kurzurlaub in lübeck (1)

endlich urlaub – den hatte ich auch dringend nötig, da ich auf der arbeit schon kunden abends mit „guten morgen“ begrüßte und bei vielen dingen, die ich mal gelernt hatte, plötzlich unsicher war, ob die so richtig sind …

eine reise nach lübeck hatte ich ja schon länger vorgehabt, um mich dort noch mal umzusehen, wegen der nähe zur küste, und da die stadt ja wesentlich günstigere mietwohnungen hat als hamburg.

am dienstag fuhr ich also los, nur für zwei tage. wäre natürlich gerne länger geblieben, aber ich hatte ja noch diesen mydays-gutschein, den ich endlich einlösen wollte, sonst wäre er verfallen. war halt leider nur eine übernachtung. zum glück war das buchen der hotelübernachtung super einfach, ich habe ja wenig erfahrung mit hotels und habe sonst immer probleme, eine günstige unterkunft zu finden. und das muss man ja dann auch noch mit ’ner günstigen zugfahrkarte koordinieren. aber ich hatte nach meiner anfrage schon kurz darauf die bestätigung erhalten, und so konnte ich noch meine DB-spartickets buchen. zur auswahl standen zwei hotels in lübeck, eins war ein hotel garni, dass mir von der beschreibung nicht so gefallen hat, und das andere war das best western hotel in stockelsdorf, das zwar auch nicht ganz zentral, aber auch nicht am arsch der welt war.

leider hatte ich eine sehr kalte woche erwischt. in der woche davor war es noch so schön mild, das wäre perfekt gewesen für einen urlaub im november. es war wirklich unangenehm und windig, bei 2°c, gefühlt aber -3°c draussen rumlaufen ist schon hart. ich kaufte mir eine tageskarte, damit ich den bus nehmen und mich dort möglich oft im warmen aufhalten konnte. so sieht man ja auch was von der stadt. eigentlich hatte ich ja vor, die wohngebiete zu erkunden, aber der tag war einfach zu kurz und ich hätte ewig gebraucht, um dort überall hinzufinden. ich hatte nur einen stadtplan von der altstadt und wusste leider nie so genau, in welchem viertel ich mich nun befand, wenn ich aus dem altstadtkern rausgegfahren bin. ein paar notizen habe ich mir gemacht, aber in den ecken, die ich gerne gesehen hätte, war ich gar nicht. glaube ich *lach* ich weiß ja nicht genau, wo ich war. leider hatte ich mich auch direkt in den nächstbesten bus gesetzt, und der fuhr erstmal eine weile durch die stadt, wo ich aber gar nicht hinwollte. das war leider zeitverschwendung. und die busse fahren nicht so oft, wie ich gehofft hatte. immerhin ist die stadt einiges größer als mülheim, aber sobald man nicht mehr mitten in der city ist, wird die taktung echt schlecht. der bus zu meinem hotel fuhr abends sogar nur noch 1 x die stunde. das ist ja sogar hier besser.

irgendwann gegen 16:30 uhr kam ich dann endlich mal im hotel an und checkte ein. das hotel machte einen recht ordentlichen eindruck, klar, kein 5* hotel, aber soweit angenehm. als ich mein zimmer betrat und das licht anschaltete, ging kein licht an … ich dachte, was ist denn das für ein hotel? kein licht? ich fuhr direkt wieder runter und teilte es dem mann am empfang mit. er erklärte mir, dass da ein weißer kasten neben der tür an der wand ist, wo ich meine karte reinstecken muss. dann geht auch das licht. aha. sowas muss man erstmal wissen. gibt es das in vielen hotels?

nach einer kleinen inspektion meines hotelzimmers war ich ganz zufrieden. es gab zwar ein paar kleinigkeiten, z.b. war meine klopapierrolle fast alle! zum glück hing da noch eine ersatzrolle. die tischlampenschirme waren etwas schief, die minibar war warm und der wecker zeigte eine falsche uhrzeit, und insgesamt war das inventar eher billig, aber alles in allem war ich zufrieden und habe mich recht wohl gefühlt. das bett war bequem und alles war sauber. und als ich um 1 uhr nachts vorm schlafengehen feststellte, dass ich meine zahnbürste vergessen hatte, zog ich mich noch mal an und ging runter zur rezeption. dort habe ich eine kostenlose bekommen 🙂  was ich auch toll fand, war ein miniwasserkocher und gratis teebeutel auf dem zimmer. so konnte ich nach dem langen aufenthalt in der kälte innerlich aufwärmen.

nach einer kurzen pause im hotel zog ich wieder los, aber es wurde bereits dunkel, und ich wusste nicht so recht, was ich in der dunkelheit angucken sollte. ich hatte meinen stadtplan und busnetzplan im hotel vergessen und lief dann eher ziellos umher. musste auch was zu essen finden, was gar nicht so leicht ist, obwohl lübeck soo viele geschäfte hat, aber ich hab nicht mal eine pommebude gefunden. so landete ich bei der nordsee und habe mir zwei backfischbrötchen reingezogen. leider kalt – sonst wurde ich wohl immer gefragt, ob ich den warm haben möchte, und ich wollte nichts sagen. kalter fisch bei 2°c … brr.

da ich dann auch genug hatte von der kälte, ging ich ins kino. phantastische tierwesen 2. eigentlich wollte ich ja den film in 2D sehen, aber der fing erst um 20:30 uhr an, und ich war schon eine stunde früher dort, und da der film 164 minuten geht, wäre das sehr knapp geworden mit dem letzten bus um 23:21 uhr. ich fragte an der theke nach, und so war es dann auch. ich konnte aber noch die 3D-version gucken, die um 19:30 uhr anfing, wegen der werbung fing der aber erst um 20:00 uhr an. 30 min. werbung! wow. gut, dass ich die verpasst habe. für 1€ musste ich auch noch eine 3D brille kaufen. abzocke. aber der film war toll, hat eine schöne düstere atmosphäre 🙂

nach dem film musste ich auch schon zurück ins hotel, dort habe ich mir noch überlegt, was ich am folgenden tag mache. auf alle fälle musste ich noch seeluft schnuppern …

 

leider habe ich nur wenige bilder gemacht, tagsüber war es nur trüb und grau, nachts werden die bilder dann unscharf …

4 Gedanken zu “kurzurlaub in lübeck (1)

  1. Das Hotelzimmer finde ich ganz ok – die Einrichtung ist zwar aus den 90ern, aber solange es sauber ist, ist’s ok. Und ich denk mir immer, dass man im Optimalfall im Urlaub eh nur zum Schlafen auf dem Zimmer ist. Das mit den Zimmerkarten für Strom/Licht/Klima haben fast alle Hotels – so soll Strom gespart werden, weil man gezwungen wird, die Karte rauszuziehen, wenn man geht. Und auch doof aus der Wäsche schaut, wenn man sie dann vergisst. Hrmpf.

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  2. @ sanne:
    ja, ich finde auch, zum schlafen und sich frisch machen reicht so ein hotelzimmer völlig aus.
    das mit dem strom sparen ist prinzipiell ja eine gute sache, nur irrsinnig, wenn dann der wecker erst neu eingestellt werden muss (sofern man den braucht) und eine minibar ohne kalte getränke finde ich dann auch zwecklos.

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  3. Ok, das mit der Minibar ist Mist, die sollte dann schon an einem anderen Stromkreis hängen. Wecker habe ich schon lange in keinem Hotel mehr gesehen (weil man den mittlerweile halt eh im Handy immer dabei hat) – man konnte aber im Bedarfsfall an der Rezeption einen leihen, einen kleinen Reisewecker mit Batterie.

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