zeitarbeit …

… ich lerne meine zeitarbeitsfirma gerade von einer ganz anderen seite kennen. hatte ich anfangs noch gedacht, randstad sei ja gar nicht so schlecht, erlebe ich nun reine schikane.

ich hatte ja am 20.10. den job im call-center beendet, und da ich noch in umzugsvorbereitungen bin, konnte man mich ja nicht in eine neue feste stelle vermitteln. es musste was befristetes sein, oder eine stelle, wo man jederzeit wieder rauskann (=deppenjob zur aushilfe). das mit dem autohersteller hatte ich ja bereits gebloggt, dass ich dort nicht hingefunden hatte. dann sagte sie, ich solle am wochenende nachtschicht im krankenhaus am empfang machen, was sich aber kurz darauf zerschlagen hatte. letzte woche habe ich dann zwei tage lang in bottrop im toom-pflanzlager als kommissioniererin gearbeitet. das war heftig. nach eineinhalb jahren büroarbeit nun wieder körperlich arbeiten müssen, und dann auch gleich so schwer, das war hart. den ganzen tag musste ich von einem pflanzwagen auf den nächsten pflanzen hieven, die pflanzen mussten nach nummern sortiert werden. und nach jeder ebene ein schweres holzbrett in den wagen einklemmen, und die nächste ebene befüllen usw.  in zwei metern höhe konnte ich gar nichts mehr tun, und musste jedesmal jemanden um hilfe bitten. so ein tray mit 8 pflanzen frisch gewässert, wiegt schon was … ich habe jeden muskel gespürt, und noch schlimmer war mein fuß, der sehr geschmerzt hatte. ich hatte schon seit mehreren wochen schmerzen beim auftreten in der ferse, was noch schlimmer wurde, wenn ich dann eine laufpause hatte.  lustigerweise wurde es besser nach den zwei tagen. ich hatte mich also einfach nur zu wenig bewegt. diesen job muss ich nun morgen noch einmal machen. und am freitag ist der umzug.

meine mülheimer agentin hatte mir auch echt viel zeit gelassen, und ich konnte nun die ganzen wochen irgendwie überbrücken, sei es mit überstundenabbau, urlaub oder unbezahltem urlaub.

was aber hamburg nun abzieht, macht mich echt sauer. meine agentin dort hatte sich zwar nach meiner absage im oktober denoch wieder mit mir in verbindung gesetzt, und ich hatte nicht das gefühl, dass sie sauer ist deswegen. wir hatten eigentlich besprochen, dass ich am montag, 4.11., ein vorstellungsgespräch wahrnehmen kann. sie wollte mich bei der techniker krankenkasse vorschlagen. nun rief sie heute an und meinte, dass der letzte vorstellungstag am freitag sei. ich sagte ihr, dass dies mein umzugstag sei, und ich nicht wisse, wie lange es dauert, mein zeug auszuladen. sie sagte dann, es sei in meiner nähe und man könne den termin um 15 uhr machen. da wir bis 13 uhr hoffentlich mit dem ausladen fertig sind, dachte ich, könnte ja passen.

als ich dann den einsatz per e-mail zugeschickt bekam, sah ich dass die stelle ziemlich im norden ist. ich wohne aber im süden. fahrzeit 1:05 stunden. unter „in meiner nähe“ verstehe ich was anderes … ich rief an und teilte ihr mit, dass ich nicht wisse, ob ich bis dahin ausgeladen habe, denn ich müsste quasi um 13:30 uhr losfahren. vorher aber vielleicht auch noch duschen und mich umziehen. ich kann ja schließlich nicht dreckig und verschwitzt zum vorstellungsgespräch kommen. sie meinte, ich müsse sie verstehen, es sei nunmal der einzige job, den sie mir gerade anbieten kann. und falls ich mich verstpäte, solle ich halt sagen, die bahn wäre zu spät gekommen oder sowas. ich solle aber bloss nicht sagen, dass ich gerade umziehe! wie tickt die denn???

ich sagte, dann sie solle mich bitte auch verstehen, wenn ich den termin nicht rechtzeitig schaffe. ich frage mich echt, was sie von mir erwartet. wie soll ich mich an diesem tag auf ein vorstellungsgespräch vorbereiten und dort überzeugen? die spinnt ja wohl.

ich werde mir keinen stress machen. wenn es zeitlich nicht klappt, kann ich eben nicht hin, fertig. und mir kann es dann egal sein, ich bin dann in hamburg. obwohl es echt fies wäre, wenn die mich dann kündigen.

