southside festival ’08 – samstag

bevor der abschleppdienst kam, waren wir schon weg, auf dem weg nach tuttlingen, einen supermarkt suchen, zum könig der burger und zivilisierten toiletten, zum frühstück einen muffin gegessen und in der city nach einer jacke für mich gucken. einen h&m scheint es da nicht zu geben, aber einen c&a haben sie. und der hatte so etwa 5 jacken zur auswahl. seltsamerweise waren die sogar in der übergrössen-abteilung und reduziert, und so fand ich dann auch gleich eine, die man sogar tragen kann. 19 euro. ich hab ja noch nicht genug jacken. aber wenn man doch keine dabei hat…

als wir zurückkamen, konnten wir auch endlich auf den offiziellen parkplatz

und dann ging es auch gleich zur blue stage, wo shantel mit seinem bucovina club orkestar auftrat. den wollte ich unbedingt sehen, weil mir seine beiden bucovina-alben gut gefallen. hm, ein bischen anders als ich das erwartet hatte, war der auftrit dann schon. zum einen wurde viel zu viel gesungen (ich stehe mehr auf die instrumental-songs), zum anderen war mir shantel auf einmal zu mainstream geworden. irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt, er kam doch etwas wie ein disco-popper rüber. aber es gab dennoch gute parts und das publikum ging voll auf den ab.

wir sind dann gleich dageblieben und standen zum ersten (und letzten) mal ganz vorne. irgendwie traurig anzusehen, dass paul heaton mit seiner neuen band so gar nicht beim southside-publikum ankam. da waren wirklich kaum leute gestanden. dabei war das ein wirklich schöner gig, der alte hase kann es halt einfach… man muss wahrscheinlich erwähnen, dass es sich bei paul heaton um den frontmann der housemartins bzw. the beautiful south handelt. das doch recht junge publikum kennt diese bands wohl nicht mehr, schade. paul’s entschuldigung mit den worten „i think you want me to make more noise, but i’m just an old softie“ fand ich sehr süss.

um 18:00 uhr gingen wir rüber zu tocotronic, die ich auf platte echt ganz gern mag. leider ist das aber keine gute live-band, und nach 4 oder 5 songs sind wir dann gegangen. wäre ich nicht so müde gewesen, wäre ich wohl geblieben, aber so spannend ist das live eben nicht. zuhause anhören ist schöner. und zwischendurch muss man echt mal ausruhen. haben uns dann mal auf eine bierbank gesetzt und micha hat sich einen kaffee geholt. und irgendwann haben wir dann auch unsere jack daniels marken eingelöst. für jeweils 2 getränke gab es ein cap dazu, und da micha auch eine wollte, hat er anschliessend nochmal 2 whiskey gekauft. gab es da auch mit wild berry, das gesöff, dass ich vor kurzem erst entdeckt habe. lecker! nur bischen geizig waren die mit dem jacky, echt mal.

als nächstes guckten wir uns nofx an, eine ganz witzige punk rock band, die zwar bischen viel laberten zwischen den songs, sonst aber gut rockten.

um 22:30 uhr bin ich dann alleine ins zelt, weil ich mir the weakerthans, auf die ich auch sehr neugierig war, ansehen wollte. ihren wunderschönen song „night windows“ kannte ich schon und als ich da reinkam, bin ich den ganzen gig über dageblieben. wie toll sind die denn bitte? geniale atmosphäre, wunderschöne songs und die stimmung war auch super, mein highlights des festivals irgendwie 🙂

die beatsteaks habe ich dann leider fast komplett verpasst, aber das war mir egal. micha hat sich die angeguckt und ein paar songs habe ich auch noch mitbekommen. die waren sicher auch sehr geil. die sache mit dem zeitplan hat mich übrigens sehr gestört. da die bands oft gleichzeitg spielen, verpasst man einiges. und dann ist es auch so, dass die bühnen so dicht nebeneinander stehen, dass man die dann beide hört. es ist schön wenn man keinen weiten weg zur nächsten bühne hat, aber so ganz optimal ist das nicht. das stört dort natürlich die wenigsten, weil die eh alle nur party machen wollen, aber ich bin halt wegen der musik da und nicht zum saufen und kollektiven abhotten.

als letztes spielten dann noch the chemical brothers, von denen ich sicher war, dass es mir gefallen würde. leider konnte ich nicht mehr stehen und so sassen wir erstmal eine weile auf dem boden und hörten uns das nur an. was schade war, denn die bilder, die den sound untermalten, muss man schon dazu sehen. so sind wir dann auch nach einer weile wieder aufgestanden, damit wir uns von den projektionen hypnotisieren lassen konnten. war auch echt geil gemacht.

der samstag war nun vorbei und wir sind ziemlich müde zum auto gegangen, wo ich mein zelt wieder verbotenerweise aufgebaut habe, um zu pennen…

…fortsetzung folgt…

southside festival ’08 – freitag

nachdem ich am freitag mittag an dieser bushaltestelle wartete, versetzt wurde, niedergeschlagen wieder nach hause fuhr und schon dabei war, meine tickets zu verschenken, rief micha an. er hatte schon ein auto reserviert und war froh, dass ich noch da war. erst wollte ich gar nicht mehr los, weil ich wusste, ich verpasse elbow, calexico und sigur rós, aber dann überlegte ich es mir doch wieder anders. gegen 18:30 uhr holte er mich dann ab – was für ein luxus, mein gepäck einfach so ins auto zu schmeissen…

als wir in neuhausen ob eck ankamen und auf dem weg zum parkplatz im stau standen, konnte ich von weitem sigur rós hören und sehen. das war hart. die waren mir so wichtig, und ich musste im auto verharren 😦 man sagte uns dann, der parkplatz sei dicht, wir müssten umkehren… als ich hoppipólla hörte, sind mir sogar ein paar kleine tränchen in die augen gestiegen, und ich musste an m. denken. das konzert muss wirklich schon gewesen sein.

