wien

das wochenende in münchen war viel zu kurz, um sich zu erholen, am montag war ich immer noch platt. nach dem eklat in hamburg wollte ich ja eigentlich gar nicht mehr mit nach wien, aber mein ärger verfliegt ja meist doch viel zu schnell, und ich wollte die jungs dann auch nicht hängen lasssen. die brauchen mich nämlich. also ging es am montag mittag nach wien. war 1988 mal dort und hatte kaum eine erinnerung daran. eine sehr schöne stadt mit vielen riesigen prachtbauten. das konzert war auch gut, das hostel war sehr komfortabel, fast schon ein hotel, die heizung funktionierte und die matratzen waren bequem! hatten leider nur iene kurze nacht, weil mein bruder nachts auf die idee kam, zum prater zu fahren, weil das riesenrad ja dann schon beleuchtet ist… so ein schmarrn. wäre lieber so schnell wie möglich ins bett, weil wir schon um 10 uhr auschecken mussten. um 4 ins bett, um halb 9 waren die ersten wach, und ich brauche ja auch immer ’ne weile zum einschlafen… also mehr als 2 stunden schlaf hatte ich wohl nicht, und ich fühlte mich wie ein zombie… dabei hatte micha diesmal nur wenig geschnarcht.

beim stadtrundgang war ich auf einmal nicht mehr diejenige, die hinten ging, sondern eher die schnellste… so wurde aus dem wien-besuch wenigstens kein ärgernis.

als es anfing zu tröpfeln, sind wir dann auch wieder zum auto und wieder zurück nach münchen gefahren. ich war auch froh, in mein bett fallen zu können. hätte ich weniger probleme beim schlafen, würde das ja alles mehr spass machen. ich bin halt doch ’ne prinzessin auf der erbse.

auf dem weg nach österreich

der frühling ist da, die wisen sind grün!

bruder und schwester

mein bruder auf dem weg ins café carina

hey, dein t-shirt ist so cool, darf ich das mal fotografieren? – ja, aber bitte ohne gesicht!

und dafür sind wir jetzt mitten in der nacht durch wien gefahren?

3 hunde, 1englische telefonzelle

urige strassenbahn

das hundertwasser-haus

flanieren in der fussgängerzone

die hofburg

ähm, wie hiess das gleich wieder?

fussgeher… so heisst das also in wien

da wär noch a fiaker frei!

was für ein scheiss leben

an der oberen alten donau

gibt’s auch kleine schiffchen

und sogar ’nen leuchtturm!

ausblick vom steg

auf einem rastplatz

die tour in bildern

und hier noch ein paar wenige fotos. leider kam ich kaum dazu, bilder zu machen.

walk of fame auf der reeperbahn

u-bahn-schild in hamburg

vorm club in harburg

das hing bei just music an der wand des alten bunkers

auf der raststätte

obligatorischer gang zum besten imbiss in berlin (halb 3 uhr nachts)

potsdam, neues palais

quer durch deutschland – tag 2 & 3

nach hamburg ging es wieder in den süden, nach erlangen. keine aufregende stadt, aber der gig fand im e-werk statt, und da wird ein auftritt immer gut. so war es dann auch, super sound, power, viele leute anwesend… was will man mehr. und zum essen gab’s auch was feines. übernachtet haben wir bei alex, da habe ich auf der couch gepennt, die zwar etwas kurz und schmal, aber ansonsten ganz okay war. und frieren musste ich dort auch nicht.