den mietvertrag werde ich wohl heute von der vermieterin unterschrieben zurückbekommen. auch da gab es noch leichte differenzen bezüglich der kaution. die maklerin teilte mir mit, die vermieterin möchte gerne, dass ich einen pfandbrief bei der bank anlege, anstatt die kaution zu überweisen. aber mit sowas kenne ich mich doch nicht aus, und es soll auch risiken birgen. daher lehnte ich das ab und bat im anschreiben an die vermieterin, sie möge doch bitte ein kautionskonto für mich anlegen. das wollte sie wohl nicht, sie sagte der maklerin wohl, sie müsse sonst steuern dafür zahlen. hä? ich weiß zwar darüber nicht bescheid, habe aber gelesen, dass lediglich die zinsen versteuert werden, und die bewegen sich ja heutzutage im centbereich. jedenfalls hatte ich schon angst, der vertrag platzt nun wegen dieser kautionsgeschichte. und den vertrag wollte sie auch erst bei der schlüsselübergabe übergeben. aber damit war ich nicht einverstanden. erst vertrag, dann kohle! schließlich möchte die vermieterin ja auch erst das geld auf dem konto haben, und dann erst bekomme ich den schlüssel. ein wenig sicherheit brauche ich ja nun auch. da die vermieterin am freitag gar nicht da ist, wird die maklerin die schlüsselübergabe machen. und ich kann erstmal die kaution auf das konto der vermieterin überweisen. und da im vertrag steht, dass ein konto für mich angelegt wird, brauche ich mir nun darüber wohl keine sorgen mehr machen.

am donnerstag abend laden wir den transporter ein, schlafen dann mal kurz, und am freitag um 4 uhr geht es dann los. ich hoffe, das geht alles gut. und ich bin dann endlich in hamburg.

ich werde jetzt meinen pc einpacken, daher gibt es von mir hier erst wieder was zu lesen, wenn ich in der neuen wohnung internet habe. ich bin dann mal weg. bis bald aus hamburg!

11 euro …

… fahrgeld habe ich umsonst verfahren, um zu diesem beschissenen einsatzort in essen zu kommen. oder auch nicht, denn ich habe in diesem pampa-industriegebiet den weg nicht gefunden! da sollte ein weg (ein unbenannter, also eine art schleichweg) links von der bushaltestelle abgehen, dann wieder links und dann rechts. aber da war kein solcher weg. oder ich habe ich nicht gesehen, denn es war dort stockdunkel und auch einsam. ich habe mich sehr unwohl gefühlt, zwar bin ich kein angsthase, aber ich fühle mich verloren und unsicher. ich will nicht jeden morgen in so einer gegend herumlaufen müssen!

gestern  teilte mir randstad mülheim mit, ich solle heute um 5:30 uhr (!!!) in essen bei so ’ner „plastic omnium“ firma sein. die stellen autoteile her. also: aufstehen um 3:30 uhr, losfahren um 4.25 uhr … drei mal umsteigen, mit u-bahn, zug und bus fahren. beginn dann um 5:45 uhr und vollzeit, also 8 stunden. insgesamt also über 11 stunden für arbeitsweg und -zeit. habe genau 1,5 stunden geschlafen. juchu!

ich bin verrückt, dass ich den job überhaupt angenommen habe. aber sie hatte mich auch nicht gefragt, sondern gesagt, sie gehen da morgen hin. fertig. keine rückfrage, ob das okay für mich ist, oder irgendeine alternative angeboten … sie meinte, das gute daran wäre halt, da könne sie mich jederzeit wieder rausnehmen. aber sie hatte mir auch gesagt, es gäbe durchaus kurze befristete einsätze. warum also ausgerechnet sowas??? und ich sage halt nicht gleich, wenn mir was nicht passt, ich habe ohnehin schon das gefühl, die wollen mich bald rauswerfen, da möchte ich nicht noch was ablehnen oder rummeckern. dachte, vielleicht passt es ja, wobei ich gestern noch geheult hatte deswegen. aber man muss ja aufpassen, was man sagt, wenn man seinen job nicht verlieren will, also habe ich nichts gesagt. wie immer macht mir meine sozialphobie und die damit verbundene unfähigkeit zu kommunizieren zu schaffen. ich hab das schon früher nie gekonnt, und ich kann es bis heute nicht.

