bücher ohne ende

und nun zu meiner buchsucht. heute war ja wieder flohmarkt angesagt. zuerst bin ich um kurz vor 10 uhr (jaja, dafür stelle ich mir sogar den wecker) zum bücherflohmarkt der bibilothek schwabing gegangen. wie immer kostet dort das kilo 2 € und ich habe für 6 € folgende bücher bekommen:

erich kästner – fabian-die geschichte eines moralisten
joanne k. rowling – harry potter und der gefangene von askaban (gebunden)
ken follet – die brücken der freiheit
ian mcewan – der zementgarten
martin suter – die dunkle seite des mondes
irvine welsh – the acid house
paulo coelho – veronika beschliesst zu sterben
leon de winter – solokows universum
hakan nesser – die schatten und der regen
truman capote – frühstück bei tiffany (sz bibliothek)
günter grass – katz ud maus (sz bibliothek)
patricia highsmith – der talentierte mr ripley (sz bibliothek)
und einen reiseführer von berlin.

anschliessend war ich bei lehmkuhl und habe mich mit 1 € büchern eingedeckt:

robert schneider – kristus
günter grass – die blechtrommel
jim knipfel – klapsmühle-ein halbes jahr in der geschlossenen
clare morrall – der mann, der aus den wolken fiel
charlotte bronte – jane eyre
wladyslaw szpilman – der pianist
nick flynn – bullshit nights
john le carré – absolute freunde
judith lennox – die mädchen mit den dunklen augen
und 3 wörterbücher: dänisch wort für wort, last minute ungarisch und tschechisch

macht zusammen 12 €.

diese schweissteibende ladung musste ich erst mal nach hause bringen, bevor ich überhaupt weiter auf den hof-flohmärkten gucken konnte. also abladen und nochmal in das viertel mit den schönen hinterhöfen. gleich zu anfang entdeckte ich john irving’s gottes werk und teufels beitrag, dass ich schon lange suche. das war noch eingeschweisst und kostete 1 €.
dann hab ich einem kleinen jungen für 1 € reise um die erde in 80 tagen von jules verne abgekauft. keine ahnung ob ich sowas mag, aber ich glaube ich hab noch nie was von jules verne gelesen. im grunde weiss ich ja von vielen büchern, die ich kaufe, nicht, ob ich sie mag, aber wenn der klappentext mich anspricht oder „was man mal gelesen haben muss“, entdecke, nehme ich es halt mit. wobei das irgendwie ausufert, weil davon gibt es ja tausende.
das nächste buch wollte eine frau mir sogar schenken, weil sie froh war wenn was wegkommt. ich hielt gerade hundejahre von günter grass (gebunden) in der hand, da meinte sie, ich krieg es geschenkt. ich hab ihr dann aber trotzdem 50 cent gegeben. und als ich schon ziemlich kaputt war vom herumlaufen und suchen, fand ich noch so viel zeit von frank goosen (2 €, hardcover). hab das mitgenommen, weil da eine strat drauf abgebildet ist. und ich hatte schon öfters bücher von ihm in der hand. hoffentlich ist es gut.

naja und dann war ich wieder an der bücherei vorbeigekommen und dachte mir, so zum abschluss gehste nochmal da gucken, ob noch was da ist. klar, dass ich da wieder was finde. die haben auch nochmal paar bücher nachgelegt. und weil’s schon so spät war, das kilo für 1 €. cool. hab da noch

zadie smith – der autogrammhändler (gebunden)
alicia giménez-bartlett – hundstage
stephen king – insomnia (engl.)
rainer cordts – der tonsetzer

mitgenommen. hat alles zusammen 1€ gekostet. ich war wieder mal total gierig. wann soll ich das alles lesen? zu hülf! und wo soll das hin? ich brauch ein neues regal. ins alte passen die nicht mehr komplett rein. und nächsten samstag ist ja wieder flohmarkt… ob ich jemals sie von stephen king bekommen werde? 😀 die sind immer so vergammelt und will die nie mitnehmen. irgenwer muss doch ein gut erhaltenes exemplar haben, mensch!

naja, die jagd geht jedenfalls weiter. und ich kann bald einen buchladen aufmachen.

ihr werdet nicht glauben

…was heute passiert ist. er hat sich gemeldet. heute um 7:30 uhr, als ich gerade gelangweilt am pc sass und ein bischen keyboard spielen wollte, sprach er mich auf icq an. ich war total überrascht und aufgeregt, freute mich aber sehr, von ihm zu hören. ich fragte ihn, wie es ihm so geht und was sein studium macht. er meinte, nicht besonders gut und wollte nicht darüber reden. ich dachte gleich das schlimmste: wird er gehänselt, oder sogar verprügelt an der schule?

