stöckchen: bunte fragen

abraxandria hat mir ein stöckchen zugeworfen 🙂 nach den heißen tagen letzte woche will ich die fragen nun mal beantworten.

für leseratten: welches war das beste buch, das du in der letzten zeit gelesen hast? für filmfans: welches war der beste film, den du in der letzten zeit gesehen hast?
bücher: spannend fand ich auf jeden fall „durst“ von jo nesbø. „tender bar“ von j.r. moehringer ist auch sehr gut. und „paperweight“ von stephen fry finde ich sehr inspirierend und die beiträge sind gespickt mit britischem humor. bücher, die mich zum lachen bringen, haben schon gewonnen.

filme: puh, da muss ich nachdenken, da ich viele filme gucke und daher auch schnell vergesse, was da alles war … also momentan fällt mir nur „charade“ ein, der zwar schon alt, aber immer noch gut ist. und als ewiger cary grant-fan bleibt so ein filmklassiker natürlich im gedächtnis 🙂 den hatte ich letztes jahr mal geschenkt bekommen und bisher nicht geguckt … höchste zeit also!

kaffee oder tee? welches getränk bevorzugst du beim frühstück und warum?
keins von beiden! ich liebe zwar tee, aber zum frühstück trinke ich fast nie welchen, sondern orangensaft und wasser. kaffee kann ich gar nicht leiden.

was, das du schon seit ewigkeiten nicht mehr gemacht hast, würdest du lieber heute als morgen gerne wieder machen?
nach london fahren. ich war ewig nicht mehr dort. das hat aber einen grund, denn als ich das letzte mal von dort abreisen musste, habe ich mir geschworen, das nächste mal, wenn ich diese insel betrete, bleibe ich für immer …

ansonsten aber nach sylt oder auf eine andere, wunderschöne insel am meer. das wollte ich schon, seit ich hierhergezogen bin, machen, aber dann kam corona dazwischen.

ein konzert besuschen! aber das dauert bestimmt noch.

welche drei worte beschreiben dich am besten?
unkonventionell – verträumt – aufmerksam

welche 5 dinge befinden sich gerade jetzt auf deinem schreibtisch (oder in der nähe)?
ein haufen bekritzelter notizzettel, ein glas wasser, meine kamera, ein kapodaster, taschentücher.

coronapandemie!
wir sind einschränkungen unterlegen, maskenpflicht überall und aktuell auch testpflicht in schulen sowie für das shopping oder für friseurbesuche. wie geht es dir damit?
mit der maskenpflicht komme ich nicht gut klar, auch wenn sie sicherlich sinnvoll ist. es ekelt mich an, wenn jemand ohne maske im ÖPNV sitzt und dabei auch noch redet, telefoniert und dabei seinen speichel versprüht. oder im supermarkt nicht auf die abstandsregeln achtet. ich verstehe nicht, warum menschen da nicht dran denken. meiner meinung nach haben die masken das problem mit dem abstand halten auch noch verstärkt, da die leute denken, mit maske sei man ja geschützt. und daher ist es gut, dass es die pflicht gibt, denn kaum jemand hält sich an den abstand. das tragen ist dennoch eine große belastung für mich. ich kann schlecht atmen, das gesicht trieft vor schweiß, da ich schnell im gesicht schwitze, vor allem jetzt im sommer. und die brille beschlägt und ich fühle mich wie jemand, der auf beiden augen grauen star im endstadium hat. das ist nicht witzig. ich bin so froh, dass wenigstens die ffp2-maske im hvv nun nicht mehr getragen werden muss, denn das war noch schlimmer. ich musste die ganze zeit meinen daumen als abstandshalter unter diese maske halten, sonst hätte ich nicht atmen können. (kleine anmerkung am rande: ich trage immer zwei masken übereinander, eine stoffmaske und darüber die angeordnete.) mit der OP-maske komme ich soweit klar, aber ich nehme seit der maskenpflicht kaum noch am leben da draußen teil, fahre selten mal irgendwo zum vergnügen hin. ein auto, fahrrad oder ähnliches habe ich nicht.

