london & east sussex im november – part 1: die unterkunft des grauens und ein verpasstes treffen

ich war wieder in meinem heiligen land, welcome to the UK! und wieder war es sehr schön, obgleich es wieder mal nicht ganz reibungslos ablief …

zuerst hatte mein flug verspätung, sodass ich eine halbe stunde später als erwartet in stansted landete. was mir stress bereitete, denn mein „date“ gordie wollte sich an diesem samstag abend noch mit mir treffen. zwar hatte ich ihm meine zweifel schon vorab angedeutet, da ich wusste, es wird eher ein kurzes treffen werden, so oder so. da er aber sonst keine zeit hatte, wollte er denoch am diesem samstag nach london kommen. er wohnt an der südküste, in der nähe von worthing. dass es dann noch später wurde, bis ich überhaupt in london ankam, war natürlich pech.

zuerst musste ich ja noch ins hotel einchecken. das lag im osten von london, in forest gate. nicht gerade super zentral, aber mit der elizabeth line ist man in 20 min. an der liverpool street station. also nicht sooo weit außerhalb. und es war das günstigste einzelzimmer, dass ich kriegen konnte. auf ein mehrbettzimmer im hostel hatte ich einfach keine lust mehr. in was für einer absteige ich gelandet war, stellte sich dann bald heraus. als ich dort ankam, standen dort schon zwei andere gäste vor dem haus, die wollten auch rein, doch niemand machte auf. seltsam, da eigentlich von 8 -23 uhr die rezeption besetzt sein sollte … und es war erst halb 8 uhr abends … erst als die beiden die nummer gewählt hatten, die an einen zettel an der haustüre hing, öffnete uns der junge mann. ich checkte so schnell es ging ein und bekam ein zimmer im erdgeschoss, direkt neben der küche und dem gemeinschaftsbad. ohje, dachte ich, das könnte laut werden …

tja. das zimmer war auch nicht gerade das, was die bilder im internet versprachen und entsprachen, da sahen die räume doch wesentlich netter und sauberer aus. ehrlich gesagt war das die übelste butze, in der ich je übernachtet habe. ein rattenloch!

das zimmer war winzig … was mich aber noch am wenigsten störte. viel schlimmer war, dass das zimmer schmuddelig war, die wände waren fleckig, das inventar schäbig – die krönung war die nachttischlampe, deren lampenfuß total kaputt und schon geklebt war und der schirm lose und wackelig darauf baumelte – der kleine teppich vorm bett war nicht gesaugt und schmutzig, ein fall für den müllcontainer! die heizung hatte keinen regler und war kalt, erst auf nachfrage machte der eigentümer die heizung an, mithilfe einer kappe, mit der er das ventil öffnete. dann nahm er die kappe wieder mit, und ich starb fast am hitzetod, den nun wurde es unerträglich heiß, es war schon nach kurzer zeit 27 °c warm laut temperatur-app, die ich mir spontan installiert hatte. ich konnte auch das fenster nicht öffen, da half mir dann ein anderer bewohner, da der „hausherr“ ja mal wieder nicht an der rezeption war. und dann hatte ich das fenster aufgelassen, weil ich sonst erstickt wäre. ich suchte nach der kappe, fand schließlich zwei auf der badheizung und nahm mir eine davon mit, so konnte ich wenigstens die heizung in meinem zimmer regulieren. unglaublich.

und die matratze … die war 25 cm dick und so weich und durchgelegen, dass ich darauf total schlecht liegen konnte. vier nächte in so einem bett??? zu all dem übel müffelte die matratze auch noch, und ich verzichtete vorsorglich darauf, mir das teil mal genauer anzuschauen, denn sonst hätte ich wohl keine einzige nacht darauf geschlafen … man muss ja schon angst haben, dass man nachts ungebetenen besuch bekommt (in ein paar rezensionen auf booking.com schrieben sogar ein paar leute, dass sie dort von bettwanzen gebissen wurden), ich hatte wohl glück. immerhin sahen die bettwäsche und auch das handtuch sauber aus. aber das zierkissen auf dem bett war nicht frisch, das konnte man riechen … ekelhaft!

