heute

…muss ich gleich wieder auf feuchtgebiete-niveau anfangen (ich höre das übrigens gerade). draussen sind schwül drückende 31°c, es ist den ganzen tag stark bewölkt, aber es will einfach nicht regnen. warum habe ich immer meine tage, wenn es so heiss ist? die körpertemperatur ist eh schon erhöht, und dann hat man eine schwitzende binde im slip. jetzt denkt ihr frauen sicher „dann nimm halt ein tampon“, aber ich mag das nicht.

vorhin wollte ich, nein, MUSSTE ich noch dringend einen kleinen spaziergang machen. in der wohnung ist es ja auch schlimm. und ich bin meinen lieblingsweg hier in meiner gegend gegangen. die osterwaldstr. und dann in einen kleinen schnuckeligen weg am friedhof entlang. das ist die salzstrasse, ein historisch wichtiger weg war das früher. da steht ja noch ein denkmal, ein stein, in dem das eingraviert ist. kaum ging ich ein paar meter, sah ich schon von weitem eine baustelle. die haben da dichtgemacht! so eine schweinerei. die können diesen weg doch nicht einfach verbauen? so eine scheisse. das war mein lieblingsweg, einsam, verwildert, wunderschön zum entspannen. und nun musste ich im friedhof die gräber entlanglatschen. ist ja auch nett aber lange nicht so schön wie dieser salzweg. ich habe mir die grabsteine angeguckt und mich gefragt, was denn so ein platz kostet. es gibt ja grosse und kleine grabstellen. die gräber, die so dicht an dicht stehen, sind sicher günstiger. andere haben schon ein paar meter platz. die finde ich schöner. aber wenn ich mal tot bin, bekomme ich gar kein grab. die reichen haben schönere häuser und wenn sie tot sind, bekommen sie auch ein schöneres grab. arme menschen dagegen bekommen wieder nur einen platz zweiter klasse. irgendwie traurig.

jetzt warte ich auf regen, damit es sich endlich abkühlt. und darauf, dass meine langeweile endlich aufhört.

23 lebensjahre

m.’s geburtstag rückt näher. und ich denke diesmal gar nicht daran, ob ich ihm etwas schicken soll. das ist doch ein fortschritt, oder? scheint, als hätte seine letzte mail doch was bewirkt. ich hab’s wohl aufgegeben. lange hat’s gedauert. und traurig werde ich in bestimmten momenten immer noch. bedaure, dass das alles so gekommen ist. wieder eine bittere erinnerung mehr in meinem leben. ich kann auf die schönen momente kaum noch positiv zurückblicken , das ganze ist einfach nur noch eine blöde „episode aus meinem leben“. die enttäuschung sitzt wohl zu tief. und ich weiss immer noch nicht, wer mich mehr enttäuscht hat. er oder ich? war es eine selbsttäuschung? wenn ich jetzt so darüber nachdenke, frage ich mich, was da noch wehtut. kann es wehtun, wenn man aufhört, jemanden zu mögen? so ungefähr fühlt sich das an. wie der plötzliche ekel vor etwas, was man früher geliebt hat und jetzt nicht mehr sehen kann. ein schokoriegel, den man sich übergegessen hat. irgendwie weiss man, man liebt es, und doch wird einem schlecht davon, wenn man daran denkt.

naja, seltsamer vergleich, aber so ist das. er wird mir immer gleichgültiger. bald habe ich seine stimme, sein gesicht vergeseen, ich muss jetzt schon überlegen oder sogar nachsehen, wie die strasse heisst, in der er wohnt. er verschwindet. langsam, aber stetig. irgendwann werde ich auch überlegen müssen, wann er geburtstag hat. mit dem alter vergisst man immer mehr, man lernt, zu vergessen, man könnte gar nicht alles mit sich herumtragen. an was werde ich mich später noch erinnern können? wahrscheinlich nur die angenehmen dinge. die nimmt man mit. seine neugierigen (oder bewundernden?) blicke, ein zarter handkuss… oder die lustigen momente. wie er meinen grossen zeh gelutscht hat.

wenn man sich ein bischen mühe gibt, kommen die schönen momente doch wieder zurück.

blut. es ist nur das blut zwischen meinen unrasierten beinen.

