der amoklauf von münchen …

… hat auch bei meinem bruder spuren hinterlassen. er ist immer noch ganz schön fertig und sprach sogar mit einer psychologin von H&M, die allen mitarbeitern ein gespräch anbot. er denkt auch noch sehr häufig an die erlebnisse des tages. wir hatten heute telefoniert, und er erzählte nochmal etwas ausführlicher darüber. wie nah der täter tatsächlich war. viele seiner kollegen gehen bis heute nicht zur arbeit und haben sich krank schreiben lassen, weil sie das erlebte erst mal verarbeiten müssen. das ist schon heftig.

und mein bruder erzählte, dass er sogar in den berichten im tv zu sehen war. in diesem video von akte 2016, ab der 15. sekunde, also gleich zu beginn, sieht man ihn, wie er eine alte dame mit regenschirm stützt und sich panisch umsieht …

http://www.sat1.de/tv/akte/video/2016-angst-und-falschmeldungen-wenn-der-terror-eine-stadt-beherrscht-clip

das ist so krass. man sieht ihm die angst an. und noch heute erzählt er aufgeregt von dem vorfall. er wusste ja zu dem zeitpunkt nicht, dass es sich „nur“ um einen täter handelte und dachte, da sind noch mehr terroristen unterwegs, denn das war das, was er mitbekommen hatte, da es ja spekulationen zu einem terroranschlag gab.

seine gedanken drehen sich immer noch um diesen horrortag, aber er meint, er ist inzwischen auf dem weg der besserung, er könne sich schon wieder besser konzentrieren. er ist auch direkt wieder zur arbeit gegangen am dienstag, obwohl er auch zu hause hätte bleiben können. das durfte jeder mitarbeiter frei entscheiden.

ich hoffe, er verarbeitet das gut, er ist eh immer sehr angespannt und als ich das video sah, sah ich, wieviel angst er hatte …

Ein Gedanke zu “der amoklauf von münchen …

  1. Ui, noch bevor ich das Video angeklickt habe, hab ich mich an die Szene mit dem Mann und der Frau und dem Regenschirm erinnert, denn die kamen direkt hinter der Frau mit dem Baby – die Videos sind an dem Abend ja ungefähr 500 Mal gelaufen, ich habe glaube ich vier Stunden am Stück geguckt. Ich konnte mich vor allem an deinen Bruder (wobei ich ja nicht wusste, wer er ist) erinnern, weil ich irgendwie froh war, dass die Menschen sich in solch einer Situation eben stützen und helfen, auch wenn sie selbst große Angst haben – denn du hast recht, man sieht es ihm absolut an. Wie könnte man dabei auch gelassen bleiben?! Ich hoffe sehr, dass sich dein Bruder von diesem Schock bald wieder erholen kann. Gut, dass er das Angebot angenommen hat mit einer Psychologin zu sprechen, die helfen manchmal Wunder!

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