steine

am travemünder strand habe ich ein paar steine gesammelt. es gab dort ganz viele, alle sehr unterschiedlich in farbe und form, glatt oder mit mit ecken, kanten oder löchern versehen. interessant fand ich den hellbrauen links, der eine poröse struktur aufweist. der sieht ein bisschen aus wie ein angeknabberter keks, finde ich 😀

ich hätte gerne mehr mitgenommen, aber steine sind schwer.

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kurzurlaub in lübeck (2)

am mittwoch wurde ich kurz vorm wecker wach – perfekt! ich hatte gut geschlafen. im hotel war wenig los, daher gab es wohl wenig krach auf den hotelfluren. ich zog mich an und ging zum frühstücksraum. ich war dort der einzige gast. naja, es war auch schon viertel vor 10, und frühstück gab es nur bis halb 11. es gab ein reichhaltiges buffet, von dem ich mich bedienen konnte. habe mir zwei brötchen, käse, holsteiner pflaumenmus (lecker!) einen mini-muffin und eine mandarine genommen, dazu eilles tee. war alles frisch und gut, wunderbar.

wieder oben auf dem zimmer habe ich mich fertig gemacht und gepackt. ich hatte zum glück nur wenig dabei, meinen rucksack und noch ’ne umhängetasche mit extra schuhen für den strand. um 11 uhr habe ich dann ausgecheckt und bin mit dem bus zum ZOB gefahren. dort stand schon ein bus nach travemünde, und den habe ich direkt genommen. der fährt zwar länger als der zug, aber ich wusste ja nicht, wann ein zug kommt, die fahren nämlich nur einmal die stunde. so konnte ich wenigstens noch aus dem bus heraus etwas von lübeck und travemünde sehen. am strandbahnhof stieg ich aus, von dort sind es nur wenige meter zum strand. einmal schuhe gewechselt und dann ab durch den sand zum wasser 🙂 ach war das schön … diese brandungsgeräusche sind jedesmal wie eine kur für mich. der wind war gar nicht so dramatisch wie ich befürchtet hatte, es wurden ja sturmböen an der ostsee vorhergesagt, aber es war eigentlich nicht sonderlich windig, also normal für die see. auf sylt vor einigen jahren im juni flog ich dagegen fast weg … auch empfand ich die kälte gar nicht so schlimm. dennoch konnte ich nicht stundenlang dort rumlaufen, da es anstrengend war, und leider konnte man dort nirgends reingehen und sich aufwärmen. ich blieb deshalb auch in der nähe des bahnhofs. bei einer tasse tee auf’s wasser blicken und die möwen beim austernfang beobachten, das wäre toll gewesen … aber die kurze zeit am meer war trotdem wunderschön.

für die rückfahrt nach lübeck nahm ich dann den zug. der strandbahnhof ist total tot, wäre innen nicht die tourist info, in der eine frau auf kundschaft wartet. mich hat der bahnhof irgendwie an die DDR erinnert, meck pomm ist ja auch nicht weit entfernt, das hatte schon so ein wenig zonenflair. wahrscheinlich aber auch einfach deshalb, weil alles so verlassen war im november. die alte, stilgelegte bahnhofshalle hat mir gefallen.

