deutschland-pass-urlaub tag 3: wernigerode 16.08.15

nun aber weiter mit schöneren dingen 🙂

für den sonntag hatte ich irgendwie gar keinen plan. entweder war regen angesagt, oder es war schon zu spät für eine etwas entferntere fahrt. ich braucht dringend schlaf und erholung und hatte mir erst um 7:30 uhr den wecker gestellt. früh genug. für mich 😉

ich dachte mir, fährste einfach zum bahnhof und guckst, was so abfährt. und was noch zeitlich machbar ist. hm, viel war da nicht bei, was mich spontan ansprach. vieles war auch eher in der region. es gab einen zug nach lübeck über hamburg. druckte mir einen fahrplan nach scharbeutz aus. hoffentlich regnet es da nicht, das macht ja am strand keinen spass. als der zug kam, lief ich durch die beiden waggons, die 2. klasse-abteile hatten. alles voll … kein einziger sitzplatz mehr frei! mist. hatte neulich schon mit ach und krach einen platz bekommen. es ist urlaubszeit. tja, und nun? bis hamburg stehen? nee, keine lust, bin müde und kaputt. da der zug noch stand und die türen noch offen waren, stieg ich kurzerhand wieder aus. dann nehme ich eben einen anderen zug.

auf dem abfahrtsdisplay sah ich einen regionalzug nach bad harzburg. das klingt doch gut, das ist im harz und da isses doch schön! also flugs eingestiegen und losgetuckert.

eine station vorher hielten wir in goslar, und ich hörte die durchsage auf dem bahnsteig, ihre nächsten anschlussmöglichkeiten … ein zug nach halle, über wernigerode … wernigerode! da will ich doch unbedingt mal hin! ich springe noch schnell zur tür und will sie öffnen, aber zu spät. schade. naja, fährste halt bis zur endstation.

in bad harzburg angekommen, wusste ich nicht, wohin ich gehen soll. es gab zwar einen umgebungsplan, aber ich wurde daraus nicht schlau, wo das zentrum oder irgendwas sehenswertes ist. ich lief ein stück eine strasse runter, sah dann aber, dass die ewig lang ist, und ich war unsicher, ob ich da richtig laufe. und es war so leer, kaum menschen unterwegs. ich musste etwa 40 minuten warten, bis der nächste zug nach goslar kam. dort stieg ich dann um in den zug nach halle. ein sächselnder zugbegleiter sagte die haltestellen an. etwa eine halbe stunde später war ich da, das ging ja recht schnell. schon der ausblick aus dem zugfenster war vielversprechend 🙂

IMG_1068 schöne bahnhofshalle in bad harzburg

IMG_1070ganz schön neblig hier im harz

IMG_1073 ankunft in wernigerode

IMG_1074irgendwie wenig los …wo sind die denn alle?

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ich finde es ja immer aufregend im osten des landes … da isses irgendwie anders … ich mag die ehemalige DDR 🙂 ich fühle mich da auch immer sofort heimisch, kein bisschen fremd, was auch viel an den menschen liegt, man fühlt sich immer willkommen 🙂 und historische städte ziehen mich ja magisch an, ich weiss auch nicht, wieso. sind doch nur alte häuser … aber ich liebe es und kann mich immer kaum sattsehen an den gebäuden.

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IMG_1086 ehemaliges handwerkerhaus um 1580

IMG_1088was hilfft mich aber, licht und bril, wen ich di meyse nicht sehen wil

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IMG_1091schönes schloss da oben, ob ich da mal raufgehe?

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IMG_1094krellsche schmiede anno 1678

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IMG_1098krummelsches haus … ein meisterwerk

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IMG_1100hexen sind hier allgegenwärtig

IMG_1101 brunnen auf dem nicolaiplatz

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IMG_1105 kleine pause und falafel essen

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IMG_1110 café wien

IMG_1112am marktplatz

IMG_1117das rathaus

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IMG_1122 hübsche schule

IMG_1123st. silvestri-kirche

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IMG_1125am oberpfarrkirchhof

IMG_1126 ui, das ist ja ein schmaler durchgang!