die testpflicht kümmert mich überhaupt nicht, da ich mich nie habe testen lassen, um irgendwo zutritt zu bekommen. da kann ich gut drauf verzichten und warten. inzwischen kann man ja auch ohne test shoppen gehen, und zum friseur gehe ich eh nie, ich schneide mir die haare selbst. und auch veranstaltungen oder ähnliches meide ich, bis die pandemie soweit unter kontrolle ist, dass man freizeitaktivitäten auch wieder genießen kann.

glaubst du an reinkarnation (= wiedergeburt)?
ich fand die vorstellung immer verlockend – bis ich „mieses karma“ von david safier gelesen habe 😀

wenn du ein tier wärst, welches wärst du?
eine eule. weise, geheimnisvoll und beobachend. und nachtaktiv 🙂

hast du ein lieblingszitat? ja!? lass’ hören!
„alles, was wir sind, ist sand im wind, hoschi!“

hast oder hattest du (mal) ein haustier? wenn ja, welches und wie heißt bzw. hieß es? wieso trägt bzw. trug es gerade diesen namen?
als kind hatte ich mal (zusammen mit meinem bruder) drei zebrafinken. einer hieß piep (weil er viel gepiept hat), den zweiten nannten wir geier (der hatte eine zerzauste frisur und erinnerte daher an einen geier, außerdem war er frech zu den anderen, hat denen das futter weggefressen und gehackt) und vom dritten fällt mir gerade der name nicht mehr ein 😦

und zwei zwergkaninchen, meins hieß flapsi (der name kam mir einfach in den sinn, als ich dieses süße weiße flauschknäuel herumhoppeln sah) und das meines bruders mümmel, da muss man ja nicht viel erklären, warum 😉

so, das war’s. wer mag, darf sich das stöckchen gerne mitnehmen 🙂

arbeitslos …. erster klasse???

tja, nun bin ich seit juni arbeitslos. heute kam meine bewilligung für alg1. knappe 600 euro nur. ich hatte mit etwa 700-750 euro gerechnet, aber weil ich nur teilzeit arbeite, hat man mir die 60% gekürzt.

davon muss ich nun die miete bezahlen, dsl-anschluss, strom, wasser, rundfunkbeitrag und was zu essen etc. kaufen.

448 euro miete

37 euro strom

14 euro wasserkosten

32,98 euro DSL

17,50 euro rundfunkbeitrag

macht unterm strich genau 48,42 euro, die mir zum leben bleiben.

ach ja. wer hatte noch gesagt, alg1 sei viel besser als alg2? waren das manager, professoren und piloten?

mit hartz4 bekäme ich die miete bezahlt, wasser wohl auch, vom rundfunkbeitrag wäre man befreit … und dazu gäbe es noch 446 euro oben drauf! es wundert mich nicht, dass so viele nicht arbeiten wollen, denn man hat es ja als hartzer besser als jeder, der sich seine brötchen hart verdient. ich finde es unfair, dass man nicht die vollen 60% bekommt von dem lohn. ist doch völlig egal, wieviele stunden man arbeitet?! warum wird es gekürzt? und wenn man seine ersparnisse erst ausgeben muss, um aufstocken zu können, hat man auch nichts von den angeblichen vorteilen von alg1.

bin nun etwas angepisst. zwar werde ich sicher auch mit dem bisschen geld nicht verhungern, denn ich musste schon mein halbes leben mit sehr wenig geld auskommen und kann mir das einteilen. bin als junger mensch sogar oft kilometerweit zu fuß gelaufen, weil ich mir keine fahrkarte kaufen konnte. aber ich dachte, dieses armselige leben hätte ich hinter mir gelassen.

zum glück hat mir jemand den tipp gegeben, wohngeld zu beantragen. den antrag habe ich auch sogleich ausgefült und bin gespannt, ob ich da etwas bekomme. das wäre ja toll.

