good news

nö, die corona-krise ist noch nicht vorbei. das wäre ja auch zu schön. wobei ich die zeit sogar etwas genieße, da die menschenmassen nicht da sind, die mich ja bekanntlich sehr stören. auch hat corona sicherlich noch mehr vorteile. die natur z.b. hat was davon, unser klima freut sich bestimmt über den stillstand … und die tiere haben auch mal wieder mehr ruhe. sogar die möwen kommen nun schon nach heimfeld geflogen.

und irgendwie ist auch corona dafür verantwortlich, dass ich heute – zusammen mit meiner kollegin steffi – ins teamleiterbüro gerufen wurde. ich war bereits „vorgewarnt“ durch eine e-mail von randstad. wir würden beide, sofern wir auch wollen, von der TKgesundheit ab 1. mai übernommen. das ist ja toll! ich weiß zwar noch gar nicht, ob ich das denn möchte, da ich noch bedenkzeit brauche. aber allein das angebot finde ich natürlich super. nicht nur, dass man in dieser ungewissen zeit überhaupt einen job für vorerst 12 monate angeboten bekommt. es ist vor allem auch so wichtig für mein selbstbewusstsein. zu wissen, dass man offenbar doch gute leistung bringt, oder weshalb auch immer die uns dort noch haben wollen. denn fünf anderen aus unserem büro wurde im anschluss mitgeteilt, dass ihr einsatz dort am 10.4. vorzeitig beendet ist. da sie nicht mehr gebraucht werden. die anträge sind merklich weniger geworden wegen corona. das ist schon krass, dass diese fünf nun alle gehen müssen. und da sind auch wesentlich schnellere dabei. z.b. jan, der „lieblings“-kollege mit dem abartigen verhalten. wat bin ich froh, dass ich den nicht mehr den ganzen april ertragen muss! fehlen wird mir alexander, weil ich mit ihm auch in letzter zeit viel rede und wir oft gemeinsam einen teil der rückfahrt zurücklegen. ich hätte gerne noch bestätigt bekommen, dass er schwul ist, weil ich da total von überzeugt bin. ich denke aber, dass wir nach seinem weggang keinen weiteren kontakt haben werden. dafür haben wir uns zu wenig angefreundet. vielleicht tauschen wir ja noch irgendwelche kontaktdaten aus, aber ich glaube eher nicht.

morgen werde ich noch mit randstad telefonieren, vielleicht haben die ja auch noch was anderes nettes für mich, ich höre mir das dann mal an.

ich bin immer wieder überrascht, wie gut es bei mir jobmäßig läuft. was mir vor allem in der vergangenheit immer wieder solche angst machte und noch macht, läuft seit einger zeit einfach. es ist so einfach. irgendwie surreal. entweder ist das wahnsinniges glück, oder ich bin wirklich so … gut … gott, wie das klingt 😀 ich fühle mich wertvoll. und das ist echt schön.

ich fühle mich auch wesentlich entspannter, was corona betrifft, seit ich wieder arbeiten gehe. man beschäftigt sich nicht den ganzen tag mit diesen news und der krankheit. das hatte mir in der woche, in der ich krankgeschrieben war, echt angst gemacht. man fokussiert sich so darauf, dass das virus viel mehr platz und größe einnimmt. nun ist es alltag. klar, vorsichtig bin ich dennoch, ich halte abstand, so gut es geht. und halte die üblichen hygiene-vorschriften ein. mehr kann man nicht tun. und das beste hoffen. ich mache mir mehr sorgen um meine mutter und meinen bruder, als um mich. auch wenn ich vielleicht auch zur riskogruppe gehöre. bluthochdruck und so.

ich hoffe, bei euch sind noch alle gesund! passt auf euch auf!

