berlin teil 3 – potsdam

am sonntag war endlich wieder blauer himmel zu sehen, gegen 11 uhr vormittag kam die sonne raus. ich hatte die wahl zwischen dem zoo und potsdam. und ich entschied mich für potsdam. von spandau aus ist das ja sogar ganz praktisch.

mein erstes ziel in potsdam ist das schloss sanssouci. vorm bahnhof sieht man schon von weitem, wo der bus abfährt – dort wo die meisten menschen warten. der bus fährt direkt hin, praktisch. vorm schloss steht eine alte historische mühle, die ich mir von innen ansehe. die aussicht ist nicht ganz so schön wie ich es mir erhofft habe, aber es ist ja auch kein leuchtturm.

das schloss mit den bekannten weinterrassen und die schmucke parkanlage drumherum sehen sehr hübsch aus. den grossen park mit seinen anderen sehenswürdigkeiten sehe ich mir nicht an, weil man da sicher einen halben tag drin verbringen kann, und ich nicht abschätzen kann, wie lange ich dafür brauche. beim nächsten mal, und wenn es wärmer ist, aber ganz bestimmt.

auf halbem weg zurück zum bahnhof, mit der gleichen buslinie, steige ich an der alleestrasse aus und sehe mir die russische holzhauskolonie alexandrowka an, sehr hübsche häuschen sind das.

dann fahre ich weiter zum nauener tor und schlendere durch das holländishe viertel. die typischen häuser, kleine cafés, gallerien und geschäfte laden zum bummeln ein. die ganze stadt ist eher gemütlich an diesem sonntag nachmittag. wer ruhe vom trubel in berlin braucht, wird sicher ab und zu nach potsdam kommen. in der altstadt und der fussgängerzone kann man auch sonntags in kleinen lädchen stöbern, und an einem teeladen komme ich nicht vorbei, ohne meine nase in diverse teedosen zu stecken und zu schnuppern. meine wahl fiel auf den tulsitee mit orange-ingwer. nebenan befindet sich die shoppingtruhe, ein wunderbarer laden voller nippes und geschenkartikel, sogar eine ritterrüstung kann man hier kaufen. ein tipp für leute, die was besonderes suchen.

am brandenburger tor endet mein potsdam-tag, ich fahre zum bahnhof und zurück nach spandau. wollte mich eigentlich noch mit matthias treffen, aber der hatte sich nicht gemeldet. lars hatte ihn sogar online im forum gesehen, aber er hat nicht reagiert. und als ich lars dann auch nicht erreichte von unterwegs, fiel unser kneipenabend halt aus. hab es doch glatt geschafft, während meines berlinaufenthalts nicht einmal abends wegzugehen. dabei ist das doch pflicht in dieser stadt, die niemals schläft… naja, vielleicht nächstes mal. man braucht eh jahre, um die stadt einigermassen kennenzulernen. und ich habe vor, wiederzukommen.

in der bahnhofshalle potsdam herbstelt es…

und halloween ist auch bald

brunnen am schloss sanssouci


die historische mühle

schlossmusik


prunkvolle pavillions

das schloss

in diesem prachtbau gab…

sicher keine sorgen

eine der zahlreichen statuen

„kopfschmuck“

schlossteich

viele touristen

blumen

outdoor-badewanne

auf der mühle

pooh, hörst du die mühlenblätter im wind?

sonnenblume

an der russischen kolonie…

alexandrowka

romantische verzierungen

matroschka

da würde ich glatt einziehen

russisch

im hofladen…

wird selbstgemachte apfelmarmelade verkauft

im apfelgarten

wie aus alter zeit

nauener tor

malerische fassaden…

gibt es im holländischen viertel zu sehen

grün

backstein

stattliche häuser in potsdams altstadt

mit liebe zum detail

fussgängerzone

süsse vogelhäuschen suchen ein zuhause

die grüne familie

mann im mond?



viele interessante sachen…

von oben bis unten voller krimskrams

uriges und…

niedliches…

gibt es in der shoppingtruhe

am brandenburger tor

spingbrunnen

meine zeit in berlin ist leider schon vorbei

tschüss, berlin, bis zum nächsten mal!

rosa wolke II

jetzt weiss ich, wieso er auf meiner seite war und nichts gesagt hat. kam heute doch glatt ’ne weitergeleitete nachricht von w. via j. bei mir an… und erst dachte ich: nanu, was soll denn das jetzt? wieso schreibt er mir denn nicht direkt? ich sah dann vorsichtshalber in meinen einstellungen nach, und sah, dass mir nur freunde schreiben können… na jetzt ist ja alles klar. hat er sich also doch bedankt. immerhin. dachte schon, er traut sich nicht mehr. von ihm kam ja diesmal keine karte aus seinem urlaub, oder er war wieder in polen, und sie kommt erst in drei wochen an, wie letztes mal… nee, glaub ich eher nicht.

ich darf jetzt nicht erwarten, dass wir wieder mehr kontakt haben werden. aber das wird schon nicht passieren, der abstand ist ja nach wie vor da. aber ich kann jetzt wieder besser schlafen.

