einmal zum arzt …

… und schon ist mein tag hin 😀

ich war heute zum blut- und urinabnehmen beim arzt. will einen check-up machen. dafür musste ich heute morgen nüchtern in die praxis. puh, allein das ist schon eine anstrengung, 8-12 stunden nichts essen. noch blöder ist es, wenn man dann nicht schlafen kann. für mich sowas total aufregend. außerdem gehe ich ja nicht so früh ins bett. die gedanken daran, was da vielleicht für schlechte werte (oder schlimmer: fehldiagnosen!) rauskommen, und an die anschließende untersuchung nächste woche, da konnte ich nicht zur ruhe kommen. bin immer mal eingeschlafen, aber wieder wachgeworden. das passiert mir in letzter zeit sowieso immer, da ich wohl nachts hitzewallungen und/oder schweißausbrüche bekomme und dann mit rasendem herzen aufwache. das herzrasen ist auch der wichtigste grund, weshalb ich den check-up machen lasse. ich will sichergehen, ob es nur die wechseljahre sind oder vielleicht doch eine herzschwäche oder sonst was.

und dann diese müdigkeit und das alles, ich fühle mich ja nicht wirklich fit. aber wer weiß, was da alles rauskommt.

und ich hoffe, mein urin ist unauffällig, man hat als lebenslange übergewichtige ja immer sorge, dass man diabetes bekommt. oder was an den nieren hat oder so. ich wäre damit ja völlig überfordert. ich möchte keine krankheiten haben, die man gar nicht oder nur durch eine operation heilen kann.

das mit dem essensverzicht habe ich ja gut geschafft, seit 22 uhr nichts mehr zu mir genommen.

um kurz nach 8 konnte ich die praxis betreten, einchecken und musste nur ganz kurz warten. meinen pipibecher habe ich abgegeben, dann ging es ans blutabapzapfen. wie immer ist es bei mir schwierig, eine vene zu finden, es gibt nur eine brauchbare vene im rechten arm, alle anderen sind zu dünn oder nicht sichtbar. mir wurde ganz schön viel blut abgenommen, was mich wunderte. mehrere röhrchen. irgendwie dauerte es diesmal recht lange. als ob mein blut ganz langsam in die kanüle floss. vielleicht habe ich es aber auch vergessen, und letztes mal dauerte es genauso lange.

zu hause habe ich mich dann erstmal wieder hingelegt, weil ich ja müde war. mein arm hat zum glück nur kurz noch etwas wehgetan, der befürchtete bluterguss blieb diesmal aus, es war nur ganz leicht blau um die vene.

aber so richtig schlafen konnte ich auch nicht, da ich eine paketankündigung bekommen hatte. ich schlief also immer mal kurz ein und stand dann gegen 11 uhr auf, weil ich nicht mehr liegen wollte.

demensprechend müde bin ich heute den ganzen tag. ich habe auch kopfschmerzen, bestimmt vom der langen „fastenzeit“. der körper ist wohl aus dem gleichgewicht gekommen. mäh.

und wie soll das erst in einer woche werden, wenn ich dann untersucht werde und die werte mit mir besprochen werden? mir graut es schon davor, wenn mein blutdruck gemessen wird und mir anschließend wieder ein langzeitblutdruck-test nahegelegt wird. dieses foltergerät will ich nicht mehr 24 stunden lang an meinem arm haben.

für mich sind arzttermine immer so energieraubend. deshalb gehe ich ja auch so selten hin. was für andere total unspektakulär ist, ist für mich total anstrengend. ich mache das jetzt auch nur, weil ich nicht arbeite, sonst hätte ich gar keine lust dazu. aber es raubt einem auch viel energie, nicht zu wissen, wie der gesundheitszutand ist, und immer angst zu haben, dass man was haben könnte. in meinem alter hat man ja fast jeden tag irgendwas anderes 😉

klar, keiner geht gerne zum arzt, aber ich wäre da gerne etwas cooler. ich mache mir immer einen kopf …

ich bin gespannt, ob meine blutwerte stimmen. und was meine gallensteine machen. und ob mein herz noch fit ist. und und und … kleine oder auch größere baustellen gibt es genug 😉

arbeitssituation

inzwischen hatte ich zwei vorstellungsgespräche, eine bei der zeitarbeitsfirma und eine bei der DHL, das war die mitarbeiterwerbende stelle meiner ex-kollegin.

