confident

da bin ich wieder. es war alles sch…

nein, es war in ordnung. also gut, glaube ich. hatte wieder umsonst die hosen voll, aber vielleicht brauche ich das auch…

als ich da ankam, hat die band gerade soundcheck gemacht. einer der kanadier kam sogar zu mir sagte hallo, ich nahm an, dass es der tourmanager war. er bedankte sich schon für’s spielen, nett.
ich stand etwas hilflos herum und schnappte mir ein paar zeitschriften, setzte mich neben dem „tourmanager“ und blätterte nervös in den magazinen. puh, die band war echt gut, das hatte ich zwar schon auf myspace gehört, aber live ist es dann nochmal was anderes. ich dachte nur, was soll das bloss werden? ich kann ja GAR nichts gegen die…

nach dem soundcheck kam dann noch die violinistin, stellte sich vor und fragte nach meinem namen, und fragte mich, ob es okay ist, wenn sie das zeug da auf der bühne lassen. ich war ganz froh, dass die dann gingen, weil ich beim soundcheck immer so furchtbar nervös bin, das ist schlimmer als der gig selber. auch nach zig gigs habe ich mich nicht daran gewöhnt.

tja und dann sass ich da und wartete erstmal eine stunde. das warten ist immer doof, wenn man allein ist. man hat niemanden zum reden und starrt löcher in die wände. und die nervösität geht immer wieder rauf und runter. mal wird man wieder entspannter, mal steigt der adrenalinspiegel wieder gewaltig. kurz vor halb neun kam mein bruder. übrigens mal wieder der einzige, der wegen mir kam. ich wusste es.

bin dann auch bald auf die bühne und hab angefangen. lief sogar ganz gut, also kein disaster, paar mal hab ich mich verspielt und bei einem song, den ich lange nicht gespielt hatte, hab ich irgendwann den song verhauen, die akkorde verwechselt und einfach improvisiert, was zwar keine katastrophe war, also harmonisch war es okay, bloss hatte der halt keine struktur mehr. mein bruder meinte hinterher, der song war ein highlight, der war super *lach* ansonsten lief es ganz gut, und wenn ich mal kurz sentimental werden wollte, hab ich das im nächsten moment wieder unterdrückt. hatte mich also unter kontrolle, immerhin. applaudiert wurde auch fleissig, also muss es wohl in ordnung gewesen sein. es waren sogar einige leute da, nicht sehr viele, aber genug.

nach dem auftritt kam einer der band und lobte meinen auftritt. und als ich sagte, dass ich ja ein paar fehler gemacht habe, sagte er, das mache gar nichts, es sei super gewesen. mein bruder fand es auch sehr gut, er hatte wenig auszusetzen.

dann fingen die kanadier an, war sehr sehr schön, klasse band. mit geige, cello, glockenspiel, banjo, trompete (leider nur einmal am ende des sets, ich liebe ja trompeten), und die sängerin hat ’ne tolle stimme, erinnerte mich sehr an tanya donnelly (belly, throwing muses).

danach habe ich nochmal viel lob bekommen, die violonistin hat mich gefragt, wie ich das mache, mit gitarre und gesang gleichzeitig, und sie meinte, ich wirke sehr „confident“ auf der bühne. ich erklärte ihr, wie nervös ich immer sei, und dass ich fast sterbe vor aufregung. das scheint man nicht zu bemerken. gut, heute war ich recht ruhig, die beine haben etwas gezittert, aber sonst fühlte ich mich ganz wohl. sie sagte auch meine stimme ist sehr schön und als ich meinte „i’m not good at the guitar“ meinte sie, nein, ich spiele doch gut… so etwas von so einer guten musikerin zu hören ist natürlich toll. und die anderen fanden es auch alle toll. vom publikum kam niemand auf mich zu, aber der band hat’s gefallen. das macht mich schon ein wenig stolz. vielleicht wohne ich im falschen land, das denke ich mir oft. gibt ja auch so wenig bands die diese art von musik machen hier. und ich wurde sicher mal wieder nur gefragt, ob ich supporten will, weil es in münchen einfach keine passende band gibt. genau wie bei den ghost bees vor ein paar monaten. kein wunder, dass ich keine band habe, denn sowas was ich machen will, will hier niemand machen. ich hätte aber gerne ein paar musiker, das würde meine musik enorm aufpeppen. cellisten, geiger, bläser… irgendsowas wäre genial.

jedenfalls war es ein gelungener abend. und ich bin froh, das alles geklappt hat. vielleicht sollte ich doch noch weiter musik machen. ICH HAB’S GEWUSST!!! *lach*

3 Gedanken zu “confident

  1. Na siehste 🙂 War doch gut.. Ich habs doch gewusst. Und wenn die von der anderen Band sogar zu dir kam und gesagt hat es war gut, dann war es auch gut 😉

  2. @ exhausted: hm, wie schreib ich dir jetzt die myspaceadresse, ohne dass dann jeder… ist aber wirklich nichts besonders, ziemlich depri und sehr minimalistisch, würde ich sagen ;)@ ily:hach… ja, weiss auch nicht, warum ich mir dauernd so'n kopp mache…manchmal ist sowas auch nur 'ne höflichkeitsfloskel, aber sie haben es ja echt mehrmals gesagt, und es klang wirklich ehrlich von denen. umso mehr wundert und freut es mich 🙂

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