berlin teil 2

das wetter ist heute beschissen. als ich aus dem haus gehe, regnet es schon, und es wird den ganzen tag nicht mehr aufhören. wäre es nur wärmer, aber beides zusammen ist einfach nur pfui. mit regenschirm bewappnet mache ich meine kleine museumstour. mein erstes ziel heute ist das gruselkabinett im bunker am anhalter bahnhof. gruselig ist schon der bunker an sich, ich hab noch nie einen von innen gesehen. es ist stickig und müffelt komisch, ein sehr deprimierender ort, keine fenster, kein sonnenlicht… an den wänden der meisten räume gibt es zeitdokumente aus der bunkerzeit, die zu lesen einem einen guten eindruck verschaffen, wie der bunkeralltag aussah. schlimme berichte sind das teilweise. allein die vorstellung, dass dort 12000 menschen untergebracht wurden…

ganz unten gibt es einen ganz kleinen hörspielraum. dort hört man zwei leute sich unterhalten, die gerade im bunker sind. und dazu die geräuschkulisse, die von oben kam… da wird einem schon ganz anders, und es läuft einem kalt den rücken runter bei der vorstellung, dass über einem gerade bomben fallen.

im erdgeschoss befindet sich die „medizinische“ abteilung. gut, medizinisch im weitesten sinne, denn im grunde sind dort nur räume mit gruselpuppen, die halt irgendwelche szenen nachstellen, z.b. die pest oder die bluttransfusion mit einem lamm. der raum mit den mittelaterlichen foltergegeständen war sehr interessant. wer sich gerne gruselt, wird seine freude haben, mir hat das gefallen.

im obergeschoss steht vor der tür ein typ. er sagt: „allein hier?“ und „sie sind aber mutig!“ der will mir angst machen… und er macht einem auch angst, sein wissendes und unheimliches lächeln… er erklärt mir den rundgang und erwähnt noch, ich solle immer weitergehen… immer weitergehen? wieso??? gut, ich weiss ungefähr, was auf mich zukommt, hab mich ja bereits informiert, und höre aus dem raum schon die schreie der mädels, hehe… mit leicht wackeligen knien laufe ich also durch den raum, denn es ist sehr dunkel und man weiss ja nicht genau, was auf einen zukommt… die geister nämlich, die urplötzlich wie aus dem nichts neben dir stehen und dich erschrecken. was für ein spass! witzig vor allem, wenn man merkt, huch, der verfolgt dich ja! und einmal war ich nicht ganz sicher, wo es langgeht, da zeigte mir der geist mit einer typischen armbewegung den weg, wie geil… das ist schon was anderes als eine geisterbahnfahrt, wo man sicher in einem wagen sitzt, denn hier muss man ja selber laufen… hihi. ich fand’s super. ein echt netter nervenkitzel-spass. ich habe mich köstlich amüsiert.

düster ist auch nach wie vor das wetter, die wolken hängen tief und es will nicht aufhören zu regnen… ich mache einen kleinen spaziergang am reichstagsufer, zur museumsinsel und richtung reichstag, aber irgendwann wird es mir zu nass, und ich steige in die buslinie 100. am alexanderplatz (mal wieder) suche ich das DDR-museum. dort geht es zu wie auf dem rummeplatz, es ist total überlaufen, schade, so kann man das nicht so recht geniessen. ich finde das museum auch nicht ganz so interessant wie ich es mir erhofft hatte. hätte gern einen ossi dabeigehabt, der mir zu den vielen DDR-sachen seine persönlichen geschichten erzählt. in einem trabi sass ich eh schon mal, da wollte ich nicht extra warten, bis ich mich da mal reinsetzen darf. dafür hab ich mich in die staatskarosse von honecker gesetzt.

als ich aus dem museum wieder rauskomme, ist es bereits dunkel. und ich bin müde. auf dem weg zur u-bahn sehe ich noch den fernsehturm in wechselndem farbspiel leuchten, denn zur zeit findet gerade das festival of lights in berlin satt. wahrzeichen und andere objekte werden für knapp 2 wochen beleuchtet. leider habe ich ausser dem turm nichts mehr davon mitbekommen, ich war abends einfach zu platt um noch herumzufahren oder laufen. maybe next year…

anhalter bahnhof

was davon übrigblieb (rückansicht)

jetzt bin ich aber gespannt…

begrüsst wird man von diesen netten hochzeitspaar

düstere atmosphäre im bunker

beklemmend

die waren sicher heiss begehrt…

*schluck*

ein alter koffer, ein stuhl, ein spiegel, ein telefon, ein notfallschrank

guillotine

poch poch poch… wer klopft denn da?

am reichstagsufer

auf der spree schippern ist bestimmt schön

rathaus

berliner dom

abendstimmung im feucht-kalten berlin

laterne

trabi im DDR-muesum

eine schublade aus der „kindheit“

putzi-zahncreme und kinderseife

für die jungen pioniere

ratgeber für die junge ehefrau und den jungen ehemann

green

to be continued…

rosa wolke

ich schwebe heute auf einer flauschigen, tuffigen rosa wolke. also seit gestern nacht schon. warum?
mein spatzl hat einen blick auf meine myspace-seite riskiert. ich hatte ihm eine karte aus berlin geschickt, wahrscheinlich deshalb. das kann sich keiner vorstellen, wie schön das für mich ist. das ist, als ob man nach langer zeit den film wieder angestellt hätte. irgendwas ist wieder angesprungen in mir drin. ja, meine gefühle… und das ist so schön! ich hab den ja immer noch lieb, aber das macht auch nichts, nichts fühlen ist doof. der kleine funke hoffnung, dass wir uns irgendwann mal wieder sprechen, lesen oder sehen werden… mehr brauch ich im moment nicht.