danach ging es nach berlin. darauf hatte ich mich am meisten gefreut, weil ich dort besuch aus der laut.bar erwartete. der laden war schon echt abgefuckt, ein uralter klapperkasten mit geschichte. dort haben damals wohl schon einige heute sehr bekannte bands gespielt. mein bruder meinte ja, es würde gut besucht werden, weil das konzert unter einem partymotto lief. der erste gast setze sich an den tresen, ich guckte noch zu ihm hin, und er guckte zurück, und ich dachte kurz, ob das matthias ist? aber dann drehte er sich wieder um und ich dachte, nee, der kommt doch bestimmt mit lars zusammen. nach ein paar minuten kam er aber zu uns uns fragte, ob wir von der band seien. und wer denn das gurkenbrötchen sei. da war mir alles klar. wir haben uns dann an die theke gesetzt und und unterhalten. ist schon komisch, wenn man kein bild hatte von einem, mit dem an sich über’s internet austauscht… ich hab ihn mir auch ganz anders vorgestellt. nicht so freakig. er wirkt immer so ernst und erwachsen in der .bar… er fragte dann auch nach meiner musik, und warum ich denn nicht auch spiele… hab gemeint, mich wollte wohl niemand dabeihaben und lachte… da fing er an, laut duch den club zu den jungs zu sagen: „warum?“ und wieder: „warum?“ ich musste so lachen, denn die anderen wussten ja gar nicht, worum es ging, und guckten nur verstört. das ging noch ein paar mal so weiter, bis ich meinte, er solle sich mal benehmen… ich glaube er war schon ganz schön hacke… und irgendwie war er ganz hin und weg von mir, hat mich immer wieder umarmt und rumgeflötet, dass er mich ja auch unbedingt treffen wollte usw. als er mal auf’s klo ging, ging ich zu den anderen und mein bruder meinte: „was hast du uns denn da angeschleppt?“ LAAAAACH!

war schon anstrengend, weil er dauernd wollte, dass ich mit ihm tanze beim gig. ich hab mich geweigert, schliesslich gehöre ich zur crew und würde niemals da rumhopsen! ausserdem wollte ich den gig in ruhe angucken und hören, und er hat irgendwie gar nicht richtig zugehört, hat aber totzdem dauernd gegrölt und auch mal getanzt. verrückter kerl… naja irgendwann hab ich nachgegeben, weil es mich nervte, dieses drängeln, und hab mich wenigstens vor die bühne gestellt und kurz so getan, als ob ich tanzen wolle. dann kam auch noch so ne etwas ältere frau, die wohl auch schon einen sitzen hatte, nahm meine arme und wedelte damit hin und her… oh gott… sie sagte zu mir, ich solle mich doch trauen, und mich locker machen, versuchte mich zum tanzen zu bewegen. ich hab nur noch gelacht. sie sagte sogar, ich sei so eine schöne frau… haha! man hatte uns ja vorgewarnt, dass da seltsame typen ein- und ausgehen… und nicht zuviel versprochen. ich hab mich dann erstmal auf’s klo geflüchtet und dann wieder hingesetzt. und matthias guckte mich dauernd an, während ich versuchte, ihn zu ignorieren und den gig anzugucken. und dann nannte er mich dauernd „zicke“, weil ich nicht tanzen wollte. war ziemlich abgedreht alles, aber irgendwie lustig. schade nur dass lars nicht gekommen war, ich habe bis zuletzt gehofft, dass er noch kommt… hab später seine entschuldigung-mail gelesen, er konnte leider nicht kommen.

schade dass so wenig publikum dort war, der auftritt war toll. immerhin hat es den paar leutchen gefallen, und der veranstalter war begeistert. die dürfen auch wiederkommen. ach ja, matthias ist dann mal kurz „geld am automaten holen“ gewesen und kam nicht wieder *lach* äh, der muss mich ja umwerfend gefunden haben… naja er hat sich entschuldigt, aber irgendwie komisch ist das schon.

die nacht im hostel war wenig erholsam für mich, micha hat die ganze nacht geschnarcht und das bett war total unbequem. um 7 uhr morgens standen dann die anderen fünf leute, die mit im zimmer waren, auf, und machten einen höllenlärm. etwas mehr rücksichtnahme halte ich schon für höflich. so bekam ich wieder nur kurze schlafphasen. ausserdem war mir schon wieder kalt. und während die anderen dann noch in berlin herumliefen, blieb ich im auto, legte mich auf die hinterbank (oder eher 3 sitze, leider keine durchgehende sitzreihe) und versuche etwas zu schlafen. das klappte sogar, trotz sehr unbequemer lage. immerhin war es warm im auto, denn die sonne schien. wieviel ich geschlafen habe weiss ich nicht, kann eine halbe stunde oder sogar 1,5 stunden gewesen sein. jedenfalls wunderte ich mich, dass die anderen, als ich gerade wieder wach war, schon wiederkamen.
wir sind dann noch nach potsdam gefahren, ich wollte mal das schloss angucken und so… die fahrt dauerte erstmal ewig bis dahin, und als wir dort am schlosspark ankamen, hätten wir noch 1,5 km zu fuss zum schloss gehen müssen, das wollte natürlich niemand (ausser mir).