in lübeck fuhr ich zum fegefeuer (hehe) und ging wieder in die altstadt. am lübecker dom kam ich vorbei, den ich mir auch von innen anguckte. leider musste ich gerade ziemlich dringend pipi und konnte mich nicht lange darauf konzentrieren. ich suchte erstmal eine toilette. in einem café fand ich dann eine. und dann hatte ich hunger. in einem stylishen burgerladen hoffte ich, endlich was vernünftiges zu futtern zu bekommen. ich bestellte falafel. 4,50€. ich wurde gefragt, ob ich vielleicht noch hummus dazu haben möchte. ich fragte, ob denn nicht ohnehin eine sauce dabei wäre. nein, das sei nicht wie im normalen dönerladen. hm. hummus 1,50€ extra … wow. naja, ich nahm es, da ich keine lust hatte, noch länger nach einem imbiss zu suchen. der laden machte ja einen guten eindruck. als ich dann mein essen serviert bekam, staunte ich nicht schlecht. eine kleine schüssel mit 5 falafel, dazu der hummus. kein salatblatt oder irgendein grünzeug dabei. puh. 6€ dafür … wie lieblos serviert. der hummus war ja wirklich lecker, die falafel war etwas trocken und etwas arg frittiert, aber eigentlich ja ganz passabel. aber so ganz ohne salat? ich schaufelte frustriert die falafel in meinen mund. gegenüber wäre ein mcdoof gewesen, und ich sehnte mich fast nach den versalzenen pommes dort … naja, man gönnt sich ja sonst nichts.

danach lief ich noch eine weile herum und ging dann zum bahnhof, da ich zeitig in hamburg ankommen wollte, damit ich meinen IC nicht verpasse. dort musste ich dann aber noch fast 1,5 stunden am bahnhof verbummeln. um irgendwas in hamburg anzugucken war die zeit zu kurz, also schlenderte ich durch die wandelhalle, bis mein zug endlich kam. der hatte dann erst 5 min. verspätung, die sich aber im lauf der fahrt auf 15 min. ausweiteten. und meinen RE in essen habe ich dann nicht mehr bekommen, obwohl ich es eilig hatte, da ich meine letzte straßenbahn ohnehin nicht mehr bekommen hatte und daher schoko fragte, ob er mich noch schnell mit dem auto abholen kann. es war ja schon spät, und nun kriegte ich gerade noch den nächsten RE, und um 23:30 uhr war ich dann endlich am mülheimer bahnhof. schoko kam mir schon in der bahnhofshalle entgegen. und, obwohl er ja früh raus musste, lässt er mich nicht hängen. ich glaube, ich sollte ihm mal einen kuchen backen.

ob ich nun nach lübeck ziehen will, weiß ich nicht so genau. ich glaube, mir ist die stadt doch zu klein, so schön sie auch ist. ich muss nach hamburg. vielleicht mal vorübergehend. wobei es schon verlockend wäre, wo man am wochenenden und an freien tagen so überall hinkönnte … hamburg ist nicht weit, in schleswig-holstein kenne ich eh noch nicht besonders viel, dann meck pomm, usedom, rügen … sogar nach dänemark kommt man recht fix. das wäre schon toll.

 

kurzurlaub in lübeck (1)

endlich urlaub – den hatte ich auch dringend nötig, da ich auf der arbeit schon kunden abends mit „guten morgen“ begrüßte und bei vielen dingen, die ich mal gelernt hatte, plötzlich unsicher war, ob die so richtig sind …

eine reise nach lübeck hatte ich ja schon länger vorgehabt, um mich dort noch mal umzusehen, wegen der nähe zur küste, und da die stadt ja wesentlich günstigere mietwohnungen hat als hamburg.

am dienstag fuhr ich also los, nur für zwei tage. wäre natürlich gerne länger geblieben, aber ich hatte ja noch diesen mydays-gutschein, den ich endlich einlösen wollte, sonst wäre er verfallen. war halt leider nur eine übernachtung. zum glück war das buchen der hotelübernachtung super einfach, ich habe ja wenig erfahrung mit hotels und habe sonst immer probleme, eine günstige unterkunft zu finden. und das muss man ja dann auch noch mit ’ner günstigen zugfahrkarte koordinieren. aber ich hatte nach meiner anfrage schon kurz darauf die bestätigung erhalten, und so konnte ich noch meine DB-spartickets buchen. zur auswahl standen zwei hotels in lübeck, eins war ein hotel garni, dass mir von der beschreibung nicht so gefallen hat, und das andere war das best western hotel in stockelsdorf, das zwar auch nicht ganz zentral, aber auch nicht am arsch der welt war.