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IMG_1129ich gehe nun aber echt mal zum schloss rauf

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IMG_1131ein rest der stadtmauer

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der weg zum schloss war furchtbar anstrengend. ich bin kaum hochgekommen und musste mehrmals pausieren. meine güte ist das anstrengend! ich dachte schon, ich bin ja total ungeübt, aber auch andere, fittere menschen, schlanke und männer pusteten und stöhnten. da war ich etwas beruhigt 😉 aber endlich war ich angekommen, und es ging durch ein tor.

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IMG_1136 weg zur festung

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IMG_1142 hihi, was macht die kanne da?

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IMG_1147 zur aussichtsplattform

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IMG_1152joa, die aussicht ist schön

IMG_1153 da hat sich der aufstieg doch gelohnt

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IMG_1159 IMG_1161noch einmal die aussicht von oben geniessen …

  IMG_1163 … und dann aber wieder runtergehen

IMG_1164will nämlich noch in den lustgarten

IMG_1165 hm, den hab ich mir aber anders vorgestellt

IMG_1168ist eigentlich nur ein park

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IMG_1171 vandalismus an einer verfallenden halle

IMG_1172ganz schön patriotisch (lag vor der halle)

IMG_1173knuffiger gartenschmuck

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IMG_1179hach, schön war es hier, vielleicht bald mal wieder!

wenn wernigerode schon so toll ist, wie geil wird dann erst quedlinburg sein? ich bin schon soooo gespannt!

aua

ich muss mal kurz was einwerfen zwischen meinen urlaubsberichten. was unangenehmes und äh … intimes. wem das zuviele informationen sind oder zu zart besaitet ist, liest besser nicht weiter 😉

gestern fing es an, zwischen den beinen wehzutun. eher hinten, also am popo. es wurde immer stärker, und ich dachte erst an hämmorrhoiden, obwohl ich nicht wüsste, warum, also es lief alles bestens auf dem lokus 😉 naja. und dann tastete ich mal nach, und da war ’ne ganz schöne beule am after. aua. die tut so höllisch weh. hab doktor google gefragt und denke, ich hab ’ne analthrombose. ist harmlos, aber diese schmerzen … ich weiss nicht, wie ich sitzen soll, liegen geht auch nicht schmerzfrei, vor allem, wenn ich mich auf die seite lege. ich hatte die letzten monate ja wenige male einen pickel an der schamlippe, eingewachsenes haar oder so, das war schon schmerzhaft … aber gegen das hier war das ja angenehm! was für eine blöde selle, mein gewicht drückt da die ganze zeit drauf beim sitzen, und wenn ich mich mal bewege oder aufstehe … ahhhh.

vielleicht hab ich zuviel im zug gesessen, obwohl ich schon wesentlich länger unterwegs war. oder die anstrengung zusätzlich, keine ahnung. soll von alleine wieder weggehen, aber das dauert manchmal tage, manchmal auch bis zu zwei wochen. ich hab doch aber meinen deutschland-pass und muss eigentlich morgen wieder los! ich weiss nur nicht, ob das förderlich ist für die genesung. und dann bin ich auch dauernd den ganzen tag auf achse und muss auf öffentliche toiletten gehen … bäh. und so’n ding kann auch aufplatzen, und dann hab ich wenig möglichkeiten, die wunde ordentlich zu säubern, wenn das unterwegs passiert. ist ja auch blöd. ich hoffe sehr, dass das nicht passiert, denn auch wenn der schmerz dann nachlässt, dauert es ja ein weilchen, bis das wieder verheilt ist.

gestern abend hatte ich mal propolis-gel draufgetupft, half aber bisher nichts. dann heute morgen penatencreme, und später noch ganz wenig kyttasalbe mit dem wattestäbchen, in der hoffnung, dass die schmerzen mal nachlassen. aber es war wohl zu wenig, hab da nichts bemerkt. mäh.

hoffentlich bildet sich dieser knubbel bald zurück, damit ich wieder besser laufen und sitzen und schlafen kann. wäre ja schön doof, wenn ich meinen pass vorerst nicht weiternutzen kann.

