london & west sussex im november – part 2: sightseeing in london und ein entschluss

nach einer nicht ganz erholsamen, aber weniger lauten nacht als erwartet, hatte ich einen sehr schönen tag in london. nach einem leckeren breakfast at tesco’s – ich bin ja süchtig nach egg custard tarts – fuhr zur waterloo station (die u-bahn hatte wieder geöffnet! juchu) und machte mir einen netten sightseeing-tag mit bin ben, westminster abbey und co. zu gerne hätte ich ja schon eine gute kamera dabeigehabt, aber bisher habe ich noch nicht die zeit gefunden, mir darüber klarzuwerden, welche es denn nun sein soll. allerdings hatte ich mir vor dem flug spontan noch ein neues smartphone kaufen müssen, da die ryanair app nicht mehr auf meinem alten samsung funktionierte, und diese kamera ist glaube ich echt gut. vielleicht könnt ihr ja einen unterschied bemerken, ich habe sowohl mit meiner canon kamera als auch mit dem redmi 10c fotos geschossen.

das wetter war übrigens super für mitte november, 16°c und sonne. der spaziergang im st. james’s park war demnach sehr schön herbstlich und mild. es liefen einige eichhörchen herum, die nicht sehr scheu waren.

das doofe an reisen im herbst ist, dass es schnell dunkel wird. was aber auch wiederum sehr bezaubernd war, war die weihnachtsbeleuchtung in der city. der piccadilly circus, die regent street und oxford street sahen wirklich sehr hübsch aus. das wollte ich schon immer mal machen, zur weihnachtszeit in meiner lieblinsgstadt sein. am leicester square gibt es auch einen weihnachtsmarkt, da bin ich mal drübergeschlendert.

und so lief ich, den ganzen tag lang, bis ich nicht mehr konnte.

die neue elizabeth line ist sehr modern, hat natürlich nicht mehr den alten charme der tube, aber es ist schön dass zu meinem „hotel“ überhaupt eine u-bahn fuhr. die stationen haben teilweise diese sicherheitstüren, die sich erst öffnen, wenn der zug steht.

ich könnte ja einen ganzen tag nur in der „röhre“ verbringen, am besten an einer führung teilnehmen und ganz viel über die geschichte der u-bahn erfahren.

zurück an meiner unterkunft erlebte ich die nächste überraschung: der schlüssel der haustür ließ sich nicht drehen, ich konnte nicht herein! WTF … ich probierte es noch ein paar mal. dann klingelte ich. keiner da. ich klopfte, wurde energischer, weil ich langsam die schnauze voll hatte. was ist denn das für ein unterkunft??? ich versuchte, den knilch anzurufen, aber da kam nur die mailbox. toll, nun stand ich vor der tür und wusste nicht weiter. erst nachdem ich sehr energisch gegen die tür klopfte, in der hoffnung, dass mir vielleicht andere gäste öffnen, kam der typ angetrottet und machte mir auf. er roch übrigens genauso, wie die zimmer aussahen: fast hätte ich ihm gesagt, er möge sich doch mal waschen. ich erklärte ihm, dass der schlüssel nicht passt, und fragte, was das hier sollte. ich musste mich beherrschen, ihn nicht anzuschreien. diese bruchbude machte mir meinen urlaub kaputt. er nahm den schlüssel, spielte den ahnungslosen und fummelte selber da ewig herum, bis er mal die tür aufbekam. als er es schließlich schaffte, meinte er, man müüse nur den schlüssel wieder ein ganz kleines stückchen herausziehen, damit das schloß aufging. ich schaffte es aber nicht, und er meinte, er sei ja da, ich solle ihn einfach anrufen. ich erwiderte, das hätte ich eben ja auch getan, und er sei nicht rangegangen. was ist, wenn ich dann vor verschlossener tür stehe und nicht reinkomme? vielleicht wird es auch mal später, und er schläft schon???

den rest des abends verbrachte ich in dem rattenloch mit tv und einen telefonat mit gordie. ich erzählte ihm davon. er machte sich wohl auch gedanken darüber, denn er bot an, dass ich ja vielleicht auch nach worthing kommen könne, wenn ich möchte. dann hätten wir mehr zeit miteinander. er bot mir auch an, dass ich bei ihm übernachten könne. er würde mir das ticket bezahlen, da er ja sowieso eins kaufen müsse.

während wir noch telefonierten und ich überlegte, ob ich das machen wolle, klingelte es an der haustür. ich scherzte noch mit gordie, dass da jemand auch nicht reinkäme. nachdem es nicht aufhörte, das telefon auch nicht beantwortet wurde, ging ich an die tür. da stand ein paar und wollte einchecken. ich erklärte, dass ich die beiden nicht einfach so reinlasse könne, ich sei ja auch nur gast. ich sagte aber, ich wolle versuchen, den typen aus seinem zimmer zu locken. als sich nichts tat, sagte ich, sie sollen nochmal anrufen. das musste ich dann aber tun, da der akku seines telefons schwach war. ich sagte dem hausherren, dass da leute sind, die einchecken wollen. er fragte, wann sie da seien, und sie sollten ihn dann einfach anrufen, er käme dann dorthin. ich erklärte, dass sie schon längst vor der tür stünden, und reinwollten. da bat er mich, ihnen den schlüssel, der auf dem rezeptionstisch lag, auszuhändigen, und erklärte, wo das zimmer sei … ich spielte also rezeption für den verrückten. irgendwas stimmt doch mit dem nicht …

jedenfalls fasste ich nach all diesen erfahrungen den entschluss, zu gordie zu fahren. lieber einen hoffentlich schönen tag oder zwei an der küste, als noch länger in diesem loch!

Am nächsten morgen sprach ich mit dem „hotelier“ (haha) erklärte, ich würde hier nicht bleiben, und fragte höflich, ob ich das geld für die beiden nächte – oder wenigstens eine davon, zurückerstattet haben könne. er bot mir natürlich nur eine nacht an, versuchte eine rückbuchung auf die kreditkarte, was aber nicht klappte. ich weiß jetzt auch, warum. ich habe ihm mittlerweile das zweite mal eine nachricht geschickt und er antwortet nicht. diese absteige ist also nicht nur ein drecksloch und unproffessionell geführt, sondern auch noch unseriös. er versprach mir den betrag auf die kreditkarte zu überweisen, ich sollte ihn nur meine daten mitteilen. ich werde nicht zögern, im internet negative erfahrungen zu teilen und andere davor zu warmen, dort zu übernachten.

das „hotel“ nennt sich übrigens forest inn city lodge und liegt an der 63 chestnut ave, london E7. bitte spart euch das geld, egal wie verlockend der preis sein mag. ich hatte für 4 nächte £125 bezahlt. was natürlich ein schnäppchen für ein einzelzimmer ist. aber selbst jedes hostel hat noch schönere zimmer und es ist sauberer. zumal auch zentraler.

also next stop: worthing!

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2 Gedanken zu “london & west sussex im november – part 2: sightseeing in london und ein entschluss

  1. @ abraxandria:
    jaa, die eichhörnchen waren niedlich! und zutraulich 🙂
    und ich – och joa, ich wollte einfach ein bisschen verrückt wie john lydon vor der telefonzelle stehen *lach* für mich ist london ja immer noch als 80er jahre-pop- und -punk-stadt in erinnerung 😀 ach, ich will bald wieder hin!!!

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