das gespräch bei der zeitarbeitsfirma war sehr angenehm. die dame, die mir mir sprach, war sehr nett und fragte mich einiges über meinen lebenslauf aus und was ich denn gerne machen wolle. sie hatte auch zwei stellen parat, die eine war eine vollzeitstelle als datenerfasserin, die ich direkt ablehnte. die zweite stelle war wohl eine der beiden stellen, auf die ich mich beworben hatte, als bürokraft für die poststelle. das wäre auch für eine krankenkasse, sogar recht nah, in hammerbrook. leider würde es schon um 6:30 uhr losgehen, und die vermittlerin sagte, der fahrweg wäre für mich aber dennoch recht lange, da man irgendwie umsteigen müsse und die verbindungen seien nicht so gut. ich stutze. wo das denn sei, denn nach hammerbrook brauche ich ja nur eine viertel stunde. sie sagte nun nicht genau, welche straße, aber den firmensitz konnte ich zu hause dann googeln, und das wäre ja gar nichts schlimm, entweder 12 min. gehen oder mit dem bus, der aber auch regelmäßig fährt, selbst um diese uhrzeit. so ganz verstanden habe ich das nicht, was sie sagte.

ich habe mich aber, auch wenn ich im vorstellungsgespräch sagte, der frühe beginn wäre kein ausschlusskriterium für mich, dennoch dagegen entschieden. denn ich glaube, so früh aufstehen ist doch nicht so einfach, ich bin dann wieder dauermüde den ganzen tag. auch wenn man früh feierabend hat, macht das wenig sinn. ich bin und bleibe eine nachteule.

das gespräch bei der DHL war auch nett, mit zwei personalern. aber irgendwie merkte ich doch schnell, dass ich bei denen einfach falsch bin, also das unternehmen deutsche post an sich. ich hatte ja schon mal das vergnügen, und auch daraus wurde nichts. war vor etwa einem jahr, bevor ich von der TK übernommen wurde. und auch damals wurde ich nicht genommen. was ich aber auch gar nicht wollte, denn mir stand ja in aussicht, bei der tk zu bleiben. ich musste mich da von der zeitarbeitsfirma aus, bei der ich damals noch war, vorstellen.

die beiden von der DHL haben mir einige fragen gestellt, die mit meinem seltsamen lebenslauf zusammenhängen. bedankten sich mehrmals für meine ehrlichkeit und klangen zwar nicht abgeneigt, aber ich hatte auch nicht das gefühl, dass die mich unbedingt einstellen wollen. und die gehaltsvorstellungen von mir, die sicherlich nicht utopisch sind, sondern angelehnt an meinen letzten job, waren leider auch um einiges höher als das, was die mir anbieten konnten. ich bin da aber nicht festgefahren, was mein gehalt betrifft, ich möchte einfach meinen lebensunterhalt verdienen und dabei einen netten job machen.

am montag kam dann der anruf und die absage. ich war eigentlich ganz froh, weil ich wie gesagt nicht sicher war, ob die firma was für mich ist. ich war erleichtert, dass mir die entscheidung abgenommen wurde. wenn man das gefühl hat, es ist nicht das richtige, aber gleichzeitig denkt, wer weiß, ob noch was besseres kommt, ist es verdammt schwer, nein zu sagen. ich kenne ja meine vermittlungsschwierigkeiten, da lehnt man nicht so leichtfertig ein jobangebot ab. vielleicht ist aber genau das der fehler. ich darf nicht gleich den erstbesten job nehmen.

was ich bei der zeitarbeit verdient hätte, weiß ich übrigns noch gar nicht, da mir das die andere personalerin, die an dem tag nicht da war, „noch genauer erklären“ würde. aber sie sagte auch, an das wunschgehalt kommt es nicht ran.