deutschland-pass-urlaub – tag 2: husum 15.08.15

am samstag war ich in husum. ursprüglich wollte ich nur bis hamburg fahren, weil das wetter nicht sehr vielversprechend aussah. ich dachte, wenn es regnet, gehe ich halt shoppen. auf der fahrt sah ich die ganze zeit eine geschlossene graue wolkendecke. als ich dann aber in hamburg ausstieg und einen anschlusszug nach westerland/sylt sah, nachguckte, wie lange es dauern würde bis nach husum, stieg ich spontan in den zug ein, zeitlich würde das noch sehr gut passen. denn husum stand eh auf meiner liste der städte, die ich sehen wollte. vielleicht lässt sich weiter oben im norden ja auch mal die sonne blicken?

die sonne kam tatsächlich noch raus, allerdings wurde ich am bahnhof zuerst mal mit einem regenschauer begrüsst. nach ein paar minuten überdachter wartezeit ging ich doch los. richtung hafen. den erreichte ich nach etwa 10 minuten, war also schnell da. auf dem platz standen buden und karussels – ah ja, ich hatte schon gelesen, dass die husumer hafentage im august stattfinden. so liefen auch einige leute dort herum, trotz des regens. der hörte aber auch bald auf, und ich machte mich auf in die hübschen gassen und strassen. vorher kaufte ich mir noch ein matjes-brötchen. fand ich aber nur semi-lecker. matjes ist wohl nicht so meins.

IMG_1015 moin moin in husum!

IMG_1017am hafen

IMG_1018 buchhandlung

IMG_1019ah, theodor storm kommt von hier

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am marktplatz

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„tine“ vor der st. marien-kirche

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dänisches softeis mit minzstreuseln

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netter laden mit skandinavischen dingen

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die kissen sind niedlich

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kunstwerk an hauswand

auf einer längeren strasse kam ich schliesslich zum schlosspark, in dem es schön ruhig war. auf einer parkbank, die ich erstmal trockenwischen musste, machte ich ein kurzes päuschen.

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wasserturm im schlosspark

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das schloss

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zurück im zentrum war ich überrascht über den wachsenden besucherandrang am hafenfest. das fest zog nachmittags immer mehr menschen an. die sonne liess sich auch mal wieder blicken. ich telefonierte noch kurz mit hasi und brach nach einem kleinen einkauf im sky-supermarkt (proviant) zum bahnhof auf. es war ein schöner tag in einer gemütlichen, sympathischen stadt 🙂

deutschland-pass-urlaub – tag 1: cuxhaven 14.08.15

donnerstag abend kam ich in hannover an. bis auf den ausfall der klimanalage im zug war die fahrt ok. meine mutter holte mich am bahnhof ab, was eigentlich nicht nötig ist, denn ich kenne mich ja bestens aus. aber meine mama nutzt jede minute aus, um mich zu sehen.

wir gingen direkt zu gosch, was essen. mama lud mich ein. wir hatten beide bratfisch mit rösti und salat. zum fisch gab’s remoulade und zu den röstitalern quark.

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hatte ich schon mal einen hannover-gullideckel fotografiert?

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und den hier? bähhh

an der marktkirche guckte ich noch in den bücherschrank – jippieh, meine hannoveraner bücherschränke, wie hab ich sie vermisst! hatte aber nichts gefunden. dann fuhren wir zu mama. in meinem alten zimmer machte ich mir meinen schlafplatz zurecht, die matratze, auf der hasi sonst immer schlief. dann öffnete ich noch ein paar wenige kartons von mir, weil ich ein regencape suchte. hab den leider nicht gefunden, und einen regenschirm wollte ich nicht mitschleppen auf meinen reisen.

ich ging dann auch zeitig ins bett. und es war tatsächlich ruhig. bis auf das räuspern meiner mutter in der küche. nachdem ich ihr zurief, sie möchte doch bitte in ihr zimmer gehen, musste ich mich erst an die schlafsituation gewöhnen. die matratze war ungewohnt, die gerüche zwar nicht fremd, aber auch anders als ich es jetzt habe … der druck, so früh aufstehen zu wollen und generelle aufregung, das alles machte es mir schwer, einzuschlafen. und dann fing auch noch mein mein magen/darm-trakt an zu zicken. ich bekomme ja ab und zu nachts probleme, ein ziehen im oberbauch. denke oft, es sind die gallensteine, aber wenn ich irgendwann auf der toilette war, vergeht dieser „schmerz“ nach einer weile wieder. meist passiert es, wenn ich zu schwere und üppige mahlzeiten gegessen habe, oder wenn ich zu lange vorm schlafengehen nichts mehr esse. was auch immer es ist, angenehm ist es nicht, denn ich kann damit nicht schlafen, wache sogar davon auf. so wälzte ich mich also im bett herum, bis ich endlich ruhe hatte. als der wecker um 7 uhr klingelte, kam ich mich trotz weniger stunden schlaf einigermassen gut aus dem bett. schnell gefrühstückt und fertig gemacht. zum bahnhof fuhr ich mit der s-bahn, der weg ist zwar länger, aber ich spare mir so das geld für ein u-bahn-ticket.