leider hatte ich eine sehr kalte woche erwischt. in der woche davor war es noch so schön mild, das wäre perfekt gewesen für einen urlaub im november. es war wirklich unangenehm und windig, bei 2°c, gefühlt aber -3°c draussen rumlaufen ist schon hart. ich kaufte mir eine tageskarte, damit ich den bus nehmen und mich dort möglich oft im warmen aufhalten konnte. so sieht man ja auch was von der stadt. eigentlich hatte ich ja vor, die wohngebiete zu erkunden, aber der tag war einfach zu kurz und ich hätte ewig gebraucht, um dort überall hinzufinden. ich hatte nur einen stadtplan von der altstadt und wusste leider nie so genau, in welchem viertel ich mich nun befand, wenn ich aus dem altstadtkern rausgegfahren bin. ein paar notizen habe ich mir gemacht, aber in den ecken, die ich gerne gesehen hätte, war ich gar nicht. glaube ich *lach* ich weiß ja nicht genau, wo ich war. leider hatte ich mich auch direkt in den nächstbesten bus gesetzt, und der fuhr erstmal eine weile durch die stadt, wo ich aber gar nicht hinwollte. das war leider zeitverschwendung. und die busse fahren nicht so oft, wie ich gehofft hatte. immerhin ist die stadt einiges größer als mülheim, aber sobald man nicht mehr mitten in der city ist, wird die taktung echt schlecht. der bus zu meinem hotel fuhr abends sogar nur noch 1 x die stunde. das ist ja sogar hier besser.

irgendwann gegen 16:30 uhr kam ich dann endlich mal im hotel an und checkte ein. das hotel machte einen recht ordentlichen eindruck, klar, kein 5* hotel, aber soweit angenehm. als ich mein zimmer betrat und das licht anschaltete, ging kein licht an … ich dachte, was ist denn das für ein hotel? kein licht? ich fuhr direkt wieder runter und teilte es dem mann am empfang mit. er erklärte mir, dass da ein weißer kasten neben der tür an der wand ist, wo ich meine karte reinstecken muss. dann geht auch das licht. aha. sowas muss man erstmal wissen. gibt es das in vielen hotels?

nach einer kleinen inspektion meines hotelzimmers war ich ganz zufrieden. es gab zwar ein paar kleinigkeiten, z.b. war meine klopapierrolle fast alle! zum glück hing da noch eine ersatzrolle. die tischlampenschirme waren etwas schief, die minibar war warm und der wecker zeigte eine falsche uhrzeit, und insgesamt war das inventar eher billig, aber alles in allem war ich zufrieden und habe mich recht wohl gefühlt. das bett war bequem und alles war sauber. und als ich um 1 uhr nachts vorm schlafengehen feststellte, dass ich meine zahnbürste vergessen hatte, zog ich mich noch mal an und ging runter zur rezeption. dort habe ich eine kostenlose bekommen 🙂  was ich auch toll fand, war ein miniwasserkocher und gratis teebeutel auf dem zimmer. so konnte ich nach dem langen aufenthalt in der kälte innerlich aufwärmen.

nach einer kurzen pause im hotel zog ich wieder los, aber es wurde bereits dunkel, und ich wusste nicht so recht, was ich in der dunkelheit angucken sollte. ich hatte meinen stadtplan und busnetzplan im hotel vergessen und lief dann eher ziellos umher. musste auch was zu essen finden, was gar nicht so leicht ist, obwohl lübeck soo viele geschäfte hat, aber ich hab nicht mal eine pommebude gefunden. so landete ich bei der nordsee und habe mir zwei backfischbrötchen reingezogen. leider kalt – sonst wurde ich wohl immer gefragt, ob ich den warm haben möchte, und ich wollte nichts sagen. kalter fisch bei 2°c … brr.

