dezibele schmerzgrenzen

ich wohne im grünen, und das mitten in der stadt. das ist auch sehr schön. überall grün, bäume, sträucher, wiesen… die brauchen natürlich auch mal pflege, nicht wahr. ein hoch auf die moderne technik. was es da für tolle geräte gibt. mal abgesehen vom rasennmäher, den jeder kennt, gibt es noch ganz andere sachen. zum beispiel so eine art staubsauger für blätter. geäst wird auch ständig abgesägt, die bäume müssen natürlich regelmässig gestutzt werden… ich könnte kotzen. diese geräte sind dermassen laut, dass man panisch die fenster schliesst, wenn die losgehen. bei der sommerlichen hitze ist das allerdings kaum möglich. im winter kein problem, aber da wird ja nicht gesägt, gemäht oder gestaubsaugt. ich frage mich wirklich, wozu man im grünen wohnt, wenn der lärm dort so unerträglich ist. wozu bitte muss man fast täglich irgendwelche blätter entfernen? und wenn eine hecke mal ein bischen aus der form gerät, was soll`s? warum muss eigentlich immer alles gerade und ordentlich sein? es lebe der englische garten. und ich finde, man sollte back to the roots gehen und nur noch mit sense rasen mähen dürfen. von mir aus können die menschen auch eine schere benutzen, hautsache, es ist kein motor dran.

menschen machen krach. die grossen machen es meist mit geräten. die kleinen dagegen brauchen nur den mund aufmachen und schon hat man das gefühl, es zerreist einem das trommelfell. gestern hab ich die kleine tochter von a. zum ersten mal gesehen. die jetzt etwas über ein jahr alt ist. drei weiber und ein baby, hach dass war bestimmt ein bild für die götter. yvonne ist ja die oberglucke, die kann das kind keine 10 sekunden in ruhe lassen. dabei ist sie doch nur die patentante. die kleine ist lustig. sie krabbelt die ganze zeit in der gegend herum, zieht sich an stühlen und tischen hoch und erkundet die welt. wenn sie einen apfel isst, fällt die hälfte herunter. das essen klappt aber schon ganz gut. sie hatte da einen teller mit kleinen brotstückchen, wurststückchen und gurke. die hat sie abwechselnd genommen, sehr systematisch 😀 ihre schnabeltasse wirft sie unabläsig auf den boden, so wie alles, was gerade stört. ganz geil die spielkiste, wo sie immer reinklettern will, und dann sitzt sie drin und wirft das spielzeug raus.

baden tut sie normalerweise ganz gerne. bloss gestern, bei tante yvonne, die keine badewanne sondern eine dusche hat, gab es „leichten“ protest. mit anderen worten, sie hat geschrien wie am spiess. und tante claudy stand dabei, weil a. um ein spielzeug gebeten hatte. der elefant, den ich ihr mitbrachte, interessierte sie herzlich wenig. sie brüllte weiter, in einer tonlage, die mein gehör klingeln liess. hui, haben die ein organ. ansonsten ist sie aber sehr lieb, und diese grossen blauen kulleruagen, die kann man stundenlang angucken. abends war ich dann aber hundemüde. bevor ich die mädels besucht habe, war ich ja noch auf einem familien-flohmarkt in der bücherei, wo es hauptsächlich spielsachen und kinderkleidung gab, und irgendwann sah ich sogar, dass auch bücherflohmarkt war, pro buch 50 cent, und da bin ich auch wieder fündig geworden. meine sammlung wächst und wächst. bücher machen wenigstens keinen lärm…

Ein Gedanke zu “dezibele schmerzgrenzen

  1. Warum man den Rasen mähen muss, weiß ich nicht. Vermutlich wegen der Optik. Aber Blätter entfernen und Äste sägen muss man, da die Stadt schön verklagt werden kann, wenn man von Ästen erschlagen wird oder auf Blättern ausrutscht. 😉 Naja, und der Optik wegen wird es dann ja sicher auch wieder gemacht.

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