harburger stadtpark

der frühling naht 🙂 heute war schönes wetter, schon milder und vor allem trocken. hier regnet es ja in dieser jahreszeit ständig, da muss man jeden guten tag nutzen, um spazieren zu gehen.  so war ich heute im harbuger stadtpark, in dem ein großer see ist. wasser ist immer ein anziehungspunkt für mich.

unter einem „stadtpark“ stelle ich mir zwar etwas anderes vor, mehr wiesen, vielleicht blumenbeete und auch zetraler gelegen. für mich wirkt der park eher waldartig. aber das ist ja ohnehin schöner, auch weil er recht natürlich gehalten ist. mir hat der spaziergang dort gut gefallen. ich frage mich nur, wie es dort im sommer zugeht, da heute schon einige leute dort waren. wahrscheinlich ist der park an warmen tagen sehr überlaufen. aber das werde ich noch herausfinden, ich war heute auch nur ein einem teil unterwegs und möchte dort bald wieder mal herumlaufen.

noch ist es sehr kahl und nicht sehr grün, aber hier und da kommen schon die ersten farbtupfer zum vorschein. in wenigen wochen wird es schon ganz anders aussehen.

blüht bei euch auch schon was?

spaziergang am raffelbergpark

am ehemaligen solbad, in dem sich heute das theater an der ruhr befindet, kann man einen entspannten spaziergang machen. es war schön ruhig dort, trotz schönen wetters waren dort nur wenig leute unterwegs. der angrenzende park hat immer noch den charakter eines kurparks, obwohl das solbad schon seit 1992 nicht mehr in betrieb ist. hier kann man seine seele baumeln lassen. ob beim blick auf die wasserfontäne am see, oder beim umrunden des parks.

der dicke baum (eine eiche?) muss schon uralt sein, der stamm hat einen gewaltigen umfang.

ich sammle noch ein paar erinnerungen an meinen wohnsitz, der er bald nicht mehr sein wird. ich nehme bereits innerlich abschied von mülheim, vom pott, und von meinem häuschen, dass ich ins herz geschlossen habe. die weichen sind gestellt, vielleicht geht es nun bald schon los nach hamburg.

hamburg 2019 (3)

als ich am freitag vormittag aufwachte und aus dem fenster blickte, regnete es bereits. mist. also gucken, was man in hamburg machen kann bei schietwedder. museum wäre gut, allerdings sind viele museen in hamburg teuer. ich sah mich nach einem kostenlosen museum um, viel auswahl gibt es aber nicht. also fuhr ich zum zoologischen museum der universität. dort gibt es hauptsächlich präparierte tiere. lebend sind sie mir zwar um einiges lieber, aber ich fand die ausstellung teilweise ganz interessant. und irgendwie musste ich ja den tag rumbringen.

kurz bevor ich das museum verließ, guckte ich mir noch einen infostand mit broschüren und flyern an. und dort gab es einen flyer mit vier gutscheinen, einer davon war vom meßmer momentum. für eine tasse tee 🙂 hach, das ist ja nett, da wollte ich nämlich schon immer mal rein und tee trinken. also nach hamburg hafen city gefahren und zum kaiserkai. im café habe ich mir einen first flush schwarztee ausgesucht und habe mir den regen draussen angeguckt.

wieder draussen bin ich am sandtorkai entlang gegangen und habe fotografiert. es hatte aufgehört zu regnen, und ich lief durch die speicherstadt und knipste und knipste. ich kann gar nicht aufhören zu fotografieren, weil ich hamburg so wunderschön finde! und ich habe sogar noch fachwerhäuser entdeckt, wow! ich hatte mal gelesen, dass es nur ganz wenige davon noch in hamburg gibt, und ich meinte, es wäre etwas außerhalb gewesen. aber an der deichstraße stehen welche. komisch, denn ich war schon mal dort, bloss hatte ich die rückseite nicht gesehen, und da fielen sie mir auf. es gibt wohl noch ein paar, aber insgesamt sind in hamburg kaum fachwerkhäuser stehengeblieben.

