auf der suche nach dem botanischen garten

sonntag nachmittag wollte ich noch raus. für eine etwas weitere fahrt war es schon zu spät, da ich ja schlaf nachholen musste (bauch-aua), deshalb suchte ich nach einem näheren ziel. im netz las ich was von einem botanischen garten am kaiserberg in duisburg. der sagte mir bisher nichts, ich kannte nur den „offiziellen“, der aber sehr klein und wenig attraktiv ist. der kaiserberg ist ja schnell erreichbar mit meiner stadtbahnlinie, und so stieg ich am zoo/uni aus und ging in den wald. im dezember war ich schon mal da, mit hasi und seiner schwester, als es endlich mal richtig geschneit hatte. das war sooo schön! ich hatte glaub ich gar nicht darüber gebloggt, nur aus facebook ein paar bilder gepostet. das kann ich ja eben nachholen 😉

 

aber nun ist märz, und ich suchte besagten botanischen garten. gefunden habe ich ihn leider nicht, ich hätte mich wohl weiter links halten müssen. vielleicht fahre ich in den nächsten wochen nochmal hin. der wald ist eh noch sehr kahl, aber er wirkt so schön luftig. die vögel zwitschern schon ganz dolle 🙂

auf dem rückweg lief ich entlang des zoos, der ja nebenan liegt. und durch den zaun sah ich plötzlich ein paar luchse. die würden bestimmt gerne mal ausbüchsen und durch den anliegenden wald stomern …

 

 

wieder besser

letzte nacht konnte ich wieder ohne beschwerden schlafen. ich hab wohl einen übersäuerten magen und der drückt dann eben, komischerweise fast ausschließlich nachts. die paar male, wo ich schon abends was gemerkt habe, waren eher selten. tagsüber bin ich immer beschwerdefrei, bis auf das sodbrennen, dass immer mal wieder kommt. ich streue jetzt wieder öfter ein wenig natron in mein wasserglas und hab noch so basentabs, und gestern habe ich später am abend keine tierischen fette (milchprodukte) und nichts fettiges mehr gegessen, damit der magen damit in der nacht nicht noch zu kämpfen hat. mal sehen, ob in den kommenden tagen bzw. wochen die beschwerden wieder auftreten oder wegbleiben.

es kann natürlich auch stressbedingt sein, ich hab ja viel um die ohren, und meinen sorgen kann ich auch nicht aus dem weg gehen. ist immer toll, wenn ärzte sagen, man soll den stress verringern. wie soll das gehen, wenn man joblos eine wohnung finden muss und vom jobcenter abhängig ist? ich versuche, das alles etwas lockerer zu nehmen, aber ich stehe ja quasi vor dem nichts, versuch da mal locker zu bleiben …

morgen geht’s weiter mit dem bewerbungstraining, das ist auch jedesmal wieder aufregend, da ich nie weiß, was genau passiert. ich bin derzeit leicht nervös und muss auf  mich aufpassen.

bauchweh

das ist jetzt schon die zweite nacht, in der ich meine typischen bauchschmerzen habe .. normalerweise ist nach einer nacht ja ruhe, aber diesmal leider nicht …

galle, magen, bauchspeicheldrüse, leber, herz oder darm – was auch immer dafür verantwortlich ist: ich will schlafen und mag diese blöden schmerzen nicht mehr haben, es nervt 😦

 

 

mönchengladbach

hier ein paar wenige impressionen aus dem „schönen“ *lach* mönchengladbach. lange habe ich mich nicht in der stadt aufgehalten, aber die mülltönnchen vor den häusern überall fand ich niedlich 🙂

 

viel zu sehen gab es leider nicht, die stadt hat sowohl hässliche nachkriegsbauten als auch hübsche altbauten zu bieten, aber sonst wohl nichts sonderlich spannendes. es war auch nichts los in der city.

kommendes wochenende will ich wieder losfahren und mir noch unbekannte städte hier in der gegend angucken. mal sehen, was ich so entdecke 🙂

maßnahme

seit gestern bin ich nun in einer bewerbungsmaßnahme vom jobcenter. der termin bei meiner case managerin (die nennen sich da wirklich so, nicht mehr fallmanager wie in hannover) war zwar auch mit ein paar tränen verbunden, die frau war aber sehr nett, und ich habe mich bei ihr recht wohl gefühlt. sie hatte mir direkt eine maßnahme vermittelt, da man ja nicht weiß, wie lange ich noch hier bin. insgesamt sechs wochen lang, jeweils an zwei tagen die woche á drei (manchmal auch nur zwei) stunden, dauert das ganze. ist ja noch auszuhalten.

gestern war das 1. modul, so nennen sich die termine. eine gruppe von ca. neun leuten (ursprünglich sollten es 15 sein, aber manche kamen gar nicht erst) sind wir. aus ganz unterschiedlichen schichten, es ist sogar ein ehemaliger buchhändler dabei, der auch abteilungsleiter war und selber mal leute eingestellt hat. wozu braucht der ein bewerbungstraining?