tja, und dann ging es erstmal wieder nach münchen. und ich freute mich auf mein bett. mein warmes kuschliges bett.

quer durch deutschland – tag 1: hamburg

bin wieder da. bis morgen, dann geht’s nach wien. bin noch ziemlich müde, habe 4 nächte nur wenig geschlafen.

hamburg war im grunde ein disaster. die hinfahrt war ja noch in ordnung, und der abend auch, obwohl die hunde nicht sehr gut waren, der laden zwar ganz nett, aber eben nicht ganz die richtige location war und demensprechend auch die falschen leute anwesend. viele waren auch nicht anwesend. schade drum.

nach dem einpacken und noch längerem quaken mit 2 anwesenden hamburgern sind wir ins hostel gefahren. dort war das fenster noch gekippt, und es war arschkalt im zimmer… und die heizung liess sich nicht andrehen! verdammt…

wir sind dann noch mal los, es war schon halb 2 oder so, auf den kiez. die anderen wollten sich die nutten anschauen. also los und auf die reeperbahn nachts um halb 2 (das ist nicht verkehrt, das liegt nur an der zeitumstellung). und dann war es wie immer so, dass alle rannten wie die blöden, und ich hinterherdackeln musste. mein bruder läuft wirklich schnell, als ob jemand hinter ihn her ist. und alle anderen passen sich dem tempo an. bloss ich nicht. weil ich es nicht kann und nicht will. und ich lief die meiste zeit etwa 15 meter hinter ihnen allein. wie mies kann man sich da fühlen… ich war buchstäblich das 5. rad am wagen, die anderen 4 vor mir. ich wurde immer wütender und bekam so schlechte laune, dass ich innerlich kochte. ich verstehe nicht, wie man sich so verhalten kann. und es hat keinen interessiert, keiner hat was gesagt oder den vorschlag gemacht, langsamer zu gehen…. wie egoistisch kann man sein?

also lief ich quasi alleine mitten in der nacht vorbei an den nutten und bars. bis auf einen schwarzen hat mich aber niemand angequatscht, das hat mich gewundert, bin wohl zu fett. ich hab’s mir fast gewünscht, belästigt zu werden, damit die anderen endlich aufhören, so zu rennen.
aber nichts dergleichen geschah. die rannten einfach weiter. bestimmt ’ne dreiviertel stunde oder länger. ist ja nicht so, dass man sich als frau besonders wohl fühlt, wenn man nachts an sex-shops mit riesendildos und anderen sextoys im schaufenster vorbeigeht. also alleine. und die ganzen typen, die da rumlaufen, und im grunde nix anderes wollen als ficken. aber die fresse, die ich gezogen habe, hat wohl abgeschreckt. vor einer pommesbude, in der wir uns noch was zu essen geholt haben, stand ich dann auch alleine, die anderen waren noch drinnen. und da fragte mich so ein kaputter besoffener freak, ob ich in ordnung sei, und als ich sgte „nein“, meinte er: „schlechte laune?“ sogar ein fremder merkt, was los ist, und meine tollen begleiter nicht… traurig. beziehungsweise, gemerkt haben sie wohl schon was, aber nichts gesagt… kommt auf dasselbe heraus.

zurück im hostel hab ich, wenn man mich was fragte, nur patzig und einsilbig geantwortet, musste mit meinen tränen kämpfen. alex hat mir sogar meinen schlafsack aus dem auto gebracht, was ja nett war, aber ich war einfach zu stinkig… habe mein haare gewaschen (scheiss raucherkneipen) und meine zähne geputzt und bin ins bett. in dieses arschkalte bett. sogar auf dem gang draussen war es wärmer. hab schon überlegt, ob ich nicht einfach die matratze dorthin schleppe, aber dann wäre niemand mehr durchgekommen.