wenn die mich rausschmeissen, auch egal. ich habe zwar gute hoffnung, endlich eine wohnung in hamburg zu kriegen, die rückmeldung kann jederzeit kommen, und da sollte man nicht arbeitslos werden. aber vielleicht brauche ich das ja gar nicht erwähnen. ich habe auch noch genug geld um ein paar monate ohne job überbrücken zu können, und außerdem gibt es sicher auch in hamburg call-center wie sand am meer. irgendwas kriege ich da bestimmt.

trotzdem ärgert es mich, das man mir überhaupt sowas anbietet. immer erstmal das unattraktivste von allen jobs, so habe ich das gefühl. das, was keiner gerne machen will. ich hatte auch zweifel, wie das mit den autoteilen ist, ob es da nach plastik stinkt und ich fast umkippe von den dämpfen … so stelle ich mir das jedenfalls vor. aber sie hatte nicht erklärt, was genau meine aufgabe dort wäre. vergiften lasse ich mich jedenfalls nicht!

 

ich glotz tv august/september 2019

wenig zeit hatte ich die letzten wochen. und so sind seit meinem letzten netflix-beitrag schon zwei monate vergangen. da ich aber ohnehin nur wenig geguckt habe, lohnte sich auch kein beitrag für einen monat.

ob die filme/serien noch verfügbar sind, weiß ich nicht, aber ich schreibe sie dennoch mal auf, falls euch was davon interessiert.

filme:

  • ich bin dann mal weg  (verfilmung des buches von hape kerkeling auf dem jakobsweg. devid striesow konnte ich tatsächlich als hape akzeptieren, da bin ich ja immer sehr pingelig. ich mochte die landschatfsbilder und auch sonst fand ich den film ganz nett gemacht.) ***
  • monster house  (war nicht wirklich mein fall, aber der soundtrack ist gut.) *
  • it’s kind of a funny story (hatte ich schon mal gesehen, aber vergessen – schöne geschichte über einen jungen, der sich selbst in die psychiatrie einweisen lässt) ***
  • man lernt nie aus (komödie mit robert de niro und anne hathaway, unerhaltsam und nette story) ***

serien:

  • the rain (dänische serie über ein virus, dass durch regen übertragen wird, fast die ganze menschheit ausrottet. eine gruppe überlebender versucht, die ursache und ein gegenmittel zu finden. teilweise ewas unlogisch und schwach unmgesetzt, aber trotzdem so spannend, dass ich bis zum ende weitergeguckt habe.) **
  • river (britische serie über einen polizisten – gespielt von stellan skarsgård – der nach der ermordung einer kollegin nach deren mörder sucht und immer wieder von visionen geplagt wird. er sieht die tote und spricht mir ihr … atmophärische serie, düster und melancholisch) ***

das war’s schon. im oktober-rückblick hoffentlich wieder mehr.

zwischen den seilen hängen

bin wieder in mülheim. den job zum 01.10. habe ich abgesagt. bei randstad sind gerade alle für mich zuständigen im urlaub und ich musste mit einer vertretung sprechen. diese frau war nicht sehr erfreut zu hören, dass ich nicht wie geplant dort anfangen kann, weil es mit der wohnung noch nicht geklappt hat. abgesehen von ihrer schnippischen bemerkung, das würde mir ja früh einfallen (einen tag vorher nachmittags) meinte sie dann auch noch, dass ich dann wohl erst wieder einen job vermittelt bekommen würde, wenn ich eine wohnung hätte (toll, der vermieter wird sich freuen und mir den mietvertrag mit vergnügen geben). dass die nicht begeistert sein werden, war mir ja klar, aber als wir das gespräch beendeten und ich mich dafür bedankte, dass die bei der versicherung bescheid geben würde, meinte sie frech: „gerne – oder auch nicht gerne!“ das war echt heftig. ich hatte auf etwas mehr verständnis gehofft, da so ein umzug und vor allem eine wohnungssuche innerhalb einer woche nunmal schwierig ist. gut, sie wusste nicht über die situation bescheid, aber gerade dann sollte man sich vielleicht nicht so ausdrücken.

ich warte noch auf eine rückmeldung von einer immobiliengesellschaft für eine wohnung in bergedorf. der vermieter wird sich mitte der woche entscheiden, sagte man mir. morgen ist mittwoch, ich hoffe mal, dann bekomme ich bescheid. obwohl dann fraglich ist, ob ich überhaupt noch in frage komme als mieterin, wenn ich gar nicht sagen kann, dass ich da nun arbeit habe.