nach einer recht langgezogenen einführung von dem jobcenter-mitarbeiter sollten wir uns alle einmal vorstellen. oh gott, was für ein horror. ich hatte es fast geahnt. man sollte seinen namen nennen, seinen beruflichen werdegang (hilfe!!!), seine wunschbereiche, mobilität und die erwartungen ans jobenter. nachdem niemand den anfang machen wollte, und ich schon kurz davor war, meinen schlimmen lebenslauf freiwillig als erste preiszugeben, meinte der mitarbeiter, wir fangen einfach der reihe nach an. in dieser reihe war ich die zweite, und ich war froh, dass ich nicht so lange warten musste. mir schlug da herz bis zum hals, als ich dran kam. zum glück hatte ich bereits vom ersten mithören können und habe mich etwas daran orientiert, da er auch nicht so gerne erzählen wollte und dementsprechend dinge auch ausgelassen hatte, z.b. seine (wohl fehlende) ausbildung gar nicht genannt hatte. ich nannte das kind direkt beim namen und sagte, ich hätte keine ausbildung und keinen abschluss, und nannte jobs wie reinigungskraft oder lagerhelfer. leider auch als wunschbranche, obwohl ich auf reinigen ja gar keine lust mehr habe. aber was sollte ich sonst sagen, bei meinen fähigkeiten? ich schaffte es tatsächlich, nicht zu weinen, was mir mega peinlich gewesen wäre.

es gab noch eine frau aus ghana (eine sekretärin), die auch jobs in der reinigung oder als küchenhilfe sucht. so war ich nicht ganz allein mit der putzjob-angabe. es gab noch einen recht auffälligen typen, der direkt auf konfrontation ging mit dem mitarbeiter, und ziemlich direkt sagte, was er von dieser maßnahme und dem „system“ hält. später erwähnte er, er war schon viermal im knast gewesen. drei ausbildungen hatte er abgebrochen, und er würde gerne entweder wieder im bau oder im duisburger zoo arbeiten. es gab noch einen tischler, einen fliesenleger mit knieproblemen, den buchhändler und einen jungen typen, der eine ausbildung wollte, die ihm aber vom jobcenter nicht genehmigt wurde, weil das 3500€ ausbildungskosten gekostet hätte. und ein indischer koch war auch noch dabei. also alles leute aus unterschiedlichen bereichen. ich fühlte mich dennoch wie diejenige mit dem niedrigsten stand. naja, was soll’s.

nach 2,5 std. waren wir zum glück durch und duften schon gehen. das sitzen auf den holzstühlen ist ganz schön anstrengend. und man hätte das sicherlich auch etwas abkürzen können, ich werde schnell ungeduldig, wenn jemand so viel und lang erzählt, und wenn ich mich dabei langweile. das meiste wusste ich ja schon. aber es kommen noch viele weitere termine, sofern ich nicht vorher aus den leistungen rauskomme oder wegziehe. ich hoffe, es hilft mir auch ein bisschen, manches ist auch neu und interessant.

heute war der zweite termin. es wurde besprochen, wie man einen lebenslauf schreibt, und sonstige informationen rund ums bewerben gab der gute mann von sich. einmal musste ich mich echt beherrschen, keinen lachkrampf zu kriegen, weil der mitarbeiter immer so ausführlich und umständlich erklärte. da ging es um die angabe der kinder, und weil ja, wenn das kind einen schnupfen (LOL) hat, die mutter vielleicht auch bei der arbeit fehlt, weil sie auf’s kind aufpassen muss, bla bla … „und wenn die kinder schon größer sind, also 16 oder so, dann können die ihren schnupfen ja schon selber auskurieren und brauchen ihre mutter nicht mehr“ …

solche und andere absurditäten musste ich mir also drei stunden lang anhören. dazu gestikuliert der mann ständig wild und wedelt mit den händen herum. er wirkt immer so kriecherisch nett und scheint mir auch etwas nervös zu sein. ich glaube er hat auch etwas angst vor uns, obwohl er sich wirklich gut geschlagen hat, als dieser hartz-4-gegner ihn verbal so angegriffen hat.

wir haben dann unseren lebenslauf am recher erstellt und einen usb-stick bekommen, um ihn darauf abzuspeichern. und morgen kommt der fotograf, wir bekommen gratis bewerbungsfotos.

ich bin gespannt, wie das so weitergeht, und ob meine bewerungsunterlagen wirklich besser werden durch das training. leider habe ich ja mehr lücken als arbeitszeiten im lebenslauf, aber vielleicht kann man die noch etwas kaschieren.  bei einem möglichen vorstellungsgespräch werden aber sicher unangenehme fragen gestellt, und ob ich die so souverän beantworten werde … man wird sehen.