nach dem langen spaziergang war ich erschöpft, und ich fuhr erst mal ins hostel, um mich etwas auszuruhen und etwas zu essen. gegen 21 uhr ging ich dann aber wieder los, denn ich wollte noch zu planten un blomen. dort finden im sommer über jeden tag wasserlichtkonzerte statt. und das wollte ich gerne sehen. der eintritt ist frei. ich lief erst etwas orientierungslos durch den garten, da ich nicht wusste, wo genau das stattfindet, aber ich lief einfach anderen leuten nach, und erreichte ich den großen teich, wo die wasserfontänen bunt auf dem wasser tanzten. dazu gab es livemusik mit tango-stücken. das war ein tolles finale für meinen hamburg-besuch.

es war ein toller urlaub. nur die rückfahrt wurde getrübt durch eine extreme verspätung des flixtrains am samstag morgen. satte 70 minunten verspätung! ich dachte schon, der kommt gar nicht mehr … aber sonst hat alles super geklappt. ich hoffe, ich kann bald wieder in meine lieblingsstadt, dort gibt es sooo viel zu sehen 🙂

hamburg 2019 (2)

am donnerstag kaufte ich mir ein schleswig-holstein-ticket und fuhr nach kiel, und von dort aus weiter mit dem bus 30 S nach strande. das liegt an der kieler außenförde richtung eckernförder bucht. leider war das wetter nicht gut, der himmel war komplett wolkenverhangen, und schon auf dem weg im bus fing es an zu regnen. mist. zum glück hatte ich mein plastik-regencape mit. allerdings war es auch nicht sehr warm und ich wollte meine aquaschuhe anziehen, damit meine sneaker trocken- und sandfrei bleiben.

am hafen von strande angekommen, stärkte ich mich erst mal mit einem leckeren fischbrötchen. dann lief ich richtung bülker leuchtturm los. ich hoffte die ganze zeit darauf, dass sich die sonne mal blicken ließe und die wolken vertreibe. manchmal machte der regen eine kurze pause, dann kamen aber doch wieder tropfen runter. ich hätte lieber einen regenschirm gehabt, als dieses regencape, das ständig raschelte und mich schwitzen ließ, zudem musste ich es jedesmal umständlich wieder ausziehen, wenn ich an meinen rucksack wollte. aber ich dachte an der sonst oft stürmischen see kommt man mit einem schirm nicht weit. hier war es aber nicht windig. und die wenigen anderen spaziergänger hatten, wenn überhaupt, einen schirm dabei.

es war sehr wenig los, am strand lag natürlich niemand herum bei dem wetter, ein paar wenige leute kamen mir entgegen oder liefen auch in die richtung zum leuchtturm. den konnte ich erst gar nicht sehen und wurde immer unsicherer, ob ich das denn vorab richtig gesehen hatte im internet. ich bin ja oft verpeilt, aber an der küste kann man sich ja eigentlich kaum irren mit der richtung. ich sah immer nur in der bucht gegenüber einen leuchtturm, aber der gehörte wohl zu laboe. der bülker leuchtturm steht eigentlich an einer landspitze, und ich guckte und guckte, sah aber nichts. erst als ich fast schon da war, entdeckte ich den kleinen leuchtturm 🙂

strande hat einen schönen naturstrand. zwar steinig, aber urig, landschaftlich recht idyllisch. man läuft besser auf dem weg entlang als direkt am wasser, da die steine einem das laufen erschweren. so kam mir der etwa halbstündige weg doch wesentlich länger vor.

außer steinen gab es nicht viel am strand zu finden, nur wenige muscheln lagen herum. bei dem wetter hatte ich aber ohnehin wenig lust auf muscheln sammeln.

das wetter wurde tatsächlich besser, als ich am leuchtturm ankam, es blieb trocken. eigentlich wollte ich mich gerne in das café dort setzen und eine tasse tee trinken, aber ich konnte keine preise sehen, und ich mag dann nicht fragen oder mich einfach hinsetzen und hoffen, dass mir die preise gefallen. also nuckelte ich weiter an meiner wasserflasche und trat den rückweg an. es war zwar windiger als vorher, aber es kam kein regen mehr … hätte ich das mal vorher gewusst, dann wäre ich später losgefahren 😉 als ich wieder fast am hafen war und mich auf einer bank erholte, blinzelte sogar mal die sonne ganz kurz durch die dicken wolkenschichten. tja, nun war ich aber schon müde vom laufen.

