(weihnachts)rückblick 2018

weihnachten verlief wie immer. meine mutter kam zu besuch, sie hat mich wieder zur weißglut gebracht, da sie sich jedesmal erst anpassen muss. so ist das eben bei menschen, die eigenbrötler und einsam sind: sie denken, ihre sichtweise ist die einzig richtige. sie wollen sich nicht an die andere umgebung anpassen. und meine mutter nörgelt und kritisiert den ganzen tag andere menschen und lebensweisen. zu meinem grauen hat sie auch noch ziemlichen unsinn von sich gegeben. war sie schon immer so oder ist das das alter? ein kommentar wie: „wieso habt ihr soviel geschirr und besteck? andere haben nicht so viel. ihr seid doch nur zu zweit, da baucht ihr nur zwei messer, gabeln … “ ich weiß nicht, ob sie ihren eigenen irrsinn noch bemerkt, aber mir macht das angst. und es gab noch ein paar mehr solcher kommentare, die ich aber erfolgreich verdrängt habe. dies ist komisch, das ist komisch, alle sind komisch, nur sie nicht. so sehr ich versuche, sie als meine mutter zu sehen und sie zu lieben, ich fühle mich immer wieder so allein und hilflos. ich bin damals weggezogen und war froh, einen abstand zu ihr zu haben. und ich hatte so gehofft, dass sie, wenn ich weiter weg bin und sie auf sich gestellt ist, sie wieder mehr zu sich findet und ihr leben besser regeln kann. aber es ist alles beim alten und schlimmer geworden, weil sie durch ihr alter und ihre stumpfsinnige lebensweise nur noch verkorkster wird. und so einfache dinge, wie sich gesund und regelmässig zu ernähren, oder aktiv zu bleiben, trägt sicher auch zur geistigen gesundheit bei. aber sie achtet nicht auf sich und ihre gesundheit.

ich fühle mich so einsam. meine einzige beziehung ertägt mich nicht mehr und will dass ich ausziehe, und in die nähe meiner mutter will ich auch nicht wieder zurück, weil ich es einfach nicht ertrage. und der job macht mir inzwischen auch keinen spass mehr und gibt mir keinen halt. diese beschissene versandapotheke verarscht seine kunden uns uns mitarbeiter nur noch, es is echt ein grauen. im november fing es damit an, dass wir nicht mehr zu den pharmazeuten zustellen durften. den grund dafür haben wir natürlich nicht erfahren. dann gab es immer häufiger probleme mit den paketen, die wurden nicht rechtzeitig verschickt, und die beschwerden wurden immer mehr. ist ja kein wunder, wenn es heisst, innerhalb von 24 stunden schicken wir ihr paket los, und dann dauert es eine oder zwei wochen, bis ein paket mal losgeschickt wird. und wenn die kunden nicht mehr versorgt sind, hatten wir sonst immer einen eintrag an die apotheker gemacht mit der info, wie lange noch versorgt. und wenn der kunde nur noch 1-2 tage versorgt war, wurde ein terminpaket fertig gemacht und per kurier geliefert. irgendwann durften wir auch das nicht mehr tun, dann sollten wir sagen, es gab ein technisches problem und dadurch rückstände im lager, eine woche später sollten wir auf einmal aktiv dem kunden eine stornierung für alle bestellungen ohne rezept anbieten (wie geil, du wartest zwei wochen auf dein paket, rufst an und man fragt dich, ob du stornieren willst), und seit kurzem wurde dem wahnsinn noch die krone aufgesetzt. die teamleiterin verteilte zettel mit der aktuellen vorgehensweise, als ich das las, dachte ich, das kann nicht deren ernst sein: alle rezept-aufträge vom 15.-20-12. werden storniert, und wenn ein kunde sich (meist schon sehr verärgert) danach erkundigt, sollten wir sagen, dass dieser auftrag, wenn nicht schon geschehen, leider storniert werden müsse, aufgrund „lieferengpässen bei den grosshhändlern und herstellern“, und man seine rezepte „schnellstmöglich“ zurückerhält. „schnellstmöglich“ bedeutet bei uns in der regel etwa eine woche, manchmal geht es vielleicht auch schneller. nun kann man sich ausmalen, wie schön dieser job ist, wenn man einen kunden in der leitung hat, der schon seit zwei wochen auf seine medikamente wartet, nicht mehr versorgt ist und man ihm zudem nicht einmal genau sagen kann, wann er seine rezepte zurückbekommt. „dann schicken sie die heute noch raus, damit ich sie morgen im briefkasten habe!“ bekomme ich dann oft zu hören. und ich muss dann sagen, tut mir leid, ich kann ihnen das nicht versprechen, dass das so schnell geht. tja. „verbinden sie mich mit der versandbabteilung“! – sorry, geht nicht. „dann mit der geschäftsleitung!“ – „geht auch nicht.“- „sitzen sie da in einem callcenter oder was???“ – yeah, 100 punkte! willkommen in der realität!