wir wechselten noch ein paar worte und dann wurden wir auf einmal getrennt. durch die dünnen wände hörte ich seine stimme rufen, dass der kontakt abgebrochen sei und er jetzt wegmüsse. ich sagte, okay und verabschiedete mich.

ja, das war natürlich nur ein traum. aber er war so wunderschön, ich war so glücklich, von ihm zu hören… die letzten träume mit ihm haben sich immer schlecht angefühlt, und dieser von heute so gut 😦

bevor ich aufwachte, habe ich noch so gehofft, er würde sich wieder melden. ich war wirklich erleichtert, und als ich die augen aufschlug und mir klar wurde, es war nur ein alberner traum…

aber ich träume lieber so von ihm als dieses negative zeugs. ausserdem hatte der traum zum ersten mal keinen sexuellen inhalt.

mir ist wieder klargeworden, wie sehr ich mir wünsche, dass er sich wieder meldet. oh mann.

du hast wohl einen tick!

von larocca habe ich das stöckchen „macken und schwächen“ bekommen. dann packe ich mal meine peinlichsten macken und ticks aus:

1. ich schnüffle gerne an neuen büchern oder druckfrischen zeitschriften. früher war ich regelrecht süchtig danach, heute mach ich es aber auch noch gerne.

2. ich hasse es, wenn ich an metallenen gegenständen einen gewischt bekomme. und ich muss mich in der öffentlichkeit manchmal schon verdammt überwinden, mir meine angst nicht anmerken zu lassen, wenn ich z.b. an einen türgriff oder ähnliches fasse. ganz besonders „liebe“ ich autotüren, die im sommer schön von der sonne aufgeladen werden. aber auch am einkaufswagen im supermarkt bekommt man oft diese fiesen kleinen stromschläge. und zu hause kommt es schon mal vor, dass ich ewig lange zögere, bevor ich den fenstergriff anfasse. und bevor ich die wohnungstür öffne (von innen), nehme ich erst meinen schlüssel in die hand und berühre damit den griff. und jedesmal, wenn ich dann den funken sehe, denke ich: ha, jetzt hätte ich wieder einen gewischt bekommen! 😀 (das war jetzt eigentlich etwas, was ich niemals erzählen würde, und nun erzähle ich es in einem blog, aber es geht noch schlimmer…)

3. achtung, jetzt wird’s eklig. ich bin eine kleine pickelausdrückerin. sobald sich ein kleiner pickel oder mitesser auf meiner haut bildet, MUSS ich den ausdrücken. besonders schlimm, wenn die schon voller eiter sind, oder wenn die nicht richtig rausgehen. dann ramponiere ich meine haut bis eine riesen wunde übrigbleibt (das grenzt wohl schon an selbstverletzung). am liebsten mag ich die, wo sich dann so ein wurm rausegelt (ekelt, hehe). die bluten dann nicht mal und ich fühle mich hinterher befreit. echt schlimmer tick von mir, und meine haut ist schon voller narben. es gibt kaum eine stelle, wo sich nicht ab und zu ein pickel bildet bei mir.

4. ich benutze mindestens zweimal am tag einen lippenpflegestift. früher noch häufiger. habe ich den nicht dabei, wenn ich rausgehe, und meine lippen sind trocken, muss ich einen neuen kaufen. das gefühl von trockenen lippen kann ich nicht ab. man kann das durchaus als labello-zwang bezeichnen.

5. kein tick, aber eine schwäche, oder noch eher eine sucht: zucker. ich brauche meine tägliche dosis, sonst kann ich sehr ungemütlich werden. schon morgens frühstücke ich süss, fruchtjoghurt, o-saft und dann so was wie plunderkram, kuchen oder milchschnitte. ich könnte nie was pikantes zum frühstück essen. und dann geht das über den tag verteilt so weiter, dass ich immer mal wieder was zuckerhaltiges zu mir nehme. dementsprechend sieht auch mein körper aus. aber meine versuche, den zucker mal wegzulassen, scheiterten immer. ich bin auf süss gepolt, da kann man wohl nicht viel machen.

6. ah, eine macke fällt mir noch ein: ich verstelle gerne meine stimme beim reden. besonders auffällig meine babysprache, die ich aber meist nur bei meiner mutter und meinem bruder anwende (oder bei sehr vertrauten menschen). die ist damals hängengeblieben, als ich immer die kleine skrållan aus „ferien auf saltkrokan“ nachgemacht habe. zudem habe ich einen „pingu“-tick. wer diese serie kennt, weiss ja, dass der immer „nug nug!“ ruft. und genau das mache ich auch sehr oft, sogar auf der strasse. z.b. wenn ich am see entlang gehe und die enten quaken höre. das ist mein gruss an die enten 😀 auch zuhause gebe ich das oft von mir.

in diesen sinne: nug nug!

