tiergehege im kaisergarten

den besuch im bochumer bergbaumuseum mit meinem bruder lasse ich mal ausfallen, da ich ja letztes jahr schon darüber berichtet und einige fotos gepostet habe. wir hatten wieder eine führung mitgemacht, meinem bruder hat es gut gefallen „unter tage“. danach fuhren wir weiter nach dortmund, wo gerade das fest „dortbunt“ stattfand. es gab einige bühnen in der city mit livemusik. wir liefen da immer von einer bühne zur anderen, die bands sagten mir jetzt nichts, es war auch nicht wirklich was dabei für mich. da ich schon recht müde war, sind wir dann auch schon am frühen abend wieder nach mülheim gefahren. mein bruder hat sich dann meist nochmal allein auf den weg gemacht.

tags darauf waren wir im tiergehege kaisergarten in oberhausen. eigentlich wäre ich gerne nach krefeld in den zoo gegangen, aber mein bruder hatte keine lust. mangels ideen landeten wir dann aber doch in einem, wenn auch dem kleinen im kaisergarten, der ja immerhin nichts kostet. es gab einigen nachwuchs zu sehen bei den tieren, leider konnte ich nicht alle fotografieren oder die bilder sind nichts geworden (z.b bei den nutrias).

als wir den tiergarten durchhatten, liefen wir noch durch die lustige hängebrücke „slinky springs to fame“ und gönnten uns einen blick über den rhein-herne-kanal.

der urlaub von meinem bruder war dann auch schon vorbei. dass ich ausgerechnet schon einen job haben würde, konnten wir ja nicht ahnen, aber wir haben ja doch ein paar sachen zusammen gemacht.

düsseldorf

während mein bruder hier war, fuhren wir auch mal wieder nach düsseldorf. es lohnt sich immer wieder, diese stadt zu besuchen und am rheinufer spazieren zu gehen. es ist so schön dort, vor allem der sonnenuntergang am abend war wunderschön 🙂

 

 

zeche hannover und stadion

letzte woche hat mich mein bruder besucht. er kam am montag und blieb eine ganze woche. da ich ja recht spontan einen job bekam, musste sich mein bruder tagsüber alleine beschäftigen. aber da er eh langschläfer ist, war er vorher nie groß unterwegs. und am dienstag war ja feiertag, da habe ich uns die zeche hannover in bochum rausgesucht. diese zeche wollte ich sowieso schon länger besuchen, hannover und so 🙂

zuerst erkundeten wir das gelände, dann sahen wir uns im inneren der zeche um. ich konnte wieder schöne fotos machen. die ersten beiden bilder sind einfach nur häuser, die mir auf dem weg aufgefallen sind und nichts mit der zeche zu tun haben. am ende der fotostrecke gibt es noch ein paar aufnahmen vom stadion des VFL bochum. mein bruder wollte da unbedingt hin. immer diese fussball-fans 😉

sleep – work – sleep – work

nun will ich aber endlich mal wieder bloggen! seit dem 20.april habe ich ja nun eine arbeit, und die erste woche hatte ich schulung in vollzeit. da war kaum noch zeit für andere dinge, die restliche zeit habe ich mit essen und schlafen verbracht. zum glück war es „nur“ eine schulung, es war schon eine umstellung für mich, zumal es schon um 8:30 uhr losging, und ich ja nicht so der frühaufsteher bin. ich habe auch einen anfahrtsweg von einer stunde, der job ist in oberhausen, nähe centro. wenn ich frühschicht habe, kann mich schoko mitnehmen, das erspart mir eine menge zeit, dann muss ich nicht so arg früh aufstehen. er arbeitet auch in der nähe und muss nur einen kleinen umweg fahren.

tja, nun habe ich einen job, den ich nie-niemals machen wollte in meinem leben. ich bin jetzt call-center-agentin *lach* als mich die dame von der personalvermittlung anrief, bot sie mir diesen job an. „mal was ganz anderes“, sagte sie, und da sie ja schon verzweifelte an mir, weil ich nicht so früh aufstehen mag, meinte sie dann, ein bürojob wäre ja ganz gut. ich würde für eine online apotheke arbeiten, muss aber niemanden anrufen und keine kunden gewinnen oder ähnliches. dann hätte ich sofort nein gesagt. aber … ich hatte es langsam satt, ständig von den personalvermittlungen angerufen zu werden und einen job nach dem anderen angeboten zu bekommen, und ich dachte mir, ok, versuchste das halt mal. schaffste eh nicht, aber dann hab ich erstmal ein paar tage ruhe.

dann rief mich randstad an, die meine eigentlichen arbeitgeber sind, ich wurde über zwei ecken vermittelt … ich wollte auch nie bei einer zeitarbeitsfirma sein, aber nun bin ich es doch. den vertrag habe ich direkt nach meinem vorstellungsgespräch unterschrieben, das ging schlag auf schlag. das vorstellungsgespräch, das war auch nicht leicht. ich habe mal wieder geheult, weil ich was über erzählen sollte, und dachte nach dem gespräch, ich hätte es versemmelt. aber schon nach kurzer zeit kam die rückmeldung, dass sich die firma freuen würde, wenn ich am freitag zur schulung kommen würde. hui! das hätte ich nun nicht erwartet.