ich muss ja gut verdient haben in meinem letzten job. dafür wurde natürlich auch viel verlangt, der druck war hoch, die quantität erfüllen zu müssen. diesen druck habe ich mir aber nie gemacht, was ja wohl dazu beitrug, dass mein vertrag nicht verlängert wurde. und dann die geschichte mit der zugluft und kälte. mittlerweile kam mein arbeitszeugnis auch endlich an. und da ich ja mal ein bewerbungstraining hatte, in dem erläutert wurde, was diese wohlwolleneden sätze im zeugnis zu bedeuten haben, weiß ich auch, dass mein zeugnis eher mittelprächtig ist. note 3 also. geärgert hat mich aber die beurteilung, wie ich mit dem vorgestzten und kollegen klarkam. denn da fehlt ein „stets“ in dem satz, dass mein verhalten gegenüber eben genannten einwandfrei war. was nichts anderes bedeutet, als dass es mindestens einmal einen vorfall gegeben haben soll. es ist eine frechheit, dass ich wegen dieser vorkommnisse eine solche abwertung bekomme. aber vielleicht nützt es mir ja auch, denn wenn ich als nicht teamfähig eingestuft werde, muss ich vielleicht nicht mehr arbeiten, jippieh! wer stellt schon jemanden ein, der nicht teamfähig ist? 😉

diese vorstellungsgespräche sind wirklich interessant. man hört durch die fragen, die die stellen, soviel heraus. kann sich dadurch eigene fragen selber beantwoten. und ich glaube, ich bin auf dem „normalen“ arbeitsmarkt komplett falsch. diese erkenntnis hatte ich zwar ich schon im zarten alter von 15, 16 jahren, aber damals war es mehr eine ahnung, ein gefühl. deshalb ja auch mein werdegang: schulabbruch, keine ausbildung, nur gelegenheitsjobs, und die damit verbundene abkapselung von „normalen“ menschen, die einen klassischen weg gehen. da es für viele verstörend ist, wenn sie hören, dass man nicht den üblichen lebensweg geht. birth, school, work, death.

dazu fällt mir gerade eine begegnung mit einer lesbe ein, die mich mal im candyclub in münchen vor zig jahren „angebaggert“ hatte. die üblichen fragen beim kennenlernen kamen auf. „was arbeitest du?“ fragte sie mich. – „nichts.“ antwortete ich. „studierst du?“ – „nö.“ – „hast du eine ausbildung?“ – „nein“. „was hast du denn für einen schulabschluss?“ – „keinen.“ – die fragezeichen im gesicht meines gegenübers wurden immer mehr.

„aber im kindergarten warst du doch hoffentlich, oder?“

in meinem inneren baute sich eine immer größer werdende mauer auf, gleichzeitig unterdrückte ich ein „nein“ und ein schallendes lachen und lächelte nur müde. das war dann auch das ende unserer konversation.

jedenfalls bin ich mir mittlerweile sicher, ich muss irgendeinen job finden, der eher unüblich ist. was auf der jobbörse der arge und co. steht, ist nicht meine welt. ich muss mich trauen und versuchen, auf anderem wege fuß zu fassen. meiner künstlerseele wenigstens ein bisschen entgegenkommen und etwas arbeiten, wo ich mich nicht komplett fehl am platze fühle.

ich werde jetzt wohl dieses coaching machen vom arbeitsamt aus. vielleicht bestätigt sich da nochmal mein gefühl. klar werden die mir davon abraten oder sagen, ich muss eben was finden, was vielleicht nicht meinen vorstellungen entspricht. und bis ich meiner „richtigen“ arbeit näher gekommen bin, muss ich wahrscheinlich erst wieder igendwas machen. aber ich will es wenigstens versuchen, dann brauche ich mir später keine vorwürfe machen, dass ich es nicht wenigstens probiert hätte.

eine ausbildung, schulabschlüsse und studium kommen für mich wohl eher nicht mehr in frage. so gerne ich noch was lernen möchte und wissen will, ob ich es schaffe. ich brauche ja ein gewisses gehalt, um meine miete und das alles zu bezahlen. und ich möchte auch nicht wie ein 18-jähriger azubi behandelt werden, das wird sicherlich zu konflikten führen.

aber mal sehen.

ich habe übrigens wohngeld erhalten 🙂 bin ich froh, ich muss nun vorerst nicht mit dem geld knausern und stehe nicht so sehr unter druck, sofort wieder einen job finden zu müssen. dass macht die situation entspannter.

stöckchen: bunte fragen

abraxandria hat mir ein stöckchen zugeworfen 🙂 nach den heißen tagen letzte woche will ich die fragen nun mal beantworten.

für leseratten: welches war das beste buch, das du in der letzten zeit gelesen hast? für filmfans: welches war der beste film, den du in der letzten zeit gesehen hast?
bücher: spannend fand ich auf jeden fall „durst“ von jo nesbø. „tender bar“ von j.r. moehringer ist auch sehr gut. und „paperweight“ von stephen fry finde ich sehr inspirierend und die beiträge sind gespickt mit britischem humor. bücher, die mich zum lachen bringen, haben schon gewonnen.