tja, und an wen soll ich das jetzt weitergeben? ich glaube, ich habe keine 6 leser 😀 männer fallen eh flach und sonst kommen höchstens merle und lena in frage… also alles freiwillig natürlich (mensch, ich hab nicht mal genug blogfreunde 😦 )

ps.: ach, ich hab die regeln vergessen, aber die hab ich ja quasi eh schon gebrochen, weil ich auch keine 6 leute hab… wie auch immer:


1. Setze einen Link zu der Person, die dir das Stöckchen zugeworfen hat.

2. Erwähne die dazugehörigen Regeln in deinem Blog.

3. Erzähle von dir 6 unwichtige Dinge/ Macken/ Gewohnheiten.

4. Gib das Stöckchen am Ende deiner 6 Antworten an 6 Leute durch Verlinkung weiter.

5. Hinterlasse bei jeder der gewählten Personen einen Kommentar in ihrem Blog, wonach sie getagged wurde.

reden ist silber, schReiben ist gold

post bekommen ist was schönes… manchmal gibt es diese momente, da meldet sich ein bekannter (oder freund), mit dem man eigentlich gar nicht so wahnsinnig viel kontakt hat, und er beschreibt genau das, was man selber gerade denkt oder fühlt… und alles, was er erzählt, liest sich wie ein verdammt gutes buch… wenn ich so einen moment habe, bin ich immer dankbar und stolz, dass ich so tolle, interessante menschen kenne.

er weiss dass sicher gar nicht, wie ich über ihn denke, aber das macht auch nichts. manche dinge sollte man gar nicht aussprechen, denn sie wirken besser, wenn sie im raum stehenbleiben.

aber es freut mich, dass ich mich mit dieser person austauschen darf 🙂

der langweiligste blog der welt

es gibt so absolut gar nichts zu berichten. ich hab so ein langweiliges leben, da passieren wirklich dinge, die man nicht mal jemandem erzählen will, so gewöhnlich sind die. auch daraus kann man einen blogeintrag machen. zum beispiel darüber, dass mir der nagellack abblättert. der hält ja keine drei tage und schon sieht man aus wie eine schlampe. dass das wetter nervt. dass sich an meinem dekollteé die haut schält, vom sonnenbrand. und die arme jucken leicht, da wird’s wohl auch bald soweit sein.

die wohnung ist schmutzig. mein guter pullover wurde von motten angefressen. und das, obwohl ich in meinem schrank 4 duftsäckchen und eine seife liegen habe. 50% wollanteil. ich mag wolle. motten wohl auch.

ich warte darauf, dass mein bruder mir die bohrmaschine vorbeibringt. ich warte noch auf viele andere sachen. auf ein wunder. einen lottogewinn. ich nehme seit tagen an x gewinnspielen im internet teil. ich will was gewinnen, egal ob eine reise oder eine kaffeemaschine. letztere würde ich dann verkaufen, weil ich ja gar keinen kaffee trinke. was ich aber auf jeden fall gewinne, ist der anschliessende telefonterror von marketing-firmen. aber das ist ist mir egal. ich verarsche gerne diese telefonterroristen.

ich weiss nicht mehr, was ich mit meinem leben anfangen soll. irgendwie ist alles so… egal, so „naja, ganz nett, aber nicht essentiell“. die einzigen dinge, die ich noch machen will, kosten geld. und alleine will ich auch kaum noch was machen. ich bin mal wieder lebensmüde. bin genervt von allem, meine mutter sagte neulich, ich würde nichts mehr mit freude tun. jeder handgriff sei total lustlos. aber wo soll ich die lust hernehmen? gibt’s die im sb-markt im kühlregal vielleicht?

ich schätze, ich wirke frustriert. ich dachte gestern und heute schon, ich könnte mal wieder einen song aufnehmen. beim denken bleibt es dann aber. es ist viel zu heiss, um sich kopfhörer aufzusetzen und musik zu machen. verschieibe ich es lieber auf die zeit, wenn es kühler wird. aber so geht das schon seit jahren. und besonders produktiv ist das nicht.

in den 70ern hätte man mich sicher als gammler bezeichnet. heute bin ich ein loser.

das einzige, worauf ich mich seit tagen freue, ist samstag. hof-flohmärkte in schwabing und die ausicht auf viele tolle bücher. wenn es nur nicht regnet. wahrscheinlich wird es das, und mein tag ist hin. der einzige, auf den ich mich so freue.

und für morgen habe ich null ahnung, was ich mit dem tag anstellen soll.

ich muss irgendwo meine lust verloren haben. alleine macht nichts richtig spass. ich hasse es, das zu sagen. ich bin eben doch abhängig. von menschen, die die lust in mir auslösen. aber wer ist schon gerne allein. auf dauer mag das wohl niemand.

und jetzt überlege ich, was ich mit dem rest des abends anstelle. z.b. die dreckränder aus dem waschbecken schrubben. gute idee.