diese versandapotheke zerstört sich gerade selbst. und der clou ist, die haben gerade zwei andere versandaoptheken übernommen, und die kunden sagen ja in ihrem ärger  oft „dann bestelle ich halt das nächste mal bei einer anderen versandapotheke!“. wenn die wüssten, wo sie dann eventuell landen … dieser job macht die seele kaputt. und ich glaube nicht, dass ich dort noch lange sein werde. ich habe fertig mit diesem verein. vielleicht der richtige moment, mich endlich verstärkt nach einen job in hamburg umzusehen.

aber mal zurück zu weihnachten. es gab auch nette momente, abgesehen von drei tagen magen/darm/galle oder was auch immer. wir haben einfach das beste daraus gemacht. unsere geschenke haben wir erst an heilig abend gekauft. ich brauchte noch ein paar lebensmittel und wollte deshalb ins forum, unserem kleinen einkaufszentrum. da gibt es zwei supermärkte. und da noch zeit war, sind wir noch bei TK maxx rein und haben in den klamotten gestörbert. so haben wir uns gegenseitig noch ein paar sachen zum anziehen ausgesucht und geschenkt.  ich habe mir einen dreierpack schlüpfer (die waren aber von c&a), eine dünne rote strickjacke und einen blauen pulli ausgesucht. eine kleine schneekugel hatte meine mutter schon vorab für mich gekauft.

und dann gab es ja noch einen adventskalendergewinn zur bescherung, einen sehr hübschen kalender von norderney, gewonnen bei der webseite von der insel. und auch von simon und thomas kam wieder der alljährliche vogelkalender mit selbstgeschossenen motiven, wunderschön. diesmal lag auch noch eine karte bei und obendrauf auch noch 3 kino-gutscheinkarten der filmpassage mülheim für je 15€. da muss ich ja noch einige male ins kino, bevor ich diese stadt verlasse.

das jahr 2018 ist nun fast rum, morgen ist silvester. das depri-fest schlechthin … ich muss morgen auch noch 4 stunden arbeiten, und dann verbarrikadiere ich mich bis zum 2. januar in meinem haus, damit mich kein böller und keine rakete ankokelt.

dieses jahr war ein jahr der trennung. aber es gab ja auch positive veränderungen in meinem leben. und die hätte ich ohne meinen ex nicht unbedingt geschafft. nun wird es zeit, wieder zurück in mein altes assi-leben zu gehen. in irgendeine bruchbude mit unerträglichen nachbarn, wahrscheinlich auch demnächst wieder als hartz-4-empfängerin, und ohne freunde und partner. 2019 kann kommen.

once upon a time …

mein blog liegt nicht im sterben. das will ich jedenfalls hoffen. mir fehlt mein tagebuch, zu gerne würde ich wieder regelmäßig schreiben. der job nimmt viel energie in anspruch, viel freizeit bleibt da nicht. aber ich versuche, auch noch etwas anderes vom leben zu haben als den job und das geld. immerhin kann ich mir auch mal was leisten, so war ich letztes wochenende in hannover bei meiner mama. sie hatte am sonntag geburtstag und ich wollte nicht, dass sie alleine ist. sie hat sich auch sehr gefreut, ich war ja schon über ein jahr nicht mehr zu besuch bei ihr. am freitag hatte ich frei, und für samstag ist meine nachbarskollegin netterweise eingesprungen, so konnte ich das wochenende verlängern. am freitag sind wir nach meiner ankunft in der stadt spazierengegangen, war auch mal wieder schön, ich sehe ja nur noch den pott. leider war ja das wetter nicht sehr gut, es ist plötzlich so kalt und nass geworden, nachdem es kurz vorher nochmal fast 30°c warm wurde. und das mitte september … nach wenigen stunden waren wir auch schon kaputt, ich merke, dass ich einen bürojob habe, das ist ganz schön krass, wenn man tagsüber nur sitzt. ich müsste mal etwas mehr bewegung in mein leben einbauen, fragt sich nur, wann …

