ausmisten

könnte ich zur zeit wieder. was man da alles findet. z.b im freenet-adressbuch. da habe ich adressen gefunden von leuten, von denen ich gar nicht mehr weiss, wer das ist. oder eine alte bekannte, der sich meine damals beste freundin mehr gewidmet hatte als mir. war sozusagen meine konkurrentin, und irgendwann hatten die beiden wohl auch mal trouble, und da kam sie dann zu mir. wahrscheinlich wollte sie nur ein paar informationen haben, wie meine freundin so tickt. naja wir haben uns dann einmal getroffen und dann noch 2-3 mails geschrieben, das war’s dann auch. ich gerate immer an solche leute. die mich nur kontaktieren, weil ich mit x oder y befreundet bin. oder die zumindest den eindruck haben, ich wäre ein freundin. ich bin aber keine auskunft.

und genausowenig mag ich „freunde“, die sich nur deshalb mit mir abgeben weil sie gerade langeweile haben, keine anderen freunde haben oder sonstigen blöden gründen. in der schule war ich immer aussenseiter, weil ich schon pummelig war, sozialhilfeempfänger-kind, sprich, nur billige klamotten anhatte und total asozial rumlief. ausserdem war ich ja schüchtern und immer freundlich, während andere schon ziemlich durchtrieben und hinterhältig waren. ich war immer hilfsbereit und lieb, also langweilig.
als ich mit 14 jahren anfing, autogramme zu sammeln und jeden tag irgendwelche stars traf, war ich auf einmal interessant für diese leute. wurde umringt, wenn ich den klassenkameraden meine fotos und unterschriften zeigte. diese aufmerksamkeit bekam ich nur, weil ich ja diese „unerreichbaren“ stars getroffen hatte, und so war ich auf einmal was besonderes. natürlich nur deswegen, sie mochten mich nicht weil ich ich war.

jetzt wo ich selber musik mache, kommt es oft vor, dass mich die menschen nur ansprechen, weil ich musik mache. boah cool ich kenne eine, die konzerte gibt… ihr könnt euch nicht vorstellen wie sehr mich das ankotzt. ich glaube deshalb bin ich auch so faul geworden. was musik machen angeht. ich hab es satt, dass das der einzige grund ist, warum jemand mit mir redet. und hätte ich einen tollen und gutbezahlten job, ich würde allen erzählen, dass ich klos putze, damit sich ja niemand etwas darauf einbildet, was er für eine tolle freundin hat.

ich wünschte, ich könnte in die köpfe der menschen blicken, die ich kenne. ich weiss nie, wer es eigentlich ehrlich mit mir meint. aber was weiss man schon… das leben ist ein seiltanz. aber manchmal könnte ich alle meine kontakte abbrechen, nur um zu sehen, wer von diesen freunden denn ein echter freund ist? darf man das überhaupt hinterfragen? das wäre ein vertrauensbruch. aber wenn man doch merkt, dass die leute kein ehrliches interesse mehr zeigen, was macht man dann? es stumm hinnehmen?

äh, ich drifte von thema ab. eigentlich ging es doch um leute, die nur aus grund x oder y mit mir reden. und wie ich das verabscheue. und dass ich diese kontakte immer gleich ausmisten sollte, sobald das klar ist. am ende denken diese leute sogar schlecht über einen, und man denkt die sind nett und mag die… schreckliche vorstellung. aber ich nehme das wohl alles viel zu ernst. bekanntschaften kommen und gehen, so ist das eben. ich sollte das alles mehr als spiel sehen. das problem ist nur, ich spiele nicht gerne mit menschen. jegliche verbindung, egal wie kurz oder lang sie sein mag, hat entscheidende konsequenzen. man speichert jede positve oder negative begegnung, und daraus ergibt sich dann ein gesamtbild. und ich sammle ungern negative ereignisse. deshalb bin ich wohl auch so ein eremit.

aber bevor ich wieder missverstanden werde: ich mag nette bekanntschaften und freunde. wenn sie es ehrlich meinen.

heisse nacht

nachdem ich diese nacht beinahe eine dummheit begangen habe, mir es aber dann gerade noch rechtzeitig anders überlegt habe, gehe ich nun zu bett. der schlafrhythmus passt ja ganz gut, weil ich morgen zum bücherflohmarkt will, und der fängt um 9 uhr an, da bin ich ja dann noch fit.

auf jeden fall bin ich heilfroh, dass ich widerstehen konnte, denn was ich letzte nacht vorhatte war wirklich übel. wie tief kann man eigentlich sinken? noch billiger geht’s ja wohl kaum. aber diese nacht ist überstanden, und die akute gefahr, mich komplett zum vollidioten zu machen, ist vorerst vorbei.

