quarantäne-tagebuch – tag 2

heute hatte ich schon mein erstes tief, bzw. war das eigentlich schon gestern. ich dachte ja, ok, meine vorräte halten zwar nicht zwei wochen lang, aber ich kann mir ja was online bestellen. gibt es doch lebensmittel-lieferdienste wie rewe oder edeka, oder auch amazon. doch die ernüchtende wahrheit ist, man bekommt nicht einfach mal lebensmittel geliefert.

bei rewe hatte ich gestern bestimmt eine stunde lang im online-shop verbracht, da der mindestbestellwert von 50,- euro für mich eine ganz schöne herausforderung ist. ich kaufe grundsätzlich günsig ein und gebe meist nicht mehr als 25€ auf einmal aus, dieser betrag ist schon eine ausnahme. als ich dann zur kasse ging und den liefertermin festlegen wollte, kam die böse überraschung: die nächsten zwei wochen sind alle liefertermine belegt. na super.

bei edeka24 musste ich wenigstens nicht meine zeit verschwenden, denn dort bekam ich direkt eine meldung, dass derzeit nur an bestandskunden geliefert wird … schön.

tja, dann eben amazon. aber als ich da anfing, den warenkorb zu füllen, sah ich, das lebensmittel nur über amazon fresh bestellt werden können. und das wiederum setzt voraus, dass man prime-kunde ist. na super! selbst nicht-kühl-artikel wie nudeln kann man so nicht bestellen. aber ich wollte ja nun auch milch, joghurt, kartoffeln und anderes gemüse haben.

die liebe kathi bot mir dann an, es zu bestellen und an meine adresse liefern zu lassen. also packten wir fleißig den warenkorb, aber dann … wieder keine liefetermine mehr frei! ach nö 😦 und man konnte nur die nächsten vier tage auswählen. das ist doch kacke.

anscheinend wird derzeit soviel bestellt, dass die anbieter total überlastet sind. was macht man denn dann, wenn man in quarantäne und alleine ist?

nun habe ich erstmal bei rossmann einige sachen bestellt. zwar bekomme ich dort nicht die frischen lebensmittel, aber wenigstens irgendwas. das paket wird voraussichtlich ende der woche kommen, was ja noch okay ist, da ich dann ganz sicher nachschub brauche. bis dahin komme ich hoffentlich mit den vorhanden vorräten aus.

heute bin ich übrigens genau ein jahr in hamburg! wow, wie die zeit vergeht. und ich bin immer noch glücklich, dass ich den umzug hierher geschafft habe. trotz aller umstände fühlt es sich nach wie vor richtig an, diesen schritt gegangen zu sein.

ach ja, gesundheitlich bin ich immer noch symptomfrei. wenn ich glück habe, kommt nichts mehr. wollen wir es mal hoffen!

2 Gedanken zu “quarantäne-tagebuch – tag 2

  1. Ja, momentan ist es wirklich schlimm, noch schlimmer als im Frühjahr, als der ganze Mist anfing. Sogar unsere Bauernläden hier liefern jetzt und selbst die sind völlig überlastet. Ich bestelle normalerweise regelmässig bei DM (auch schon vor Corona), aber sogar da wird es mit den online verfügbaren Waren immer knapper und die Lieferungen dauern teilweise zwei Wochen (vorher ca. 3 Tage), weil extrem viel los ist.

    Hast du schon mal bei bei der Coronahilfe Hamburg (https://bit.ly/3276unL) angefragt, ob da einer für dich einkaufen gehen kann? Vielleicht wäre das eine Lösung für dich?

    Ich drück weiterhin die Daumen, dass du negativ bist!

  2. @ sanne:
    es hat nun doch noch geklappt mit der bestellung bei amazon 🙂 kathi ist extra mit mitternacht aufgeblieben und hat dann nochmal geguckt. am donnerstag soll die lieferung kommen 🙂
    bei der coronahilfe habe ich noch nicht angefragt, falls ich noch hilfe brauche, werde ich aber vielleicht mal dort anfragen.

    danke! bisher ist alles gut.

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