am samstag fuhren wir nach hamburg. ich wollte mir mal ein paar viertel ansehen, wo die mieten etwas günstiger sind, die aber eben auch teilweise etwas abgefuckt sind oder als problemviertel gelten. da wir über harburg gefahren sind, sind wir dort direkt ausgestiegen und haben uns dort etwas umgesehen. in den wohngebieten waren wir aber nicht, das hätte alles zu lange gedauert. die ecke ist auf jeden fall ok, denke ich. dann sind wir noch in wilhemsburg ausgestiegen, aber dort fand ich es eher gruselig. danach fuhren wir zu den landungsbrücken – kein hamburgbesuch ohne landungsbrücken! dort wollte ich dann mit der fähre nach finkenwerder, denn da gibt es auch günstige wohnungen. aber es hatte ausgerechnet dann angefangen zu regnen, und alle passagiere sind unter deck gegangen, es war so voll, dass man hätte stehen müssen. zwei fähren haben wir abgewartet, dann hatte ich die schnauze voll. wir sind dann noch in der mönckebergstraße rumgelaufen und haben uns was zu essen gesucht.

mit dem bus sind wir dann nach altona, ich hatte überhaupt keine energie mehr, da ich nur 3 stunden etwa geschlafen hatte, und nicht mehr laufen wollte. ich wollte nur noch ins trockene, warme und sitzen. naja, wir liefen doch immer wieder rum, waren auch noch bei ikea und wollten uns dort nach dem rundgang ins restaurant hocken, aber ich finde das geschirr so eklig dort, ich kann da nicht mal was trinken.

es wurde dann auch langsam zeit, wieder richtig bahnhof zu fahren, und nachdem wir einen zug verpasst hatten, weil die bahnsteige so abartig lang sind, dass wir es nicht mehr zum richtigen abschnitt geschafft haben, saßen wir halt noch eine dreiviertelstunde am bahnhof rum. die zeit verging echt schnell, ich wollte mehr machen, aber hamburg ist halt groß. die stadt wird wohl nie langweilig …

am sonntag hatte es pausenlos geregnet, und wir waren einfach zu hause bei merine mutter. ich habe dort ein paar sachen für sie erledigt, aufgeräumt, ein regal verschoben und im flur mal die grottige lampe (die noch vom vormieter da hing) abgemacht und eine pendelleuchte installiert, sie hatte da seit ein paar monaten kein licht mehr. ihren geburstatg haben wir dann mit kuchen und tee „gefeiert“, aber ich musste dann recht bald aufbrechen zum bahnhof. das war eine hetzerei, ich hatte meinen zug gerade noch bekommen. leider hatte der zug auch verspätung, sodass ich meinen anschluss in dortmund nicht bekommen habe, und ich kam erst spät heim – und dann in die frühschicht! ich war so müde … aber schön war’s, trotz schietwedder.

bitte lieber weihnachtsmann

nächstes jahr möchte ich gerne über weihnachten alleine sein. ganz alleine, bitte. das wünsche ich mir von dir. ich halte es mit meiner mutter nicht mehr aus. von mir aus kann ich auch mit den würmern unter der erde feiern, aber bitte nicht mehr solche weihnachten. ich wollte ein friedliches fest, mit weihnachtlichen düften nach plätzchen, orangen, zimt und allem, was man sich unter weihnachtsduft vorstellt. das hier ist aber die hölle. meine mutter riecht nach verwesung und rauch, und sie will es jedes jahr nicht wahrhaben und bockt rum, und jedes jahr muss ich erst in tränen ausbrechen, damit sie endlich mal unter die dusche geht. oder sich die haare wäscht. und bis es soweit ist, vergehen stunden, tage. ich verstehe das nicht, dass sie sich dagegen so wehrt. und warum sie es nicht selber riecht. die komplette wohnung riecht nach ihr. das hat sogar hasi vorgestern noch bestätigt. ich kriege diesen geruch nicht mehr aus der nase. und selbst nachdem sie geduscht hat, riecht sie weiter so. ihre klamotten möchte ich am liebsten auch alle waschen, da sie auch stinken wie die pest.