filme: puh, da muss ich nachdenken, da ich viele filme gucke und daher auch schnell vergesse, was da alles war … also momentan fällt mir nur „charade“ ein, der zwar schon alt, aber immer noch gut ist. und als ewiger cary grant-fan bleibt so ein filmklassiker natürlich im gedächtnis 🙂 den hatte ich letztes jahr mal geschenkt bekommen und bisher nicht geguckt … höchste zeit also!

kaffee oder tee? welches getränk bevorzugst du beim frühstück und warum?
keins von beiden! ich liebe zwar tee, aber zum frühstück trinke ich fast nie welchen, sondern orangensaft und wasser. kaffee kann ich gar nicht leiden.

was, das du schon seit ewigkeiten nicht mehr gemacht hast, würdest du lieber heute als morgen gerne wieder machen?
nach london fahren. ich war ewig nicht mehr dort. das hat aber einen grund, denn als ich das letzte mal von dort abreisen musste, habe ich mir geschworen, das nächste mal, wenn ich diese insel betrete, bleibe ich für immer …

ansonsten aber nach sylt oder auf eine andere, wunderschöne insel am meer. das wollte ich schon, seit ich hierhergezogen bin, machen, aber dann kam corona dazwischen.

ein konzert besuschen! aber das dauert bestimmt noch.

welche drei worte beschreiben dich am besten?
unkonventionell – verträumt – aufmerksam

welche 5 dinge befinden sich gerade jetzt auf deinem schreibtisch (oder in der nähe)?
ein haufen bekritzelter notizzettel, ein glas wasser, meine kamera, ein kapodaster, taschentücher.

coronapandemie!
wir sind einschränkungen unterlegen, maskenpflicht überall und aktuell auch testpflicht in schulen sowie für das shopping oder für friseurbesuche. wie geht es dir damit?
mit der maskenpflicht komme ich nicht gut klar, auch wenn sie sicherlich sinnvoll ist. es ekelt mich an, wenn jemand ohne maske im ÖPNV sitzt und dabei auch noch redet, telefoniert und dabei seinen speichel versprüht. oder im supermarkt nicht auf die abstandsregeln achtet. ich verstehe nicht, warum menschen da nicht dran denken. meiner meinung nach haben die masken das problem mit dem abstand halten auch noch verstärkt, da die leute denken, mit maske sei man ja geschützt. und daher ist es gut, dass es die pflicht gibt, denn kaum jemand hält sich an den abstand. das tragen ist dennoch eine große belastung für mich. ich kann schlecht atmen, das gesicht trieft vor schweiß, da ich schnell im gesicht schwitze, vor allem jetzt im sommer. und die brille beschlägt und ich fühle mich wie jemand, der auf beiden augen grauen star im endstadium hat. das ist nicht witzig. ich bin so froh, dass wenigstens die ffp2-maske im hvv nun nicht mehr getragen werden muss, denn das war noch schlimmer. ich musste die ganze zeit meinen daumen als abstandshalter unter diese maske halten, sonst hätte ich nicht atmen können. (kleine anmerkung am rande: ich trage immer zwei masken übereinander, eine stoffmaske und darüber die angeordnete.) mit der OP-maske komme ich soweit klar, aber ich nehme seit der maskenpflicht kaum noch am leben da draußen teil, fahre selten mal irgendwo zum vergnügen hin. ein auto, fahrrad oder ähnliches habe ich nicht.

die testpflicht kümmert mich überhaupt nicht, da ich mich nie habe testen lassen, um irgendwo zutritt zu bekommen. da kann ich gut drauf verzichten und warten. inzwischen kann man ja auch ohne test shoppen gehen, und zum friseur gehe ich eh nie, ich schneide mir die haare selbst. und auch veranstaltungen oder ähnliches meide ich, bis die pandemie soweit unter kontrolle ist, dass man freizeitaktivitäten auch wieder genießen kann.