ich arbeite übrigens zwar für die online-apotheke (deren namen ich gar nicht nennen darf, aber ihr könnt euch sicher denken, welche apotheke das ist), sitze aber in einer firma, die ihre dienste für verschiedene kunden zu verfügung stellt, also auch für diese apotheke. klingt kompliziert? isses auch. und mein arbeitgeber ist ja nun randstad. mit denen habe ich den vertrag gemacht, und von denen werde ich bezahlt. die firma, in der ich sitze (nennt sich swiss post solutions), scheint ganz in ordnung zu sein. bisher ist alles gut und ich habe nette kollegen und vorgesetzte, habe einen ordentlich arbeitsplatz und habe das gefühl, zum ersten mal einen anständigen job zu haben. die schulung hatte es ganz schön in sich, da gab es viel zu lernen. wir mussten uns mit dem SAP-programm vertraut machen, da rauchten schon unsere köpfe (in der schulung waren wir zu siebt). dann kamen bald die ersten rollenspiele: kunde ruft an (gespielt von unserem coach sophie) und wir nehmen die bestellung auf oder beantworten fragen, lösen probleme usw. das war ganz schön aufregend! und ich war nicht sie einzige, die nervös war, andere waren noch nervöser. und als unsere „kundin“ eine penispumpe und andres sex-zeug bestellt hat (ja, das gibt’s da wirklich), gab es großes gelächter. die armen jungs 😉

bei der schulung bin ich gut mitgekommen, hatte aber nach der woche  noch immer das gefühl, ich wäre noch nicht soweit. trotzdem gab es schon am montag drauf die ersten live-calls. oh gott! der erste anruf war eine reine bestellung, das klappte noch gut, aber dann kamen nur fragen … und ich wusste überhaupt nicht weiter. neben mir stand zwar eine kollegin, die mir geholfen hat, aber ich kam mir blöd vor. am mittwoch dann gab es einen test-call von einer aus der online-apotheke, die uns geprüft hat. sie war sehr zufrieden mit mir. überhaupt habe ich immer gesagt bekommen, dass ich das ganz toll mache. und ich denke von mir selber, ich wäre voll der kommunikationskrüppel 😀 anscheinend reicht’s aber für den job, und mit jedem tag werde ich sicherer und lerne mehr dazu. inzwischen bin ich nicht mehr total hilfslos wenn jemand fragen stellt, die ich nicht beantworten kann. zum glück kann ich auch zum service oder zu den pharmazeuten durchstellen, wenn ich nicht weiter weiß.

und die kunden? die meisten sind eigentlich ganz nett. es gibt auch mal welche, die sich aufregen und sich beschweren, aber bisher komme ich damit sogar klar. von einigen kunden bekomme ich auch positives feedback und sie bedanken sich für das freundliche gespräch oder die auskunft 🙂

was etwas blöd ist an der arbeit: derzeit haben wir neuen ja noch welpenschutz und dürfen uns nach dem anruf auf „schulung“ stellen, weil wir noch nicht so schnell sind. irgendwann aber dürfen wir das nicht mehr machen, und wir haben eine vorgabe, wie lange ein gespräch dauern sollte, nämlich 240 sekunden. wenn man drüber kommt, muss man auf „zeitüberschreitung“ klicken, und das sollte nicht zu häufig vorkommen. äh, heute hatte ich jemandem dran, mit dem ich fast eine halbe stunde telefoniert habe … und viele dauern auch mal 8-10 min.  nach dem anruf haben wir dann noch 30 sekunden zeit, einen „folgevorgang“ anzulegen (da wird ein bezug zum anruf hergestellt), was ich aber auch fast nie schaffe in der kurzen zeit. es kam schon vor, dass bereits der nächste kunde am telefon war, als ich noch am tippen war. ich hoffe, ich werde noch schneller. blöd isses aber schon, weil echt stressig und wenn viel los ist, kommt ein anruf nach dem anderen rein, und ich bin am dauerreden. bisher habe ich aber meine stimme noch. zum glück arbeite ich nur sechs stunden am tag (das reicht auch).

bevor das hier ein roman wird, mache ich erstmal schluss 😉 nur noch als kleines fazit am ende: so schlecht finde ich es gar nicht. ich habe echt gedacht, es würde eine katastrophe werden, aber bisher geht es echt ganz gut. ich weiß nicht, ob ich das monatelang machen kann, aber erstmal hab ich einen job und bin ganz zufrieden damit. es ist wirklich toll, mal nicht zu putzen oder anderweitig zu schuften. ich kann sitzen und triefe nicht, habe keinen knallroten kopf und muss nicht körperlich arbeiten (außer mit der stimme). das ist schon ein vorteil.

ich werde weiter berichten, sicherlich auch mal ein paar lustige anekdoten aus der arbeit erzählen 🙂