Hafen

ich entschuldige mich jetzt schon mal für die vielen fotos, die ich in der nächsten zeit wohl bloggen werde 😉 ich kann es ja nicht lassen und knipse immer umnengen bilder und kann mich kaum entscheiden, welche ich herzeigen will. und weil hamburg sooo schön ist, gibt’s eben auch zuviele fotos 🙂

das wetter war an diesem sonntag so schön, endlich mal kein regen und keine grauen wolken, sondern strahlend blauer himmel. und da ab morgen mein neuer job beginnt, wollte ich noch mal raus. bin dann wie so oft an den landungsbrücken gelandet. der hafen zieht mich einfach magisch an. als es schon dämmerte, wurde die stimmung noch schöner. und mir kamen fast die tränen, als ich zu den bildern auch noch schöne strassenmusik hörte – ich bin so dankbar, dass ich hier sein darf. und nicht ins hostel zurück und bald wieder abfahren muss, sondern dauerhaft hier sein kann.

hamburg, my love.

hammaburg

ich bin da. ich wohne in hamburg. meine neue heimat. wow. es war so schwer und doch so einfach. man muss es nur tun.

am 01.11. war der umzug. es war sehr anstrengend, die ganze schlepperei. und wir hatten sogar noch hilfe von schnuppis papa, der hat rangeklotzt, und das in seinem alter! das war echt super, dass er mitkam, denn ich hatte so wenig kraft. die kartons und möbel waren so abartig schwer. wir hätten ewig gebraucht. das einladen hat lange gedauert. etwa fünf stunden. um halb 1 uhr nachts waren wir fertig, um 3.30 klingelte bereits wieder der wecker. ich hatte gar nicht geschlafen, denn die zeit um überhaupt zur ruhe zu kommen, war zu knapp. also durchgemacht. um kurz nach 4 uhr fuhren wir los. halb 9 uhr waren wir da. es war arschkalt, um die 0°c. aber wenigstens trocken. um viertel nach 9 kam der hausmeister und liess uns in die wohnung, da sich die maklerin etwas verspätete. als sie kam, machten wir uns direkt ans übernahmeprotokoll. das dauerte schon fast bis 10. und wir mussten doch schnell ausladen … als ich endlich die schlüsselübergabe durchhatte, waren die beiden schon halb fertig mit ausladen. alles in den zweiten stock. puh. ich konnte kaum was tragen, nur leichte sachen. ohne schlaf hatte ich noch weniger energie. wir waren gut in der zeit, dass schnuppi und sein paps rechtzeitig wieder loskamen. der sprinter musste noch am gleichen tag bis 18:00 uhr zurück. das haben sie auch geschafft.

und ich musste um 15 uhr bei der tk-gesundheit sein. vorstellungsgespräch. mir war alles so egal, dass ich sehr entspannt blieb. wollte wegen der langen fahrtzeit eh nicht unbedingt dort anfangen. aber ich wurde genommen … ich finde es irgendwie komisch, dass ich so leicht an jobs komme. ausgerechnet ich. ohne ausbildung und schulabbruch. hatten auch danach gefragt, das war aber wohl nicht abschreckend genug *lach* naja, nun hab ich einen job und muss mir vorerst keine gedanken machen, ist doch gut. und die fahrzeit – das ist nicht für ewig, ca. 4 monate. wenn ich mich gut mache, kann ich auch übernmommen werden. aber randstad sagt, die HDi versicherung will mich auch immer noch haben, ich könne da z.b. ab februar einsteigen … das wäre wesentlich näher, weil in hammerbrook, der weg würde nur etwa 30 min. dauern und ich müsste nicht einmal umsteigen. aber will ich denn dort anfangen??? ich habe keinen bock auf versicherungen. ich möchte irgendwas cooles machen. in hamburg gibt es viel arbeit. ich werde mich die nächsten wochen und monate mal umsehen. vielleicht kann ich auch was anderes machen. jetzt erstmal das.

hamburg ist stressig. ich habe derzeit keine große energie, ausser meine wohnung einzurichten und wichtige dinge einzukaufen, noch irgendwas in hamburg zu machen. hat ja auch noch zeit, ich wohne ja nun hier. den ersten weihnachtsmarktbesuuch werde ich schon noch schaffen 😉

die wohnung wird langsam. vieles ist noch nicht an seinem platz, aber ich richte mich, so gut es geh, ein. ich brauche noch ein paar möbel. kleiderschrank, sofa, schränke, regale. einen waschmaschinenstellplatz habe ich nicht, ich mag auch nicht in den waschsalon gehen, obwohl der nur wenige meter von haus entfernt ist. werde wohl vorerst versuchen, per hand zu waschen. ich finde die vorstellung, in einer öffentlichen waschmaschine meine wäsche zu waschen, eklig. da waschen bestimmt auch obdachlose oder weniger gepflegte menschen ihre wäsche. brr. ist bestimmt nicht gefährlich, aber ich mag das nicht. es gibt miniwaschmaschinen, vielleicht hole ich mir eine solche. mal sehen.

der aktuelle stand meiner wohnung. im wohn-und schlafzimmer gibt es noch kahle stellen, aber da müssen wie gesagt noch schränke und regale hin. ich habe übrigens noch nicht alles hier, es gibt noch in paar wenige möbel und nochmal die gleiche menge an kartons, ca. 20-25 stück geschätzt. muss mal schnuppi fragen, wieviele da noch sind.

was mir fehlt, sind vorhänge. da sind so gardinenschienen angebracht, und ich habe null ahnung, was da dran muss. hatte mir so rollaufhänger gekauft und an meine vorhangschals gemacht, aber die passen gar nicht in die schiene. mit sowas kenne ich mich überhaupt nicht aus. vorhangstange, schlaufenschal, fertig. das waren meine bisherigen erfahrungen. nun muss ich zwar keine löcher bohren, um die stangen anzubringen, aber dafür brauche ich erstmal einen kurs, was das für eine vorrichtung ist. zum glück haben viele der menschen gegenüber auch keine vorhänge und man kann da toll in die wohnungen gucken 😀 sind alles große altbauten mit großen fenstern. ich bin endlich wieder in einer großen großstadt. fühlt sich toll an.

übrigens: hier ist es ruhig. ich kann schlafen! das war ja das allerwichtigste. ich höre hier nur wenig, und nachts gar nichts. somit habe ich hier wohl das richtige haus erwischt. bloss die heizung will nachts nicht mehr so recht, da friere ich dann immer. husche dann schnell ins bett und mummle mich ein.

montag geht es mit dem job los. internet und telefon habe ich schon, umgemeldet bin ich auch, und bald geht es los mit dem alltag. alltag in hamburg. bin gespannt, wie es sich hier so lebt. und wann ich dann mal einen wochenendausflug ans meer machen kann. ist ja gerade etwas frisch, aber bis zum frühjahr oder sommer möchte ich ungern warten. vielleicht wird es ein winterlicher strandspaziergang 🙂