da ich dann auch genug hatte von der kälte, ging ich ins kino. phantastische tierwesen 2. eigentlich wollte ich ja den film in 2D sehen, aber der fing erst um 20:30 uhr an, und ich war schon eine stunde früher dort, und da der film 164 minuten geht, wäre das sehr knapp geworden mit dem letzten bus um 23:21 uhr. ich fragte an der theke nach, und so war es dann auch. ich konnte aber noch die 3D-version gucken, die um 19:30 uhr anfing, wegen der werbung fing der aber erst um 20:00 uhr an. 30 min. werbung! wow. gut, dass ich die verpasst habe. für 1€ musste ich auch noch eine 3D brille kaufen. abzocke. aber der film war toll, hat eine schöne düstere atmosphäre 🙂

nach dem film musste ich auch schon zurück ins hotel, dort habe ich mir noch überlegt, was ich am folgenden tag mache. auf alle fälle musste ich noch seeluft schnuppern …

 

leider habe ich nur wenige bilder gemacht, tagsüber war es nur trüb und grau, nachts werden die bilder dann unscharf …

Spiel‘ 2018

vom 25.-28.10. ging es wieder nach essen zur spielemesse. wir hatten ein dauerticket für alle 4 tage gekauft. meine zweifel, ob ich mich eventuell nach 2 tagen bereits langweilen oder es mir zuviel werden könnte, waren unberechtigt. die 4 tage vergingen wie im flug. auch körperlich hielt ich es gut aus, obwohl ich vorher schon befürchtet hatte, ich werde schon nach einem tag nicht mehr laufen können und würde mir von der klimaanlage eine erkältung holen. angesteckt hatte mich tatsächlich auch niemand diesmal, bei so vielen, dichtgedrängten menschen in der erkältungszeit ist das schon glück.

gespielt haben wir auch wieder einige neuheiten, wobei ich noch viel mehr spiele testen wollte, als wir geschafft haben. leider ist der kampf um die begehrten freien spieletische nicht immer geglückt. bei manchen spielen, die uns interessierten, mussten wir tagelang immer wieder mal am stand vorbeischauen und ausschau nach einem unbesetzten tisch halten, aber die spiele waren einfach zu begehrt. z.b. „azul“ oder „luxor“ konnten wir gar nicht testen. nach mehreren anläufen klappte es zumindest bei schmidt spiele für ein anspielen von „die quaksalber von quedlinburg“, allerdings konnten wir das spiel eben nur antesten und nicht zu ende spielen, da es schon kurz vor schluss war. am sonntag ging für mich noch ein spielewunsch in erfüllung, „reykholt“,  das ist ein schönes spiel. dafür sind wir dann direkt nach dem einlass um 10 uhr zu frosted games gerannt, und ein tisch war noch frei! das spiel haben wir dann zusammen mit einem netten, etwas älteren pärchen aus paderborn gespielt.

die messe war wieder mal sehr schön, auch wenn ich ja eher zum spielen als zum kaufen dorthin gehe, und mich immer wieder wundere, wieviele spiele dort gehamstert werden. ich habe aber auch noch ein paar günstigere spiele mitgenommen.

ein süsses perlsacktier musste ich auch noch adoptieren, der hing da am stand an einer wäscheleine und guckte mich immer so sehnsuchtsvoll an, da habe ich ihn dann mitgenommen. er heisst „rainer instinkt“ und ist ein schlitzrüssler. seltene arten muss man schützen und ihnen ein gutes zu hause geben 🙂 diese anderen niedlichen tierchen hätte ich natürlich auch gerne gehabt, aber man kann ja nicht alles haben.

wahrscheinlich war das meine letzte spielemesse in essen, denn wenn ich nicht mehr hier wohne, wird der weg dorthin wohl zu weit sein. zwar kommen viele sogar aus aller welt dorthin, aber ich werde mich dann wohl nicht mehr auf den weiten weg machen. vielleicht gibt es ja eine kleinere messe oder einen spieletag im norden, mal sehen. jedenfalls war es wieder sehr schön.