fernbeziehungen…

manchmal frage ich mich, wie beziehungsfähig ich bin… wieviel ich geben kann und/oder will… in bestimmten fühle ich mich total egoistisch, und es liegt immer am fehlenden geld… ich merke oft,  dass ich mir eine fernbeziehung im grunde nicht leisten kann 😦

was bin ich nun, beziehungsunfähig, egoistisch, weil ich einfach auch an meine bedürfnisse denken muss, und das, was mir bleibt, ist eh nicht viel… hat so eine beziehung überhaupt eine zukunft? wenn man eh unterschiedliche pläne, wünsche, ziele hat… wie kriegt man die unter einen hut? und wieviel bin ich bereit zu geben, opfern, aufgeben… ohne mich selbst zu verlieren? wie findet man da einen guten mittelweg… ich habe keine ahnung von beziehungen und wie sie auf dauer funktionieren können… wieviel veränderung müssen beide partner bereit sein, einzugehen? ich weiss es nicht.

würden wir in derselben stadt wohnen, wäre es wohl kein thema. aber eine fernbeziehung kostet eben auch, und diese geldknappheit nagt so schon an meinen nerven… ich mache mir ständig sorgen um meine finanzen, und meine beziehung lasse ich dadurch auch schleifen… ich fühle mich mies, traurig, schuldig, verunsichert… und auch unverstanden, dass ich mir dieses leben kaum leisten kann und durch die beziehung noch mehr unter diesem gelddruck stehe und eigentlich vernünftig sein sollte… aber ich fühle mich so eklig dabei, denn sollte ein beziehung nicht wichtiger sein als irgendwelche geldsorgen? :´(

aber mir ist eine unabhängigkeit eben auch wichtig, vielleicht sogar wichtiger… und ich habe angst, das ich das alles wieder verlieren könnte und dann ohne was dastehe… aber ohne schnuppi will ich auch nicht sein… das ist alles so doof.

tadaa…

heute aufgebaut:

kleiderschrank 001

kleiderschrank 002

die schranktüren werde ich vielleicht noch aufhübschen, und die griffe sind ja potthässlich, da gucke ich mal nach schöneren. ich freue mich schon auf’s einräumen.

mief mief

seit ich ein schlafzimmer habe, nehme ich immer wieder einen unangenehmen geruch wahr, von dem ich bisher nie wusste, woher er kommt. anfangs dachte ich, dass irgenein textil schlecht riecht, aber ich habe ja im grunde alles gewaschen, bevor ich hier einzog. der geruch hat was von alten socken. es müffelt einfach komisch.

als ich letzte nacht wieder mal wach wurde, auf klo ging und wieder ins zimmer zurückkam, dachte ich wieder: was ist das bloss??? und weil alles andere quasi auszuschliessen war, stiess ich endlich auf den übeltäter: meine matratze!

ach nee… seltsam, dass ich das bisher nie wahrgenommen habe, ob die matratze  erst seit kurzem so müffelt oder schon länger… jedenfalls ist das total blöd, denn mich stört dieser geruch total, ich bin doch so geruchsempfindlich…

die matratze reinigen geht ja nicht, also muss wohl echt so bald wie möglich eine neue her… toll, matratzen sind ja auch so günstig 😦  ich finde es sehr unangenehm und fühle mich unwohl dabei, in dem mief zu schlafen.

ich werde mich wohl mal umsehen müssen nach einer neuen erschwinglichen matratze, denn lange ertrage ich das nicht mehr. ich würde eigentlich gerne gleich ein breiteres bett kaufen wollen, in dem auch schnuppi mit schlafen kann, denn meine neue matratze lege ich sicher nicht auf den boden… aber woher nehmen, wenn nicht stehlen… kann ich bitte morgen im lotto gewinnen?

gereizt…

muss ich in zukunft immer um 21.30 uhr ins bett gehen, nur damit ich ausgeschlafen zur arbeit komme?

ich weiss nun, wieso ich jeden tag gegen viertel vor 6 wach werde. der wecker meiner nachbarn klingelt ca. halb 6 uhr. und der klingelt mindestens 20 minuten, bis die herrschaften mal wach sind. in einem weckton, der einer alarmanlage ähnelt…

ich brauche meine 8 stunden schlaf, sonst drehe ich durch… möchte schon wieder alles hinschmeissen 😦

zusaätzlich hat mich gegen 3 uhr nachts ein krampf im fuss geweckt. es ist zum kotzen, jeden tag um eine bestimmte uhrzeit zur arbeit gehen zu müssen…