glaubst du an reinkarnation (= wiedergeburt)?
ich fand die vorstellung immer verlockend – bis ich „mieses karma“ von david safier gelesen habe 😀

wenn du ein tier wärst, welches wärst du?
eine eule. weise, geheimnisvoll und beobachend. und nachtaktiv 🙂

hast du ein lieblingszitat? ja!? lass’ hören!
„alles, was wir sind, ist sand im wind, hoschi!“

hast oder hattest du (mal) ein haustier? wenn ja, welches und wie heißt bzw. hieß es? wieso trägt bzw. trug es gerade diesen namen?
als kind hatte ich mal (zusammen mit meinem bruder) drei zebrafinken. einer hieß piep (weil er viel gepiept hat), den zweiten nannten wir geier (der hatte eine zerzauste frisur und erinnerte daher an einen geier, außerdem war er frech zu den anderen, hat denen das futter weggefressen und gehackt) und vom dritten fällt mir gerade der name nicht mehr ein 😦

und zwei zwergkaninchen, meins hieß flapsi (der name kam mir einfach in den sinn, als ich dieses süße weiße flauschknäuel herumhoppeln sah) und das meines bruders mümmel, da muss man ja nicht viel erklären, warum 😉

so, das war’s. wer mag, darf sich das stöckchen gerne mitnehmen 🙂

arbeitslos …. erster klasse???

tja, nun bin ich seit juni arbeitslos. heute kam meine bewilligung für alg1. knappe 600 euro nur. ich hatte mit etwa 700-750 euro gerechnet, aber weil ich nur teilzeit arbeite, hat man mir die 60% gekürzt.

davon muss ich nun die miete bezahlen, dsl-anschluss, strom, wasser, rundfunkbeitrag und was zu essen etc. kaufen.

448 euro miete

37 euro strom

14 euro wasserkosten

32,98 euro DSL

17,50 euro rundfunkbeitrag

macht unterm strich genau 48,42 euro, die mir zum leben bleiben.

ach ja. wer hatte noch gesagt, alg1 sei viel besser als alg2? waren das manager, professoren und piloten?

mit hartz4 bekäme ich die miete bezahlt, wasser wohl auch, vom rundfunkbeitrag wäre man befreit … und dazu gäbe es noch 446 euro oben drauf! es wundert mich nicht, dass so viele nicht arbeiten wollen, denn man hat es ja als hartzer besser als jeder, der sich seine brötchen hart verdient. ich finde es unfair, dass man nicht die vollen 60% bekommt von dem lohn. ist doch völlig egal, wieviele stunden man arbeitet?! warum wird es gekürzt? und wenn man seine ersparnisse erst ausgeben muss, um aufstocken zu können, hat man auch nichts von den angeblichen vorteilen von alg1.

bin nun etwas angepisst. zwar werde ich sicher auch mit dem bisschen geld nicht verhungern, denn ich musste schon mein halbes leben mit sehr wenig geld auskommen und kann mir das einteilen. bin als junger mensch sogar oft kilometerweit zu fuß gelaufen, weil ich mir keine fahrkarte kaufen konnte. aber ich dachte, dieses armselige leben hätte ich hinter mir gelassen.

zum glück hat mir jemand den tipp gegeben, wohngeld zu beantragen. den antrag habe ich auch sogleich ausgefült und bin gespannt, ob ich da etwas bekomme. das wäre ja toll.

aber bis der antrag bearbeitet ist, habe ich vielleicht schon eine neue stelle. mal sehen. ich habe mich gestern als bürokraft beworben. das ginge zwar erstmal wieder über die zeitarbeit, aber freie stellen von den firmen direkt gibt es ja nicht mehr so viel. und eine ehemalige kollegin hatte mir auch noch eine stelle genannt, wo ich mich bewerben kann. mal abwarten.

mit dem arbeitsamt bin ich vorerst so verblieben, dass ich einen gutschein für ein coaching bekomme. was genau das ist, weiß ich noch nicht so genau, aber es ging im gespräch um weiterbildung, und da ich ja unsicher bin, was ich überhaupt machen kann, hat sie mir was von einem psychologischen dienst erzählt, der einem dann hilfestellung geben kann, für was man denn geeignet wäre. aber wenn es bei dem wenigen geld bleibt, glaube ich nicht, dass ich dann eine umschulung oder ähnliches machen werde.

einen job zu bekommen, der auch nur annährend etwas mit kunst zu tun hat, wurde mir direkt ausgeredet. sowas haben die beim jobcenter nicht. und auch für jobs bei den bücherhallen sind die nicht zuständig, das geht dann über die stadt. jo, schön, dann muss ich mich also selbstständig machen … fragt sich nur, wie.