ich möchte meine mutter ja nicht alleine lassen, aber es geht einfach nicht. warum muss immer ich mich um sie kümmern? kann sie nicht mal bei ihrem sohn weihnachten feiern? und kann denn nicht mal jemand neutrales ihr sagen, dass sie so stinkt? damit sie es endlich begreift? mir glaubt sie ja nicht. und auch wenn alte menschen ja manchmal komisch riechen, DIESEN geruch könnte man bestimmt etwas abmildern, indem man sich einfach häufiger wäscht und sich keine nikotingeschwängerten klamotten anzieht.

ich weiß ich bin keine gute tochter, aber ich möchte doch einfach nur mal wieder schöne weihnachten haben, und nicht jedesmal rumschreien, weinen und diesen gestank ertragen müssen. und bei hasis familie werde ich ja nicht mehr sein zu weihnachten. da war immer alles so schön normal. kein psychokram, keine desaster. danke, dass ich sowas wenigstens für ein paar wenige jahre erleben durfte.

noch bis mittwoch abend muss ich sie nun riechen und ertragen. ich hoffe, ich stehe das durch. ich hätte noch ein paar flaschen glühwein kaufen sollen, vielleicht wäre das ja die lösung …

bald ist weihnachten

morgen abend kommt meine mama zu besuch, sie bleibt bis zum 2. weihnachtstag. mal sehen, was wir so unternehmen werden.

letzten samstag waren hasi und ich bei einem weihnachtskonzert der musikschule. unser vermieter hatte uns karten geschenkt, weil seine frau lungenentzündung hat(te) und sie nicht hingehen konnten. das konzert war sehr nett, auch wenn die töne der teilweise noch recht jungen schülerInnen doch noch recht schief waren. aber ein weihnachtskonzert wollte ich schon immer mal erleben. und ein paar mal haben alle mitgesungen. sleigh ride fand ich klasse. und es gab auch ein potpurri aus disney-liedern, harry potter-highlights und ein thema aus schindlers liste. die beiden lieder, die dann zum ende folgten und wo wir wieder singen sollten, heulte sicher nicht nur ich.

die tage im dezember rasten nur so dahin. von mir aus könnte noch ein monat advent sein, ich finde, das geht immer viel zu schnell vorbei mit den schönen weihnachtsvorbereitungen, den lichtern und der vorfreude. das haus ist soweit dekoriert, einen tannenbaum habe ich auch noch ergattert (bei aldi für’n zehner) und geschmückt ist er auch schon. geschenke gibt es diesmal keine, außer, dass meine mama und ich noch einmal shoppen gehen und wir uns wohl selber irgendwas aussuchen, so haben wir kein rumgerenne und müssen nicht fürchten, dass es nicht gefällt. zwar mag ich überraschungen lieber, aber zumindest hat man keinen stress mit der suche nach geschenken und kann alles viel gelassener angehen. hasi wollte dieses jahr sowieso nichts mehr schenken und wichtelt nun mit seiner familie, da seine schwester nicht damit einverstanden war, wenn es gar keine geschenke gibt. mir hatte er zwar vor ein paar wochen noch gesagt, dass wir uns ja trotzdem was schenken können, aber davon wusste er später nichts mehr. das war wohl vor der trennung. dann gibt es auch nichts mehr von mir. wir werden ja auch getrennt weihnachten verbringen, er fährt am samstag zu seiner familie. er wird mir fehlen.

da ich nicht weiß, ob ich die tage noch zum bloggen komme, wünsche ich euch schon mal ein besinnliches fest und schöne feiertage 🙂

alone again, or …

manche haben es schon via facebook mitbekommen, nun schreibe ich auch mal im blog darüber. seit dem 12. september weiß ich nun, dass ich quasi wieder single bin. hasi (das kosewort fühlt sich nicht mehr richtig an, aber ich weiß nicht, wie ich ihn inzwischen nennen soll im blog) hat sich von mir getrennt. er ist der meinung, wir seien zu verschieden, und er fragte sich an einem montag während der arbeit wohl, ob „wir“ das so wollen. und es gab noch ein paar andere gründe, die er nannte. dass wir getrennt schlafen z.b., oder das ewige gezeter ums leidige tv programm.

ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll, während ich das schreibe. geweint habe ich die ersten beiden tage nach seiner ankündigung genug. und ich muss mir jetzt überlegen, wie es weitergehen soll. seit wenigen monaten kann ich endlich wieder jobben und ich dachte, jetzt kehrt wieder etwas stabilität ein … und nun das. mein leben ist ein einziges chaos. ich weiß nicht wohin und wie und überhaupt. es ist gerade alles etwas zuviel der veränderungen, und ich muss zusehen, dass ich meinen job noch behalte. ich habe mich so gefreut, endlich wieder geld zu verdienen. und nun kommt mir dieses putzen, vor allem der toiletten, sowas von sinnlos vor … urinspritzer und schamhaare von anderen wegwischen … wofür das alles? wenn man einen grund hat, wofür man sowas tut, ist es okay. wenn der grund wegfällt, denkt man auf einmal anders darüber.

wohin soll bzw. kann ich nun ziehen? ohne gespartes, ohne feste arbeit? ich wünsche mir schon so lange, in hamburg leben zu können. aber hamburg ist beliebt, und die wohnungsnot ist groß. irgendwo drumherum, oder in eine andere nordische stadt, könnte ich mir zwar auch vorstellen, aber ich bin unsicher. ich war schon in manchen städten, aber immer nur einmal. und dann gleich dort leben? und wie kann ich überhaupt eine wohnung bekommen, wenn ich gar nicht zur wohnungesichtigung fahren kann? wird mir das jobcenter einen antrag auf mietübernahme gewähren? wie soll das alles nur funktionieren? zu meiner mutter in die alte wohnung werde ich auf keinen fall ziehen, das wäre horror. und der gedanke, wenn auch nur vorübergehend, wieder mit meiner mutter in einer wohnung leben zu müssen, macht mich ziemlich verzweifelt. das wird nicht gutgehen.  allerdings würde sie zumindest eher eine wohnung bekommen als rentnerin, und das wäre im prinzip die einzige möglichkeit, erstmal irgendwo angemeldet zu sein in einer stadt. um von dort aus eine eigene bude zu finden. aber es fühlt sich so mies an … wie im hamsterrad, als ob ich im kreis laufe. ich war so froh, mal einen schritt in die richtige richtung machen zu können. und nun soll ich wieder zurück in dieses beschissene leben?

ich will das nicht. und derzeit versuche ich auch, nicht zu oft darüber nachzudenken, weil ich jedes mal panik bekomme. aber ich grüble eigentlich mehrmals am tag darüber nach, wie es jetzt weitergeht. ich verstehe nicht, warum hasi die beziehung beendet hat. es gab keinerlei anzeichen … und er sagt, er habe mich noch lieb. es ist irgendwie wie immer und doch anders … ich versuche, ihn nicht mehr zu berühren, weil man einen ex doch gar nicht anfasst?  wie verhält man sich zum ex? klar, der klaps auf den hintern oder sowas, das kann man natürlich nicht mehr bringen. der gute nacht-kuss fühlte sich auch nicht mehr richtig an. gefehlt hat es mir trotzdem so sehr, dass wir uns auf knuddeln geeinigt haben. wobei die umarmung sich eigentlich noch inniger anfühlt als der kurze kuss … ich bin hin und hergerissen. ich weiß nicht so recht, wie ich mich verhalten soll, was ich noch zulassen soll und was nicht – es ist schließlich meine erste trennung!

ich habe angst. angst davor, mich wieder einsam und ungeliebt zu fühlen. wieder alleine in einem zimmer zu sitzen und blöde gedanken zu haben. nicht zu wissen, wem ich meine sorgen erzählen kann. keiner, der mich in den arm nimmt und mir halt gibt.

klar, man gewöhnt sich auch irgendwie wieder ans alleinsein. aber wer ist schon gern allein?