ich wollte ja schon immer mal …

… nach wuppertal und mit der schwebebahn fahren 😀 das war so ein kleiner wunsch von mir, den ich mir neulich erfüllen konnte. und so komme ich auch zu meinem letzten beitrag aus der reihe „besuch von meinem bruder“. das wochenende 27./28. mai  waren wir nochmal unterwegs gewesen. samstag ging es eben nach wuppertal. wie schon erwähnt, hatte ich immer diesen traum, mal mit der schwebebahn zu fahren. und dann gibt es da noch den wenders-film „alice in den städten“, der mich auch neugierig auf wuppertal machte. obgleich ich keine großen erwartungen hatte. und das war auch gut so. denn so toll fand ich die stadt nicht. irgendwie hat sie ein komisches flair. und schön ist auch anders. aber die schwebebahn war klasse 🙂 ich wäre gerne mehrmals hin und her gefahren, aber das hätte meinen bruder gelangweilt, und außerdem war es zu warm. ich hatte probleme, rumzulaufen bei der hitze. dementsprechend war meine laune, und mein bruder, der für solche schwächeleien kein verständnis hat, hat mich auch ganz schön genervt. das war schon damals so, wenn wir auf tour waren mit der band, und bei kleinen stadtbesichtigungen, wenn mal die zeit dafür da war, die jungs vor mir herwetzten und ich fünf meter hinterher. da bin ich nach wie vor empfindlich, wenn man sich nicht an meine geschwindigkeit anpasst.  und wenn ich fast ’nen herzkaschperl kriege wegen der hitze, möchte ich geschont werden. mein bruder kann damit auch nicht umgehen, wenn ich rumzicke. er wird dann immer ganz ruhig und guckt bloß doof. furchtbar.

so liefen wir also durch die stadt, machten unnötige umwege (einfach mal gucken, ob da was ist, ist kacke, wenn es so heiß ist) und ich hatte irgendwann die blöde sonne so satt. ich merkte schon, dass ich bald einen sonnenbrand bekomme, und ich wollte mich einfach nicht so anstrengen. das ist aber nicht der grund, warum ich wuppertal nicht so mochte. die stadt sieht sehr arm aus, aber hässlich arm. ich habe auch keine sonderlich freundlichen menschen gesehen. das einzige wirklich tolle gebäude war das rathaus, das ist riesig und echt hübsch.

die schwebebahn fährt fast die ganze zeit über der wupper, das ist der fluss. wobei: fluss? der glich eher einem bach. ganz flach und schmal ist der.

lange habe ich es leider nicht ausgehalten, und mein bruder fragte mich mehrmals, ob ich zurückfahren möchte. naja, wollen … er suchte auch dauernd einen supermarkt, weil er nichts mehr zu trinken hatte, und als wir am hauptbahnhof guckten, ob es dort einen gibt (auf dem hinweg waren wir in vohwinkel ausgestiegen), stand da gerade ein zug nach düsseldorf, und wir stiegen ein. stiegen dann in düsseldorf aus, wo er schon wieder ohne plan richtung innenstadt lief, obwohl schon klar war, dass auf dem weg kein supermarkt kommt … mann mann, wozu haben wir ’ne fahrkarte? zwei haltestellen ohne erfolg gelaufen, bis ich sagte: stop! wir gehen jetzt zur u-bahn runter und fahren zur fußgängerzone, da gibt’s bestimmt einen dm. eine station gefahren, da war dann auch gleich der dm. und ich sagte: so, hier ist ein kühlschrank, da gibt’s wasser! und er: wasser …? und verzog das gesicht. er wollte cola. oder sowas in der art. ja ich dachte, er hat durst??? er kaufte sich eine apfelschorle und ich sagte, gut, jetzt fahren wir nach hause. ich war ganz schön stinkig.

abends saßen wir noch zuhause und unterhielten uns zu dritt. und leider kam es dann auch noch zu einem streit, als wir über arme und reiche menschen diskutierten und ich irgendwas blödes sagte, und mich die beiden auslachten (allen voran mein bruder, der sich halb kaputt lachte über mein argument). und hasi lachte noch mit … so gemein 😦 da wurde ich dann richtig böse und weinte. ich hab echt rumgeschrien. nachts um drei uhr.  ich war dann erstmal fertig mit der welt und ging zu bett. habe mal wieder gemerkt das mich niemand wirklich versteht. das hat mich so verletzt, so einsam gemacht.

frühstück

typisches frühstück meines bruders: kippe und kola

der sonntag war dann auch erstmal doof, weil mein bruder ja dachte, ich bin sauer (vielleicht mal nachfragen? nö! entschuldigen? auch nö!) und nachdem ich ihm anbot, meine monatskarte zu nehmen, er aber wohl nicht so gerne alleine los wollte, bin ich halt über meinen schatten gesprungen und habe gemeint, dann fahren wir jetzt nach dortmund. wieso muss eigentlich ich so oft alles wieder geraderücken? naja, jedenfalls ging es dann langsam wieder. mein bruder hat mir ’ne pommes spendiert und während wir rumfuhren und -liefen, verflog dann nach und nach die bedrückende atmosphäre. schweigen kann echt grausam sein …

in dortmund feierten gerade die fußball-fans den pokalsieg des BVB, und mein bruder hatte wohl zweifel, ob ich damit klarkäme. aber so wild war es gar nicht. hier und da ein paar gröhlende fans, aber sonst alles ganz harmlos. war lustig, so viele gelbe trikots zu sehen.

dortmund ist ja auch keine wirklich schöne stadt. die innenstadt vor allem, die einkaufsstraßen kann man nicht gerade als sehenswert bezeichnen. der krieg hat soviel zerstört … aber dortmund hat auch schöne ecken, und man kann da sicher gut leben. das kreuzviertel fand ich nett. einmal fuhren wir zum hafen, ich hatte gelesen, dass der auch ganz interessant sein soll. ohje. der sah ja gruselig aus. und da standen so üble gestalten rum. schnell weg!

 

gegen abend sind wir dann wieder nach hause gefahren, ich wollte auch keinen marathon laufen, es war ja auch noch recht warm.

am montag vormittag fuhr mein bruder dann nach hannover, zu meiner mama.der besuch wäre ohne streit natürlich besser gewesen, aber es war trotzdem schön. und es gibt noch so viel zu sehen. er kommt bestimmt bald mal wieder 🙂

Ein Gedanke zu “ich wollte ja schon immer mal …

  1. Ok, nach Wuppertal muss ich also auch mal – unbedingt. ❤

    Dortmund ist aber schon eine schöne Stadt finde ich.
    Da gibts wesentlich hässlichere Orte. ^^

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