trockener auftritt

geheult hab ich tatasächlich nicht, oh wunder. ob es daran lag, dass es ein mann war? vor frauen hab ich immer mehr angst … dafür habe ich wieder mal meinen mund nicht aufbekommen, als er sich über die wohnsituation erkundigte. er fragte nämlich: „sie wohnen dort mietfrei?“ und ich bejahte, obwohl ich doch eigentlich auch die hälfte der miete beantragen sollte … mist 😦  ich habe mich einfach nicht getraut, was zun sagen. total blöd.

zumindest die krankenkassenbeiträge werden übernommen, und ich gebe meinem ex dann einfach was von meiner grundsicherung. und ich muss schnell weg hier, damit er  mich endlich los ist. ich merke ja, dass es ihn stört, dass ich noch seine wohnung belagere.

ich muss noch zwei unterlagen nachreichen, dann wird der antrag wohl bearbeitet. hoffentlich klappt es. und ich hoffe, die nächsten termine werden nicht total horrormäßig. mir graut es davor …

ring ring ring

toll, wenn man den wecker zu früh stellt … aber ich konnte sowieso nicht schlafen, habe gefühlt fast nur wachgelegen. diese jobcenter-scheiße regt mich so auf!

am montag bin ich dort hingegangen. hatte ein schreiben bekommen, nachdem ich schriftlich einen antrag gesltellt hatte. ich müsse dort persönlich erscheinen, um termine zu bekommen. wie umständlich. kostet auch extra fahrgeld, aber ein erwerbsloser hat’s ja … bin dann zur anmeldung, wo ich meinen ausweis vorlegen musste. dann bekam ich eine nummer – nummer 22 – und musste noch etwas warten. man ist ja nur eine nummer, habe ich mir immer wieder gesagt. nur nicht weinen! und trotzdem brach ich in tränen aus, als ich im büro vor der sachbearbeiterin saß und mein anliegen schildern musste. wie ich das hasse … die frau war reglos und beachtete meinen ausbruch gar nicht. gab mir unterlagen und drei termine. einer ist heute, für die antragsstellung. hab ich zwar schon gemacht, aber das reicht hier wohl nicht. muss einen haufen unterlagen mitbringen. nächste woche muss ich um 8 uhr eine infoveranstaltung mitmachen. sowas kenne ich bisher auch nicht. die arbeiten ja überall anders. oder das ist neu. und dann muss ich wieder hin, zu meiner arbeitsvermittlerin. dafür habe ich ein „profiling“-fragebogen mitbekommen, dass ich ausfüllen und wieder mitbringen soll. da muss man dann so sachen ankreuzen, was man bisher gemacht hat, wann man arbeiten kann (oder will?), ob vollzeit oder teilzeit, ob draussen, im sitzen, im stehen, schmutzige arbeit, körperlich schwere arbeit, schichtarbeit etc. was man gut kann oder welche einschränkungen man hat. lauter so kram. ich bin nicht sicher, ob man sowas wirklich preisgeben sollte, oder ob es nicht eher negativ ausgelegt werden kann, wenn man bestimmte dinge nicht tun will. gestern hatte ich schon mal angefangen, diesen befragungsbogen auszufüllen, und ich habe mich innerlich so aufgeregt, dass ich wütend geworden bin (-> tränen). vieles geht mir echt zu weit in die privatsphäre, auch wenn das angeblich helfen soll, den passenden job zu finden. ich fühle mich wie auf dem präsentierteller.

mal sehen, was gleich passiert, ich hab um 10:30 uhr den termin. ich werde bestimmt wieder heulen.

wie eine fremde …

ich fühle mich wie ein fremde, wenn mein ex mich weinen sieht und nichts macht außer zu fragen: „is was?“ und „kann man dir irgendwie helfen?“ und sonst nichts …

tausche das „dir“ mit „ihnen“ und du hast eine frage an einen fremden passanten, den man anspricht, weil man denkt, er braucht vielleicht hilfe …

diese gefühllosigeit konnte nur noch die tante vom jobcenter toppen, die am montag auf mein weinen nicht mal mit der wimper gezuckt hat. ihre miene war so reglos wie von einem roboter.

es ist nicht nur draußen, sondern auch im meinem umfeld gerade sehr kalt. ich möchte am liebsten eine ganzen pläne über bord werfen und ans andere ende der welt laufen. vielleicht finde ich dort ja mein glück …

verdamp lang her …

still ist es hier geworden … ich bin derzeit mit mir selbst zu sehr beschäftigt und habe wenig lust, darüber zu bloggen. und da der winter auch noch andauert und ich mich im haus verbarrikadiere, solange ich nicht aus dem haus muss, gibt es auch wenig freizeitliche dinge, über die ich berichten könnte. mal wieder raus und fotos machen wäre toll, oder sonst irgendwas außer haus machen … mir ist es einfach zu ungemütlich bei dem temperaturen, und ich möchte den wintermantel endlich nicht mehr anziehen müssen.

bezüglich umzug gibt es nichts neues, den alg-2-antrag hab ich gestellt und warte (mit großer abneigung!) auf post vom jobcenter. ich versuche, ruhe zu bewahren und nicht gleich wieder in panik auszubrechen beim gedanken an das, was mich erwartet. solange ich nicht plötzlich von der ruhrbrücke springe, ist alles in butter … 😉

bis denne, man liest sich.