es brennt!

claudy macht sich eine kanne tee. der teepott steht wie immer auf dem teestövchen. wundert sich noch, warum es heute dauernd so „knistert“ (hab kein besseres wort dafür) unter der kanne. die kanne war wohl sehr heiss heute, denn kleine siedebläschen tanzen in der kanne direkt über der stelle, wo das teelicht sitzt. hat ja fast noch gekocht, der tee. die flamme ist normal… nach einer weile hört auch das „knistern“ fast komplett auf.

später. claudy sitzt am pc. der tisch mit der teekanne hinter ihr. sie chattet mit schoko.

plötzlich dreht sie sich um, weil es hinter ihr wieder stärker „knistert“. sieht entsetzt, das das teelicht, das fast alle ist, total gross brennt! claudy versucht, die flamme auszublasen. aber die flamme ist schon zu gross, es wird nur noch grösser davon. klar, sauerstoff + feuer= grösseres feuer.

claudy holt panisch ein metalltablett und stellt es auf das teestövchen. ersticken muss man die flamme… pustet von unten nochmal, aber das bringt auch gar nichts. ausser, dass auf dem tablett jetzt ein grosser russfleck ist.

ok, also löschen. claudy rennt in die küche, füllt einen messbecher mit wasser und – zisch – kippt es über die flamme. aus. leider bleibt auch eine kleine sauerei, weil da noch sachen auf dem tisch lagen…

musste irgendwie wieder an das gesellschafstspiel flash point: fire rescue denken *gg* als feuerwehrfrau wäre ich wohl nicht besonders gut geeignet…

teelichte sind sääährrr gefääährrrlich!

wohnen 2. klasse

die wohnungssuche gestaltet sich nicht gerade einfach. bisher hatten die vermieter immer was gegen hartz-4-empfänger oder jobcenter. doof. wenn es schon bei den kriterien, die ein mieter mitbringen muss, scheitert, wird das sicher recht aussichtslos. denn dann muss ich ja erst einmal glück haben, dass die wahl des vermieters auf mich fällt… hm.

neulich bekamen wir ja mit, dass bei uns im haus ’ne wohnung frei wurde. und ich hatte so gehofft, dass ich die kriege, denn das wäre ja perfekt gewesen, kein umzugsstress, alles einmal die treppe runtertragen und kein auto brauchen… ideal. leider gab es schon interessenten, und die wohnung war so gut wie vermietet. mein vermieter meinte zu meiner mutter, er würde sich melden, wenn was frei wird. ich hoffe ich warte nicht ewig auf seinen anruf…

unterdessen gucke ich halt nach anderen wohnungsangeboten. aber wie oben erwähnt kommt man als hartz-4-empfänger oft nicht gut an. ich bin sehr unsicher, ob man mir jemals eine wohnung geben wird. selbst, wenn ich dann einen job habe. denn bei den jobs, die ich so machen kann…

spiel ’12

am samstag waren schnuppi und ich auf der spielemesse in essen. ich war noch nie auf einer messe, deshalb hatte ich auch keine vorstellung davon, wie es dort zugehen kann. der andrang war gross, und das gedränge ebenso.

die tische, an denen man die spiele ausprobieren konnte, waren meist besetzt, aber wir konnten immerhin ein paar spiele testen. unter anderem das wissenspiel „bezzerwizzer“ und das kooperative spiel „flash point: fire rescue“. letzteres war schon sehr spannend, obwohl ich (als zugewiesener captain, haha) die vielen regeln noch nicht gleich im kopf hatte und nie so genau wusste, was ich tun sollte. zu diesem spiel hatten sich auch noch 3 junge männer aus österreich dazugesellt, wir spielten also zu fünft. das war ziemlich lustig mit den burschen. das spiel haben wir leider verloren, unser haus ist abgebrannt *lach*

abgesehen vom lärmpegel und davon, dass es so voll war, fand ich es sehr interessant und. nächstes mal gehen wir vielleicht besser schon am donnerstag oder freitag, dann ist es evtl. erträglicher.

am sonntag genossen wir noch den schönen warmen oktobertag mit einem kleinen spaziergang und einem besuch in der eisdiele:

 wat für eine sahnebombe! 
schnuppi hatte einen nugatbecher. auch lecker.

leider war am sonntag abend auch schon wieder rückfahrt angesagt, das schöne wochenende war mal wieder viel zu schnell rum.