aber bis der antrag bearbeitet ist, habe ich vielleicht schon eine neue stelle. mal sehen. ich habe mich gestern als bürokraft beworben. das ginge zwar erstmal wieder über die zeitarbeit, aber freie stellen von den firmen direkt gibt es ja nicht mehr so viel. und eine ehemalige kollegin hatte mir auch noch eine stelle genannt, wo ich mich bewerben kann. mal abwarten.

mit dem arbeitsamt bin ich vorerst so verblieben, dass ich einen gutschein für ein coaching bekomme. was genau das ist, weiß ich noch nicht so genau, aber es ging im gespräch um weiterbildung, und da ich ja unsicher bin, was ich überhaupt machen kann, hat sie mir was von einem psychologischen dienst erzählt, der einem dann hilfestellung geben kann, für was man denn geeignet wäre. aber wenn es bei dem wenigen geld bleibt, glaube ich nicht, dass ich dann eine umschulung oder ähnliches machen werde.

einen job zu bekommen, der auch nur annährend etwas mit kunst zu tun hat, wurde mir direkt ausgeredet. sowas haben die beim jobcenter nicht. und auch für jobs bei den bücherhallen sind die nicht zuständig, das geht dann über die stadt. jo, schön, dann muss ich mich also selbstständig machen … fragt sich nur, wie.

stade

ende mai. wieder ist ein monat rum. und da ich ja ab juni vorerst keine hvv-proficard mehr habe, habe ich sie nochmal genutzt. so war ich in stade in niedersachsen. die stadt wollte ich ja schon lange mal besuchen, und bisher hatte ich ja nur bis nach buxtehude geschafft. dieses mal fuhr ich bis zur endstation durch.

stade ist eine beschauliche kleine stadt mit einer schönen altstadt und vielen fachwerhäusern. ich hatte sie mir etwas größer vorgestellt. kam ich doch immer wieder an bereits abgelaufenen stellen vorbei und lief anscheinend mehrmals im kreis.

es war nicht ganz so voll wie befürchtet, da das wetter ja sehr gut war, nur in der fussgängerzone und an plätzen, wo viel gastronomie ist, war es doch recht belebt. dort gilt aber ohnehin maskenpflicht, und wenn auch nicht alle, hielten sich einige auch daran. in den nebenstraßen war es aber ruhiger, da konnte man auch ohne maske laufen.

ich weiß nicht, woran es lag, vielleicht an der atmosphäre oder an irgendetwas anderem, aber ich habe schon spannendere altstädte gesehen. irgendwie ist stade auch nur die etwas größere schwester von buxtehude, die beiden städte sind sich recht ähnlich. für einen sonntagsspaziergang war die fahrt dorthin aber dennoch einen besuch wert.

sie ist weg

das war er. mein letzter arbeitstag bei der krankenkasse. 1,5 jahre habe ich dort verbracht. zuerst über die zeitarbeitsfirma in vollzeit, nach einem halben jahr dann in teilzeit mit 6 stunden täglich. ich mochte den job, es gab aber auch dinge, die ich blöd fand, wie überall. ich habe jedenfalls eine menge gelernt. und ich bin schlauer und weiß nun, dass ich mich alleine im büro wesentlich besser fühle. es gab ja viel unmut und stress wegen der ständigen lüfterei. in diesen großen räumen dort zog es, sobald mehr als ein fenster offenstand, teilweise sogar schon, wenn nur eins geöffnet war. bei etwas windigem wetter hörte sich das an, als ob hui buh durch das gebäude fliegt, ein pfeifen und wackeln der türen war das, dass man sich am liebsten an der tischkante festhalten wollte, um nicht wegzufliegen.

es gab gutes und schlechtes. ach ja. so sehr diese krankenkasse bemüht um ein makeloses image ist, es ist nicht alles immer so toll, wie es scheint. da läuft vieles nicht fair ab, und vieles wird einfach unter den teppich gekehrt. es gibt vetternwirtschaften und man sollte meinen, teamleiter seien unparteiisch, aber wenn da jemand mit einem TL befreundet ist, hat der andere keinen guten karten. ich habe es ja selbst erlebt und wurde regelrecht aus einem büroraum gemobbt.