3 monate können eine verdammt lange zeit werden… und danach?  ich werde es nie „lernen“, und müsste schwerhörig werden, um durchschlafen zu können. ich habe auf so ein leben einfach keinen bock!

wachsen und gedeihen

habe nun meinen dritten arbeitstag hinter mir. am montag durfte ich gleich als erstes salat im gewächshaus aussäen. meine anleiterin fragte mich, ob ich das schon mal gemacht habe, und anstatt  nein zu sagen, damit man es mir richtig erklärt, meinte ich wahrheitsgemäss „nur auf dem balkon“. so bekam ich so gut wie nichts erklärt, hier ist die giesskanne, hier sind die samen, mach! *gg*

tja, nun habe ich ja immerhin im kleinen rahmen erfahrung mit sämereien und pflanzen. ein richtiger garten ist natürlich was anderes. gewächshaus? was muss man da beachten? wieviel muss ich giessen? fragen über fragen… im gewächshaus war eine temperatur und luftfeuchtigkeit, da musste ich aufpassen, dass ich nicht irgendwann umkippe. ich triefte…

danach half ich meiner anleiterin, ein paar recht mickrige kleine rettiche aus einem der hochbeete zu ernten, wahrscheinlich eiszapfen. das beet haben wir dann komplett plattgemacht, da war allerhand unkraut drin. monika (meine anleiterin) meinte dann: „nimm mal die grabegabel und grab die erde um“. „äh, grabegabel? was’n das?“  ach, so ’ne art mistgabel, ok. damit muss man den boden kräftig umwälzen, bevor man wieder neues aussät. dafür benötigt man schon etwas kraft, sich durch die festgewordene erde zu graben und rauszuhebeln. klappte aber ganz gut. dann noch restliche pflanzteile und wurzeln aus der erde pulen und wieder schön ebnen. ein zweites hochbeet sollte ich dann auch noch komplett freimachen, da wucherten gefühlte hunderte von möhren nebst anderen pflanzen, und es war klar, dass da keine einzige möhre drinsteckt. die möhren hatte meine kollegin sarah wohl ausgesät… naja, mir war zu diesem zeitpunkt schon klar, dass hier wohl kein fachwissen verlangt und auch nicht gelehrt wird…

ich riss also die ganzen pflanzen aus dem beet und buddelte die erde um (mir kamen dabei irgendwie bilder vom grab ausschaufeln in den kopf..), und dann fragte ich sarah, was denn da nun reinkomme (die anleiterin war schon wieder verschwunden). sie wusste es selbst nicht und meinte, das sei wohl egal, es gäbe hier eh kein system… aha. ich suchte mir dann eine tüte radieschensamen aus, die ich dann sorgfältig mit hoffentlich genügend abstand in die erde streute. ich will es natürlich besser machen und nicht zu dicht säen, sonst gibt es wieder kein gemüse… ich bin so gespannt, ob die was werden!

die vier stunden waren dann auch schon um, und ich hatte feierabend. der erste tag war hiermit super gelaufen und hat spass gemacht. ich hatte schlimmeres erwartet. dass man mir gleich solche verantwortungsvollen aufgaben erteilt hat, hat mich gefreut. und dieses in der erde wühlen und umgraben und pflanzen hat auf mich ja immer eine fast meditative wirkung, sehr entspannend trotz anstrengung… viele hassen gartenarbeit ja, ich gehe da sehr drin auf 🙂

am zweiten tag habe ich noch zwei weitere beete freigemacht und bepflanzt, eins mit lauchzwiebeln, das andere halb mit mit lauch, halb mit rettich. dann habe ich noch unkraut aus den anderen umliegenden (hoch)beeten ausgezupft, da wachsen noch allerhand andere sachen wie tomaten, kohl, himbeeren und/oder  brombeeren, zitronenmelisse, salbei, wein, bohnen und so weiter. und die wege mal fegen… ich bekam noch sicherheitsbelehrungen vorgelesen, und monika hat mir noch einiges erklärt. die ist echt nett und human, sagt immer, ich solle langsam machen und ich könnte ruhig mal pause machen, obwohl ich ja gar keine pause habe bei vier stunden… ich finde sie sehr gut, hat nicht so einen typischen „ich bin hier der chef“-charakter und ist eher auf meiner wellenlänge, also sieht das alles eher locker. hat beide arme von oben bis unten tätowiert 🙂