die strandgebühr kostet übrigens 1 euro. ich war brav und habe mir ein ticket am automaten gezogen. auch wenn ich ja kaum am strand war. strande ist wirklich sehr nett und schön ruhig, jedenfalls bei diesem wetter. bei 30° c sieht das hier sicher anders aus 😉

so, und nun gibt es fotoos 🙂

 

in kiel war ich nur noch kurz am kai direkt am bahnhof und habe zwei, drei fotos geschossen. ich brauchte eine pause und konnte kiel nicht auch noch erkunden. es soll ja urlaub sein und kein marathon werden. also fuhr ich erst einmal zurück nach hamburg und ruhte mich in meinem hostelzimmer etwas aus. allerdings war der abend noch nicht rum, und es zog mich noch raus. ich dachte an hamburg bei nacht fotografieren oder sowas … und dann fiel mir die plaza der elbphilharmonie ein und guckte nach dem öffnungszeiten. tatsache, die hat bis mitternacht geöffnet! cool, da raffte ich mich dann doch noch auf, um dort oben fotos zu machen. zwar sind die fotos nicht besonders gut geworden, aber es war trotzdem toll, mal im dunkeln den hafen von oben zu sehen.

ein toller tag ging zu ende. aber einen hatte ich ja noch …

hamburg 2019 (1)

mein urlaub ist leider schon vorbei. es war wunderschön. das wetter war zwar nicht perfekt, da es auch immer mal wieder regnete und die sonne sich kaum blicken ließ. ein klein wenig wärmer hätte es auch sein dürfen. aber besser als schwitzen und leiden bei hohen temperaturen. ich vertrage das ja nicht.

am mittwoch morgens um viertel vor acht ging es los, ab duisburg mit dem flixtrain. den hatte ich noch nie genutzt, wie auch den bus bisher. aber zwei tage vor fahrtantritt ein ticket für 13,99 euro buchen können fand ich doch sehr verlockend. die rückfahrt kostete auch nur 19,99 euro. dreieinhalb stunden dauerte die fahrt. also ruckzuck war ich am ziel. die fahrt war auch sehr entspannt, der zug war nicht sehr voll, alles nur einzelne fahrgäste, die nicht quasselten, es war angenehm ruhig. und die züge waren toll! die guten alten, ausrangierten züge der DB sind das. dieser war ein interregio, die sitze sind bequem, es gibt genug beinfreiheit und die möglichkeit, die fenster zu öffnen. klasse! klassen gibt es übrigens im flixtrain nicht, was ich sehr sympatisch finde. die ansagen des zugbegleiters waren zum schmunzeln, es geht dort wesentich lockerer zu als bei der steifen DB.

mittags angekommen, nutze ich die zeit bis zum check-in (ab 15 uhr) mit dem angucken der günstigeren stadtteile, in die ich evtl. ziehen könnte. man will sich ja vorher ein bild machen von den gegend, in der man lebt. vor allem, wenn das image der stadtteile eher negativ ausfällt. so fuhr ich direkt mal nach billstedt, dem stadtteil hamburgs, von dem ich bisher nur schlechtes gehört hatte. landet man dort im slum? so klingt es jedenfalls, wenn darüber berichtet wird.

schön ist billstedt nicht. aber ich hatte auch nicht gleich beim aussteigen der haltestelle das gefühl, von gangstern und obdachlosen umringt zu sein. direkt an der station ist ein einkaufszentrum, und die leute dort sind gemischter herkunft. gesocks und irgendwelchen bedrohlich wirkenden leuten bin ich nicht begegnet. es war auch nicht schmutzig oder sonst irgendwie auffällig. ich nahm dann einen bus richtung wandsbek markt, da ich so am besten was von den stadtteilen sehe, wo es noch halbwegs günstige wohnungen gibt. der bus fuhr über horn und hamm, ich glaube, da ist es ok, wohnen kann man da auf alle fälle. hasselbrook und wandsbek fand ich noch besser.

