super wochenende

das wochenende verspricht ja super zu werden. die nacht von donnerstag auf freitag ging es schon los: mein nerv im zahn klopfte in regelmässigen abständen an, um mich aus dem schlaf zu holen. tagsüber dann nichts und abends einmal für ein paar minuten am pc bekam ich schon mal einen kleinen vorgeschmack darauf, was mich die nächsten stunden, tage (oder wochen?) erwarten wird. die letzte nacht habe ich dann zwischen den schmerzintervallen, die sich so alle 1,5-2 stunden wiederholten, ein wenig schlaf zu finden. scheinen mehr im liegen stattzufinden, diese attacken. also aufstehen, aber was macht man wenn man müde ist? im sitzen schlafen?

da ich ja schmerzmittel á la asprin und co. verweigere, versuche ich mit nelkenpulver, pfefferminzöl und akupressur gegen diese scheissschmerzen anzukämpfen. schön dass ich überhaupt noch etwas empfinde, da weiss man wenigstens, dass man noch am leben ist. allerdings schwanke ich während dieser fiesen schmerzattacken immer zwischen dem wunsch auf ein wunder oder dem wunsch nach erlösung hin und her. in solchen momenten frage ich mich wirklich, wozu ich überhaupt noch lebe, und warum ich mir diesen dämlichen leidensweg, der sowieso in die hölle führt, überhaupt antue. ich werde sowiso nicht mehr glücklich, also wozu es noch lange herauszögern?

der einzige trost und halt, an dem ich mich klammere, ist mein pooh – ein 22cm grosses stofftier aus 100% polyester. der lächelt nämlich immer, und ich darf ihn knuddeln, wann immer ich will. (irgendwie erinnert mich das an den film „cast away“, in dem tom hanks auf einer einsamen insel strandet und sich mit einem volleyball seinen freund „wilson“ erschafft, der ihm trost spendet und mit dem er reden kann). so klage auch ich meinem pooh mein leid und hoffe inständig, dass sich diese verdammten schmerzen bald in luft auflösen.

ironischerweise muss ausgerechnet heute jemand im haus mit der bohrmaschine herumwerkeln. das hat was von einem wink mit dem zaunpfahl. zu dumm dass ich den job im gartencenter nicht bekommen habe, denn so wäre ich jetzt krankenversichert. zu schade, frau schade!

ein tolles wochenende steht bevor, juchu.

bücher und filme

gestern nacht habe ich ein neues buch angefangen: „das nilpferd“ von stephen fry. ich stehe auf seinen britischen und beissenden humor und freue mich auf meine nächtliche bettlektüre. schon das erste kapitel verspricht viel vergnügen.

„der talentierte mr. ripley“ habe ich fertig. und nun wirft sich mir mal wieder die frage auf, warum sich filme und drehbücher derart unterscheiden, wenn die filmemacher ein buch als vorlage nehmen und es doch wohl dann auch so toll finden, dass sie es verfilmen wollen… ich fand den film früher ja total super, aber nun, wo ich sehe, was alles geändert wurde, schwächt sich das irgendwie ab. das buch ist wirklich super und es gibt für mich keinen grund, die story abzuändern. im gegenteil, bei patricia highsmith ist die geschichte viel stimmiger. es lohnt sich also immer, das buch zu lesen, wenn man den film schon kennt, denn da gibt es oftmals deutliche abweichungen.

um gleich beim film zu bleiben, habe ich mir zuletzt shutter island, winter’s bone und black swan angeschaut. shutter island war gut, obwohl mich der slang etwas nervte. ansonsten geiler film. anfangs haben die mir zu viel gelabert, aber im laufe des films wird es richtig spannend.

viel schlimmer noch war aber der slang bei winter’s bone. warum können die amis nicht reden? dieses mundfaule pack. ich bin kein fan davon. und ich hasse diesen südstaatenslang. mal abgesehen davon aber ein sehenswertes drama, das von einer 17-jährigen handelt, die mit ihrer psychisch kranken mutter und ihren kleinen geschwistern in armut wohnt. sie macht sich auf die suche nach ihrem vater, denn das haus werde, wenn er nicht zu einem gerichtstermin erscheint, verpfändet… mit einem starken score vom ehemaligen tindersticks-mitglied dickon hinchliffe übrigens.

black swan fand ich entgegen vieler meinungen nicht gut. meine vorurteile wurden sogar noch übertroffen. liegt aber wohl auch einfach an der tatsache, dass ich frauen, wie sie in diesem film dargestellt werden, einfach nicht ausstehen kann. das macht mich aggressiv. schwache, dumme und sich (an männern) ausliefernde frauen – sowas regt mich auf, weil ich es nicht verstehen kann, warum sich eine frau sowas gefallen lässt. auch nicht, wenn man was erreichen will. dass das ganze dann eine komplette wendung nimmt, macht den film für mich nicht besser. ich finde den irgendwie blöd. aber ich weiss jetzt, warum so viele männer diesen „balletfilm“ gut finden *lach*