der fernseher ging auch nicht an, auf nachfrage fummelte der eigentümer an den anschlüssen herum, bis endlich ein programm erschien.

die zimmertür war so dünn, dass man jedes geräusch draußen hören konnte, selbst das tippen des typen auf der pc-tastatur draußen auf dem gang – seiner „rezeption“ konnte ich hören. ich fragte, ob ich eventuell ein anderes zimmer bekommen könne, er meinte morgen könnte ich das zimmer wechseln. es war dann aber überraschend ruhig, warscheinlich, weil kaum jemand so blöd ist wie ich, sich ort einzuquartieren. oder den gästen ist der appetit vergangen, nachdem sie ihre zimmer begutachtet haben. jedenfalls ging da so gut wie niemand rein.

immerhin, das bad war „britisch“ sauber, also halbwegs in ordnung, da konnte man auf’s klo und sogar duschen.

öffnete ich das fenster, zog ständig zigarettenrauch ins zimmer … igitt. und war das fester zu, roch es muffig, wegen der matratze und dem ganzen schmuddeligen alptraum, der sich mir bot.

der abend wurde aber auch vorher nicht besser, denn als ich nach einem kurzem aufenthalt in meinem horror-room zur u-bahn-station lief, um mich mit gordie zu treffen, der schon an der liverpool street station auf mich wartete, kam die nächste überraschung: die station war geschlossen – oh nein! was für eine scheiße!!! ich war eh schon so spät dran. ich wusste nicht, wie ich fahren muss, telefonierte mit gordie und lief dauernd blöd hin und her, um die bushaltestelle zu suchen, die dann auch „closed“ war, und ich wusste nicht, wo die ersatzhaltestelle war … so ein mist!!

letztlich schlug gordie vor, dass wir das treffen abblasen, und wir uns am montag abend treffen. mir tat das voll leid, da er extra den weg und die kosten auf sich genommen hatte, um nach london zu kommen, alles umsonst … 🙁

das war ein verschenkter tag bzw. abend. aber irgendwann schlief ich dann doch ein. ohne krabbelbesuch.

von außen noch ganz nett …

ein tag in stendal

es ist schon ein paar monate her, da war ich mit dem 9€-ticket in stendal in sachsen-anhalt. eine kleine, verschlafene, aber sehr hübsche kleine hansestadt mit vielen interressanten bauten. besonders die kirchen sind sehr imposant.

ich hatte einen sehr ruhigen, sommerlichen sonntags-spaziergang durch die stadt gemacht. ganz gemächlich 🙂 und mein traumaus habe ich entdeckt, ich schätze mal, man kann es gut erraten in den fotos 😉

cuxhaven – again!

letzten samstag war ich wieder in cuxhaven. mittlerweile finde ich es dort richtig schön. kaum zu glauben, das ich bei meinem ersten besuch total genervt war, und mir die stadt so gar nicht gefallen wollte. aber das lag einfach an den blöden umständen und dem weiten weg zu strand. ich weiß es ja nun besser und fahre immer direkt nach duhnen mit dem bus, dann bin ich gleich dort, wo es am schönsten ist!

cuxhaven kann ich übrigens ganz ohne bahnkosten erreichen. mit meinem profiticket, das am wochenende im ganzen HVV-bereich gilt. das ist schon was tolles. nur innerhalb der ortschaft muss ich für den bus zahlen.

zahlen musste ich auch wieder für den strand-zutritt. aber was soll’s. hatte ich mich bloss geärgert, dass nach nicht mal zwei stunden kein eintritt mehr verlangt wurde, da war der strand offen zugänglich. püh. 3,50€ kostet der spaß mittlerweile. war irgendwie noch hauptsaison. auch wenn niemand mehr ans schwimmen dachte bei dem wetter.

das wetter war auch ganz nett, zwar bedeckt, aber mild. am späteren nachmittag kam allerdings etwas regen runter. und claudy natürlich ohne schirm und ohne regencape. ist ja klar. ich fand zum glück schnell ein dach, unter das ich mich stellen konnte. oder sogar setzen, da waren bänke. und es dauerte nicht lange, dann war es auch schon wieder trocken.