gegen 16 uhr kam ich dann an meinem hostel an. das a&o hostel auf der reeperbahn. ich wollte zwar gerne wieder in das hostel am hautbahnhof, da ich dort schon einmal war und alles super fand.  aber hier waren die preise günstiger. ich wollte unbedingt ein einzelzimmer haben, da ich keine lust mehr auf zimmer teilen habe. da werde ich sowieso nur gestört, und ich möchte privatsphäre. die drei nächte für das zimmer kosteten 139 euro. ist mir eigentlich schon zuviel, aber mir blieb nichts anderes übrig. es ist ja auch hochsaison.

das hostel liegt eine minute fussläufig von der s-bahn-sation entfernt. mitten im kiez also. als ich das zimmer gebucht habe, war ich etwas skeptisch, ob ich dort überhaupt nachts schlafen kann. aber mein einzelzimmer ging zum hinterhof raus und lag am ende eines langen ganges.

das zimmer war angenehm groß, das bad war sehr groß, soviel platz hatte ich nicht erwartet und auch nicht gebraucht, aber das war sehr schön. insgesamt hatte es etwas den charme einer bruchbude, da das haus schon alt war und alles etwas heruntergekommen wirkte. auch das inventar. als ich vor vielen jahren am hostel am HBF war, fand ich alles super modern und neuwertig. vielleicht war es das damals auch 😉 die üblichen pluspunkte, die ich an diesem hostel schätze, waren auch nach wie vor vorhanden. es gab handtücher (leider nicht ganz fleckenfrei), haartrockner (auch wenn ich den selten brauche) und duschgel/shampoo. das bett war sehr bequem, der fernseher war zwar winzig, aber es gab einen.

was ich doof fand war die dusche, denn die blieb abends kalt. morgens hatte ich die mal gestestet, da wurde das wasser warm. blöd, aber ich bin halt ein abendduscher.

der lärmpegel hielt sich die ersten beiden nächste echt in grenzen, ich konnte recht gut schlafen, von draussen hörte man kaum was. in der dritten nacht von freitag auf samstag war das allerdings anders. da vibrierte mein bett 😀 die reeperbahn war im ausnahmezustand, die musik dröhnte. auch die hostelgäste benahmen sich dementsprechend rücksichtslos, redeten laut im gang und knallten mit den türen, wahrscheinlich zu besoffen, um noch was zu merken. da ist ein fernseher echt gold wert, denn ich konnte den laufen lassen und stellte den timer an, damit er nach zwei stunden ausgeht. bis dahin war ich eingeschlafen.

aber weiter mit tag 1. nachdem ich mich kurz im zimmer frisch gemacht hatte, fuhr ich zu dem landungsbrücken und nahm die fähre nach fineknwerder. denn dort hatte ich am meisten hoffnung, eine hübsche und ruhige wohnung zu finden. es gibt da eine genossenschaft, die regelmäßig günstige wohnungen anbietet. und es sieht immer anständig aus und grün. genauso, wie ich es mag.

finkenwerder ist auch sehr grün und sehr ruhig, was sehr schön ist. es gibt dort eigentlich nur backsteinhäuser, viele kleine einfamilienhäuser und auch ein paar wohnblöcke, die von der genossenschaft sind. da wohnen bestimmt keine chaoten. leider ist es dort extrem ruhig, es laufen kaum menschen auf den straßen und es gibt nur wenige geschäfte. ich weiß noch nicht, ob ich damit klarkommen könnte. jeden tag auf die fähre zur arbeit und zurück, auch im winter bei wind und eiseskälte … dennoch hat es was, da man echt ruhe hat und trotzdem in hamburg ist. ich muss mir das mal überlegen, ob ich es dort  mal mit einer wohnung versuche.

die fahrt über die elbe war natürlich wieder schön, das wetter war auch noch sehr freundlich. ich könnte den ganzen tag rumschippern … 🙂

nach weiteren busfahrten von heimfeld bis harburg war ich gegen abend dann auch plattfüßig und kaputt. bis auf einen kleinen spaziergang auf der reeperbahn zum hostel und proviant für den kommenden tag kaufen konnte ich nichts mehr machen. ich freute mich schon auf den nächsten tag, denn da sollte es an die ostsee gehen …