am fischbeker moorgürtel

neulich war ich ja in der fischbeker heide, falls ihr euch erinnert. heute war die andere seite dran, der sogenannte moorgürtel. da ich mich von den vielen menschen von gestern erholen wollte, bin ich dorthin gefahren, wo vermutlich nicht so viel los ist. es war sogar noch besser, denn streckenweise war ich der einzige mensch weit und breit. ganz allein auf weiter flur … hach, wie schön. ich hörte nur wind, leises wasserplätschern und die vögel singen, hummeln summen und frösche quaken. wunderbar, um mal unsere pandemie für kurze momente zu vergessen.

von der s-bahn-station fischbek ging es direkt rechts in einen weg, wo noch ein paar kleine häuser stehen und autos parken, aber schon nach wenigen metern zeigt einem ein schild an, dass man nun im moorgürtel ist, einem naturschutzgebiet mit wiesen und wasserläufen, soweit das auge reicht. eigentlich total unspektakulär, und daher wohl auch sehr einsam, aber hier kann man wirklich außer naturgeräuschen kaum etwas hören. ich bin so wenigen menschen begegnet, dass ich dachte, hier kann man ja einen nudistenwanderung machen 😀 ich hätte lust gehabt, mal meinen gesamten körper von der sonne bestrahlen zu lassen, während man in der idyllischen einöde wandert. lustigerweise kam mir später einrecht wenig bekleideter älterer herr entgegen, oberkörperfrei und mit kurzen hosen, der hatte wohl den gleichen gedanken.

ich hatte auch bilder im netz gesehen von schafen, die dort manchmal sind, und hoffte, welche zu sehen. irgendwo meinte ich auch einen leichten schafsgeruch wahrzunehmen, aber schafe gab es keine. dafür entdeckte ich andere tiere. als ich nämlich mal in eins der unzähligen wasserläufe genauer hineinblickte, um zu sehen, ob wohl fische darin schwimmen, sah ich einen frosch! und noch einen – und noch einen! und immer mehr frösche sah ich, hunderte müssen dort leben, wahnsinn, die saßen alle im wasser und rührten sich nicht. manche schwommen ein stück, ließen sich treiben oder gruben sich in den sand. so viele frösche auf einmal habe ich noch nie gesehen.

ich machte eine große runde. viele abzweigungen gab es ohnehin nicht, da die wasserläufe dies nicht zuließen. ich lief und lief und tankte sonne.

ein schönes gebiet, dass wohl ein geheimtipp ist. es gibt aber auch nichts außer natur, daher ist es für viele wohl kaum interessant. eine bank zum ausruhen hatte ich erst gefunden, als ich schon fast aus dem moorgürtel rauskam. aber in naturschutzgebieten ist das wohl so. schön war das.

2 Gedanken zu “am fischbeker moorgürtel

  1. oh, hört sich das schön an! und vor allem so wunderbar menschenleer! wie herrlich ist das denn!
    wie schön, dass du diese tole ecke gefunden hast.

    ich glaube, ich werde auch noch hamburg fan, hihi. 🙂

  2. @ abraxandria:
    ich bin auch immer wieder überrscht, wie vielseitig hamburg ist. es gibt so vieles zu entdecken! echt schön.

    komm doch mal nach hamburg, dann machen wir gemeinsam was 🙂

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