dann die „lieben“ kollegen. hintenrum wird ordentlich gelästert, es gibt scheinheilige und fiese, unfreundliche und arrogante mitarbeiter, puh. es wurde gemeckert, wenn man das licht anschalten wollte. ganz zu schweigen von den fenstern auf dauerlüftung, auch im winter, und das ohne heizung. und es gab welche, die nicht mal gegrüßt haben. die sich zu fein waren, mit den „neuen“ zu sprechen. und es auch nicht geschafft haben, später über ihren schatten zu springen.

aber ich werde mich am längsten an die sehr lieben kollegen und kolleginnen erinnern. davon gab es auch genug. jeder hatte seinen charakter, aber gab es viele nette und ehrliche mitarbeiter. und eine lieblinsgkollegin, die mich von anfang an an meiner seite stand. so eine bezugsperson ist wichtig für mich, sie gibt mir sicherheit.

ich hatte heute während der arbeit eine rundmail an alle, die mir wichtig waren, geschickt. bis auf ein paar wenige sind ja alle zu hause und arbeiten mobil. so konnte ich mich auch bis auf ein paar ausnahmen nicht persönlich verabschieden. aber es kamen einige liebe rückmeldungen, und einer rief mich sogar an, was mich überraschte, damit hätte ich von diesem kollegen gar nicht gerechnet.

was mich auch sehr freute, war der anruf der (eigentlich vertretungs-) teamleiterin. denn mein TL ist gerade im urlaub und hatte sich auch vorher nicht von mir verabschiedet. was ich etwas enttäuschend fand. sie war sehr nett und hatte mir alles gute gewünscht. und was mich sehr gefreut hatte, war, als sie sagte, sie habe meine art immer sehr gemocht, weil ich so authentisch bin. sowas hört man doch gern.

tja, nun habe ich noch drei tage urlaub bis zum monatsende, und dann gehe ich auf die suche nach einem neuen job. mal sehen, wo ich diesmal lande.

wenn ich zurückdenke an die zeit, in der ich davon geträumt habe, einen job und eine wohnug in hamburg zu bekommen, damit ich hier leben kann, und wie aussichtslos sich das anfühlte. und als ich dann hier war und beides hatte, wohnung und job … ich kann ja mit der bisherigen entwicklung sehr zufrieden sein. oder mich glücklich schätzen.

inselpark wilhelmburg

bei schönstem pfingstwetter war ich heute im wilhelmsbuger inselpark spazieren. ich liebe den frühling so sehr, und er geht immer so schnell vorbei … dieser duft von frischem grün und blüten ist richtig berauschend. ich könnte mich den ganzen frühling über im grünen aufhalten. mein wunsch, mal eine längere „zu fuß“-reise zu machen, wird in dieser jahreszeit immer sehr groß. aber dieses jahr wird daraus wohl noch nichts, die derzeitigen umstände machen das ganze doch zu unkomfortabel.

so muss ich mich eben mit kleinen ausflügen zufrieden geben. und ich war überrascht, wie schön dieser park ist, ich hatte ihn mir kleiner und weniger wild vorgestellt. auch die vielen wassergräben sind toll. es gab trotz meiner befürchtung, dass es dort sehr voll sein würde, ein paar wege, wo ich alleine gehen und mich entspannen konnte. und es gibt auch einen hochseilgarten dort 🙂

toll fand ich auch den see, wo zwei SUPs gerade vorbeiglitten. das möchte ich auch so gerne mal machen 🙂 sieht bestimmt einfacher aus, als es ist, man muss ja die ganze zeit das gleichgewicht halten auf dem brett.

am ende meines rundgangs habe ich noch eine runde durch den rhododendrongarten gedreht, so eine blütenpacht auf einmal, wow! und geduftet haben die, wie seife 😀 daher ganz viele blumenbilder, damit ihr wisst, welche üppige pracht ich da gesehen habe.

hattet ihr auch schönes wetter und habt einen ausflug gemacht?