nordsee – wremen

bevor der sommer nun wirklich zu ende geht, noch ein kleiner bericht über meinen letzten ausflug nach wremen. das ist kein tippfehler, sondern ein badeort an der nordsee, zwischen cuxhafen und bremerhaven. ich hatte mal gelesen, dass es ein geheimtipp sei. nun ja … also ich war doch sehr enttäuscht. für knapp drei stunden anfahrt war es leider nicht, was ich gesucht hatte. dass es dort keinen sandstrand gibt, wusste ich, aber auf diesen alptraum aus beton war ich nicht vorbereitet … keine ahnung, was ich mir vorgestellt habe, aber nicht sowas. ich wollte direkt wieder wegfahren. ich wäre so gerne am wasser entlang gelaufen, mit den füßen im wasser (es war verdammt warm). nichts dergleichen konnte ich. und dann wollten die dafür auch noch kurtaxe … nee, ich bin da gleich wieder weg aus der gruselzone.

wenigstens einen niedlichen leuchtturm gab es dort. da habe ich mich auch die meiste zeit aufgehalten. man konnte ihn auch kostenlos besichtigen, und die paar stufen schaffte man selbst bei der hitze mühelos. bin dann noch ein stück entlang einen weg entlang gelaufen, aber mehr war da nicht zu erleben. das spannendste neben dem leuchtturm war der bücherschrank (eher eine bücherbude) auf halber strecke zum strand. und die belgischen (vegetarischen) pommes mit joppie sauce, die ich mir kurz vor meinem rückweg gegönnt habe.

naja, ich habe das beste draus gemacht, habe aber nicht lange dort verweilt. bin dann wieder die knapp drei stunden zurück nach hamburg.

also wremen abgehakt, auch gut. dann weiß ich wenigstens, dass ich da nicht wieder hin will.

love you!

ein fake-account zu haben ist durchaus praktisch. so spare ich mir in zukunft viel zeit und viele gefühle.

gestern schrieb mir mein schotte wieder, er würde mich lieben. er war sentimental. ich dachte zuerst, vielleicht ist er doch eifersüchtig auf meinen neuen kontakt, mit dem ich mitterweile schon zwei mal sehr lange telefoniert habe. das hatte ich erwähnt, und er schreibt dann ja immer sowas wie „ich freue mich für dich“ blabla. jemand, der mich lieben würde, würde so etwas niemals sagen. er wäre eifersüchtig und würde sich ganz anders verhalten. nun denn, jedenfalls war ich gestern erst nachts nach 1 uhr auf interpals, und er sülzte herum, schickte mir einen link mit einer soul-schnulze und heulte.

heute morgen öffnete ich dann meinen fake-account und sah, dass er seiner schwedin ziemlich genau den gleichen mist geschrieben hat, mit einem etwas anderen wortlaut, aber „sending so much love“ ist ja nichts anderes, und das musikstück, dass ich für mich beanspruchen wollte, schickte er ihr auch ….

was ist nur los mit dem … er war wohl gestern total betrunken und einsam. ich fühle nur noch mitleid mit ihm, berührt hat mich das gar nicht (vielleicht liegt es daran, dass mich gerade in einer neuen „beziehung“ befinde und mich das enorm auffängt). aber ich weiß jedenfalls, dass dieses geschwätz auch wirklich geschwätz ist. fast hätte ich ihm das sogar abgenommen, doof wie ich bin …

ach r., du bist echt durchgeknallt. zuviel giftige dämpfe auf der arbeit eingeatmet oder so …

wenn der wüßte, dass ich ihn durchschaut habe, er würde wohl noch tiefer sinken …

botanischer garten in klein flottbek

mensch kinners, es wird herbst … heute fielen schon die blätter von den bäumen, und die temperaturen sanken (endlich) auf eine angenehme, milde wärme mit etwas sonnenschein. solche tage habe ich am liebsten. der sommer ist für mich immer eine qual, ich weiß auch nicht, ob es vielen menschen so geht, aber ich schwitze immer wie verrückt, fühle mich schwach und müde, und mag mich nicht bewegen. seit dem regen gestern fühle ich mich wieder fitter.

aber noch ist der august nicht ganz vorbei, und es soll noch mal blumen „regnen“ 😉 im juli war ich das erste mal im botanischen garten in klein flottbek – im loki schmidt garten – und hatte einen schönen – aber auch sehr warmen – spaziergang. ein sehr hübsch angelegter und abwechslungsreicher garten ist das, kostet keinen eintritt und ist leicht zu erreichen.

