should i stay or should i go?

kündigen oder nicht kündigen? ich bin hin- und hergerissen. ich ringe jeden tag im büro wieder mit mir selbst: soll ich mir das weiterhin antun? warum? bin ich nichts besseres wert? muss ich mich ständig für irgendwas rechtfertigen oder tolerieren, dass andere machen, was sie wollen???

nachdem es diese woche ja sehr warm ist, und ich am montag meinem teamleiter mein problem geschildert und gefragt hatte, ob es eine möglichkeit gäbe, nicht in der zugluft zu arbeiten, kam er kurz nachdem er meine E-Mail bekommen hatte auf mich zu. zuerst schlug er vor, dass ich mich in die mitte des raumes setze. aber da ja dort auch noch der ventilator hinwehte, war das keine lösung. dann meinte er zu den anderen, die tür müsse halt zu bleiben. zuerst war kurz ruhe, aber schon bald schlichen die zwei kolleginnen, die die tür gerne offen haben wollen, zu mir heran. während die eine mich nicht mal ansah und lieber den boden begutachtete, versuche die andere, mir zu erklären, dass ihnen warm sei. wie die beiden vor mir standen … als ob sie angst vor mir hätten. seltsam. ich versuchte auch mein problem noch einmal zu erklären, und wir einigten uns darauf, dass wir abwechselnd die tür auf- und zumachen. schön.

die nächsten stunden schloss und öffnete ich die tür also im halb-stundentakt, das machte ich freiwillig, da ich den beiden auch zeigen wollte, dass ich kein unmensch bin (ich hatte immer noch dieses gespräch vor augen …). alles klar soweit, kein gemecker.

heute stand die tür bereits offen, als ich kam. und obwohl ich mich nicht sehr wohlfühlte, habe ich die tür vier stunden offengelassen. als es dann mal heftig zog, machte ich die tür zu. keine viertelstunde und sie wurde wieder geöffnet … und das blieb sie dann auch für den rest des tages. auf die idee, für mich mal die tür eine weile zu schließen, kommen die beiden natürlich nicht, obwohl es so vereinbart war. denn solange ich mich nicht beschwere, haben die das schon vergessen oder denken, ich finde es okay. aber ich habe keine lust, so etwas immer und immer wieder sagen zu müssen, jedesmal fragen müssen, ob die tür mal einen halbe stunde zugemacht werden kann.

ich habe es satt, so satt. ich würde am liebsten kündigen. aber ich mag den job. ich will nur nicht in der zugluft sitzen 😦  ich sitze da oft und weine still vor mich hin. stelle mich dann auf „nicht bereit“, damit keine anrufe reinkommen. mein teamleiter wird mich bestimmt bald fragen, warum ich nicht die ganze zeit auf „bereit“ stehe. aber ich kann ja schlecht weinend mit den versicherten telefonieren.

andere hätten sich schon längst krank schreiben lassen. oder hätten sich was anderes gesucht. aber das fällt mir doch so schwer … warum gibt es diese beknackten großraumbüros??? verdammter mist. ob es was bringt, mit dem betriebsrat zu sprechen? wenn kein platz für mich ist, dann nützt es wahrscheinlich wenig. es wird anscheinend überall gelüftet und durchzug gemacht.

ich fühle mich so beschissen!

befindlichkeiten

draussen genießen die menschen wahrscheinlich den sommertag, während ich hier in der bude sitze und nachdenke. ich bin mit meiner wohnsituation und meinem job unzufrieden. der job an sich ist okay, nur macht mir das zusammensitzen mit meinen kollegen zu schaffen. die mehrheit steht auf zugluft und dauerhaft geöffnete fenster. im winter und an kühlen tagen friere ich dann und sitze in der zugluft. habe kopfweh und nackenverspannungen und fühle mich ausgegrenzt. es wird keinerlei rücksicht genommen. hauptsache fenster auf! an heißen tagen wie die letzten ist es zwar nicht kalt, aber es zieht trotzdem und manchmal noch viel mehr. da werden noch dazu die türen offengelassen, damit der heiße wind schön ins großraumbüro dringen kann … und als unser teamleiter, der mit in unserem raum sitzt, neulich meinte, nun wäre es doch langsam an der zeit, die wärme auszusperren, kamen nur kommentare von den frischluftfanatikern á la: aber es ist besser, wenn die luft wenigstens etwas zirkuliert … dass diese luft dann noch wärmer ist als vorher, ist den kollegen egal, hauptsache, sie spüren einen luftzug.