nach dem zweiten tag war ich allerdings schon arg geschafft und da ich nicht so toll geschlafen hatte, war mir auf dem heimweg schon etwas weinerlich zumute… ich habe schon wieder schwarz gesehen, vor allem, weil es so heiss werden sollte und ich dachte, ich packe das nicht bis zum wochenende.. mir tat alles weh, ich hatte schmerzen beim laufen, mein rechter fuss hatte mir wohl die dicken schuhe übelgenommen… überhaupt, die arbeitsklamotten sind die hölle bei der hitze. ich lasse die treter nun immer im bauwagen und ziehe sie erst vor ort an, da kommt man drin um. ausserdem habe ich mir einen strohhut gekauft, um mich vor der brütenden sonne zu schützen. ich sehe sicher total beknackt aus, aber ist mir egal, besser als einen sonnenstich. ich sehe sowieso aus wie ein hummer (laut einer mitarbeiterin aus der verkaufsabteilung) im gesicht. wahrscheinlich war heute nicht mal mehr rot, sondern schon violett angelaufen…

heute war ich dank einiger stunden schlaf (hatte mich am nachmittag hingelegt und ab mitternacht auch wieder fast durchgeschlafen) zumindest meine nerven so weit im griff, dass ich stabil genug war, um den tag zu überstehen. zumindest bis mittag war es auch recht bewölkt und so besser zu ertragen, als ich befürchtet hatte. ich habe die ersten stunden damit verbracht, alles zu wässern. mit dem gartenschlauch. ich war diesmal ganz alleine, zwischendurch habe ich mal mit monika geredet, sie hat mir was über sich und ihre hunde erzählt und mich gefragt, was ich so gemacht habe. das konnte ich sogar ohne tränen beantworten, da ich sie ja sehr gerne mag. ich hab’s da wohl echt gut getroffen mit ihr 😉 sie meinte gestern auch schon, sie würde mir nicht empfehlen, in den verkaufsbereich zu gehen, die anleiterin wäre so schwierig und würde immer rummeckern… au weia, da wäre ich ja ganz schnell entmutigt…

ab mittag kam die sonne raus und es wurde unerträglich heiss… ich sollte noch die tomatenpflanzen etwas ausgeizen, das heisst, die seitentriebe entfernen. ich kenne das zwar von meinen balkon-tomaten, war mir aber nicht mehr sicher, ob ich das richtig in erinnerung habe (oder jemals richtig gemacht habe). monika meinte aber, ich solle ruhig machen, wenn die tomaten eingehen, egal. sie hat mir heute auch gesagt, sie habe mit pflanzen überhaupt nichts am hut und kenne sich auch kaum aus.  ich kann mich hier also austoben und selbst ausprobieren. ich werde mich also in den nächsten wochen wohl per internet schlau machen, wie man die gemüsesorten alle behandelt. ich wäre sehr enttäuscht von mir, wenn meine saat keine früchte tragen würde… wer weiss, vielleicht werde ich dort noch zum gartenprofi und kann mich dort richtig steigern… ich hoffe es!

die letzte stunde habe ich kaum ausgehalten, hatte wieder das gefühl, wenn ich nicht in den schatten gehe und mich ausruhe, kippe ich noch um… ich hab dann sogar mal meine schuhe ausgezogen, damit der hitzestau ein wenig weggeht. im gewächshaus hatte monika dann nochmal selbst hand an die tomaten gelegt und kam selber so ins schwitzen, dass sie auch verständnis dafür hatte, dass ich kaum noch was tun konnte. schon 10 vor 2 sagte sie, ich solle feierabend machen.

morgen ist wohl teambesprechung, davor habe ich bammel, aber ich hoffe, das wird nicht zu schwierig für mich. und dann warte ich auf das ersehnte wochenende, um mich von dieser hitze zu erholen… puh! ich bin hundemüde und mag kaum noch was machen nach der arbeit… einkaufen oder andere dinge… ich hoffe, das wird bald besser, und ich gewöhne mich daran. das wäre sonst kein guter dauerzustand. ein bischen leben muss man ja nach der abeit auch noch 😉