mein erstes ziel war cuxhaven. hauptsache küstennähe, denn überall sonst dauerte noch die hitzewelle an. leider hatte ich mir eine falsche verbindung bzw. den falschen tag notiert, am DB-automaten sah ich, dass mein zug gar nicht fuhr. ich nahm eine andere strecke, die zwar nur mit nahverkehrszügen über bremerhaven ging, aber ich kam genau so schnell an. kurz vor halb 12 war ich da.

die stadt an sich hat meiner meinung nach nicht so viel charme wie manch anderer kurort am meer. den weg zum strand fand ich eher unspektakülar. als nahe des hafens dann der leuchtturm in sicht war, freute ich mich aber wieder sehr auf den strand 🙂

IMG_0946 erste maritime eindrücke kurz hinterm bahnhof

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IMG_0949der weg zum strand

IMG_0950 ein paar hübsche häuser

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IMG_0952 ich bin am meer

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IMG_0955am hafen

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IMG_0957 keine echten, aber immerhin

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der weg war weit. ich lief erst mal den ganzen hafen entlang, es war nicht sonnig, aber ich weiss ja inzwischen, am wasser muss man sich eincremen, sonst erwartet einen ein sonnenbrand. ich lief und lief, vielleicht war es auch die ungeduld, endlich an den strand zu können … jedenfalls dauerte es eine weile, und die vielen radfahrer, die an mir vorbei radlten, machten es richtig. oder man nimmt die bimmelbahn, die da langfährt. aber ich lief tapfer weiter.

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tonnenschwer

IMG_0970ein fahrrad im häkelkleid – vom fahrradverleih

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endlich! aber zuerst nur der grünstrand, ich will ja noch weiter zum sandstrand

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perfekte temperaturen

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wer will denn hier schwimmen? ist ja doof (am grünstrand)

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möwen-anlegestelle

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hui, ein krebs ist angespült worden! und so ein grosser! schnell zurück ins wasser mit dir

dafür, dass es die nordsee ist, war das wasser erstaunlich ruhig. es gibt nur wenige wellen und kaum angespülte schätze.

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die bake

am ende des grünstrandes ging es endlich zum sandstrand. und da hiess es dann: eintritt zahlen. wirklich, die nennen es eintritt! also das hätte man auch netter umschreiben können. einfach kurtaxe oder sowas. aber „eintritt“ da vergeht es einem doch. eintritt zahlen für den strand … zzz. ich zahlte natürlich dennoch meine kurtaxe. 3€, aber hallo, ganz schön happig für cuxhaven. das kostet ja auf sylt weniger! naja, was soll’s.

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3€ für sand unter den füssen

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und im wasser laufen zu können

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poohchens strandkorb

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pooh ist glücklich

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sanfte wellen

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schön matschig im watt

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das meer geht schon zurück

ich bekam hunger, aber zuerst gab es nur ein restaurant, keinen imbiss. später fand ich dann doch noch einen „ausser haus“-verkauf, da stand dann extra auf einem schild, dass der verzehr auf den stühlen vom restaurant nicht gestattet sei. es gab keine sitzplätze für den imbiss. und ich musste mindestens 10 minuten auf meine pommes warten! wie geht das, dass man in einem imbiss, wo ständig kundschaft ansteht, keine pommes in wenigen minuten herstellen kann? oder ne bratwurst oder ein fischbrötchen … andere mussten ja genau so lange warten. die pommes waren total hart, kein wunder, so lange wie die in der fritteuse schwammen. aber der hunger treibt’s rein. am strand gibt es wenig alternativen.