und die kollegin, die neben mir sitzt, hatte auf meine frage hin, ob es nicht sinnvoller wäre, mal die jalousien (die direkt am fenster montiert sind) runterzulassen, nur wie immer leicht angenervt gemeint, dass es dann ja dunkel sei, und sich dann die luft stauen würde. aha, und die sonne soll also schön durch die fenster knallen und die wärme im raum unerträglich machen??? hauptsache tageslicht???

das alles und offene türen und dann auch noch standventilatoren an, das war mir dann doch zuviel. in meiner reihe wird kein ventilator angemacht. da bleibe ich hart. eher gehe ich nach hause. ernsthaft! ich hätte es getan.

die kollegin neben mir ist nun drei wochen im urlaub, vielleicht besteht eine chance, dass das ganze nicht irgendwann eskaliert. so oder so ist es aber fast untragbar für mich. ich fühle mich so unwohl jeden tag, ich könnte oft heulen. was ist das für ein leben?

aber egal wo ich sonst arbeiten würde, es gäbe immer irgendwas. ich wünschte, ich könnte home office machen. zwar wäre es sehr langweilig, aber ich müsste nicht so viel ertragen. es ist gesundheitlich ohnehin schon schwer genug für mich. aber ich setze mich ja nie durch. es gibt nur wenige kollegen, die da nicht so egoistisch sind und auf andere achten.

der raum ist auch oft nicht richtig ausgeleuchtet. viele wollen kein licht anhaben, sitzen lieber im dunkeln. und ich muss meine augen eh schon immer anstrengen. das kann doch nicht sein, dass man so arbeiten muss … ich finde es zum kotzen. und durch dieses unwohlsein kann ich mich oft schlecht konzentrieren und bin langsam. muss oftmals das, was ich prüfe, mehrmals durchgehen. man muss sich doch einigermaßen wohlfühlen auf der arbeit? warum ist es so schwer, meine bedürfnisse mitzuteilen?

ich möchte gerne fragen, ob es nicht eine möglichkeit gibt, mich und eventuell ein paar andere in einen kleinen raum für die frostbeulen und zugluftempfindlichen zu stecken. aber die sitzordnung wird regelmäßig geändert, da bin ich nicht sicher, ob man dann dauerhaft in dieser konstellation sitzen kann.

ich werde mich darauf einstellen, eventuell bald nicht mehr dort zu arbeiten. und wer weiß, wo ich dann überhaupt arbeiten kann. es gibt ja fast nur noch großraumbüros. und wenn es kein bürojob ist, schaffe ich es wahrscheinlich körperlich nicht. hallo hartz4! ich freue mich schon.

die wohnsitaution ist ja soweit bekannt. die quietschetür hört nicht auf zu quietschen. unter mir wohnen starke raucher. ekelhaft. das ist insbesondere jetzt an den warmen tagen schwierig. ich muss ja abends viel lüften, damit sich die räume wieder etwas abkühlen. wirklich kühl wird es hier aber nicht, ich habe ja eine tolle wohnung mit sonne von mittags bis abends. bäh. wäre wenigstens ein zimmer nach hinten raus. aber das haben nur die anderen, die einen balkon haben. meine mittelwohnung ist sehr sonnig.