 

my corona

komme gerade vom arzt zurück. da ich wie schon erwähnt seit samstag vermehrt reizhusten bei mir festgestellt habe, war ich vorsorglich am montag nicht zur arbeit gegangen. die teamleiterin sagte auch, ich hätte alles richtig gemacht, als ich ihr meinen husten schilderte, mich soweit aber nicht sonderlich krank fühlte. es war nur ein leichtes inneres frieren, ein bisschen schlappheit und ein leichtes halskratzen. hätten wir nicht gerade diesen ausnahmezustand, wäre ich zur arbeit gegangen. aber ich möchte ja kein risiko eingehen und eventuell meine mitmenschen und kollegen anstecken.

auch bei randstad zeigte man sich sehr verständnisvoll. die erste arztpraxis, bei der ich durchkam, wimmelte mich direkt ab, mit der begründung, dass keine neuen patienten mehr aufgenommen würden. ich hatte ja bisher keinen hausarzt gesucht. bei der zweiten praxis war auch ständig besetzt, aber dort konnte man per e-mail einen termin machen. man rief mich zurück und teilte mir mit, ich solle mich am dienstag um 11:45 uhr in die „schlange“ der patienten mit akuten erkältungssymptomen einreihen. ich hatte glück, dass man mich noch drangenommen hat, da die schlange nicht mehr ganz abgearbeitet werden konnte. ein paar wurden nicht mehr reingelassen. und ich hatte schon ein schlechtes gewissen, weil ich ja kaum symptome einer erkältung  habe, aber andererseits komme ich nur meinen pflichten als bürger nach, schließlich könnte gerade ich corona haben, da ich eben diesen unspezifischen husten habe. untersucht hat mich die ärztin nicht mal, weil sie wohl eh nicht viel gehört hätte beim abhorchen. sie schrieb mich allerdings für die komplette woche krank. und das, obwohl ich ihr gesagt habe, dass mein husten schon weniger geworden ist. ich schätze mal, dass es auch reine vorsorge ist von den ärzten, die wissen ja auch, dass viele infizierte nur leichte symptome zeigen. und sie versuchen natürlich auch, den patienten nur nahe kommen zu müssen, wenn es unbedingt sein muss.

ich hatte ziemlich angst, mir gerade in der praxis noch was einzufangen. ich hoffe, ich habe nun nicht noch irgendwas mitgeschleppt. das war nun auch das erste mal, dass ich meine türklinken, die ich nach dem aufsperren angefasst habe, und den schlüsselbund desinfiziert habe. ich habe seit jahren eine flasche davon im haushalt, ein kleiner rest ist noch drin 😉 ich wollte neulich schon mal eine neue kaufen, habe es aber noch verschoben, weil ich das zeug auch eher zum in die schuhe sprühen nutze. da gab es noch welche. nun werde ich sicher keine einzige mehr finden.

danach war ich noch im penny. ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll. es ist echt deprimierend, die entwicklung anzusehen, die hier gerade überall stattfindet. überall gähnende leere in den regalen. es wird immer weniger. in einer einen minuten grinse ich, in der nächsten möchte ich weinen. es ist gruselig. und ich möchte alle arschlöcher anschreien, die sich nicht an den sicherheitsabstand halten. sowas geht auch an der supermarktkasse, verdammt nochmal! ich hätte beinahe gerufen, ich käme gerade vom arzt und habe eventuell corona. huste schon absichtlich öfter, ohne es zu müssen, damit die leute mal einen schritt zurücktreten. das ist momentan das beste mittel, um sich die leute vom leib zu halten.

ob ich eine infizierte mit leichten symptomen bin, werde ich leider nicht erfahren. schade eigentlich, auch wenn ich so wenigstens nicht in quarantäne muss und rausgehen darf. wobei man das ja auch nicht mehr gerne tut, weil es überall heißt, man solle nur rausgehen, wenn es unbedingt sein muss. dabei würde ich so gerne einen natur-spaziergang machen, wenn es das wetter zulässt.

wenigstens habe ich noch die woche zeit, mich mal zu erholen. und der husten ist hoffentlich dann auch bald weg.

