sorgen

nun bin ich etwa 24 stunden hier und bemerke natürlich einige dinge, die wild thing betreffen. ich finde ihren zustand nicht gut. sie läuft, wenn sie nicht gerade schläft, unruhig in der wohnung herum, kauert im waschbecken und auf den hinterläufen ist sie schwach, ein wunder, dass sie doch immer die kraft findet, da raufzuspringen. manchmal wankt sie ein bischen beim laufen. das ist doch nicht in ordnung so? für meine begriffe ist sie sehr krank. und dann diese schmerzlaute…

nun hat sie auch gemerkt dass ich zu zaghaft bin, was ihre medizin anbelangt. als ich ihr heute dieses pilzzeug ins maul spritzen wollte, was gestern noch so einfach ging, hat sie sich heute mit krallen und zähnen gewehrt. ich hab kurz zuvor gemerkt dass ihr herz sehr schnell geht, das hat mich sehr beunruhigt. keine ahnung ob sie das schon länger hat, aber ich denke sie hatte herzrasen… so lansam schleicht sich wieder diese panik ein, die ich das letzte mal hatte. ich könnte heulen, aus mitleid und wut darüber, dass ich damit konfrontiert werde und nicht helfen kann. dass menschen alles versuchen, um ihr haustier möglichst lange leben (und leiden) zu lassen. das macht mich wütend. klar will niemand dass ein lebewesen stirbt. aber wenn ein organismus nicht mehr funktioniert, muss man denn mit allen mitteln das leben aufrecht erhalten? ich bin der meinung, wenn es vorbei ist, ist es vorbei. ich bin gegen medikamentöse aufrechterhaltung von leben, das ist doch nicht natürlich. als rainer und ich am mittwoch nochmal mit wild thing unten auf dem hof waren, lief sie zwar kurz in der gegend herum, dann aber kauerte sie sich unter ein gebüsch. und von selber wäre sie wohl nicht mehr mit nach oben gekommen, rainer hat sie getragen. finde ich jetzt nicht gerade lebensfroh, diese anzeichen.

ich glaube, ich werde nicht mehr auf wild thing aufpassen. für anfang oktober hatte mich dana schon gefragt, aber ich hab sagte ihr schon dass ich ab 3.10. auf tour bin und auch die zwei tage vorher eher ruhe brauche, um mich auf meinen gig zu konzentrieren. ich würde ja keinen klaren gedanken mehr fassen, wenn sie dann noch lebt. ich glaube nicht, dass sie es noch lange macht. vielleicht irre ich mich, denn manchmal wirkt sie wieder ganz fidel und fit. aber wenn man den ganzen tag beobachtet, sieht man, dass es ihr nicht so gut geht wie es manchmal scheint.

ich bin froh wenn endlich sonntag ist und ich die verantwortung wieder den beiden besitzern übertragen kann. das belastet mich zu sehr. heute abend gehe ich mit simon was trinken und bin froh über die ablenkung. vielleicht hab ich auch nur wieder zu wenig geschlafen, 5 stunden und schon bin ich wieder ein nervenwrack… vielleicht übertreibe ich, aber vielleicht auch nicht. ich sehe dieses häufchen haut und knochen und sie will kaum fressen, paar bissen und dann geht sie weg. kein appetit mehr.

sie hat sich schon sehr verändert. war ich letztes mal noch genervt darüber, dass sie sich zu jeder zeit auf meinem schoss legen will, mache ich mir nun gedanken darüber, dass das gar nicht mehr der fall ist. sie legt sich einfach neben mich. sie war immer so anhänglich früher, und das ist jetzt komplett weg.

ich mache es jetzt so wie die katzen und lege mich  noch ein bischen hin, bin müde.

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