und dann die lauten autofahrer. diese blöden poser, die viel zu schnell auf dieser verkehrsberuhigten straße fahren und die musik dabei laut aufdrehen, natürlich bei offenen fenstern. und dann auch noch der gemeine pöbel, der ständig vorbeikommt und gelaber von sich gibt, dass ich nur noch traurig in die zukunft blicke. das ist doch akustische folter, was ich da höre. wo sind die gebildeten und gesitteten menschen hin? ich wünsche mir mehr menschen mit benehmen und achtsamkeit. die ein bewusstsein haben für das, was um sie herum geschiet. wissen die denn nicht, dass hier ein wohngebiet ist und man hier alles mithören kann? aber das interessiert diesen abschaum ja nicht. ich wünschte, ich könnte nachts im sommer mein fenster offenlassen, aber ich muss bei 28 grad und mehr im aufgeheizten zimmer versuchen zu schlafen. nur weil menschen so rücksichtslos sind und sich lautstark unterhalten, wenn sie an meinem haus vorbeilaufen.

ach, was ist das leben anstregend. manchmal habe ich keine lust mehr auf diesem ganzen scheiß. aber ich möchte doch weiterleben. nur nicht so. ich bin so glücklich, in hamburg zu sein. aber die leute regen mich auf … leider fehlt mir für einen vornehmeren stadtteil das nötige kleingeld. ich muss hier weg, nur wie? wohin? menschen sind überall, und man weiß nie, wen man als nächstes als nachbarn hat …

ps: hier gab es ja schon mal das gleiche problem mit kopfweh und zugluft … eben drübergestolpert.

ruhestörung

morgens um halb 5 in hamburg. die nacht ist vorbei. wurde ich schon mal mitten in der nacht wach, aber ohne den grund zu wissen, ich kann es nur ahnen, war es dann später soweit. diese gottverdammte tür quietscht unf reisst mich aus meinen schlaf. ich könnte das haus anzünden. es ist so schrecklich, nicht zu wissen, wie man sich helfen kann. nicht zu wissen, an wen man sich wenden kann. und zu wissen, dass einem eh nicht geholfen wird.

um 7 uhr muss ich aufstehen. zur arbeit gehen. warum gehe ich eigentlich noch zur arbeit??? lasse mich nicht krankschreiben? am besten dauerhaft. wegen gesundheitlicher folgen. ist mein gutes recht. meine psyche geht durch diesen schlafmangel kaputt.

nur wäre ich dann zu hause und würde dieses beschissene quietschen noch öfter hören. und irgendwann durchdrehen.

soll ich wirklich der vermieterin schreiben? sie wird es nicht interessieren. es wird nichts geschehen. und ich werde noch wütender und aggressiver. gibt es irgendwo auf dieser welt eine stelle, an die ich mich wenden kann? die sich um sowas kümmert? wenn man nicht selber mit menschen reden kann. ich möchte auch gar nicht wissen, welcher mieter dahinterstreckt. das wäre zuviel für mich.

umziehen ist die einzige möglichkeit. aber ich habe niemanden, der mir hilft. meinen ex kann ich nicht nochmal bitten, mir beim umzug zu helfen. und die einzigen, die ich bitten könnte, sind zu weit weg. mein bruder, simon. ich habe doch hier niemanden. und ich mag kein umzugsunternehmen bestellen. ich kann doch nicht alle meine möbel verschenken und neu kaufen. und was wird in der nächsten wohnung sein? wieder irgendein lärm. es ist doch überall gleich. es wird immer jemand da sein, der stört. ich habe nicht genug geld, um mir ein haus zu kaufen oder zu mieten. für eine person gibt es auch kaum häuser. wo soll ich also wohnen?

so geht es nicht weiter. eigentlich möchte ich noch leben, aber ich habe immer weniger lust, mir das noch weiter anzutun. ich wünschte, ich könnte diese leute dafür bestrafen, wenn sie mir das antun. für jedes quietschen soll ihnen einen schmerz durch den leib fahren.

so, es ist 6 uhr, ich muss in einer stunde aufstehen. und dann kommt die nächste belastung auf mich zu. ich sitze dann 6 stunden in der zugluft, kriege kopfweh und friere.

ich habe langsam keinen bock mehr.

hass!!!!!

ich werde bald zum amokläufer. meine nachbarn haben gestern abend um 23 uhr, genau zu der zeit, wo ich schlafen gehe, wieder rumgepoltert. da rennt jemand hin und her, wie ein trampeltier, wirft den staubsauger an und rückt mit irgendwelchen möbeln, das wasser läuft, und das geht dann bis etwa mitternacht so.