lange dauerte es nicht, bis ich so frierte, das meine zähne schon klapperten. ich zog mir noch ein paar socken an, hatte also 2 paar socken an, ein nachthemd, eine lange unterhose, ein langes shirt über dem nachthemd und eine wollmütze auf. dann die sehr dünne decke drüber und mein schlafsack auch noch. und irgendwann bekam ich fast einen wadenkrampf, weil die matratze so kalt war. hab erstmal mein bein warm massiert und überlegt, was ich jetzt tun soll. hab mich richtig in den schlafsack gepackt, reissverschluss zu und die decke drüber. so wurde es einigermassen warm. ich wäre vielleicht sogar eingeschlafen, wenn micha nicht so geschnarcht hätte… also packte ich meinen mp3-player aus und lag noch sehr lange wach, bis ich irgendwann mal einnickte. ich träumte irgendwann davon, dass die heizung wieder geht, da war mir auch wärmer geworden. viel geschlafen habe ich nicht, und wir mussten um 11 uhr auschecken.

ich brauchte dann dringend frühstück, und die anderen waren schon unten. alex, micha und eva sassen in einem cafe, da setzte ich mich dann dazu, aber essen wollte ich da nichts, war mir zu teuer. mein bruder stand noch unter der dusche. mit den anderen kam ich wieder gut klar, hab mich mit ihnen unterhalten und mich dann aber auf die suche nach etwas essbarem zum frühstück gemacht. fand einen ziemlich trockenen doughnut und ging wieder richtung cafe. an der ecke sah ich meinen bruder am van stehen und ging zu ihm. er fragte, wo sie anderen seien, er warte schon so lange. und dann fingen wir zum streiten an, aber wie. ich musste den ganzen ärger von gestern loswerden. als er fragte, warum ich die ganze zeit so patzig sei, fing ich an, ihn anzukotzen, dass es ja wohl kein wunder sei, nachdem was letzte nacht war. und wie ich mich denn fühlen soll, wenn man mich nicht beachtet und ich hinter ihnen herlaufen muss. und dass man gemeinsam unterwegs ist und ich nicht wie eine, die man nicht kennt, behandelt werden will. dass es keinen spass mit ihnen mache. und das meine letzte tour gewesen sei, und in zukunft könne er auch seine e-mails selber beantworten. und als er meinte, ich hätte ja auch alleine rumlaufen können, sagte ich ihm, wie er sich das vorstelle, wenn ich nachts alleine auf dem kiez laufen würde. aber ich hätte mir dann vielleicht wenigstens 50 euro verdienen können… ich habe ihm vor lauter hass meine doughnutreste entgegengespuckt. klingt witzig, war aber echt eine schlimme szene. die menschen auf der strasse haben schon verwirrt geguckt, was da abgeht. und ich schäme mich dafür, dass ich so ausgerastet bin, aber ich hab mich echt wie ein stück scheisse gefühlt. mein bruder tut so, als ob er es nicht kapiert. was sind das bloss für zombies, die in der welt herumlaufen, haben die keinen anstand und keine gefühle? so eine egoistische welt…

ich ging dann wieder ins café und tat so, als ob nichts gewesen wäre. lachte mit den anderen und dann wollten wir auch schon los. ich hab noch 2 karten geschrieben, eine an mama und eine an… ach ihr wisst schon, an wen, oder? *lach*

die jungs haben mir hamburg total verdorben… aber ich fand es trotzdem wunderschön, wieder dort zu sein, wenn auch nur ganz kurz. es ist nach wie vor meine lieblingstadt in deutschland. wie gerne würde ich dort leben… ich mag die stadt und die menschen.

tschüssikowski

muss ja nochmal kurz tschüss sagen… die tour geht morgen los! morgen geht’s nach hamburg, jippieh! endlich wieder in meine deutsche lieblingstadt. viel werden wir zwar wohl nicht sehen, aber egal, mal wieder hamburger luft schnuppern… danach geht es wieder in den süden, nach erlangen. und dann nach berlin. am samstag abend kommen wir wieder kurz nach münchen und am montag geht es dann weiter nach wien.

ich freue mich schon auf 4 tage müdigkeit… aber ich freu mich drauf. vielleicht gehe ich in wien in den zoo, da gibt es nämlich koalas!

hoffentlich stehe ich das durch, ein paar tage ohne internet… w. schenkt mir zur zeit so viel aufmerksamkeit, das ist so schön. ich nehm das schöne gefühl mit auf die reise, ja…

habt ’ne tolle restwoche und bis bald!