(und wer das jetzt eklig fand, liest doch mal bitte feuchtgebiete von charlotte roche.)

ein tag im schwimmbad

hochsommerliche temperaturen bei 30°c, die sonnenschirme werden auf den balkonen – oder heisst es balkons? – aufgeklappt, die luftigen klamotten rausgekramt und nach getaner arbeit schnell in den feierabend geeilt. wer gar nicht erst schuften muss, der geht, bewappnet mit sonnenbrille, sunlotion, liegematte und badehose oder bikini ins schwimmbad. aalt sich dort mit zahlreichen anderen badegästen in der sonne und spingt dann und wann in den gefliesten pool, um sich dort abkühlung zu holen. man schaut den knapp bedeckten rundungen der weiblichen badenixen nach, amüsiert sich über cellulite, übergewicht oder warzen der anderen, ärgert sich über kreischende kinder und weinende babys, lästige mücken und fliegen. man dreht sich auf seinem badelaken von einer seite auf die andere, um gleichmässig braun zu werden. wem es zu heiss wird, der rückt in die nähe eines schattenspendenden baumes, diejenigen, die ohne anhang ganz allein gekommen sind, stecken ihre nasen in ein buch oder dösen einfach vor sich hin, und schrecken kurz auf, wenn ein kind vorbeirennt, dass einen nassgespitzt hat. man schleckt ein eis, es riecht nach chlor und sonnenmilch und die badelatschen der vorbeilaufenden frauen und männer quietschen. im schwimmbecken blendet die oberfläche des wassers, man blinzelt über die kleinen wellenbewegungen hinweg, bahnt sich seinen weg durch grosse und kleine schwimmer, das kind mit den schwimmflügeln, teenager, die unsinn treiben, der rentner, der langsam und bedächtig seinen alten körper in form hält.

später dann das gedränge in den duschen und am schliessfach, es ist stickig in den umkleideräumen. frauen halten ihre haare unter den föhn, trocken sich ab, cremen sich ein und latschen, ob alleine oder mit kind oder freunden, erschöpft vom schwimmen aus der badeanstalt, schwingen sich auf ihre fahrräder und machen sich auf ihrem weg nach hause.

scotland is in bavaria

mein erster wandertag in diesem jahr. simon, thomas und ich waren mal wieder im 5-seen-land, diesmal am wörthsee. in weßling ging’s los, ca. 11 km, die leicht zu schaffen waren, es gab auch keine anstrengenden ansteigungen oder besonders huckelige wege, somit war das ein eher gemütlicher spaziergang.

wie man sieht, war das wetter herrlich und nicht zu heiss. einen leichten sonnenbrand habe ich aber trotzdem bekommen, das hab ich erst zuhause gesehen. hatte es mal wieder eilig und konnte keine sonnenmilch mehr auftragen.

wer sich fragt, was es mit dem eigenartigen titel auf sich hat: wir kamen an einer weide vorbei, auf der diese hochlandrinder grasten und ruhten:

coole viecher, ich wusste gar nicht, dass es dir hier auch gibt.

natürlich gab es auch wieder viele andere tiere zu sehen, kühe, schafe, hasen, vögel und enten. besonders niedlich waren die hier:

ich hab mich direkt vor dieser kleinen familie ins gras gesetzt und hätte die fast anfassen können. einmal lief die mama kurz von ihren kleinen weg und ich war echt versucht, die kinder anzufassen 😀 die waren so klein! hihi, süss.

die lustigen locken da oben sind löwenzahnhalme, echte kunstwerke, wa? 😀

war schön, und ich freu mich schon auf’s nächte mal. aber dann unbedingt sonnenmilch auftragen!

my home is my…

in diesem haus möchte ich gern wohnen…

das habe ich gestern beim spaziergang mit meiner mama entdeckt. was für eine grüne oase! da würde ich mich wohlfühlen. leider wohne ich in einem hässlichen wohnblock, das haus sollte ich mal knipsen als vergleich…

was muss man wohl verdienen um so ein haus haben zu können? für mich ein unerreichbarer traum. ich hätte gerne ein verwunschenes kleines häuschen irgendwo. es dürfte sogar heruntergekommen sein, die farbe kann von den fensterrahmen abblättern (ach ich wäre froh, wenn meine rahmen aus holz wären…) und von mir aus könnte alles krumm und schief sein, das wäre schön urig 🙂

schöne vorstellung, ich bin halt eine kleine träumerin 😉