wenn ich dann irgendwann endlich eingeschlafen bin, kommt die nächste störung. die tür quietscht … und quietscht wieder … und nochmal. ich drehe noch durch!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

wie schmeiße bald meinen job hin und werde hier die nacht zum tag machen, selber rumpoltern und wäsche waschen und staubsaugen und laut sein wenn man mich nachts nicht schlafen lässt, muss ich meinen haushalt eben nachts erledigen. mal sehen, wie lange es dauert, bis sich jemand beschwert. pech gehabt, ihr ignoranten scheißer!

ich weiß echt nicht mehr weiter. wo soll ich leben, ohne von menschen gestört zu werden? mein hass wird immer größer. ich habe bald genug von diesem leben. es interessiert nur niemanden, was ich denke und fühle.

ich habe keine kraft, mir immer und immer wieder ein neues zuhause suchen zu müssen. um dann wieder und wieder diese erfahrungen zu machen. ich kann nicht mehr. ich will hier weg!!!

der sommer kommt …

… und ich habe den ganzen tag sonne in der wohnung, also von mittags bis abends zumindest. das wird warm die nächsten tage! ich schwitze jetzt schon. und bisher hatte ich nur ganz dünne vorhänge aus organza stoff, die die sonnenstrahlen so gut wie nicht abhalten. daher musste ich heute los, mir irgendwas für die fenster besorgen, bevor hier die kommenden tage einen sauna entsteht.

eigentlich wollte ich ja gerne jalousien, plissees oder rollos haben. aber da ich so breite fenster habe, wäre das doch eine etwas teurere angelegenheit. und wer weiß, wie lange ich hier noch wohne … dann passen die in der nächsten wohnung nicht mehr und müssen wieder weg.

nach längerer recherche bin ich dann letztendlich zu ikea gefahren. und habe mir dort vorhänge geholt. ein paar mit gelben blumen war gerade reduziert auf 12,95 €, aus baumwolle, perfekt. die habe ich sofort mitgenommen. und die hängen jetzt im schlafzimmer.

Schlafzimmer Vorhänge

dann hatte ich ein paar hannalill vorhänge, ebenfalls aus baumwolle, eingepackt. in beige für 19,99 €. für die küche hatte ich mir eine ganz ganz einfache faltjalousie für 3€ eingepackt, nicht toll, aber hauptsache, da hängt was vorm fenster.

als ich dann kurz vor der kasse noch in die fundgrube geguckt habe, fand 3 hannalill vorhänge zu je 5€, zwei davon in hellem rosé und einen grau. da habe ich natürlich die verpackten liegenlassen, zudem auch diese billige jalousie. super 🙂

Wohnzimmer Vorhänge

im wohnzimmer habe ich die roséfarbenen vorhänge gehängt.

nur in der küche hängt noch mein oller vorhang von vorher. der graue vorhang sollte da eigentlich hin. ich habe nur nicht dran gedacht, dass ich ja nicht an die gardinenschiene oben hinkomme, da die einbauküche davor steht, und ich traue mich nicht auf die arbeitsplatte zu steigen. selbst mit leiter wäre es unmöglich, da dranzukommen. da kann ich also wirklich nur was direkt ans fester befestigen, da komme ich gerade so hin.

Küche Vorhang

dieser „lappen“ hängt dort nur provoiorisch, damit ich überhaupt ein wenig sonnenschutz habe. das blendet nämlich sehr, wenn man da was macht. sieht beknackt aus, hilft aber wenigstens etwas. für die hitze reicht es aber nicht, da muss ich mir schnell noch was einfallen lassen. ich habe noch fenster-gardinenstangen, allerdings werden die den neuen vorhang nicht halten können. da muss was leichtes dran.

aber zumindest habe ich nun etwas dickere vorhänge für wohn- und schlafzimmer. auch wenn die nicht sonderlich viel wärme abhalten werden, wenigstens knallt dann die sonne nicht so rein.