lasst euch die laune nicht verderben und macht euch nicht zu viele sorgen. in den meisten fällen verläuft das virus sehr milde. liebe grüße 🙂

ich glotz tv februar 2020

leicht verspätet komme ich zu meinem netflix-rückblick für februar. so richtig lohnt es sich bei mir eigentlich gar nicht, denke ich. aber irgendwie möchte ich es auch nicht abbestellen. auf anderen sendern läuft ja nunmal auch nicht viel neues und gutes.

serien:

– atypical (nun fertig geguckt, die serie war echt nett. hatte aber am ende noch mal auf den OV ungeschaltet und festgestellt, dass der protagonist in echt gar nicht so seltsam abgehackt  und langezogen spricht wie auf deutsch. das hat mich etwas irritiert)

– dracula (miniserie, die ich echt amüsant fand, so einen lustigen und sympatischen vampir habe ich bisher nie gesehen *gg* und agathe van helsing war auch super. der letzte teil flachte zwar leicht ab, aber trotzdem sehr zu empfehlen)

filme:

– joy (film über zwangsprostitution nigerianischer frauen. man verzichtet hier wohl bewusst auf gewaltätige szenen, was ich sehr finde. der film ist trotzdem bedrückend und erschreckend genug, eher nüchtern erzählt)

– the book of eli (cool, teilweise recht brutal, postapokalyptisch … fand ich sehr gut)

– die schutzbrüder (ganz netter chineischer animationsfilm)

– tränen der erinnerung (studio ghibli, auch ein sehr netter film über eine frau, die sich an ihre kindheit erinnert, während sie auf dem land eine reise unternimmt)

tjoah, das war es auch schon.mal sehen, ob ich im märz mehr schaffe 😉

dunkle zeiten

corona. es ist in aller munde. also, hoffentlich nicht, es ist nur eine methapher. wir haben offiziell eine pandemie. die menschen haben angst. sie hamstern, die supermarkt-regale sind leergekauft, überall wird panisch geguckt, wenn jemand hustet oder auch nur ein taschentuch rausholt und sich die nase putzt. inzwischen wurden alle schulen und kitas geschlossen, massenveranstaltungen wie konzerte und messen wurden abgesagt, und inzwischen sind auch in hamburg selbst bücherhallen und museen dicht. fussballspiele fanden ohne zuschauer statt, nun gibt es gar keine mehr. die ganze welt ist im ausnahmezustand. grenzen werden dicht gemacht, kaum einer darf rein oder raus. leute laufen schon mit atemmasken herum. viele halten sich panisch einen schal vors gesicht, wenn sie in öffentlichen verkehrsmitteln sitzen.

und doch ist es nur ein virus. ich frage mich, warum derartige maßmahmen stattfinden. hatten wir nicht schon öfter mal ein gefährliches virus oder eine seuche? ich kann mich gar nicht erinnern, dass da jemals solche vorkehrungen getroffen wurden. weltweit sind derzeit etwa 5800 menschen am virus gestorben. und knapp 160000 fälle von erkrankten sind bekannt. die hälfte davon ist auch bereits wieder gesund.

ich möchte diese pandemie ja nicht runterreden. aber was sind diese zahlen gegen die gesamte weltbevölkerung. es wird immer wieder solche ausbrüche geben. und wieviele menschen sterben jährlich an was weiß ich was. davon redet kein mensch. allein die todesfälle bei grippe kriegt kaum jemand mit. und es wird nicht jeden tag tausendmal gesagt, wascht euch die hände und haltet abstand, niest und hustet in die armbeuge. sowas ärgert mich. denn eigentlich sollten sich alle menschen immer an diese hygiene-etikette (das wird das wort des jahres 2020) halten. tun sie aber nicht. und so ist es ganz natürlich, dass wir immer mal wieder eine epidemie haben, und ein paar von uns müssen eben dran glauben.