wir haben uns dann auf die wiese neben der strasse gestellt und mussten eine halbe stunde zum eingang latschen. wenn man dort angekommen ist, muss man allerdings (nachdem man seine bändchen geholt hat) erstmal den kompletten zeltplatz durchqueren, dann noch an einigen fressbuden vorbei, bevor mal mal auf das festivalgelände mit den bühnen kommt. dort angekommen, steuerten wir gleich zur green stage, um radiohead zu sehen, die wir noch ganz sehen konnten. tja was soll man zu denen noch sagen, die sind einfach genial und boten ein wirklich cooles musikspektakel. anders kann man das kaum ausdrücken.

danach haben wir uns noch the kooks angeguckt, die waren sehr nett, ich mag die irgendwie, und dann war der freitag ja schon vorbei. den ganzen weg zurückgelatscht und mein zelt neben dem auto aufgestellt, weil mich der campingplatz doch etwas abschreckte. der war so überfüllt, vermüllt und man hat doch einige männer da neben das zelt pissen sehen, das hat mich jetzt weniger angesprochen. und micha hat eh im auto gepennt, so waren wir wenigstens zusammen. hab’s mir also so gemütlich wie möglich gemacht und mich dick eingepackt, weil ich ja so leicht friere. ich hatte übrigens meine jacke vergessen, irgendwas vergisst man immer. und obwohl ich doch dick eingemummelt war, fror ich nach einer weile und konnte mal wieder nicht einschlafen. das alte thema. meine nase war kalt und einmal schüttelte es mich richtig durch, so fröstelte ich. und die feuchtigkeit war auch unangenehm. ich hab dauernd auf die uhr geguckt, wann endlich die sonne aufgeht, damit es wärmer wird. hab dann auch mal zwischendrin nach draussen geguckt. gegen 7 uhr bin ich dann wohl eingepennt, weil es tatsächlich wärmer wurde. und als ich dann um etwa 8 uhr aufwachte, wäre ich fast erstickt im zelt. die sonne knallte auf mein dach und ich schälte mich erstmal aus dem schlafsack, drehte mich dann auch um zum eingang, den ich etwas öffnete, damit ich frische luft bekomme. aber es wurde immer wärmer und schliesslich bin ich aus dem zelt geflüchtet, hab meine matte und den schlafsack nach draussen gezogen und hab versucht, noch ein wenig auszuruhen, aber schlafen ging nicht mehr. irgendwann kam auch ein security mensch und teilte uns mit, dass der bauer, dem die wiese gehört, schon den abschleppdiesnt angerufen hat, wir sollten lieber zusammenpacken, der parkplatz sei auch schon seit einer halben stunde offen.

also baute ich mein zelt ab und wir fuhren erstmal nach tuttlingen, um proviant einzukaufen usw.

fotsetzung folgt…

back in town

heute morgen um halb 5 war ich wieder daheim, hab mir noch schnell den dreck von 3 tagen festival weggeduscht (und ich war so müde, dass ich erst merkte, dass ich noch meinen BH anhabe, als ich schon in der wanne stand) und ins bett gefallen. 11 stunden geschlafen und immer noch geschlaucht. deswegen gibt es auch erst morgen meinen southside-bericht. aber geil war’s…

was der tag so mit sich bringt

ich hatte eben schon im southside-forum meine tickets angeboten, und natürlich auch zahlreiche angebote (sogar gegen geld) bekommen, da klingelt das telefon. micha, der schnarcher.  er meinte, er habe gerade ein auto reservieren lassen. er kommt aber erst gegen 17 uhr aus der arbeit raus, muss dann noch das auto holen und schnell packen, und würde mich dann abholen. ich wollte ja erst gar nicht mehr mit, aber wenn er sich doch jetzt schon freut und das auto hat, muss ich ja doch, auch wenn ich jetzt die besten bands verpassen werde 😦 sigur rós, 21:15 uhr, das schaffen wir doch nicht mehr. die fahrt alleine dauert mindestens 3 stunden, und auf der landstrasse kann man ja nicht rasen. bis wir dann unsere bändchen haben, sind die wohl fertig.

ich hoffe er kann etwas früher gehen.

aber bevor ich nicht an der bühne stehe, freue ich mich nicht. sonst werde ich heute nochmal enttäuscht.

ich halte euch auf dem laufenden. wenn ich glück habe, hört ihr erst wieder am montag von mir. ansonsten bis heute abend 😀

doch zu früh…

…gefreut. ich schleppe meine 5 gepäckstücke durch ganz münchen, 2 rucksäcke, schlafsack, isomatte und zelt und niemand kommt. weder der fahrer noch die beiden mädels. von viertel vor 12 bis 13 uhr hab ich an dieser bushaltestelle gewartet. dass der fahrer sich verspäten kann ist mir ja klar, aber die mädels kamen ja auch nicht. auf die welt ist eben kein verlass mehr. und anscheinend kann sich die menschheit nur noch über handy vernünftig verabreden.

tja, ausser spesen nix gewesen. ich verschenke jetzt meine tickets, vielleicht kann ich noch jemandem eine freude machen.

aber ich verlasse mich nie mehr auf irgendwelche leute.  die labern doch alle nur scheisse.