ich werde jetzt erstmal den schönen tag verpennen und wohl erst wieder aufstehen, wenn die sonne schon untereght. geniesst die sonne, falls sie bei euch scheint, das wochenende naht 🙂

schwein im magen

mails ausmisten sollte man nie tun. beim durchgucken entdeckt man doch immer wieder nachrichten, die man eigentlich nicht mehr lesen möchte. die beiden letzten mails von m. zum beispiel. und ich hab sie durchgelesen, und mein magen wurde schön durchblutet, als hätte ich gerade ein schwein gefressen (das wort schwein in diesem zusammenhang passt ja super, wuahhh)

aber interessant nach dieser zeit zu spüren was diese mails noch in mir auslösen. naja ist nie schön solche dinge gesagt zu bekommen. dass er nie wieder usw., ach das habe ich ja alles schon x-mal erzählt. schlimm ist dieser zwiespalt, in dem ich jedesmal stecke, wenn ich mich an seine worte erinnere. sind die dinge, die gesagt werden, auch immer wirklich das, was sie aussagen? ist es wirklich so einfach? ich glaube, das leben ist vielschichtiger als das, was man sieht, hört oder liest.

aber ja, ich lebe in meiner traumwelt, und ich bin froh darüber. ihr da draussen schüttelt nur mit dem kopf, fürchte ich. aber in büchern oder filmen gibt es auch zig solcher geschichten. da darf geliebt werden, hoffnungslos wird dort geliebt und gehofft, und manchmal ist das warten nicht mal umsonst… würden sich alle an die realität halten, gäbe es solche geschichten gar nicht. dann bin ich eben ein phantast. mir gefällt das. mein leben wäre so öde wenn ich meine träume nicht hätte. und jeder träumt von irgendwas oder irgendwem. wer das nicht tut, tut mir leid.

und wem es nicht gefällt, oder mich für verrückt hält, dem sag ich nur:

schneller lesen, besser verstehen

ich habe mir vorgenommen, jeden sonntag eine neues buch anzufangen. so habe ich den druck, schneller zu lesen. ich versuche mich zu steigern, denn erst kürzlich habe ich mich mit dem thema schnelllesen befasst. und dass das sogar besser ist, weil man viel mehr kapieren und behalten soll von dem, was man liest. bei der menge an büchern muss ich auch mal schneller werden, denn sonst lese ich in 5 jahren noch die bücher, die ich letztes jahr gekauft habe. irgendwo stand, nicholas sparks liest im jahr etwa 140 bücher. wie kriegt der das hin? der muss ja auch schreiben. aber der liest wahrscheinlich quer oder so. möchte ich auch können.

zuletzt habe ich von john saul „zeit des grauens“ gelesen. wenige kennen diesen autor, er wird oft mit stephen king verglichen, und wahrscheinlich gilt er eher als eine art abklatsch kings. ich habe saul als teenie schon gerne gelesen, seine romane wecken immer diese schöne unbehagliche atmosphäre in mir, und man wird dieses gefühl dann kaum noch los.

jetzt lese ich „der fall jane eyre“ von jasper fforde. das ist wieder was ganz anderes, so eine art science fiction? eigentlich eine art krimi, in der es eine spezialeinheit gibt, die fälschern von literaturwerken auf der spur sind. sehr abgefahren, ich muss mich da erstmal reinlesen und hoffe, dass es mir gefällt.

man mag es kaum glauben, und ich will das eigentlich gar nicht erwähnen, vielleicht ist der zauber dann vorbei, aber seit ein paar tagen spiele ich mal wieder gitarre. dass ich das ding überhaupt in die hand nehme… aber ich hab jetzt wieder diesen drang, der vorher nicht da war. ohne dieses gefühl kann man soviel spielen wie man will, es würde doch nur scheisse dabei rauskommen. ich muss das ausnutzen, vielleicht komponiere ich doch mal wieder einen neuen song. das sollte auch passieren, denn im oktober habe ich mindestens einen livegig und ich hab keine lust, meine ollen kamellen zu spielen. aber ich freu mich mal nicht zu früh, denn wirklich kreativ war ich schon lange nicht mehr. vielleicht verliere ich gleich die lust sobald ich versuche, ein paar akkorde aneinanderzureihen und eine melodie drüberzusingen. ich wünschte, ich hätte klassische musik studiert. das würde mir sicher viel helfen, harmonien zu finden, die ich so in stundenlanger arbeit ausprobieren müsste. tja wenn man ein handwerk gelernt hat, geht es einfacher. aber warum einfach wenn es auch kompliziert geht…