was ich etwas vermisst habe, war das wellenrauschen. es war nämlich ebbe. und ich hatte vorher noch auf den tidenkalender geguckt und gedacht, wenn ich dort ankomme, sei das waser noch da … hatte mich vertan und was von 13:30 uhr hochwasser gelesen. aber ich mag ebbe ja auch sehr gerne, die tollen muster im watt sehen ja sehr faszinierend aus.

als es dann anfing zu dämmern, bin ich ganz schön schnell den weg hinter döse richtung bahnhof gelaufen, denn im dunklen wollte ich mehr am strand rumlaufen, der weg ist streckenweise nicht beleuchtet. da kam ich ganz schön ins schwitzen, weil ich nicht abschätzen konnte, wie lange ich noch laufen muss. mit dem bus zurückfahren kam nicht in frage, da ich weder wusste wo eine haltestelle ist (und ich auf meinem smartphone nicht nachsehen konnte), und zudem fährt der auch nur einmal die stunde, da war die chance eh gering, dass ich einen zeitnah bekommen würde. ich wusste auch nicht, zu welcher uhrzeit der zug nach hamburg ging, und ich befürchtete schon, dass der Zug vor meiner nase abfährt und ich eine ganze stunde warten muss. aber da hatte ich echt glück, als ich am bahnhof ankam und in den zug stieg, dauerte es keie 5 minuten, und er fuhr ab 🙂 das war super.

das war mal wieder ein schöner tag am meer – wenn auch etwas auf distanz. ich komme bestimmt bald wieder 🙂

stille

ja, ich lebe noch 😉 es ist nur gerade so ruhig hier, weil ich mit anderen „dingen“ beschäftigt bin … also eher mit einem menschen … ein brite, mit dem ich gerade häufig in kontakt bin. und wenn nichts dazwischen kommt, treffe ich ihn im november, dann fliege ich wieder nach london 🙂

wenn ich ihn getroffen habe und wir uns danach immer noch mögen, erzähle ich mal mehr über ihn. jedenfalls geht es mir gut, und ich werde auch wieder bloggen, aber momentan habe ich nicht so das mitteilungsbedürfnis, dass ich sonst habe.

bin bald zurück – genießt den herbst!

nordsee – wremen

bevor der sommer nun wirklich zu ende geht, noch ein kleiner bericht über meinen letzten ausflug nach wremen. das ist kein tippfehler, sondern ein badeort an der nordsee, zwischen cuxhafen und bremerhaven. ich hatte mal gelesen, dass es ein geheimtipp sei. nun ja … also ich war doch sehr enttäuscht. für knapp drei stunden anfahrt war es leider nicht, was ich gesucht hatte. dass es dort keinen sandstrand gibt, wusste ich, aber auf diesen alptraum aus beton war ich nicht vorbereitet … keine ahnung, was ich mir vorgestellt habe, aber nicht sowas. ich wollte direkt wieder wegfahren. ich wäre so gerne am wasser entlang gelaufen, mit den füßen im wasser (es war verdammt warm). nichts dergleichen konnte ich. und dann wollten die dafür auch noch kurtaxe … nee, ich bin da gleich wieder weg aus der gruselzone.

wenigstens einen niedlichen leuchtturm gab es dort. da habe ich mich auch die meiste zeit aufgehalten. man konnte ihn auch kostenlos besichtigen, und die paar stufen schaffte man selbst bei der hitze mühelos. bin dann noch ein stück entlang einen weg entlang gelaufen, aber mehr war da nicht zu erleben. das spannendste neben dem leuchtturm war der bücherschrank (eher eine bücherbude) auf halber strecke zum strand. und die belgischen (vegetarischen) pommes mit joppie sauce, die ich mir kurz vor meinem rückweg gegönnt habe.

naja, ich habe das beste draus gemacht, habe aber nicht lange dort verweilt. bin dann wieder die knapp drei stunden zurück nach hamburg.

also wremen abgehakt, auch gut. dann weiß ich wenigstens, dass ich da nicht wieder hin will.