am harburger bahnhof

neulich bin ich zu meiner mutter nach hannover gefahren, sie hatte geburtstag. wir hatten uns seit dem letztem weihnachtsbesuch wegen corona nicht mehr gesehen. und auch wenn die gefahr bestand, ihr zum geburtstag neben geschenken noch coronaviren mitzubringen, wollte ich sie endlich mal wieder besuchen. denn man weiß ja gar nicht, ob man sich überhaupt noch mal wiedersieht. man kann jederzeit an diesem fucking virus sterben. oder an was anderem. ein bisschen leben muss man doch auch, und seine familie mal sehen.

als ich morgens am bahnhof harburg auf meinen zug wartete, lief ich noch eine weile den bahnsteig entlang. und sah dort eine sehr hübsche bepflanzung an einem ende des bahnsteigs. das sah ja aus wie in einem botanischen garten, so schön gepflegt! und ein bienenhotel steht dort auch. so schoss ich ein paar fotos, bis mein zug kam. viel zeit hatte ich allerdings nicht mehr, sonst hätte ich noch mehr gemacht.

alter friedhof harburg

mein sonntagsspaziergang war heute ungeplant und spontan. ich hatte gerade ein puzzle, dass zu verschenken war, in harburg abgeholt, und sah eine grünanlage und ein paar grabsteine im vorbeigehen. da gehste danach gleich mal hin, dachte ich mir. ich wollte schon länger mal wieder einen friedhof besuchen.

es ist ein alter friedhof, der schon 1937 stillgelegt wurde, und inzwischen als parkanlage genutzt wird. dennoch stehen hier noch einige alte grabmäler, sehr schöne sogar. ich stelle mir den friedhof an einem nebligen herbsttag richtig gruselig vor. die knorrigen bäume, statuen und grabsteine lassen mich gedanklich in die vergangenheit reisen. viele der grabinschriften sind von etwa 1830 bis in die 1930er. vereinzelt sieht man auch noch inschriften von beisetzungen bis in die 60er jahre hinein. zu diesem zeitpunkt war aber längst ein neuer friedhof in eißendorf angelegt worden.

ein hübscher park. nur die jugendlichen, junkies und alkoholiker stören das friedliche bild etwas. und die neuen hausfassaden drumherum, nebst spielplatz, das passt alles auch nicht so recht in das bild, dass ich mir ausmale. aber schön, dass es diesen friedhof überhaupt noch gibt.

botanischer sondergarten wandsbek

ein besuch im botanischen sondergarten wandsbek. ein kleiner, aber fein angelegter botanischer schulgarten.

ich wollte dort unter anderem auch hin, da es dort einen tauschtisch für pflanzen gibt, wohl auch mit zimmerpflanzen. und da ich gerne ein paar neue pflanzen aufnehmen möchte, dachte ich, ich gucke da mal. leider war das gelände mit dem gewächshaus nicht offen, da gibt es andere öffnungszeiten. und der tisch steht wohl dort. und ich arbeite zu den zeiten immer, da kann ich höchstens mal im urlaub hin. aber ob sich das überhaupt lohnt? ich weiß ja nicht, wie viele menschen dort was hinstellen.

aber ein rundgang im garten ist ja auch nett 🙂

auf den spuren schopenhauers und brahms

fast wäre ich an diesem verregneten wochenende die ganze zeit zu hause geblieben. aber als sich heute nachmittag die sonne doch noch blicken ließ, dachte ich: nix wie raus! es war trocken. und so machte ich mich auf den weg. nur wohin? ich hatte keinen plan. ein blick über die haltestellen-tafel der s3 bis altona. ich wählte die station stadthausbrücke. dort ausgestiegen, lief ich einfach drauflos. und ich habe viel entdeckt, obwohl ich ja erst neulich mal in der nähe war. am michel und den krameramtsstuben.

so bin ich wieder an einigen geschichtsträchtigen ecken vorbeigekommen. hamburg ist eben ein riesiges freilichtmuseum 🙂

wenn ihr die bildergalerie öffnet, könnt ihr lesen, wo ich überall war. am schönsten fand ich das komponistenquartier. was für eine wunderschöne ecke! fehlten nur noch die kutschen in der gasse, damen in rüschenkleidern und herren mit zylinder 🙂

irgendwann zog sich dann doch der himmel wieder zu, und ich fuhr zurück. aber ich habe ja einiges neues entdeckt. und auch hier gibt es noch viel mehr zu sehen.