ich bin besonders gefährdet, da ich jeden tag mit dem ÖPNV zur arbeit fahren muss. mit zig menschen auf engstem raum. ich habe mich vielleicht sogar schon angesteckt, wer weiß. ich erlebe kaum eine fahrt ohne einige hustende menschen. die inkubationszeit beträgt bis zu 14 tage. und ich habe seit gestern vermehrt reizhusten. eins der hauptsymtome für covid-19 ist trockener husten. fieber habe ich nicht, und ich fühle mich soweit gesund, höchstens leicht angeschlagen. aber das heißt ja nichts. viele merken gar nicht, dass sie krank sind. oder haben nur leichte symptome. man wird mich nicht testen, nur weil ich husten habe. da muss ich schon aus einem krisengebiet kommen oder wenigstens fieber haben. wie soll ich mich verhalten? morgen zur arbeit gehen? ist das nicht übertrieben, zu hause zu bleiben? ich habe öfters mal reizhusten, da ich unter sodbrennen und auch allergien leide. nur huste ich momentan etwas öfter als sonst. vorhin war ich draussen spazieren, da musste ich kein einziges mal husten. vielleicht ist hier zuviel staub in der wohnung. oder andere schädliche stoffe in der raumluft. trotzdem befürchtet man, sich angesteckt zu haben. es ist immer im kopf, dieses verdammte virus.

für den fall, dass ich demnächst in 14-tägige quarantäne muss, habe ich mir in den letzten wochen immer mal wieder ein paar vorräte mitgenommen. wenn man denn welche bekommen hat. nudeln z.b. waren mangelware. neulich wollte ich mehl kaufen – fehlanzeige! die märkte werden leerer und leerer. klopapier, seife, konserven, tk-kost, alles wird gehamstert als gäbe es kein morgen mehr. wobei die das dann ja auch gar nicht mehr brauchen … okay, ich bin fies. ich finde es nur noch witzig, lief neulich mit einem breiten grinsen durch den penny. man steht ratlos vor den regalen und fragt sich, was los ist. ob ein krieg ausgebrochen ist. unfassbar. ich frage mich, wieso in solchen zeiten nicht sofort reagiert wird und die supermärkte nur begrenze stückzahlen abgeben pro person. das würde zumindest die hamsterer etwas ausbremsen. neulich wollte irgendwo in deutschland einer wohl 50 (!!!) packungen mehl kaufen. der kassierer hat sich geweigert, da wurde der mann gleich handgreiflich. dann kam die polizei, der mann hat am ende gar kein mehl bekommen. richtig so. manche wissen am ende nicht mehr, was sie essen und womit sie sich den allerwertesten abputzen sollen. schlimm, sowas. bin ich froh, dass ich kein baby oder kleinkind habe. wer weiß, wie schwierig es ist, sich derzeit kindernahrung oder windeln zu kaufen.

ich bin gespannt, wie es sein wird, diesen blog-beitrag irgendwann mal wieder zu lesen. vielleicht lache ich dann drüber. wenn ich dann noch lebe 😉 aber ich bleibe trotz der verunsicherungen durch die regierung und medien recht entspannt. denn man kann sowieso nicht viel dran ändern. da nicht jeder so aufmerksam und rücksichtsvoll durchs leben geht, wird sich das virus natürlich noch ausbreiten. aber es wird auch irgendwann wieder vorbei sein. man lernt am meisten durch solche seuchen, wie es um unsere gesellschaft bestellt ist. aber es gab sie immer und wird es immer geben: solche und solche menschen.

passt auf euch auf und bleibt gesund!

und hier noch ein paar wenige eindrücke von meinem spaziergang durchs viertel heute nachmittag. da ich nicht mit bahn oder bus fahren wollte, beschränkte ich mich auf ein paar runden hier in meiner gegend. ich kenne ja noch nicht viele ecken und es gibt noch viel zu entdecken 🙂