vielleicht mag ich auch einfach diesen bestimmten typen frau nicht. diese sorte der so hübschen, hilflosen, mit rehäuglein und zerbrechlichen typ frau, den mann unbedingt beschützen flachlegen will, die immer auf naives süsses mädchen machen.. deshalb mag ich ja auch keira knightly nicht mehr. ich mochte übrigens auch nie romy schneider, die alle so bewunderten, weil sie ja sooo ein schweres schicksal erlitten hat… der tante ging es doch gut, sie hatte keine armut erlitten, war erfolgreich, konnte sich ’ne menge männer angeln (und sorry, wer sich einen alain delon als freund nimmt, braucht sich nicht wundern, wenn er fremd geht) und hatte sicher ’ne menge spass im leben, ein kind von traurigkeit war sie jedenfalls nicht…

aber ich schweife ab. ich gucke jetzt auch lieber einen film. z.b. „men who stare at goats“, ich glaube, der ist gut.

eklig, aber menschlich

so nun was eher positives. ich habe endlich meine tage bekommen. noch nie habe ich mich so darüber gefreut, einen blutigen schritt zu haben. ich hoffe das war jetzt nur eine einmalige unregelmässigkeit, nicht dass da was nicht in ordnung ist.

mein schnuppen ist auch in der „schnodder“-phase, sprich, ich bin den ganzen tag dabei, die toten erreger in meinen rachen und nase loszuwerden. der auswurf war heute morgen noch grün und es tat sehr weh, den noch festsitzenden schleim rauszukriegen. war ganz heiser und brachte nur kratzige worte heraus.

ich frage mich gerade, was in den köpfen meiner leser vor sich geht, wen sie dies lesen, aber es belustigt mich. so isses eben, das leben. blutig, schleimig, scheisse!

zum glück…

… hatte ich noch keine glückwunschkarte vorbereitet

… gab es bei schlecker nur hässliche kitschkarten

… war die schlange bei der post so lang, dass ich nicht warten wollte, um die postleitzahl von gera zu erfragen

denn sonst hätte ich jetzt von unterwegs aus eine geburtstagskarte an den thekenmann verschickt. und mich hinterher wieder geärgert…

mir ist heute nur noch zum heulen zumute. morgen hat er geburtstag und ich bin wieder jenseits von gut und böse. zwischen trauer und wut und hass und enttäuschung und hoffnung und ablehnung und angst und…

dieses scheiss gefühl, ihm nicht schreiben zu können, weil ich weiss, dass er sich, wenn überhaupt, nur anstandshalber bedanken wird…

warum macht mich das so traurig, warum tut mir das so weh? was mache ich nur immer falsch, das sich die menschen nicht mit mir abgeben wollen? warum bin ich denn nicht liebenswert, verdammt???? warum sagen die menschen, dass sie mich gern haben, wenn sie es gar nicht tun? WARUM?????

ich trink jetzt ’nen schnaps. den, den ich letztes jahr von w. geschenkt bekommen habe. wird zeit, dass der alle wird. life sucks.

hätte ich bloss nicht…

die woche fängt ja gut an. bin schon wieder derart gereizt… seit gestern abend verschnupft, also eh schon genervt, bin ich eben aus dem haus, zum einkaufen gegangen. weil ich ja gerne ein wenig bewegung und sonne abkriegen will, entschliesse ich mich, vorher wenigstens eine runde um den see zu gehen. hinten auf der bank sehe ich marga sitzen. die mutter meiner ersten freundin aus der ersten klasse. wir wohnen quasi haus an haus (ein haus dazwischen). die kenne ich also seit 32 jahren. wir grüssen uns, ich sage zu ihr, sie geniesse wohl die sonne, sage ihr noch, dass ich verschnupft bin und mal eine runde drehen wollte, und stehe da wie ein trottel, weil ich merke, sie hat keine lust auf mehr als drei sekunden reden. nicht dass ich eine grosse rednerin wäre, wir reden ja immer nur ganz kurz, aber dann sagt man halt irgendwas, tschüss oder gute besserung vielleicht?
stattdessen guckt sie mich mit einem selbstgefälligen lächeln an und sagt nichts mehr. wartet wohl darauf dass ich weitergehe. wie ich menschen verachte…

wär ich doch lieber nicht um den see gegangen.

schnell zum netto geflüchtet, einkaufen macht ja viel mehr spass als sich mit menschen zu unterhalten. weil ich ja krank bin und ein paar vitamine und was frisches brauche, greife ich mir ein grosses netz orangen. zuhause angekommen pelle ich mir gleich eine ab, und sehe eine halb vertrocknete frucht vor mir. das fruchtfleich ist ganz hart und bäh, nee, weg damit. nehme ich halt eine andere. wieder so! toll, sowas esse ich nicht. da kauft man sich was gesundes und kriegt nur scheisse. genau wie der vergammelte rucolasalat, der es direkt in den müll geschafft hat, weil man ja vor lauter verzweiflung den letzten vom penny gekauft hat, in der hoffnung, der sei doch vielleicht noch okay… nun kann ich 2 kilo orangen wegwerfen, prima. dann esse ich halt schokolade, die ist wenigstens immer von guter qualität und schmeckt immer gleich gut…

da will man sich was gutes tun und dann sowas. man wird nur noch verarscht.