beim arzt

tja, nun habe ich meinen ersten arzttermin seit meiner jugend hinter mir. habe recht unruhig geschlafen und tagsüber rumorte es in meinem magen, dass ich kaum was essen wollte. als mich meine mutter in der küche kurz bevor ich losgehen wollte ansprach, war ich gereizt und weinerlich, aber bin dann allein hingegangen. puh. ich war den ganzen weg über den tränen nahe, wollte sie aber wenigstens bis zum arztzimmer unterdrücken. leider hat es nicht ganz geklappt, denn als die sprechstundenhilfe bei der anmeldung nochmal nachfragte, warum ich hier sei, erkältung oder so, presste ich unter tränen und mit wackeliger stimme gerade eben noch ein „nein, wegen meiner psyche“ heraus. ob sie das überhaupt verstanden hat, weiss ich nicht, aber sie meinte gleich, ok, und munterte mich auf. bzw. versuchte sie es, indem sie betont fröhlich meinte, ich müsse leider noch einen moment warten, aber es lägen ja genug zeitschriften aus.

was mich kurz zum (inneren) lächeln brachte war, als ich auf dem tresen am empfang winnie pooh entdeckte… ich glaube, da stand diese spardose, oder etwas ähnliches. das hat mich zwar nicht vom weinen abgehalten, aber poochen macht glücklich, wenn auch nur für einen moment 🙂

tja und dann sass ich da und versuchte nicht zu heulen, es sassen ja noch mehr patienten im raum. versuchte mich abzulenken mit zeitschriften und es fiel wohl nicht weiter auf, dass ich weinte, oder es beachtete niemand.

schliesslich wurde ich aufgerufen und ins behandlungszimmer geführt. der arzt war ganz nett, aber ziemlich unter zeitdruck. als er mich nach meinem anliegen fragte und ich damit anfing, dass ich seit kurzem hartz-4 bekäme, beendete er meinen satz mit: „und das verkraften sie nicht so gut“ , weil ich ja wieder weinte. scherzkeks. natürlich finde ich das nicht gut. ich erklärte ihm dass ich den verdacht habe, unter einer sozialen phobie zu leiden. und er meinte auch recht schnell, dass ich da mal was gegen tun sollte. fragte mich noch ein paar dinge, die ich ihm beantwortete, und liess mich eigentlich nie richtig zu wort kommen. na gut, die haben es halt eilig. einerseits war das für mich ja gut, weil ich dann nicht soviel über mich erzählen musste. aber eigentlich fühlt man sich als patient ja ziemlich abgefertigt. naja, gibt noch mehr kranke auf dieser welt. ich nahm es ihm nicht wirklich übel.

als ich ein gesundheits-check ansprach, hat er mir gleich einen schein ausgefüllt und gemeint, ich solle mir dafür einen termin geben lassen bei der sprechstundenhilfe. und er gab mir einen überweisungsschein für einen therapeuten. fügte aber gleich hinzu, dass man da schon mal zwei jahre warten muss, um einen therapieplatz zu bekommen. er meinte, eine verhaltenstherapie wäre wahrscheinlich für mich das richtige. also eher keine analytische oder tiefenpychologische.

es ging eigentlich alles sehr schnell, die standen wie gesagt sehr unter zeitmangel.

tja, nun geht es dann wohl demnächst zu einem vorgespräch zu einem psychologen. vorab muss ich aber wohl abklären, was die aok mir bewilligt. das wird dan wohl eher wieder meine mutter erledigen, denn sowas kann ich (noch) nicht. immerhin bin ich da alleine hin, das ist ja mal wieder eine steigerung. und die nächsten job-center termine möchte ich in zukunft auch allein schaffen.

der gang war schwer, aber nun kann ich mich erst mal entspannen und das wochenende geniessen.

diagnose:

wow, eben stolperte ich beim stöbern auf wikipedia über psychische erkankungen über die anpassungstörung. als hobby-psychologe würde ich mir da nun selber die diagnose geben. ich hab schon so viel gelesen und konnte mich in den ganzen erkrankungen immer nur teilweise wiederfinden, aber diese ganzen symptome kommen mir doch sehr bekannt vor. und die ursachen dafür liegen ja auch nicht weit entfernt.das einzige, was mal wieder nicht zutrifft, ist die relativ kurze dauer dieser störung. bei mir zieht sich das ja schon jahre hin. aber vielleicht gibt es solche fälle ja auch.

ich sollte den arzt mal darauf ansprechen, vielleicht ist er ja dann der gleichen meinung.

heute ist übrigens mein termin.