ich lief noch eine weile im watt herum und liess die seele baumeln. als ich genug hatte, verliess ich den strand und wollte erst noch zum nächsten sandstrand in buhnen, aber ich stellte fest, dass ich immer noch in döse war. obwohl ich schon ewig unterwegs war. ich war nicht sicher, wie lange ich noch laufen müsste, und ich wollte noch was zu trinken kaufen, einen supermarkt finden, deshalb lief ich mal weg von der strandpromenade in die ferienwohnsiedlung. irgendwo müssen die leute doch einkaufen. ich hatte kaum noch was zu trinken in der thermosflasche. ich hatte absolut keine ahnung, wo ich langging, aber instinktiv lief ich richtig, denn als ich mich einer grösseren strasse näherte, sah ich auf der anderen strassenseite eine frau mit einkaufstrolley und klopapierpackung. aha, da muss also ein supermarkt sein! und richtig, um die ecke gab es aldi und einen getränkemarkt. dort holte ich mir wasser und eistee sowie einen muffin und ein käsebrötchen.

dann wollte ich richtung bushaltestelle gehen, ich hatte schon welche gesehen und suchte eine, konnte aber keine finden. der himmel zog sich schon etwas zu und ich wusste, es gibt bald regen. und dann fing es auch an. ich stellte mich an einem toilettenhäuschen unter. zum glück war der regen nicht stark, und ich riskierte es und ging weiter. ich lief dann richtung kurhaus, denn da wollte ich ursprünglich eh hin, weil da ein kleiner zoo ist. und die bushaltestelle.

im kurpark war ein bisschen was los, eine frau sang auf einer bühne schnulzen und die besucher sassen oder standen an einem der buden und tranken wein oder bier. ich entdeckte den zoo … ohje, was für eine enttäschung! und was für eine zumutung für die armen tiere. es gab ein gehege für ein paar wasservögel, dann einen minikäfig mit einem uhu drin, sittiche und papageienvögel, kleine äffchen und hasen, und das allerletzte war das pinguinbecken. wie lieblos gestaltet und wie klein… ich werde noch eine mail an die kurverwaltung schreiben, dass man doch die armen tiere nicht so halten sollte … an diesem „zoo“ hat wirklich niemand freude, und die tiere schon gar nicht. was soll der scheiss?

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dieses becken ist wirklich eine frechheit

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gelangweilt und lethargisch

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in dieses pissbecken wollen die bestimmt nicht

am kurpark gab es keine bushaltestelle mehr, jedenfalls sah die nicht aus, als ob da noch was hält. kein busfahrplan oder ähnliches. es war inzwischen sehr schwül bei 28°c und ich wollte nicht den ganzen weg wieder zu fuss zurücklatschen. aber ich musste! so ein mist. der grünstrand kam mir sooo lang vor, ich war schon total verschwitzt und kurz vorm hitzetod. und die fliegenden ameisen wirbelten um mich herum. wenigstens die aussicht auf’s meer war noch was, was ich kurz genoss. das watt sah bei dem wetter besonders schön aus.

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etwa auf halbem weg des grünstrandes konnte ich dann doch noch zu einer bushaltestelle gehen, und den rest bis zum bahnhof fuhr ich dann mit dem bus. ich wollte keinen schritt mehr gehen. den zug hatte ich dann auch noch erwischt, obwohl ich schon ein wenig bammel hattel, ihn zu verpassen. der tag war anstrengend, aber auch schön und interessant.

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lecker! käsekuchen-schoko-muffin (gekauft bei aldi, schon angeknabbert)

ticket to ride

deutschland pass

so, nun gibt’s kein zurück mehr, der pass ist gekauft! morgen geht’s looohooos … ich kann schon fast die seeluft schnuppern und die möwen hören 🙂

leider wird zwar das wetter wohl etwas regnerisch da oben, aber immer noch besser als brüllende hitze. werde wohl immer sehr spontan entscheiden, wohin die reise geht. für die kommenden tage habe ich mir  die nord- und ostsee vorgenommen.

montag bin ich dann wieder zurück, bis dahin ein schönes wochenende euch 🙂