieses benehmen. selbst andere finden ihn komisch. unfreundlich. er findet fast alle doof. außer wenigen leuten dort. zu seiner kollegin neben ihm ist er immer netter, da gibt er richtig mühe, normal zu reden. keine ahnung, warum er die meisten von uns nicht mag. wir sind ihm wohl zu alt. und frauen. er hält sich mehr an sein geschlecht.

dieser komische kauz vergiftet meinen arbeitsalltag. ich frage mich, warum ich mich über ihn aufrege. sowas sollte mir egal sein. ist es aber nicht. ich kann einfach nicht gelassen bleiben. und ich traue mich kaum noch, in zu bitten, das fenster zu schließen.

ich kann nur hoffen, dass er vielleicht in eine anderes büro kommt. denn zur zeit sitzen alle, die die online-bearbeitung machen, in diesem büro. und er ist so schnell und intelliegent, dass er sicher auch die schwierigeren fälle machen könnte. bleibt zu hoffen, dass die da vielleicht noch unterstützung brauchen und ihn dann woanders hinsetzen. dann wären wir den vogel endlich los. aber da er auch trotz angebot nicht übernommen werden will, da er ja zum bund zurück will, werden die sich für die paar monate nicht die mühe machen, ihn auf die „02“ zu schulen, denke ich mal. die haben so schon kaum zeit, uns was neues beizubringen.

ich habe auch keine zeit, mir was neues zu suchen. ich bin nur noch am arbeiten und schlafen. ich muss schon längst im bett sein, bin hundemüde. die nachbarn oder die heizung  stören mich auch, ich kriege nie 8 stunden schlaf ab unter der woche. ich fühle mich wie ein aufziehmännchen. immer weitergehen … und dann dieser ungehobelte kollege … puh.