dieser beitrag stinkt

ich gehe wieder mit schlechten gefühlen ins neue jahr. mit hassgefühlen, traurigen gefühlen, enttäuschung… wie es halt so ist bei mir. ich frag mich warum ich überhaupt noch mit menschen kommuniziere. ich geb’s auf. ich mag mich nicht ständig rechtfertigen müssen. ich laufe wieder mal leuten nach, die sich nicht für mich interessieren, sehe nicht, wer mich wirklich mag, und mache sowieso immer alles verkehrt. es ist wirklich schwer, sich im leben die wichtigen dinge und wirklich wichtigen menschen rauszupicken, und ihnen meine ganz aufmerksamkeit zu geben, die sie verdienen. ich weiss einfach nicht, wem ich meine zeit und meine liebe und meine aufmerksamkeit schenken soll. ich habe immer wieder das gefühl, ich gebe sie den falschen menschen. und lasse andere vielleicht ungewollt links liegen oder schenke ihnen zu wenig von mir. ich glaube ich gebe sie immer leuten, die sich kaum für mich interessieren. oder die mich im stillen scheisse finden. ich kann nicht in die herzen oder in die köpfe hineingucken. ich mag die menschen zu schnell und bemerkte oft nicht, dass es nur belanglose bekanntschaften sind, die aus langeweile oder neugier entstehen. manche erzählen mir sogar ihre lebensgeschichte, oder sonstige imtime dinge. und ich denke dann immer, diese leute müssen mich echt gern haben. aber dem ist nicht so. ich bin nur zufällig an ort und stelle, und sie hatten sonst keinen, der zuhörte.

ich bin ein austauschbares ventil, und sie lassen ihre stinkenden abgase an mir aus. und wenn die luft dann wieder rein ist, leben sie glücklich und zufrieden mit ihren liebsten, und ich bin passé.

so fühle ich mich manchmal. wie ein benutztes, und dann abgestelltes etwas. wie etwas, was man dringend braucht, dann aber wegwerfen will. ich bin der akute freund, der zuhört, wenn er gebraucht wird. ich wäre aber gerne chronisch.

es tut mir leid, wenn ich dir, wer auch immer du sein magst, nicht die hand reiche, nicht oft genug mit dir rede oder dir (genug) aufmerksamkeit schenke, aber ich weiss nicht, ob du es ehrlich meinst. ich habe zuviel angst davor, dass ich wieder nur für akute seelenunfälle herhalten soll. oder für die einsamen stunden, wenn das telefon besetzt ist, oder die phase, in der dich niemand anguckt und du dir von einer wie mir bestätigung suchst. wenn gerade dunkle wolken über deinen beziehungshimmel ziehen oder sonst irgendwie leere in einem leben herrscht. ich bin nicht dazu da, dein leben auszufüllen für ein paar stunden, tage, wochen oder monate.

ich wünschte, solche menschen würden für immer von mir fernbleiben. aber ich wäre dann wohl noch einsamer, fürchte ich.

und ausserdem bin ich nicht einsam, nicht wirklich. wenn ich musik höre, fühle ich mich geborgen. so etwas wird mir keine menschenseele geben können. ich muss also keine angst haben, wenn ich irgendwann gar keine kontakte mehr habe. ich mag menschen eh am liebsten umhüllt von tönen. die welt wirkt viel schöner, wenn man mit walkman durch die strassen läuft und die menschen ansieht, während man gerade seine lieblingsmusik hört.

ich weiss nicht, wie ich diesen beitrag beenden soll. der auslöser für meinen irrsinn liegt woanders. aber dieser auslöser ist so wichtig wie ein pups. deshalb erwähne ich ihn auch nicht. ich mag keine pupser. die stinken. pupsen soll aber erleichterung schaffen, deshalb pupse ich halt auch meinen blog voll. es war wirklich akut, der pups musste raus! macht mal das fenster auf, zum lüften.

ich hasse silvester. ich bekomme jährlich depressionen an diesem horrortag. ich hasse böller, raketen und co., ich hasse sekt, champagner und prosecco, ich hasse die gute laune und das feiern , saufen und tanzen und sich gegenseitig in die arme fallen, um sich ein „frohes neues“ zu wünschen. lieber würde ich einen stall ausmisten, als diese scheisse mitzumachen. ich muss natürlich meiner mama zuliebe so tun als ob ich das okay finde. ich stosse mit whiskey an, fresse chips, lachs auf baguette mit kapern obendrauf, garnelen mit dip, vielleicht sogar rollmöpse (so viele tote tiere), eier mit remoulade, salzgurken und silberzwiebeln. meine mutter macht grosse augen, wenn das feuerwerk losgeht, und glotzt aus dem fenster, während mir die enten am see leid tun und ich an die armen tiere, die todesängste ausstehen, denke. die armen viecher…

ich kann mich nicht freuen. und ich werde traurig sein, wie jedes jahr. und in gedanken bei jemandem sein, dem ich nichts bedeute und der nicht an mich denken wird.

okay, wer diesen äusserst negativen blogeintrag bis zu ende gelesen hat, hat es wirklich verdient, dass ich ihm ein frohes neues jahr wünsche. und das tu ich gerne, denn vielleicht gibt es da draussen ja doch noch ein paar, die mich irgendwie… mögen. also, rutscht gut, und habt ein tolles 2010.

eure grantlerin

2 Gedanken zu “dieser beitrag stinkt

  1. Ich hab zu Ende gelesen.. Ich wünsche dir, dass du im neuen Jahr nicht so viele Enttäuschungen erleben musst.. drück dich..

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