southside festival ’08 – sonntag

auch diese nacht konnte ich nicht wirklich schlafen, obwohl es etwas wärmer war. eine stunde habe ich im zelt geschlafen, dann kam die sonne und ich hab mich draussen zwischen zelt und auto auf den rasen gelegt, so hatte ich vorerst schatten. hab auch etwa noch mal eine stunde geschlafen, aber dann kamen immer öfter leute vorbei und ich wurde vom autotüren zuschlagen und so weiter wachgehalten. irgendwann hab ich mich nicht mehr wohl gefühlt auf meinem illegalen pennplatz, hab das zelt abgebaut und hab mich auf die andere seite des autos gelegt, weil das der einzige schattenplatz war, der noch da war. pennen konnte ich aber nicht mehr, dafür hat unter anderem eine schwebfliege gesorgt, die ständig über mir und am offenen auto neugierig herumflog und summte.

gegen 11 uhr sind wir nochmal zu burger king gefahren, und als wir dann wieder am festival waren, spielten gerade noch the enemy. hab mich bischen geärgert, dass wir die verpasst haben, denn die haben mir richtig gut gefallen. der sänger erinnerte mich spontan an paul weller, die musik sehr gradlinig und dennoch streckenweise schön melodiös. meine neuentdeckung.

dann gingen wir noch schnell rüber zu the international noise conspiracy, die waren ganz okay, aber mehr auch nicht. ich bin mit denen noch nie richtig warm geworden, auch auf platte nicht.

direkt im anschluss haben wir the wombats gesehen, von denen ich irgendwie schon wieder vergessen habe, wie die klingen. wie viele bands so klingen heutzutage. einmal doof posen bitte:

der sänger der wombats teilte uns übrigens noch eine unwetterwarnung mit, es kam aber weder sturm, noch gewitter, noch hagel. inzwischen hätten wir uns auf abkühlung gefreut, denn es war noch heisser geworden.

man glaubt es kaum, wie die stimmung sich verändert, wenn weniger gesoffen wird. da viele ja noch nach hause fahren mussten, und dementsprechend ruhiger war es dann auch. auch micha war sehr viel ruhiger, nicht nur weil er müde war, sondern auch weil er kein bier mehr trinken durfte. gras rauchen war auch nicht mehr. aber auch die hitze machte uns zu schaffen, und man sah überall nur noch sonnenverbrannte menschen. einige lagen so wie ich oft nur noch auf dem boden und versuchten zu schlafen. viel energie hatten wir nicht mehr. rise against und blackmail haben wir auch mehr oder weniger im sitzen und so nebenbei gesehen.

erst zu madsen sind wir wieder richtig in die menge, und die waren wie beim ersten mal wieder saugut, macht echt spass, denen beim rocken zuzugucken. die wirken authentisch und sympatisch, ach, ich mag die einfach. und absolutes highlight war die feuerwehr, die uns während dem gig mit wasser abkühlte. das war geil!

danach wollte ich noch oceansize sehen, aber nach zwei songs hab ich mich vor’s zelt gelegt und hab ein bsichen in der untergehenden sonne gedöst. die band hatte auch einen seltsam indirekten sound, den gesang konnte man kaum hören und das war mir zu anstrenged. so liess ich mich von der band und billy talent geichzeitig beschallen, hörte aber gar nicht mehr richtig zu.

das festival neigte sich dem ende zu, das konnte man schon spüren, und wir ruhten uns noch für die letzten bands aus. maximo park, da dachte ich noch, das wird vielleicht ganz nett, aber das war ja absolut peinlich. da kam null atmosphäre und null austrahlung rüber. was für eine langweilige band. nach 3 songs sind wir zur green stage rüber, um uns einen guten platz für die foo fighters zu suchen. wir standen dann auch mittendrin, und mit der zeit bekam ich etwas angst, man könnte mich umwerfen während des auftritts. und ich hatte nur sandalen an (danke an den jungen mit dem kooks shirt, der mir auf den fuss gestiegen ist, mein nagel ist abgebrochen), aber so schlimm wurde es gar nicht. bin nur einmal etwas zur seite geflogen. und die foo fighters haben dann auch nochmal ordentlich gerockt.

ich hab nur enttäuschungen gehört, aber ich fand die gut, also perfekter sound, fast perfektes liveset… weiss nicht, bin kein fan von denen, aber ich fand es war ein super abschluss und mit „best of you“ kam nochmal tolle gänsehaut auf. allerdings gab die band keine einzige zugabe, und das ende kam doch sehr abrupt.

tja, das war’s, und im schneckentempo schob sich die menschenmenge zu den parkplätzen, oder wer noch blieb, zum zelt. wir mussten eine stunde im stau warten, bis wir mal auf der landstrasse waren und endlich losfahren konnten. in münchen angekommen, kurz bevor mich micha bei mir absetze, begann es endlich zu regnen.

schön war’s. und anstrengend. aber das war es wert. war ein geiles wochenende.

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