time to groan

gestern schrieb ich folgendes:

ist mal wieder zeit zum jammern. nicht, dass ich gerade deprimiert in der ecke sitze und mich bemitleide. aber ich merke doch, dass mir was fehlt. und es fehlt an allen ecken und enden. ich hab essen und ein warmes gemütliches bett, in das ich mich zurückziehen kann. ich habe keine verpflichtungen. das müsste eigentlich genügen. aber das reicht mir eben nicht 😦 ich bin einsam, ich bin genervt, ich will geld, ich will kuscheln, ich will hübscher werden, ich will was erleben…

ich bin ja froh über das, was ich habe. aber manchmal will man eben mehr. oder was anderes. ich will mich wirklich nicht beschweren. mir geht’s ja gut. naja, nicht so direkt gut, aber ich habe keine schmerzen. ausser im herzen. da drückt der schuh. aber mich kann man nicht lieben, nicht so. da nützt auch kein „unter die leute gehen“. zwanghaftes kennenlernen ist mir sowieso ein dorn im auge. da kommt nur mist bei raus. aber wenn man einsam ist, hat man eben doch den wunsch, das ändern zu wollen.

bin ich denn überhaupt einsam? ich weiss es nicht, ich war immer allein, ich kenne und will das gar nicht anders. ich müsste mich wohl erstmal an daran gewöhnen, dass jemand bei mir ist. für länger meine ich. das ist zwar das, was ich mir wünsche, aber ob ich das aushalten könnte? ich bin es doch gewöhnt, dass die menschen mir nach einer weile den rücken kehren. zu merken, dass jemand nicht mehr von meiner seite weicht, würde mich sicher beängstigen.

m. hat mein leben ganz schön durcheinandergebracht. ich muss mich erst wieder daran gewöhnen, dass mir keiner schöne augen macht. mir fehlen diese dummen kleinen komplimente, das wissen oder erahnen, dass mich jemand toll findet. sind doch nur oberflächlichkeiten, und trotzdem fehlen sie mir. mann bin ich eitel, dass ich diese bewunderung brauche. früher hab ich die doch auch nicht bekommen. und sie bedeuten nichts, wie ich erfahren musste. ich weiss doch auch so, wer ich bin, dafür brauche ich doch keine männer, die mir das sagen?

und was nützen mir komplimente von männern, wenn ich sie von einem bestimmten hören will? und ich merke den widerstand, der sich in mir aufbaut, wenn ich daran denke. weil es sinnlos ist, diesen menschen zu lieben. ich will dich nicht mehr (aber komm bitte zurück). ich liebe dich nicht (aber du fehlst mir). ich bin doch nur einsam (warum denke ich dann an dich, wenn ich mit freunden unterwegs bin?)…

ich versuche ständig, ihn mir auszureden, aber es klappt nicht. ich müsste mich neu verlieben. dann könnte ich ihn aus meinem kopf verbannen. aber es ist niemand in der nähe, und ich weiss nicht, ob ich mich so bald wieder diesen illusionen hingeben kann, dass mich jemand lieben könnte…

ich hab den beitrag erstmal über nacht stehen lassen, weil ich nicht wusste, ob ich den veröffentlichen soll. naja, heute liest er sich nicht viel anders, also raus damit. wozu hab ich mir sonst die mühe gemacht? auch wenn mich sowieso niemand versteht, oder ein falsches bild von mir bekommt. ich bin ja nur der frustrierte jammerlappen. dabei erfüllt dieses „jammern“ einen guten zweck. ich rede mir den dreck von der seele und habe dann ruhe, werde wieder ausgeglichener und habe das gefühl, mich damit auseinandergesetzt zu haben. wie schon gesagt, ich sitze nicht deprimiert herum und denke, das leben ist so unfair zu mir bla bla. es gibt dinge, die nicht änderbar sind, und darüber denkt man oft nach, vielleicht, um sich sich damit zu arrangieren zu können. man muss diese dinge ja erstmal verarbeiten, um damit leben zu können, denn man wird damit leben müssen.

was rede ich heut eigentlich für einen pseudo-philosophischen käse zusammen? 😀 kein sonnenstich, nein. ich hab mich heute zwar auf den balkon gelegt, auf diesen hässlichen betonboden, und im badeanzug ein bischen gelesen, aber nur, solange noch schatten war. jetzt warte ich darauf, dass die sonne untergeht, damit ich mich wieder hinlegen kann.

da kann man doch nicht meckern, oder? (aber schöner wär’s… naja, ihr wisst schon.)

Ein Gedanke zu “time to groan

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