hier nun ein paar impressionen aus dem garten.

und hier noch ein paar spielereien mit invertierten farben.

bye bye baby

gestern habe ich endlich andrew (ihr wisst schon, der perverse englische polizist) aus meiner kontaktliste und von telegram gelöscht. zudem auch noch den notizzettel, auf dem ich seine telefonnummer geschrieben hatte, vernichtet … nun ist es vorbei, ich kann ihn nicht mehr kontaktieren oder finden. bin stolz auf mich.

vorgestern war mir nämlich ein malheur passiert. ich hatte morgens auf dem weg zur arbeit versehentlich – wahrscheinlich beim herausfischen des smartphones aus meinem rucksack, einen dieser blöden sticker an andrew geschickt. wenn der chat leer ist, wird da immer ein sticker mit dem vorschlag „sag hallo!“ angezeigt in der mitte des chatfensters. jedenfalls sah ich dieses „hi“ und andrew wurde plötzlich weiter oben in der chatliste angezeigt. im ersten moment dachte ich, er hätte mir das geschickt, bis mir dann klar wurde, dass es meine eigene nachricht war … mist! ich hatte ihn erfolgreich ignoriert die letzten monate … ich schrieb ihm ein „sorry, it wasn’t me“ (da ich mir nicht vorstellen konnte, wie es geschehen sein mochte), und er daraufhin „who was it then?“ und ich sagte ihm keine ahnung, vielleicht ein versehen von mir. wunderte mich ja noch, dass er mir überhaupt schreibt, aber ich glaube er ist so unfassbar neugierig, oder wollte nur wieder einen blöden kommentar abgeben.

naja, jedenfalls hatte ich dann am nächsten tag einen schwachen moment und dachte, ich frage ihn mal, ob er ok ist. keine antwort, war klar …. also hab ich gedacht, so, er kommt jetzt endgültig weg. viel zu lange hatte ich ihn noch in meiner liste drin, weil ich zu schwach war, den kontakt restlos zu löschen. aber nun ist es geschehen, there is no turning back … war ja ohnehin total bescheuert von mir, dass ich überhaupt noch mit ihm gechattet habe, aber manchmal braucht man eben etwas zeit, um sich von jemandem zu lösen. ich habe nur noch seine bilder und das video, dass er mir mal geschickt hat. die werde ich auch behalten, zum „andenken“, haha. und irgendwann werde ich mir die wieder angucken und mich wahrscheinlich fragen, was ich an dem fand …

goodbye andrew, have a nice life.

ostsee! – travemünde

anfang august fuhr ich nach travemünde. auf einen dienstag, direkt nach der arbeit. ich hatte wenig zu tun und konnte schon um 11 uhr feierabend machen. und ich hatte auch dringend eine kleine auszeit am meer nötig. also nahm ich den nächsten zug nach lübeck und bummelte danach mit einem anderen zug nach travemünde. ist der immer so langsam …

leider hatte ich meine sonncreme vergessen, da ich mich ja recht spontan entschieden hatte – und es war sehr warm, sonne pur bei 28°c. und ich wusste nicht, ob ich vor ort einen drogeriemarkt finden würde, wo ich mir einen kleine flasche kaufen könnte. also lief ich mit meiner dünnen baumwolljacke, damit meine arme bedeckt blieben, und einem langen halstuch, das ich mir über den kopf legte, die strandpromenade entlang. ich wollte nichts riskieren unf blieb erstmal vom wasser weg, obwohl ich gerne mein füße im wasser abgekühlt hätte. lief dann zum grün-weißen molenfeuer. etwas weiter im landesinneren, aber nicht weit davon entfernt, steht der alte leuchtturm. das ist übrigens der älteste leuchttum deutschlands. ich war zu faul da hochzugehen, es war einfach zu heiß. next time.

nach einer kurzen rast ging ich richtung einkaufsstraße in der beschaulichen altstadt. dort lässt es sich gemütlich bummeln, und ich fand dort auch einen rossmann und kaufte mir eine sonnencreme, aber die kam nicht mehr zum einsatz. die zeit zur rückkehr war schon bald, und da ich keine lust mehr hatte, nochmal zurückzugehen, lief ich zum bahnhof travemünde hafen und stieg dort in den zug nach lübeck. musste wieder ewig warten, da mir einer vor der nase weggefahren war …

es war echt nett dort, wäre ich nur besser vorbereitet gewesen … aber der kleine ausflug war auch so eine nette abwechslung.