7 stunden arbeit …

gestern sind gleich zwei leute nicht gekommen, die gegenüber von unserer halle in einem kleinen kabuff, ich sehe es immer als garage, arbeiten. da ich wie immer viel zu früh kommen sollte und wie immer warten musste, bat mich adam, als er mich herumsitzen sah, drüben auszuhelfen. zusammen mit isabell und ihrer schwester.

zu dritt versuchten wir also, die sendungen einzsortieren, was nicht einfach war, da die nummern gewöhnungsbedürftig waren. das ist in jedem gebiet anders, und so mussten wir uns erstmal zurechtfinden. bald sahen wir, dass auch schnell die kisten voll waren und wir weitere kisten brauchten. allerdings waren nur wenige da. und der gang ist nicht für drei gemacht, schon gar nicht, wenn dann auch noch extra kisten auf dem boden stehen. es entstand immer mehr chaos, die beiden mädels waren auch etwas verplant, zumindest die schwester von isa, denn die ist noch nicht lange bei uns. und sehr jung.

bei 7°c ist es auch nicht gerade warm, denn man ist ja quasi draussen, so klein, wie der raum ist. ich machte mir schon sorgen um meine gesundheit.

die menge war auch enorm und wir kamen nur schleppend voran. irgendwann erlöste mich adam vorerst und schickte mich zurück in mein gebiet, weil ich dort auch noch was einzuräumen hatte.

ich ging ja davon aus, dass ich donnerstag nicht allzu lange brauchen werde, deshalb hatte ich mir ein brot mitgebracht. ich nehme meist nur eins mit, und das esse ich dann oft zuhause. ich dachte noch, gut, dass ich mir das mitgenommen habe, denn ich war schon hungrig. ich stopfte es schnell in mich hinein, während ich mein gebiet weitermachte. ich hoffte, dass ich, wenn ich es fertig hätte, gleich nach hause gehen könnte, und dass drüben jemand anderes weiter aushilft. ja pustekuchen. ich sollte wieder zurück und das fertig machen. fertig machen … das schaffen wir ja nie. es war schon fast 15 uhr. da trudeln schon oft die abholer ein.

also weiter. wir hatten bisher ja fast nur kataloge vom weltbild einsortiert, da standen nämlich zwei paletten voll rum. dazu kommen dann aber noch die zeitschriften, briefe und co. toll. ich wollte nach hause. was essen, ins warme. mich ausruhen. seit halb 11 war ich dort. das reicht eigentlich. für mich zumindest. da komme ich schon an meine grenzen.

ich weiss nicht, wie spät es war, aber bald stand schon ein fahrer da und meckerte in einer tour herum, dass die kisten noch nicht fertig sind. besonders richtung marion, die nebenan ja auch schon für zwei malochte. sie hatte 7000 stück, wie sollte sie das in der zeit schaffen?!? dieser mann ging mir so auf die nerven mit seiner hohen stimme, die unaufhörlich meckerte, dass ich irgendwann sagte: „entschuldigen sie, aber wenn Sie weiter so rummeckern, gehe ich nach hause, und sie können den scheiss hier alleine weiter machen. ich möchte das nicht hören, wir helfen hier aus und sind schon überfordert. wenn sie meckern wollen, gehen sie zum chef, aber hier bitte ruhe, wir müssen hier arbeiten.“ mein herz klopfte so stark und ich zitterte, dass ich dachte, im nächsten moment kriege ich ’nen herzinfarkt. so hab ich mich aufgeregt. ich traue mich ja normal nie, was zu sagen. war aber gut so, denn der mann war dann still. claudy hat gesprochen, uh. marion hatte mir später zugeraunt, dass sie das super fand. schön 🙂

das chaos wurde grösser und bald kamen weitere fahrer, die sich auch beschwerten, und dauernd auch noch sagten, sie können so volle kisten nicht stapeln und so weiter. es gab nicht mehr kisten, verdammt nochmal! adam gab uns gelbe von der post, die die damen und herren aber auch nicht mitnehmen wollten, warum auch immer. boah, mir schwindelte es schon bald vor stress. und brauchte was zu essen. wir versuchten, so gut es eben ging, unsere laune zu behalten, aber diese fahrer nervten einfach. die standen rum und machten natürlich allein dadurch schon druck. ich ging irgendwann zu adam und meinte, da sei so ein chaos und ob wir die scheiss kataloge nicht liegenlassen könnten für dienstag. die sind ja nicht so wichtig wie zeitungsabos. nein, die müssen heute noch alle weg … der hat ja keine ahnung!

wir wollten alle nach hause, aber es ging ja nicht. wenn man wenigstens orgentlich geld dafür bekäme, aber wir waren ja zu dritt und viel wird im vergleich für die stunden und arbeit nicht rumkommen, glaube ich.

naja, irgenwann kapierten wohl auch die abholer, dass wir nicht schneller konnten, und das gemecker wurde weniger. vielleicht hatte ihnen auch jemand erklärt, dass wir eben nicht mehr tun konnten und schon unser bestes gaben. ich hätte genauso gut sagen können, ich muss jetzt gehen, und hätte feierabend machen können, die beiden anderen mädels auch. aber man will den saftladen ja nicht hängenlassen.

auf der einen palette mit den katalogen sah ich irgendwann, dass der untere teil für das gebiet war, für das wir gar nicht zuständig waren … ja gott sei dank, wenigstens etwas weniger. und auch adam meinte irgendwann, wir machen jetzt schluss, da war nämlich noch ein wagen voller kataloge drüben.

was für ein chaos … aber wir konnten endlich nach hause gehen. nächste woche gibt es 100 reklamationen, da bin ich sicher. da waren doch bestimmt x packfehler drin, und etliches fehlt.

inzwischen war es 17:20 uhr, ich bekam einen schreck, als ich auf die uhr blickte. und ich war kaputt …

und nun bin ich total im arsch. abends bekam ich husten und ich war noch ganz erhitzt von dem stress und der kälte. und müde. trotzdem konnte ich kaum schlafen bisher, ich wachte xmal auf, musste mindestens 4 mal pipi, hatte so einen kratzigen hals, dass ich dauernd schlucken musste, und das tut verdammt weh. alle paar sekunden, ich bekam den schluckreflex nicht weg, und musste mir nachts salbeitee kochen und was essen, damit es wenigstens kurzfristig nicht so kratzt im hals. meine stimme ist jetzt total belegt und tief und kratzt, und das husten tut extrem weh. das war zuviel für mich. wann lerne ich endlich, meine grenzen zu ziehen? ich kann eben nicht so viele stunden gestresst arbeiten, schon gar nicht draussen in der kälte. ich habe meinen messeschnupfen noch gar nicht auskuriert, und jetzt das. bin gespannt, ob ich am dienstag arbeiten gehe. aber ich habe ja übers wochenende zeit, mich zu erholen …

inzwischen bin ich ganz froh, dass die bald dicht machen, denn der arbeitsplatz ist zwar so ganz nett, aber eben auch schlecht organisiert. gestern war so ein scheisstag.

die fahrer hatten sich übrigens später nochmal entschuldigt, dass sie vorher so rumgezetert haben. wenigstens etwas. von adam kam natürlich kein dankeschön. hm.

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