blankenese

so ein schöner und warmer novembertag … da wollte ich nun aber wirklich mal raus. schon seit monaten bin ich viel zu wenig unterwegs und hatte durch die 11-tägige quarantäne noch weniger bewegung. man merkt es schon, wenn man sich nicht bewegt, und auch auf der waage sah ich es 😦

also bin ich heute direkt nach dem frühstück losgezogen. und ich wusste auch schnell, wohin ich will: nach blankenese ans elbufer 🙂 denn dort wollte ich schon länger mal hin. wenn nicht heute, wann dann? dachte ich mir.

natürlich war mir klar, dass ich nicht die einzige bin, die dort spazierengehen wollten. das hatte mich dann auch etwas genervt. aber dennoch konnte ich durch die aussicht, das leichte wasserplätschern der wellen, dem laufen im sand und in der sonne ein wenig entspannung und sogar etwas wie urlaubsfeeling abgewinnen. ich habe es genossen.

spannend fand ich schon die busfahrt zum hafen. der bus fährt direkt durchs treppenviertel durch, schlängelt sich durch extrem enge straßen, und durch die anordnung der häuser fühlte ich mich wie in einer südeuropäischen hügelstadt. unten am wasser angekommen, stieg ich dann aus, und lief richtung falkensteiner ufer. es ist dort sehr schön, aber es sind zu viele menschen unterwegs. und alles ist auch sehr verbaut, also sehr idyllisch ist es nicht. auch ist der blick auf’s andere elbufer nicht so schön wie umgekehrt, da man von blankenese aus auf viel industrie guckt, die anderen drüben sehen aber die schönen häuser und die zwei leuchttürme.

nach einer weile laufen in die eine richtung, drehte ich um und lief wieder zurück, bis zum hafen. dort steht auch der neue leuchtturm. der alte, der gar nicht weit vom neuen steht, wird wohl bald abgerissen. schade eigentlich, auch wenn sich die türme sehr ähnlich sind. ich finde moderne leuchttürme nicht so spannend wie alte.

danach ging ich dann durchs treppenviertel. hui, war das anstrengend! aber ich wollte natürlich auch mal diese tolle ecke erkunden. leider sind nicht alle häuser dort alt, was ich etwas schade finde, denn dann wäre das stadtbild ja noch uriger gewesen. ich fragte mich, wie man da sein hab und gut bei einem umzug nach oben bekommt, oder wie der müll abtransport wird. haben die da einen besonders schmalen müllwagen, der da durch die schmalen wege fährt? nicht, dass ich es mir jemals leisten könnte, dort zu wohnen, aber man macht sich halt gedanken, wie es wäre, dort zu leben. ich kann mir vorstellen, dass es da durchaus nachbarschaftsstreit gibt 😀 die häsuer stehen ja recht dicht beieinander, weil alles so eng ist, und man kann durch die höhenunterschiede auch gut auf die grundstücke glotzen. und wenn da mal ein neues haus gebaut wird, klagen die nachbarn wahrscheinlich, dass deren sicht auf die elbe eventuell verbaut wird. naja, gibt sicher bestimmungen, aber ganz spannungsfrei lässt es sich in diesem nobelviertel wohl auch nicht leben 😉

irgendwann kam ich dann doch noch auf dem höchsten punkt des viertels an, dem süllberg. dort stand mal eine burg, und heute ist dort ein 5-sterne-hotel mit restaurant und allem möglichen.

der abstieg zwar einerseits etwas angenehmer, aber unten an einer straße, von der ich dachte, dass sie vielleicht zum s-bahnhof führt, angekommen, ging es doch wieder bergauf, und das hatte mich so geschlaucht, dass ich fast nicht mehr konnte. ich habe dann auch noch genau zu dem zeitpunkt hunger bekommen und hatte glücklicherweise wenigstens einen lebkuchen mit, den ich mir schnell reinmümmelte. am ende der straße war eine bushaltestelle, und ein bank! oh. ich sass da kurz drauf, weil mir echt nicht sehr wohl war. als ich nach einer kurzen verschnaufpause mal auf den busplan guckte, wurde mir sogar etwas schwindlig, und ich setze mich schnell wieder hin. und dann kam der bus! und der war so voll, dass ich mich nicht setzen konnte. aber der schwindel war dann schon vorbei. ich war so verschwitzt, puh. ich muss echt mal sport machen, wenn mich schon sowas total fertig macht. allerdings konnte ich noch nie bergaus gehen und treppen steigen, auch als ich noch jünger war. und die über 100 kilo da hochschleppen ist echt ein kraftakt.

so, und nach dem langen text habt ihr euch nun auch die bilder verdient 🙂

3 Gedanken zu “blankenese

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