ich hatte letzte woche noch zwei andere wohnungen besichtigt. eine hätte ich haben können, in eißendorf, aber der vermieter war schon sehr betagt und war recht anstrengend. seine tochter war nett, er eigentlich auch, aber er wirkte so ängstlich und negativ, stellte mir dauernd fragen, ob es denn sicher wäre, dass ich dort auch längerfristig wohnen möchte, es könnte doch sein, dass der job mir nicht gefällt, und ich ziehe dann wieder fort (kann ich in die zukunft blicken?), und ob ich denn nicht zu wenig verdienen würde und ob ich die miete bezahlen könne und und und … ich dachte, der will mich garantiert nicht haben. er hätte wohl gerne eine mieterin, die 10 jahre dort wohnen bleibt. sowas kann ich aber nicht versprechen. allerdings ist fraglich, ob er noch so lange lebt … die gegend war sehr ruhig, außer einem penny gab es aber auch keine geschäfte, keine apotheke oder arzt in der nähe, da muss man schon ein paar haltestellen mit dem bus fahren. dann lag in der wohnung ein heller tepich aus, was mir gar nicht gefiel. die wohnung an sich war groß und gepflegt und hatte eine einbauküche, ein balkon war vorhanden und ich hätte vor allem ruhe gehabt, da sich der vermieter dies wünschte. und dennoch hatte ich zweifel, da der alte opa selbst so zweifelnd rüberkam. wir verabredeten eine entscheidung am donnerstag.

lustigerweise rief er mich am nächsten tag schon an und meinte, er würde mich nehmen. komisch, gestern klang er noch ganz anders, dachte ich mir. ich sagte ihm, dass ich mir noch die anderen wohnungen angucken möchte, und er drängte immer, dass er gerne die sache erledigt haben wolle. da fühlte ich mich so bedrängt, dass ich wieder die lust verlor. ich sagte ihm, ich würde mich am nächsten tag melden. habe dann aber erst am donnerstag bescheid gegeben, dass ich mich dagegen entschieden hätte. da mir die wohnung in bergedorf so gut gefallen hat.

hätte ich direkt zugesagt, würde ich jetzt schon in hamburg wohnen. aber ich wollte einfach nicht die erstbeste wohnung nehmen, auch wenn es so dringend war. es hatte sich nicht gut angefühlt. ich muss mich ja auch wohlfühlen in der wohnung. und nachher steht der opa dauernd vor meiner tür und hat irgendwas zu meckern.

zwei wohnungen in wilhelmsburg habe ich mir am mittwoch angeschaut, in der gleichen, sehr belebten straße. die gegend ist echt geil, auf charmante art abgefuckt, aber die wohnungen waren beide im parterre, und man hätte direkt in meine zimmer gucken können. es gab keine außenjalousien und ich hatte angst, dass man da vielleicht einbrechen könnte, da dieses viertel nicht gerade vertrauenserweckend ist. das war mir irgendwie zu heikel. die nähe zur arbeit wäre allerdings super gewesen.

und dann kam noch zum guten schluss die wohnung in bergedorf. zwar müsste man etwa 20 min. mit der s-bahn zum hauptbahnhof fahren, aber der stadtteil ist so nett, es ist wie eine eigene kleine stadt mit fachwerkhäusern und einem schloss. und es gibt eine große fussgängerzone mit vielen geschäften, und trotzdem ist alles etwas ruhiger als in hamburg, nicht so hektisch. die wohnung liegt in unmittelbarer nähe zur fussgängerzone, ich kann zu fuss überall hin. die wohnung hat auch zwei zimmer, eine einbauküche uzd einen kleinen balkon, und sie liegt in einer ruhigen seitenstraße. ich wusste direkt, dass ich sie haben will.

nun warte ich auf eine zu- oder absage. ich habe etwas sorge dass ich dem vermieter zu wenig verdiene, da die wohnung warm 570 Euro kostet und er meinen verdienst sicher zu gering findet. ich würde mit dem lohn schon auskommen, ich bin ja sparsam.

wenn das nicht klappt, weiß ich gar nicht weiter. da ich ja auch einen neuen job brauche, und wer weiß, was randstad dazu sagen wird. muss erstmal abwarten, bis die damen wieder aus dem urlaub kommen. denn ohne job finde ich sicher keine wohnung, und ohne wohnung werde ich keinen job mehr in hamburg bekommen. das ist echt doof jetzt.

morgen weiß ich hoffentlich mehr.

ein paar fotos konnte ich die woche auch machen, obwohl ich nicht viel zeit und lust für sightseeing hatte. abgesehen davon war das wetter auch nicht das beste. eine fahrt mit der linie 62 auf der elbe habe ich mir am freitag aber gegönnt, da ich an diesem tag nicht mehr gross was zu tun hatte.