eine führung durch die st. antony-hütte

hasi und ich haben uns nun eine ruhr.topcard gekauft. mit dieser karte hat man ein jahr lang in vielen museen, zoos und bei anderen freizeitattraktionen einmalig freien eintritt oder kommt zum halben preis hinein. kauft man die karte erst im april, bekommt man zudem noch kostenlos (statt zum halben preis) z.b. in den moviepark.

ruhrtopcard

ich habe mir schon einiges rausgesucht und hoffe, ich kann soviel wie möglich davon machen. der duisburger zoo steht ganz oben auf meiner liste, da will ich ganz bald hin, um endlich mal die koalas zu sehen 🙂

am sonntag haben wir die karte direkt mal eingeweiht, mit einem besuch der st. antony-hütte in oberhausen. hier startete 1757 die geschichte der eisen- und stahlindustrie im ruhrgebiet. die sehr freundlichen damen an der museeumskasse gaben uns ein kleine einführung zum museeum und gaben uns den tipp, eine führung für 2,50€ mitzumachen, in der herr gottlob julius jacobi persönlich erscheint und uns mitnimmt auf eine zeitreise in die epoche der eisen-industrialisierung.  wir kauften uns dafür dann auch karten, und haben es nicht bereut, denn sehr lebhaft erzählt und vorgetragen wie in einem theaterstück hat der werte herr das, oh ja! das hat wirklich spass gemacht, die 1,5 std. mitzumachen.

hüttendirektor jacobi

zuerst jedoch guckten wir uns die ausgrabungen der ehemaligen hütte gegenüber des fachwerkhauses (das museum) an, in dem jacobi auch wohnte.  auch 3D-demonstrationen auf monitoren zeigten, wie das damals alles aussah. sehr interessant.

nach einer halben stunde sammelten sich dann insgesamt 18 personen zur führung vor dem museum. eine frau vom personal führte uns hinters haus, zu einer statue von jacobi, der dann auch schon den weg herunterkam und sich mit einem taschentuch den imaginären schweiss von der stirm tupfte. und so begann die vorführung. er erzählte uns wie es damals hier aussah, am idyllisch gelegenen teich des elpenbachs, danach ging es ins museum, von raum zu raum ging es, wir lauschten gebannt den geschichten des herrn und durften stücke von dem hier damals findbaren raseneisenerz, kalkstein und holzkohle und schlacke vom kalkstein, die bei der produktion von eisen abfällt, anfassen. das war sehr lehrreich und auch sehr unterhaltsam erklärt.

IMG_0022das kontor- und wohnhaus von jacobi

IMG_0024die ausgrabungen der eisenhütte

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  IMG_0029ein grenzsstein

IMG_0034der teich hinterm haus

IMG_0036gottlob jacobi erzählt

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IMG_0039jacobi liest zum abschluss einen absatz aus einem goethe-gedicht

im anschluss konnten wir uns noch weitere fundstücke sowie fotos aus den produktionsstätten usw. anschauen.

IMG_0040kleidung aus dem haus der jacobis

IMG_0041tolle aussicht

IMG_0043inventar aus der wohnstube

IMG_0045fundstücke: schuhe

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IMG_0049konsumanstalt jacobi in osterfeld 1932

IMG_0052in den hallen der produktion

IMG_0055auch ein fund bei den ausgrabungen: eine alte pepsiflasche aus den 50er jahren

der besuch des museums war wirklich interessant, das war ein gelungener auftakt unserer ruhrpott-geschichten-expedition.  das wir rein zufällig den tag erwischt haben, wo die tolle führung stattfand, war echt super 🙂

2 Gedanken zu “eine führung durch die st. antony-hütte

  1. Ooooh, das wär auch was für mich gewesen. Wenn auch im Bollerwagen sitzend xD Viel laufen/stehen ist einfach langsam nicht mehr.
    Ich liebe es, alte Alltagsgegenstände, Kleidung etc. zu sehen. Auch wie man früher wohnte. Arbeitete. Eben der ganz normale Alltag.

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  2. @ brummelbrot:
    es gab dort diese klappsitze, die man in museen heutzutage öfters bekommt. darauf sassen fast alle frauen, ich auch *g* mir wäre die steherei sonst auch etwas lang geworden.

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